Berliner Krapfen selbst backen: Ein Fest für den Gaumen

Die Berliner Krapfen, vielerorts auch als Berliner Pfannkuchen bekannt, sind weit mehr als nur ein einfaches Gebäck – sie sind ein fester Bestandteil der deutschen Festtagsküche und ein Symbol für ausgelassene Stimmung. Besonders zur Faschingszeit, an Silvester oder einfach als süße Belohnung zwischendurch begeistern diese luftigen, gefüllten Siedegebäcke Jung und Alt. Mit ihrer charakteristischen goldbraunen Farbe, dem hellen Ring und einer Füllung aus Konfitüre oder Pudding verkörpern sie puren Genuss und Gemütlichkeit. Wer auf der Suche nach authentischen deutschen Süßspeisen ist, kommt an den Berlinern nicht vorbei. Entdecken Sie jetzt, wie Sie diese traditionelle Leckerei ganz einfach zu Hause zubereiten können und tauchen Sie ein in die Welt der deutschen Backkunst. Für weitere köstliche Ideen schauen Sie sich auch unsere berliner kurier rezepte an.

Die Geschichte des Berliners: Ein süßes Erbe

Die genaue Herkunft des Berliners ist umstritten, doch eine Legende besagt, dass ein Berliner Zuckerbäcker im Jahre 1756, der als Kanonier dienen wollte, aber untauglich war, als Feldbäcker eingesetzt wurde. Er formte Brote in Kanonenkugelform und buk sie über offenem Feuer. Seitdem haben sich die Berliner Krapfen zu einem der beliebtesten Gebäcke in Deutschland entwickelt. Regional gibt es verschiedene Bezeichnungen: Während man in Berlin und weiten Teilen Ostdeutschlands von “Pfannkuchen” spricht, kennt man sie im Rheinland, in Süddeutschland und Österreich als “Krapfen” oder “Fasnetsküchle”. Unabhängig vom Namen ist die Freude am Genuss dieser süßen Köstlichkeit überall dieselbe.

Zutaten für himmlische Berliner Krapfen

Um etwa 12-15 Berliner Krapfen zu backen, benötigen Sie die folgenden Zutaten. Achten Sie auf frische Produkte, um das beste Ergebnis zu erzielen.

  • Für den Hefeteig:
    • 500 g Weizenmehl (Type 405), gesiebt
    • 1 Würfel frische Hefe (ca. 42 g)
    • 250 ml lauwarme Magermilch
    • 70 g brauner, feiner Zucker
    • 2 Eigelb (Größe M)
    • 70 g ungesalzene Butter oder Margarine, weich
    • 1 Prise Salz
    • Abrieb einer halben Bio-Zitrone
  • Für die Füllung:
    • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
    • 400 ml Vollmilch (etwas weniger als auf der Packung angegeben, für festeren Pudding)
    • Zucker nach Geschmack (für den Pudding)
  • Zum Frittieren und Bestreuen:
    • 1 Liter Pflanzenfett (z.B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
    • Puderzucker oder Kristallzucker zum Bestreuen
    • Nach Belieben: Konfitüre (Erdbeer, Himbeer, Aprikose) oder Zuckerguss
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Schritt für Schritt zum perfekten Berliner: Die Zubereitung

Die Zubereitung von Berliner Krapfen erfordert etwas Geduld, besonders wegen der Gehzeiten des Hefeteigs, aber das Ergebnis ist die Mühe absolut wert.

1. Der Vorteig – Basis für luftige Krapfen

Geben Sie das gesiebte Mehl in eine große Schüssel. Drücken Sie eine Mulde in die Mitte und bröseln Sie die frische Hefe hinein. Fügen Sie 3 Esslöffel der lauwarmen Magermilch und einen Teelöffel des braunen Zuckers hinzu. Verrühren Sie diese Zutaten vorsichtig in der Mulde zu einem kleinen Vorteig. Bestäuben Sie den Vorteig leicht mit etwas Mehl und lassen Sie ihn zugedeckt an einem warmen Ort für etwa 15 Minuten gehen, bis er Blasen wirft und an Volumen zugenommen hat. Dieser Schritt ist entscheidend für die Aktivierung der Hefe.

2. Den Hauptteig kneten und gehen lassen

Geben Sie die restliche lauwarme Magermilch, den übrigen braunen Zucker, die Eigelbe, die weiche Butter oder Margarine, eine Prise Salz und den Zitronenabrieb zum Vorteig in die Schüssel. Verwenden Sie die Knethaken Ihres Rührgerätes, um alle Zutaten gründlich zu einem geschmeidigen Teig zu verarbeiten. Kneten Sie den Teig so lange (mindestens 5-10 Minuten), bis er Blasen wirft und sich vollständig vom Schüsselrand löst. Je intensiver der Teig geknetet wird, desto mehr Luft nimmt er auf, was später zu besonders fluffigen Berlinern führt.

