Eine Anpassungsstörung ist eine häufige Diagnose, die Menschen nach belastenden Lebensereignissen wie dem Tod eines Angehörigen erhalten können. Doch wie wirkt sich eine solche „F-Diagnose“ auf den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) aus? Diese Frage beschäftigt viele, die sich trotz einer psychischen Vorerkrankung absichern möchten. Die gute Nachricht: Eine Anpassungsstörung bedeutet nicht zwangsläufig das Aus für eine BU. Es kommt auf die Details an, und mit der richtigen Vorgehensweise bestehen gute Chancen auf eine Annahme.
Die allianz lebensversicherung auszahlung todesfall oder andere Lebensversicherungen sind für den Todesfall gedacht, doch die Berufsunfähigkeitsversicherung schützt Sie, wenn Sie aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls Ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Eine fundierte Absicherung ist essenziell für Ihre finanzielle Zukunft, besonders in unvorhergesehenen Lebenslagen.
Was ist eine Anpassungsstörung (F43.2)?
Eine Anpassungsstörung (ICD-10 Code F43.2) wird oft diagnostiziert, wenn jemand auf ein schwerwiegendes Lebensereignis mit emotionalen und/oder verhaltensbezogenen Symptomen reagiert. Solche Ereignisse können der Verlust eines geliebten Menschen, eine Trennung, ein Arbeitsplatzverlust oder andere tiefgreifende Veränderungen sein. Die Symptome können von Traurigkeit, Angst und Sorgen bis hin zu Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten reichen.
Die Dauer einer Krankschreibung aufgrund einer Anpassungsstörung kann stark variieren – von wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten, je nach individueller Belastung und Verarbeitung. Für Versicherer ist es entscheidend, die genauen Umstände, die Dauer der Symptome und etwaige Behandlungen zu verstehen, um das individuelle Risiko einzuschätzen.
Der Fall Dieter: Ein Schicksalsschlag und seine Folgen für die BU
Dieter, Anfang 40, hatte seine alte Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Nürnberger gekündigt – eine Entscheidung, die er später bereute. Ein Jahr danach erlitt er einen schweren Schicksalsschlag: Sein Vater verstarb plötzlich. Dieses Ereignis warf Dieter aus der Bahn, und er brauchte eine Auszeit. Sein Hausarzt stellte eine Krankschreibung über eine Woche aus, mit der Diagnose „F43.2 (G) Anpassungsstörung mit emotionaler Symptomatik“.
Nachdem Dieter wieder im Arbeitsalltag angekommen war, stellte er sich die Frage: Würde er mit dieser „Psycho-Diagnose“ überhaupt noch eine neue Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen können? Diese Unsicherheit begleitete ihn fast drei Jahre, bevor er den Schritt wagte und sich an Experten wandte. Dieters Fall verdeutlicht die Sorgen vieler Menschen, die nach einer psychischen Episode eine adäquate Absicherung suchen.
Warum eine psychische Diagnose den BU-Abschluss erschwert
Versicherungsgesellschaften bewerten Risiken sehr genau. Eine psychische Diagnose wie die Anpassungsstörung kann von ihnen als Indikator für ein erhöhtes zukünftiges Risiko gesehen werden, erneut psychisch zu erkranken und berufsunfähig zu werden. Dies ist der Grund, warum der Abschluss einer BU mit einer psychischen Vorgeschichte komplexer sein kann als ohne. Es ist jedoch entscheidend, dass die Vorgeschichte transparent und präzise dargestellt wird, um den Versicherern eine fundierte Einschätzung zu ermöglichen. Hierbei sind Details wie der Auslöser der Störung, die Dauer der Symptomatik und etwaige Therapien von großer Bedeutung.
Der Weg zur neuen Berufsunfähigkeitsversicherung: Unsere Expertise
Der Fall Dieter zeigt, wie wichtig eine professionelle Begleitung durch unabhängige Versicherungsmakler bei der Suche nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist, insbesondere bei psychischen Vorerkrankungen. Unsere 20-jährige Erfahrung und das Wissen über die Annahmerichtlinien von über 40 Anbietern sind hierbei ein unschätzbarer Vorteil.
Schritt 1: Detaillierte Analyse der Ausgangssituation
Der erste Schritt ist eine umfassende Analyse der individuellen Situation. Dazu gehören nicht nur die genaue Krankengeschichte, sondern auch Dieters Beruf als „Geprüfte Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung“, der nicht jedem Versicherer geläufig ist. Mithilfe unserer Expertise und speziellen Software identifizierten wir die sechs Tarife, die Dieters Kriterien am besten erfüllten. Dies ist ein entscheidender Schritt, da Standard-BU-Rechner hier oft an ihre Grenzen stoßen.
