Aldi Siebträgermaschine im Test: Lohnt sich das Retro-Modell wirklich?

Die Aldi Siebträgermaschine im Retro-Design

Seit über einem Monat bin ich stolzer Besitzer der Aldi Siebträgermaschine, die mich für ihren Preis überrascht hat. Ursprünglich eher skeptisch, da ich meine Ascaso Arc in einem Moment geistiger Umnachtung verkauft hatte und nur noch eine einfache ESE-Maschine besaß, suchte ich nach einer günstigen, aber dennoch fähigen Alternative. Als die Aldi-Maschine für unschlagbare 69,99 € ins Regal kam, zögerte ich zunächst, aber die Neugier siegte. Ich bin nun bereit, meine ausführlichen Erfahrungen mit diesem Modell zu teilen und zu bewerten, ob sich der Kauf gelohnt hat. Wer sich für ein [siebträgermaschine angebot](https://shocknaue.com/siebtragermaschine-angebot/) interessiert, sollte diesen Erfahrungsbericht aufmerksam lesen.

Erste Eindrücke und technische Daten

Die Aldi Siebträgermaschine ist, wie sich herausstellte, baugleich mit der DeLonghi Ariete 1388/11 Café Retro, die auf Amazon für rund 144 € angeboten wird. Für diesen Preis hätte ich den “Plasteklumpen”, wie ich ihn liebevoll nenne, wohl kaum in Betracht gezogen. Doch für unter 70 Euro bei Aldi erschien sie mir dann doch annehmbar. Laut den Angaben auf Amazon.de verfügt die Maschine über folgende Eckdaten:

  • Leistung: 900 W
  • Pumpe: 15 bar
  • Boiler: Aluminium
  • “Maxi-Cappuccino” Vorrichtung: Für Milchschaum
  • Tropfauffangschale: Entnehmbar
  • Wassertank: Herausnehmbar, 900 cc Kapazität
  • Filterträger: Angeblich passend für Pulverkaffee und E.S.E. Pods

Von diesen Versprechungen muss ich leider gleich zu Beginn einiges relativieren. Insbesondere die Kompatibilität mit E.S.E. Pods enttäuscht. Das mitgelieferte Sieb ist ein Hybrid aus Ein- und Zweiersieb und definitiv nicht für Pads geeignet; diese rauschen einfach durch und ergeben eine dünne Plörre. Wer auf der Suche nach einer [beste siebträger kaffeemaschine](https://shocknaue.com/beste-siebtrager-kaffeemaschine/) ist, sollte sich über solche Details im Klaren sein.

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Die Aldi Siebträgermaschine im Retro-DesignDie Aldi Siebträgermaschine im Retro-Design

Der Siebträger und seine Besonderheiten

Ein interessantes Merkmal ist der mitgelieferte Crema-Einsatz in Form eines doppelten Siebträger-Auslaufs. Dieser lässt sich jedoch aus dem Siebträger entfernen, wodurch man einen bodenlosen Siebträger erhält – ein Feature, das ich im Laden tatsächlich toll fand. Der Crema-Auslauf ist hervorragend geeignet, um aus vorgemahlenem Kaffeepulver etwas Schaum herauszukitzeln. Da ich die Maschine aber mit einer Saeco Mac 001 Mühle betreibe und espressotaugliches Mahlgut verwende, ist der Unterschied zwischen Espresso mit und ohne Crema-Auslauf kaum spürbar. Wenn ich zwei Espressi in zwei Tassen gleichzeitig zubereite, verwende ich den Crema-Auslauf gerne. Ansonsten bevorzuge ich den bodenlosen Siebträger, um das volle Potential des Espressobezugs zu erleben. Um die Langlebigkeit und Umweltfreundlichkeit von Kaffeezubehör zu schätzen, ist es wichtig, sich auch über [nachhaltige kaffeemaschine](https://shocknaue.com/nachhaltige-kaffeemaschine/) zu informieren.