Nehmen Sie den Teig aus der Schüssel und kneten Sie ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmals kurz mit den Händen durch. Formen Sie eine Kugel, legen Sie sie zurück in die Schüssel und decken Sie diese ab. Lassen Sie den Teig an einem warmen Ort gehen, bis sich sein Volumen in etwa verdoppelt hat. Dies dauert je nach Raumtemperatur zwischen 30 und 60 Minuten. Ein warmer, zugfreier Ort ist hier ideal.

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3. Berliner formen und ein zweites Mal gehen lassen

Sobald der Teig aufgegangen ist, kneten Sie ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche erneut kurz durch, um eventuelle Luftblasen zu entfernen. Rollen Sie den Teig etwa 2 cm dick aus. Stechen Sie mit einem runden Ausstecher (ca. 7 cm Durchmesser) oder einem Glas Kreise aus dem Teig. Legen Sie die ausgestochenen Berliner auf ein bemehltes Backblech oder Küchenpapier und lassen Sie sie nochmals für etwa 10-15 Minuten gehen. Diese zweite Gehzeit ist wichtig, damit die Berliner beim Frittieren ihre typische Form und den hellen Ring erhalten. Wer eine weitere Variante des Hefeteigs probieren möchte, findet hier ein pfannkuchen rezept süß.

4. Die Füllung vorbereiten

Bereiten Sie den Pudding nach Packungsanweisung zu, verwenden Sie jedoch etwas weniger Vollmilch als empfohlen, damit der Pudding fester wird. Dies verhindert, dass er später aus den Berlinern herausläuft. Bestreuen Sie die Oberfläche des fertig gekochten Puddings direkt mit etwas Zucker, um die Bildung einer Haut zu verhindern, und lassen Sie ihn vollständig abkühlen.

5. Berliner frittieren – der entscheidende Schritt

Erhitzen Sie das Pflanzenfett in einem großen Topf oder einer Fritteuse auf etwa 170-180°C. Die richtige Temperatur ist entscheidend: Ist das Fett zu kalt, saugen sich die Berliner voll; ist es zu heiß, werden sie außen schnell braun, bleiben innen aber roh. Eine einfache Probe: Halten Sie einen Holzkochlöffel ins heiße Fett. Steigen kleine Bläschen am Holz auf, ist die Temperatur perfekt.

Geben Sie nun vorsichtig 2-3 Berliner Krapfen mit der Oberseite zuerst in das heiße Fett. Legen Sie kurz den Deckel auf den Topf oder die Fritteuse. Dadurch gehen die Berliner nochmals auf und es bildet sich der charakteristische helle “Naht” in der Mitte. Sobald die Unterseite goldbraun gebacken ist (nach etwa 2-3 Minuten), wenden Sie die Berliner und backen die andere Seite ohne Deckel goldbraun.

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Nehmen Sie die goldbraunen Berliner mit einer Schaumkelle aus dem Fett und lassen Sie sie auf Küchenpapier abtropfen, um überschüssiges Fett zu entfernen. Erhitzen Sie das Pflanzenfett gegebenenfalls erneut auf die richtige Temperatur, bevor Sie die nächsten Berliner ausbacken. Für Liebhaber von berliner pfannkuchen ist dieser Schritt der Höhepunkt der Zubereitung.

6. Füllen und Garnieren

Sobald die Berliner Krapfen leicht abgekühlt sind, können Sie sie füllen. Verwenden Sie dazu eine Gebäckspritze oder einen Spritzbeutel mit einer langen, dünnen Tülle. Stechen Sie seitlich in die Berliner und füllen Sie sie mit dem abgekühlten Pudding oder Ihrer Lieblingskonfitüre (Erdbeer, Aprikose, Himbeer sind Klassiker). Bestäuben Sie die gefüllten Berliner anschließend großzügig mit Puderzucker oder wälzen Sie sie in Kristallzucker. Alternativ können Sie sie auch mit einem dünnen Zuckerguss bestreichen. Wer weitere krapfen rezept Ideen sucht, wird bei uns fündig.

Variationen für noch mehr Genuss

Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf! Sie können den Teig variieren, indem Sie Rosinen oder gehackte Mandeln hinzufügen. Rollen Sie die Berliner nach dem Frittieren in Zimt-Zucker statt nur in Zucker. Eine andere beliebte Variante ist es, die Krapfen vor dem Frittieren oben über Kreuz einzuschneiden, was ihnen ein rustikales Aussehen verleiht.

Fazit: Selbstgemachte Berliner sind unwiderstehlich

Das Selberbacken von Berliner Krapfen ist eine wunderbare Tradition, die nicht nur den Duft frisch Gebackenen in Ihr Zuhause bringt, sondern auch ein Gefühl von Gemütlichkeit und Festlichkeit vermittelt. Mit diesem detaillierten Rezept sind Sie bestens gerüstet, um diese köstliche deutsche Spezialität selbst zuzubereiten und Ihre Familie und Freunde zu begeistern. Ob zum Fasching, an Silvester oder einfach als süße Freude zwischendurch – selbstgemachte Berliner schmecken einfach am besten. Probieren Sie es aus und lassen Sie sich von der Einfachheit und dem unvergesslichen Geschmack dieser traditionellen Köstlichkeit überzeugen! Wenn Sie die süße Küche lieben, könnten Ihnen auch unsere arme ritter schmecken.