Die Welt des Kaffeegenusses entwickelt sich ständig weiter, und mit ihr die Technologie der Kaffeevollautomaten. Ein herausragendes Beispiel für diese Entwicklung ist der neue Acopino Barletta, ein Gerät, das nicht nur durch seine Funktionalität, sondern auch durch ein beeindruckendes Design besticht. Sein markantestes Merkmal ist zweifellos der sieben Zoll große Touchscreen, der die gesamte Frontseite ziert und die vollständige Bedienung ermöglicht. Dieses großzügige Display ist weit mehr als nur ein optisches Highlight; es ist das Herzstück einer Maschine, die eine Vielzahl von Funktionen und Kaffeespezialitäten bietet. Doch trotz aller Hightech-Möglichkeiten kann die Barletta auch einfach das, was sie am besten kann: einen exzellenten Kaffee zubereiten. Für eine umfassende Übersicht weiterer hochwertiger Geräte können Sie unsere testberichte kaffeevollautomaten lesen.
Der beeindruckende Touchscreen: Mehr als nur Kaffee
Im Standby-Modus zeigt das große Display des Acopino Barletta lediglich den Acopino-Schriftzug. Diese minimalistische Anzeige lässt einige Erstbenutzer zunächst zögern und überlegen, was zu tun ist. Doch ein sanftes Berühren des Bildschirms genügt, um die Maschine aus ihrem elektrischen Schlummer zu wecken und sie in Betriebsbereitschaft zu versetzen. Eine faszinierende Vorstellung wäre es, den Inhalt dieses Startbildschirms individuell anpassen zu können. In einem Firmenumfeld könnte beispielsweise ein Firmenlogo eingeblendet werden, während in einer Büroküche Nachrichten oder Hinweise – etwa zur Kaffeekasse oder zum Ausräumen der Spülmaschine – angezeigt werden könnten. Dies würde eine breite Wahrnehmung garantieren und wichtige Informationen effektiv verbreiten. Auch wenn eine solche Funktion derzeit noch Zukunftsmusik ist, wäre sie eine Bereicherung für das Gerät. Unabhängig davon ist der Touchscreen eine wesentliche Erleichterung im Umgang mit der Barletta und ihren zahlreichen Möglichkeiten.
Acopino Barletta Kaffeevollautomat mit 7-Zoll-Touchscreen
Ausstattung und innovative Technik
Die Acopino Barletta ist wahlweise mit einer roten oder anthrazitfarbenen Front erhältlich. Die rote Variante, die wir im Test hatten, präsentiert sich äußerst stilvoll. Zum Lieferumfang gehört ein isolierter Milchbehälter, denn die Barletta beherrscht nicht nur reine Kaffeespezialitäten wie Espresso, Ristretto, Long Espresso oder Americano, sondern auch eine beeindruckende Palette an Milchkaffee-Spezialitäten. Mit nur einer Berührung des Touchscreens lassen sich Cappuccino, Latte Macchiato, Kaffee Macchiato, Flat White, Cortado oder Milchkaffee zubereiten. Für einen perfekten Espresso und darauf basierende Kaffeespezialitäten ist weiches Wasser entscheidend. Daher bietet die Barletta die Möglichkeit, den Wassertank mit einem optional erhältlichen Wasserfilter auszustatten, was dringend empfohlen wird.
Als aktuelles Spitzenmodell von Acopino ist die Barletta technisch auf dem neuesten Stand. Sie verfügt über ein doppeltes Heizsystem, das gleichzeitig heißes Wasser (ca. 95 °C) für den Kaffee und Dampf (ca. 120 °C) für das Aufschäumen der Milch erzeugen kann. Dadurch entfallen die Wartezeiten, die bei Systemen mit nur einer Heizeinheit für das Aufheizen oder Abkühlen der Thermo-Einheit anfallen. Viele Maschinen benötigen zudem einen zusätzlichen Spülvorgang zum Abkühlen. Die Barletta ist hier deutlich schneller, da ihre Thermo-Einheit extrem schnell die gewünschte Temperatur erreicht. Abhängig von der Standby-Zeit serviert sie den ersten Kaffee bereits nach ein bis drei Minuten.
Die Steuerung und Kontrolle der Maschine erfolgen vollständig digital, was in Verbindung mit der hochentwickelten Elektronik umfangreiche Bedienmöglichkeiten eröffnet. Dies zeigt sich unter anderem in der Vielzahl vorprogrammierter Kaffee- und Milchkaffeespezialitäten. Ob Espresso oder Americano, Cappuccino oder Flat White – für alle Getränke sind Kaffeemenge, -stärke und gegebenenfalls die benötigte Menge an Milch oder Wasser voreingestellt. Selbstverständlich lassen sich diese Parameter für jedes Getränk individuell anpassen. Darüber hinaus können bis zu zehn Benutzer ihre persönlichen Einstellungen speichern.