Schritt 2: Die anonyme Risikovoranfrage – Ihr entscheidender Vorteil
Der Kern des Erfolgs liegt in der anonymen Risikovoranfrage. Anstatt direkt einen Antrag zu stellen, bei dem eine Ablehnung in der Historie vermerkt würde, wird die Versicherbarkeit vorab und unverbindlich bei mehreren Anbietern geprüft. Dies ist besonders wichtig bei Vorerkrankungen wie einer Anpassungsstörung. Wir baten Dieter, einen neutralen Fragebogen zur Psyche auszufüllen, um den Versicherern ein klares Bild zu vermitteln. Entgegen mancher Meinungen sind solche Zusatzfragebögen, wenn sie korrekt eingesetzt werden, für Kunden vorteilhaft, da sie den Kreis der infrage kommenden Anbieter erweitern.
Eine transparente Darstellung ist hierbei unerlässlich. Wir stellten die anonyme Risikovoranfrage bei sechs Versicherern. Die Ergebnisse dieser Voranfragen offenbarten einmal mehr, wie unterschiedlich die Annahmeentscheidungen und Preise ausfallen können. Ein sorgfältiger partner risikolebensversicherung vergleich kann hier erhebliche Unterschiede aufzeigen.
Das Ergebnis für Dieter: 4 von 6 Zusagen trotz Anpassungsstörung
Die Ergebnisse der Risikovoranfragen für Dieter waren aufschlussreich: Zwei Anbieter lehnten den Antrag ab, während vier eine Normalannahme in Aussicht stellten – zum Teil mit erheblichen Preisunterschieden. Selbst der teuerste Anbieter, der HDI, machte nicht das beste Gesamtangebot, und auch die Bayerische, die mit einer neuen Haltung zu psychischen Vorerkrankungen warb, konnte nicht überzeugen.
Im engeren Rennen blieben die LV 1871 und der Volkswohl Bund, auch aufgrund des Preises. Nach weiteren Gesprächen und der Präsentation verschiedener Gestaltungsvarianten entschied sich Dieter schließlich für das Angebot der LV 1871, die seinen Antrag wie vorab geklärt ohne weitere Änderungen annahm. Diese Erfolgsgeschichte belegt eindrucksvoll, dass eine Anpassungsstörung keineswegs ein unüberwindbares Hindernis für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung darstellen muss. Dieter war überaus zufrieden und schrieb in unserem EXTRANET: „Danke nochmals für den guten Abschluss meiner BU. Ich bin sehr zufrieden damit und hoffe trotzdem, dass ich sie niemals benötige.“ Dies unterstreicht die Wichtigkeit einer maßgeschneiderten Beratung und eines erfahrenen Partners an Ihrer Seite.
Unsere Philosophie: Mehr als nur ein Abschluss
Seit über 20 Jahren legen wir größten Wert darauf, nicht nur den schnellen Abschluss zu finden, sondern unsere Kunden auch im Leistungsfall umfassend zu unterstützen. Dies zeigt sich in unserer hohen Erfolgsquote: Weit über 90 Prozent unserer berufsunfähigen Kunden erhalten ihre Rente, und niemand musste dafür vor Gericht klagen. Diese Expertise und unser Engagement schaffen Vertrauen und Verlässlichkeit.
Die Vorteile einer überkreuzversicherung risikolebensversicherung oder einer verbundene risikolebensversicherung vergleich zeigen, wie individuell die Absicherungsmöglichkeiten sein können. Unser Fokus liegt darauf, die beste Lösung für Ihre persönliche Situation zu finden, und das gilt auch für die Berufsunfähigkeitsversicherung bei psychischen Vorerkrankungen. Überlegen Sie, ob eine über kreuz lebensversicherung eine sinnvolle Ergänzung für Ihre Gesamtstrategie ist.
Fazit: Anpassungsstörung ist kein Ausschlusskriterium für die BU
Wenn Sie in der Vergangenheit eine Anpassungsstörung hatten und nun eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchten, ist dies keineswegs ein hoffnungsloses Unterfangen. Der Erfolg hängt von einer Vielzahl von Details ab: dem Auslöser der Diagnose, der Dauer der Krankschreibung oder Behandlung, der seitdem vergangenen Zeit sowie weiteren Kriterien wie Ihrem Beruf, Alter und anderen Vorerkrankungen.
Jeder Versicherer bewertet diese Faktoren anders, weshalb ein individueller Vergleich unerlässlich ist. Eine Anpassungsstörung ist definitiv kein Grund, den Versuch, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, aufzugeben. Ganz im Gegenteil: Mit professioneller Unterstützung und einer anonymen Risikovoranfrage können Sie Ihre Chancen optimal nutzen und die passende Absicherung für Ihre Zukunft finden.