Aufheizzeit und Temperaturkontrolle

Meine kleine schwarze Maschine heizt bemerkenswert schnell auf – innerhalb von 5-7 Minuten ist sie betriebsbereit und wirklich warm. Mit einem bodenlosen Siebträger ist ein langes Durchheizen nicht notwendig, was die schnelle Einsatzbereitschaft noch weiter verbessert. Das vorne angebrachte Thermometer ist ein praktisches Hilfsmittel, um die aktuelle Temperatur abzuschätzen. Es bietet einen zusätzlichen Referenzpunkt für das sogenannte “Temperatursurfen”, das bei Einkreisern oft nötig ist, um die optimale Brühtemperatur zu treffen. Dies ermöglicht eine präzisere Zubereitung und bessere Espressoergebnisse.

Das Thermometer der SiebträgermaschineDas Thermometer der Siebträgermaschine

Milchschaumfunktion und Bedienung

Milchschaumgetränke bereite ich eher selten zu, aber die Dampffunktion ist solide. Den Cappuccinatore kann man einfach abziehen, um dann mit der restlichen Düse ordentlich zu schäumen. Für zwei Cappuccini gleichzeitig dauert es jedoch recht lange, weshalb ich in solchen Situationen für Besuch auf einen externen Milchaufschäumer zurückgreife. (Ich selbst trinke selten Cappuccino, und meine Freundin überhaupt keinen Kaffee – daher auch eine so kompakte Maschine). Die Kippschalter für An/Aus und Dampf/Kaffee finde ich ansprechend, ebenso wie den nachgemachten Chrom-Look, der der Maschine ein gewisses Retro-Flair verleiht. Ein [ambiano kaffeemaschine mit mahlwerk test](https://shocknaue.com/ambiano-kaffeemaschine-mit-mahlwerk-test/) könnte für Interessierte an weiteren Aldi-Kaffeemaschinenprodukten ebenfalls relevant sein.

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Espresso-Ergebnis in der Praxis

Um das Potenzial der Aldi Siebträgermaschine zu demonstrieren, habe ich mit dem Kochere natural Heirloom Espresso von Mahlefitz in München – ein sehr “Third-Wave”-tauglicher Kaffee – experimentiert. Mit etwa 11g Kaffeepulver im Einer-Sieb lässt sich ein hervorragender Espresso zubereiten. Das Ergebnis ist eine dichte, haselnussbraune Crema und ein vollmundiger Geschmack. Ein Video meines Espresso Shots mit der Aldi-Maschine und bodenlosem Siebträger (Espresso Shot mit Aldi Espressomaschine und bodenlosem Siebträger on Vimeo) verdeutlicht die Qualität.

Perfekter Espresso aus der Aldi SiebträgermaschinePerfekter Espresso aus der Aldi Siebträgermaschine

Das Ergebnis nach dem ersten Schluck zeigt, wie stabil die Crema ist und wie ansprechend der Espresso aussieht. Für den Preis ist die gebotene Qualität beeindruckend und beweist, dass man auch mit einem günstigen Modell exzellenten Kaffee zubereiten kann, wenn man bereit ist, sich etwas damit zu beschäftigen. Wer sich eher für weniger Aufwand interessiert, findet vielleicht die [beste kapselmaschine](https://shocknaue.com/beste-kapselmaschine/) passender.

Espresso nach dem ersten Schluck mit schöner CremaEspresso nach dem ersten Schluck mit schöner Crema

Fazit: Lohnt sich die Aldi Siebträgermaschine?

Die Aldi Siebträgermaschine, baugleich mit der Ariete 1388/11 Café Retro, ist für ihren Preis von 69,99 € ein absolutes Schnäppchen. Trotz kleinerer Schwächen wie der unzureichenden E.S.E.-Pod-Kompatibilität und dem etwas langsameren Milchschaumbezug für größere Mengen, überwiegen die Vorteile. Die schnelle Aufheizzeit, das Thermometer für die Temperaturkontrolle und die Möglichkeit, einen bodenlosen Siebträger zu verwenden, machen sie zu einer überraschend fähigen Espressomaschine. Für Einsteiger in die Welt des Siebträgers oder für Kaffeeliebhaber mit kleinem Budget, die bereit sind, sich mit der Materie auseinanderzusetzen, ist dieses Modell eine klare Empfehlung. Sie beweist eindrucksvoll, dass guter Espresso nicht immer teuer sein muss.

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