Für viele junge Mütter ist der Wunsch groß, nach der Geburt schnell wieder ihr altes Gewicht zu erreichen. Man sieht Filmstars, die wenige Wochen nach der Entbindung wieder im Bikini posieren, und spürt den gesellschaftlichen Druck. Doch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) rät davon ab, sich zu sehr unter Druck zu setzen. Ein zu schnelles Abnehmen nach der Geburt kann sich zudem negativ auf das Stillen auswirken, wie das Institut in seinen Informationen auf Gesundheitsinformation.de betont. Es ist von entscheidender Bedeutung, sich auf die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden des Babys zu konzentrieren, auch wenn andere gesundheitliche Beschwerden wie eine [Corona Mandelentzündung](https://shocknaue.com/corona-mandelentzundung/) auftreten könnten, die ebenfalls eine sorgfältige Genesung erfordern.
Die natürliche Rückbildung nach der Geburt: Geduld ist der Schlüssel
Eine Gewichtszunahme während der Schwangerschaft ist nicht nur normal, sondern absolut notwendig für die Entwicklung des Babys. Der Körper lagert beispielsweise viel Flüssigkeit ein, die er für den zusätzlichen Kreislauf von Plazenta und Baby benötigt. Ein erheblicher Teil des zugenommenen Gewichts verschwindet normalerweise sofort nach der Geburt. Oftmals tragen auch die zusätzlichen Anstrengungen im Wochenbett – wie das Stillen und die umfassende Versorgung des Neugeborenen – dazu bei, dass weitere Pfunde wie von selbst schmelzen. Professor Dr. med. Peter Sawicki, der Leiter des IQWiG, erklärt dazu: “Etwa die Hälfte aller Frauen verliert das zugenommene Gewicht jedoch nicht so schnell.” Es ist wichtig, diesen natürlichen Prozess zu akzeptieren und dem Körper die Zeit zu geben, die er benötigt, um sich zu erholen und schrittweise wieder in Form zu kommen.
Schwangerschaft und Gewicht: Warum “für zwei essen” keine gute Idee ist
Das IQWiG hat aktuelle Forschungsergebnisse und jüngst veröffentlichte US-amerikanische Leitlinien analysiert. Die zentrale Botschaft ist eindeutig: Frauen, die während der Schwangerschaft übergewichtig geworden sind oder deren bestehendes Übergewicht zugenommen hat, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, langfristig übergewichtig zu bleiben. Dies gilt insbesondere dann, wenn sie sechs Monate oder ein Jahr nach der Geburt noch kein Normalgewicht erreicht haben. “Gewichtsprobleme nach der Geburt zu vermeiden, heißt sich bereits während der Schwangerschaft ausgewogen und gesund zu ernähren”, so Professor Sawicki. Die weit verbreitete Annahme, in der Schwangerschaft “für zwei” essen zu müssen, ist keine gute Strategie, besonders wenn bereits Übergewicht besteht oder eine Neigung dazu vorliegt. Der Bedarf an Nährstoffen steigt, aber nicht unbedingt der an Kalorien in gleichem Maße. Eine Schwangerschaft ist nicht die Zeit, es mit dem Essen zu übertreiben, sondern vielmehr, auf eine qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Ernährung zu achten.
Bewegung nach der Geburt: Sanft und Schritt für Schritt
Auch wenn viele Frauenzeitschriften mit “Bikini-Diäten” und schnellen Erfolgen werben, ist es nach einer Schwangerschaft nicht der schnelle Erfolg, der zählt. Es ist völlig normal, dass es drei bis sechs Monate dauert, die während der Schwangerschaft zugenommenen Pfunde wieder zu verlieren. Sport ist bei Gewichtsproblemen generell sinnvoll, doch direkt nach einer Schwangerschaft hilft “viel” nicht unbedingt “viel”. Das Institut hat Forschungsergebnisse zur optimalen Gewichtsreduktion nach einer Geburt analysiert. Es gibt wissenschaftliche Belege dafür, dass eine ausgewogene Ernährung Frauen hilft, ihr Gewicht nach einer Geburt wieder zu reduzieren – und das sowohl mit als auch ohne intensive körperliche Bewegung. Sehr anstrengende Übungsprogramme kurz nach der Geburt führten in Studien nicht zu einem zusätzlichen Gewichtsverlust. Daher müssen sich Frauen kein schlechtes Gewissen machen, wenn sie es in den oft stressigen Wochen nach der Geburt etwas ruhiger angehen lassen. Es ist jedoch für Frauen wichtig, sich einige Zeit nach der Geburt auch wieder um die eigene Gesundheit und Fitness zu kümmern, selbst wenn ein Baby das Leben gehörig durcheinanderwirbelt. Dabei sollte man auch auf Anzeichen wie eine [Mandelentzündung Corona](https://shocknaue.com/mandelentzundung-corona/) achten, die den Genesungsprozess beeinflussen können.
Fazit: Wohlbefinden vor Perfektion
Das Abnehmen nach der Geburt ist ein individueller Prozess, der Geduld und eine realistische Herangehensweise erfordert. Statt sich von unrealistischen Idealen unter Druck setzen zu lassen, sollten junge Mütter ihren Fokus auf eine ausgewogene Ernährung und sanfte Bewegung legen, die dem eigenen Körper guttut und das Stillen nicht beeinträchtigt. Die Priorität liegt auf der Gesundheit von Mutter und Kind. Das IQWiG liefert wertvolle, wissenschaftlich fundierte Informationen, die dabei helfen, diesen besonderen Lebensabschnitt gesund und gelassen zu gestalten. Bleiben Sie informiert und nehmen Sie sich die Zeit, die Sie und Ihr Körper brauchen. Für weitere aktuelle Informationen zur gesunden Gewichtszunahme in der Schwangerschaft und anderen wichtigen gesundheitlichen Fragen können Sie den Newsletter auf Gesundheitsinformation.de abonnieren.
