Die Allianz Lebensversicherungs-AG, ein integraler Bestandteil der renommierten Allianz Gruppe unter der Führung der Allianz SE, hat sich als einer der größten Anbieter von Lebens- und Rentenversicherungen in Deutschland etabliert. Mit einem beeindruckenden Portfolio, das von der Risikolebensversicherung über die Rürup-Rente bis hin zur privaten Rentenversicherung und Riester-Rente reicht, verwaltet das Unternehmen Millionen von Verträgen mit einer enormen Versicherungssumme. Doch in Zeiten gestiegener Lebenshaltungskosten, anhaltender Inflation und einer unsicheren Finanzpolitik stellt sich für viele Versicherungsnehmer die drängende Frage: Ist die Allianz Lebensversicherung angesichts dieser Herausforderungen noch eine attraktive und sichere Anlageoption?
Diese Bedenken sind nicht unbegründet, denn aktuelle Entwicklungen auf dem Kapitalmarkt und interne Herausforderungen der Versicherungsbranche rücken die Attraktivität traditioneller Lebensversicherungen zunehmend in den Fokus. Wer sich detaillierter mit den Produkten des Konzerns auseinandersetzen möchte, findet hier weiterführende Informationen zur Allianz Risikolebensversicherung.
Zinswende: Wann profitieren Kunden wirklich?
Die Europäische Zentralbank hat in den letzten Jahren die Leitzinsen deutlich angehoben, und auch wenn es kürzlich zu ersten Zinssenkungen kam, liegt das Zinsniveau immer noch über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Auf den ersten Blick mag dies für Versicherungsnehmer wie eine positive Entwicklung klingen, da sie über lange Zeiträume mit sinkenden Verzinsungen konfrontiert waren.
Experten gehen jedoch davon aus, dass es noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, bis sich die Zinswende tatsächlich in der Überschussbeteiligung der Kunden bemerkbar macht – möglicherweise sogar mehrere Jahre. Dies liegt daran, dass Versicherungsunternehmen die verbesserte Zinssituation zunächst nutzen, um ihre eigene Risikotragfähigkeit zu stärken. Langfristig besteht sogar die Gefahr, dass die steigenden Kapitalmarktzinsen gar nicht vollständig bei den Kunden ankommen. Hinzu kommt, dass die Inflation in vielen Fällen dazu geführt hat, dass die meisten laufenden Verträge eine negative Realverzinsung aufweisen, was bedeutet, dass die Kaufkraft des angesparten Kapitals schwindet. Ein wesentlicher Grund hierfür sind oft Staatsanleihen im Portfolio der Versicherer, die durch den Zinsanstieg erheblich an Wert verloren haben. Diese Entwicklung führte bereits zu empfindlichen Pleiten einiger Versicherungsgesellschaften.
Die Stornoquote der Allianz: Ein Zeichen der Unzufriedenheit?
Die Stornoquote bei Lebensversicherungen in Deutschland liegt durchschnittlich bei 2,55 %. Die Allianz Lebensversicherung verzeichnet jedoch eine Stornoquote von 2,7 %, die somit leicht über dem Branchendurchschnitt liegt.
Diese leicht erhöhte Quote wirft die Frage auf, warum sich Kunden der Allianz häufiger als der Marktdurchschnitt von ihren Vertragsverhältnissen lösen möchten. Es deutet darauf hin, dass ein gewisser Teil der Versicherungsnehmer entweder unzufrieden mit der Entwicklung ihrer Policen ist oder bessere Alternativen zur Altersvorsorge sucht.
BaFin-Kritik: Hohe Kosten und fraglicher Kundennutzen bei Lebensversicherern
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat in jüngster Zeit Lebensversicherer wegen hoher Kosten und geringem Kundennutzen kritisiert. Bei insgesamt 13 Unternehmen wurden überhöhte Kostenstrukturen und eine hohe Anzahl vorzeitiger Kündigungen festgestellt. Erschreckend ist, dass nach 40 Jahren Laufzeit bereits 70 Prozent der Versicherten ihre Verträge gekündigt haben.
