Waschtrockner vereinen Waschmaschine und Wäschetrockner in einem Gerät – eine Verlockung für alle, die Platz sparen möchten. Doch die Kombination hat ihre Tücken, da Trommelgröße und -konstruktion primär auf das Waschen ausgelegt sind. Dies beeinträchtigt die Luftzirkulation und somit die Trockenleistung, weshalb Waschtrockner eigenständigen Trocknern oft unterlegen sind. Sie trocknen pro Durchgang weniger Wäsche und benötigen deutlich länger. Wer genügend Platz für zwei Geräte hat, ist in der Regel mit einer Waschmaschine und einem separaten Wäschetrockner besser bedient.
Dennoch gibt es Modelle, die die Herausforderungen des Kombi-Einsatzes besser meistern als andere und spezielle Anforderungen besonders gut erfüllen. Unser Praxistest umfasste über 460 Waschgänge mit sechs verschiedenen Waschprogrammen und drei unterschiedlichen Trockenprogrammen, bei denen Strom- und Wasserverbrauch, Temperaturverlauf, Waschqualität mit genormten Schmutzstreifen und Trockenqualität mit einer Präzisionswaage detailliert ermittelt wurden. Ob Single, Paar oder Familie – je nach Haushaltsgröße und Platzangebot kann ein Waschtrockner eine sinnvolle Wahl sein. Moderne Modelle bieten clevere Zusatzfunktionen für Technikfans, während Praktiker vor allem auf Bedienkomfort und Zuverlässigkeit achten sollten. Hier sind unsere Top-Empfehlungen.
Kurzübersicht unserer Empfehlungen
Samsung WD90DB8B85GBU2: Der Testsieger mit geringstem Verbrauch
Der Samsung WD90DB8B85GBU2 überzeugt als ökologischer Waschtrockner mit dem geringsten Verbrauch im Test und vielen cleveren Extras.
Waschtrockner Test: Samsung Wd90db8b85gbu2
- Sehr sparsam in allen Bereichen
- Viele Funktionen und gute App
- Modernes Design
- Hervorragender Service
- Kleines Waschmittelfach
- Komplexe Handhabung
- Hoher Preis
Dieser besonders energieeffiziente Waschtrockner ist in fast allen Programmen sehr sparsam mit Strom und Wasser. Er bietet clevere Zusatzfunktionen und ist ideal für umweltbewusste Technikfans. Eine gewisse Eingewöhnungszeit ist jedoch aufgrund der vielen Features nötig, die sich nicht sofort erschließen.
Roborock Zeo One: Innovation durch Zeolith-Technik
Der Roborock Zeo One ist der einzige Trockner im Test, der Zeolith für seine Trockentechnik nutzt und ein komplettes Touchdisplay besitzt, was ihn zu unserer Empfehlung in Sachen Innovation macht.
Automatisch gespeicherter Entwurf Test: Roborock Zeo One
- Sehr niedriger Wasserverbrauch
- Innovative Zeolith-Technik
- Hochwertiges Farbdisplay
- Viele Funktionen
- Sehr lange Trockenzeiten
- Nur Flüssigwaschmittel möglich
- Hoher Preis
Roborocks erster Waschtrockner, der WD10007RR4Z, besticht durch außergewöhnlich niedrigen Wasserverbrauch und moderne Zeolithtechnik. Trotz langer Laufzeiten und dem Fehlen eines Fachs für Waschpulver überzeugt er mit einem neuen Ansatz und starkem Umweltprofil. Das Farbdisplay ist ein echtes Highlight.
Miele WTI360 WPM PWash: Die Luxusklasse in Qualität und Handhabung
Der Miele WTI360 WPM PWash überzeugt in jeder Hinsicht und hat insbesondere in Sachen Handhabung die Nase vorn. Diese Qualität hat allerdings ihren Preis.
Waschtrockner Test: Miele Wti360wpmpwash
- Hervorragende Handhabung
- Sehr gute Trockenleistung
- Hervorragende Verarbeitung
- Viele Funktionen
- Kompetenter Service
- Relativ kleine Trommelöffnung
- App mit wenigen Funktionen
- Hoher Preis
Der Miele WTI360 WPM PWash ist der Waschtrockner für alle, die kompromisslose Qualität und höchste Verarbeitungsstandards suchen. Er glänzt mit herausragender Effizienz beim Trocknen, präziser Bedienung und durchdachter Handhabung. Angesichts der Ausstattung ist der hohe Preis gerechtfertigt.