Ein weiteres cleveres Feature, das an Thermomix-Nutzer erinnert, sind die hinterlegten Rezepte. Die Barletta kennt eine überraschende Anzahl weiterer Kaffee-basierter Getränke. Wählt man beispielsweise Irish Coffee, führt die Maschine Schritt für Schritt durch die Zubereitung. Sie füllt den benötigten Kaffee in die Tasse und gibt Anweisungen, wann und in welcher Menge Whisky und Sahne hinzugefügt werden sollen. So gelingen auch unerfahrenen Baristas oder Bartendern hervorragende Kaffeegetränke – vorausgesetzt, die Hausbar und der Kühlschrank sind entsprechend bestückt.
Die integrierte Elektronik in Verbindung mit dem Display ermöglicht auch eine sehr einfache Pflege und Wartung der Maschine. Alle notwendigen Schritte – vom Leeren des Restebehälters über das Nachfüllen von Wasser bis hin zur Reinigung des Milchsystems oder der Entkalkung der Maschine – werden im Klartext mit anschaulichen Bildern Schritt für Schritt auf dem Display erläutert.
Milchbehälter angeschlossen an den Acopino Barletta
Die Acopino Barletta im Praxistest
Die Erstinbetriebnahme der Acopino Barletta ist dank einer sehr gut gemachten, deutschen Bedienungsanleitung und der automatischen Führung durch die wichtigsten Schritte nach dem Anschluss an den Strom schnell und unkompliziert. Durch die hervorragende Benutzerführung über den großen Touchscreen sollten Nutzer, die mit Smartphones oder Tablets vertraut sind, keinerlei Probleme mit der Bedienung und den zahlreichen Zusatzfunktionen haben. Die gesamte Benutzerführung ist durchdacht, und Texte sowie Menüs sind in acht Sprachen verfügbar. Die Rezepte sind derzeit nur auf Englisch verfügbar, sollen aber laut Acopino bald auch in weiteren Sprachen angeboten werden. Informationen zur Updatefähigkeit bestehender Modelle konnte Acopino uns leider nicht geben.
In der Praxis macht es große Freude, die Maschine mit der Zubereitung diverser Kaffeegetränke zu beschäftigen. Sind Kaffeebohnen und Wasser eingefüllt und der Milchbehälter über einen Schlauch angeschlossen, steht dem Genuss der bevorzugten Kaffeespezialität nichts mehr im Wege.
In vielen Fällen liefern die vorprogrammierten Einstellungen bereits ein hervorragendes Ergebnis, das Alltags-Kaffeetrinker vollauf zufriedenstellen wird. Für sogenannte Kaffee-Nerds bietet dies einen idealen Ausgangspunkt für das Finetuning. Mahlgrad der Bohnen, Wassertemperatur, Kaffeemenge (Stärke) sowie die zuzuführenden Mengen an Milch, Milchschaum und Wasser können je nach Kaffeegetränk präzise eingestellt werden, bis das Ergebnis selbst anspruchsvolle Kaffeeliebhaber restlos überzeugt. Die Barletta birgt ein beeindruckendes Potenzial, das Optimum aus guten Kaffeebohnen herauszuholen.
Der isolierte Milchbehälter für die Acopino BarlettaZum Lieferumfang der Acopino Barletta gehört ein isolierter Milchbehälter, der 710 ml Milch fasst.
Gibt es Kritikpunkte? Jein. Angesichts der Leistungsfähigkeit der Maschine und ihrer “idiotensicheren” Bedienung wäre sie prädestiniert für den Einsatz an öffentlichen Orten wie Wartebereichen oder Foyers. Sie bietet sogar die Möglichkeit eines Festwasseranschlusses, wodurch das manuelle Nachfüllen von Wasser entfiele. Hier setzen jedoch der vergleichsweise kleine Restebehälter und die kleine Tropfschale, die häufig geleert werden müssen, Grenzen. Dies schränkt den Einsatzbereich der Barletta auf Haushalte oder kleine Büros ein. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft nahezu alle Kaffeevollautomaten: Auch wenn die Maschinen die Möglichkeit bieten, zwei Getränke gleichzeitig zuzubereiten, sollte man diese Option besser nicht nutzen, da die Brüheinheiten der meisten Geräte für jeweils einen Espresso oder ähnliches ausgelegt sind. Weitere Informationen zu Kaffeevollautomaten finden Sie in unseren Testberichten.
Fazit: Ein Meisterwerk für anspruchsvolle Kaffeemomente
Die Acopino Barletta ist ein regelrechter High-End Kaffeevollautomat. Dank ihres intuitiven 7-Zoll-Touchdisplays und ihrer überzeugenden Benutzerführung eignet sie sich sowohl ideal für Kaffeeliebhaber, die Wert auf eine einfache Bedienung legen, als auch für Kaffee-Nerds, die das Letzte aus edlen Bohnen herausholen wollen. Mit einer Spannung von 220 – 240 V, einem maximalen Pumpendruck von 19 bar und einem 250 g Bohnenbehälter sowie einem 1,8 l Wassertank bietet sie alle technischen Voraussetzungen für erstklassigen Kaffeegenuss. Ihr höhenverstellbarer Kaffeeauslauf (75 – 145 mm) und kompakte Maße (445/240/345 cm, ca. 11 kg) machen sie zu einem vielseitigen Gerät der Oberklasse. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mit rund 1000 Euro als hervorragend einzustufen.