Die BaFin droht in diesem Zusammenhang mit weitreichenden Konsequenzen, die von Vertriebsverboten bis hin zu Maßnahmen gegen Vorstände reichen können. Erste Versicherer haben bereits reagiert: Die Generali hat Rückzahlungen zugesagt, und die Targo Lebensversicherung hat drei Produkte aufgrund zu hoher Stornoquoten vom Markt genommen. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Versicherer betroffen sein werden und welche Auswirkungen sich daraus für die gesamte Branche und die Versicherungsnehmer ergeben. Für viele stellt sich die Frage, wie man die optimale Risikolebensversicherung findet, die nicht nur kosteneffizient ist, sondern auch einen echten Kundennutzen bietet.
Rechtliche Auseinandersetzungen: Kürzungen von Riester-Renten
Eine weitere Herausforderung für Versicherer sind rechtliche Auseinandersetzungen bezüglich der Kürzung von Riester-Renten. Mehrere Verbraucherzentralen haben gegen Unternehmen wie Zurich, AXA und Allianz geklagt, weil diese die Rentenfaktoren in Riester-Verträgen aufgrund gesunkener Kapitalmarktzinsen nachträglich herabgesetzt hatten. Das Landgericht Köln hat in einem Präzedenzfall entschieden, dass eine solche Kürzung unzulässig ist.
Obwohl diese Entscheidung ein wichtiges Signal sendet, ist die Frage, ob Versicherer Renten kürzen dürfen, noch nicht höchstrichterlich geklärt. Eine Klärung durch den Bundesgerichtshof (BGH) wird daher angestrebt. Für die Allianz steht im Januar eine Gerichtsverhandlung vor dem Oberlandesgericht Stuttgart bezüglich strittiger Klauseln an. Im Dezember 2025 hat der Bundesgerichtshof im Urteil IV ZR 34/25 entschieden, dass eine Klausel, die dem Versicherer nachträgliche Rentenkürzungen erlaubt, ohne eine spiegelbildliche Pflicht zur späteren Erhöhung bei verbesserten Umständen vorzusehen, unwirksam ist. Dieses Urteil könnte weitreichende Folgen für die gesamte Branche und die Auszahlung der Allianz Lebensversicherung haben.
Allianz als Gläubiger in der Signa-Insolvenz: Ein Risiko für Versicherungsnehmer?
Die Insolvenz der Signa Holding, des Immobilienunternehmens von René Benko, hat weitreichende Auswirkungen auf zahlreiche Gläubiger und führte zu Baustopps an verschiedenen Standorten. Auch die Allianz ist betroffen, da sie Projekte der Signa, wie ein Hochhaus in der Berliner Innenstadt, finanziell unterstützt hat. Die Forderungen der Versicherungsgesellschaft belaufen sich insgesamt auf 300 Millionen Euro.
Es ist zu befürchten, dass diese Forderungen ausfallen könnten, was letztendlich die Versicherungsnehmer zu tragen hätten. Solche Risiken im Portfolio eines Lebensversicherers können die finanzielle Stabilität beeinträchtigen und das Vertrauen der Kunden erschüttern. Die Absicherung beim Immobilienerwerb ist für viele Deutsche ein wichtiges Thema, und eine Risikolebensversicherung beim Hauskauf ist oft ein unverzichtbarer Bestandteil der Finanzplanung.
Durchhalten oder Handeln? Herausforderungen für regelmäßige Einzahlungen
Die gestiegenen Lebenshaltungskosten durch die Inflation und die allgemeinen finanzpolitischen Unsicherheiten haben es für viele Menschen zunehmend schwieriger gemacht, regelmäßige Einzahlungen in Versicherungen vorzunehmen. Die Realzinsen auf Bankeinlagen, die für deutsche Privathaushalte im zweiten Quartal 2025 immer noch im negativen Bereich lagen, verdeutlichen diesen Kaufkraftverlust.
Als Konsequenz ziehen viele Versicherungsnehmer eine Beitragsfreistellung oder sogar die Kündigung ihrer Verträge in Betracht. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Nach 27 Jahren Laufzeit hat die Hälfte und nach 43 Jahren Laufzeit sogar zwei Drittel der Versicherungsnehmer ihre Lebensversicherungsverträge gekündigt. Kündigungen sind jedoch für Versicherungsnehmer oft unrentabel, da die Verträge grundsätzlich langfristig ausgelegt sind und sich nur bei durchgängigem Sparen lohnen. Nach wenigen Jahren Laufzeit führt dies, unter anderem aufgrund hoher Abschluss- und Verwaltungskosten, meist nur zu einem geringen Rückkaufswert, was für Versicherungsnehmer oft ein böses Erwachen bedeutet.
Allianz Lebensversicherung kündigen oder verkaufen? Eine entscheidende Frage
Angesichts der genannten Herausforderungen und der Unrentabilität einer Kündigung überlegen viele, ihre Allianz Lebensversicherung zu kündigen. Der Wunsch, das über Jahre eingebrachte Kapital zu sichern und zurückzugewinnen, ist verständlich. Doch nur wenige wissen, welche Risiken eine Kündigung auf eigene Faust mit sich bringen kann und dass ein Verkauf der Allianz Lebensversicherung unter Umständen mehr Geld einbringen kann.
Oftmals enthalten die Nachbelehrungen, die Versicherer im Falle einer Eigenkündigung zur Unterschrift vorlegen, einen Verzicht auf zukünftige finanzielle Ansprüche, die sich beispielsweise durch aktuelle Rechtsprechungen ergeben könnten. Dagegen prüfen externe Experten bei einem Verkauf an spezialisierte Dienstleister wie ProLife mögliche Ansprüche auf regelmäßiger Basis. Es lohnt sich, Testberichte zum Lebensversicherungsverkauf zu konsultieren, um die beste Option zu finden.
Ihre Allianz Lebensversicherung verkaufen: Schon ab einem Rückkaufswert von 1.000€
Als ein marktführendes deutsches Unternehmen im Bereich Ankauf und Factoring von Lebens- und Rentenversicherungen bietet ProLife Klienten, die ihre Allianz Lebensversicherung kündigen möchten, eine interessante Alternative. Füllen Sie einfach ein Anfrage-Formular aus und erfahren Sie, wie viel Geld Ihnen schon innerhalb von 18 Tagen zur Verfügung stehen könnte! Die Anfrage ist vollkommen unverbindlich und führt noch nicht zum Verkauf Ihrer Versicherung. Erst, sobald Sie die Verkaufsunterlagen, die Ihnen im Anschluss zugeschickt werden, ausgefüllt zurücksenden, kommt ein Vertrag zwischen Ihnen und ProLife zustande. Wenn Sie sich gegen den Verkauf entscheiden, senden Sie die Unterlagen einfach nicht zurück – es entstehen Ihnen keine weiteren Verpflichtungen.
Fazit
Die Allianz Lebensversicherung steht, wie die gesamte Branche, vor komplexen Herausforderungen, die von der Zinsentwicklung über rechtliche Auseinandersetzungen bis hin zu Risiken aus Kapitalanlagen reichen. Für Versicherungsnehmer ist es in diesem Umfeld wichtiger denn je, informierte Entscheidungen über ihre Altersvorsorge und bestehenden Verträge zu treffen. Während eine Kündigung oft mit finanziellen Nachteilen verbunden ist, kann der Verkauf einer Lebensversicherung eine attraktive Alternative darstellen, um mehr aus dem eigenen Vertrag herauszuholen. Es empfiehlt sich, alle Optionen sorgfältig zu prüfen und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, um die individuell beste Lösung zu finden und finanzielle Verluste zu vermeiden.