LG W4WR7096YB: Der Preistipp mit kleinen Abstrichen
Der LG W4WR7096YB überzeugte uns mit hervorragender Handhabung, vielen Funktionen und einem günstigen Preis. Die Trockenleistung könnte allerdings besser sein.
Test Waschtrockner: LG W4WR7096YB
- Hervorragende Handhabung
- Gute Energieeffizienz beim Waschen
- Gute App
- Niedriger Preis
- Schwache Trocknungsleistung
- Relativ kleine Türöffnung
- Hoher Wasserverbrauch im Eco-Programm
Der LG W4WR7096YB bietet gute Energieeffizienz bei komfortabler Bedienung. Die App liefert Berichte zu den Verbrauchsdaten, was eine Seltenheit ist. Im Trockengang patzt das Gerät jedoch gelegentlich, wobei die Wäsche immer wieder feucht aus der Maschine kam. Wer damit leben kann, erhält einen modernen, gut ausgestatteten Waschtrockner zum fairen Preis.
Eine Trommel für alle Fälle: Waschtrockner im Detail
Ein Wäscheständer in einer kleinen Wohnung ist oft lästig und nimmt wertvollen Platz ein. Besonders in Haushalten mit mehreren Personen fällt viel Wäsche an. Ein Trockner könnte Abhilfe schaffen, benötigt aber ebenfalls Platz neben der Waschmaschine, der in kleinen Wohnungen oft nicht vorhanden ist. Ein Waschtrockner, der Waschmaschine und Trockner in einem Gerät kombiniert, scheint hier die ideale Lösung zu sein. Leider muss man auch hier Kompromisse eingehen.
Das Hauptproblem ist nicht primär, dass die Trockenkapazität von Waschtrocknern unter der Waschkapazität liegt (z.B. 8 kg Waschen, aber nur 4-6 kg Trocknen). Im Alltag spielen die meisten Waschgänge ohnehin nur mit Beladungen von 3-5 kg eine Rolle, da die maximale Nennkapazität für Waschgänge ein weitgehend theoretischer Wert ist, der in der Praxis selten erreicht wird. Das eigentliche Problem bei Waschtrocknern ist vielmehr, dass sie die Wäsche nicht immer zuverlässig durchtrocknen und der Trockenvorgang teilweise sehr lange dauert. Laufzeiten von fünf bis zehn Stunden für einen Wasch-Trocken-Durchgang sind keine Seltenheit.
Unterschiedliche Verfahren fürs Trocknen
Waschtrockner arbeiten im Trockengang üblicherweise als Kondenstrockner mit zwei Verfahren: Entweder sie sind wassergekühlt, was bis zu 65 Liter Frischwasser pro Trockengang benötigt und einen Anschluss an die Wasserleitung erfordert, oder sie sind luftgekühlt und nutzen Umgebungsluft zur Kondensation. Letzteres benötigt kein zusätzliches Wasser, erfordert aber einen gut belüfteten Aufstellort. Moderne Wärmepumpentrockner bieten die besten Betriebskosten und sind sehr sparsam mit Strom und Wasser, aber auch teurer in der Anschaffung. In diesem Test haben wir uns auf Frontlader mit Kondensation fokussiert.
Waschtrockner Test: Waschtrockner Alle Tür*Wir testen unsere Waschtrockner mehrere Monate lang im Dauerbetrieb.*
Manche Waschtrockner führen das Wasser nicht über die Leitung ab, sondern haben einen Tank, der nach jedem Trockengang geleert werden muss. Dieser sollte bei Nichtgebrauch aus der Maschine entfernt werden, da er anfällig für Schimmel ist.
Eine weitere innovative Technik verwendet das natürliche Material Zeolith zum Trocknen. Zeolith kann Feuchtigkeit binden und gleichzeitig Wärme abgeben, die über einen Wärmetauscher an die Trommel zurückgeführt wird. Dies spart Energie, die sonst zum Heizen benötigt würde, und ist umweltfreundlich. Der Vorteil: Zeolith ist wartungsfrei und muss nicht erneuert werden.
Energieeffizienz und das neue Energielabel
Seit März 2021 gibt es auch für Waschtrockner neue Energieeffizienz-Label, die auf einen Blick den Verbrauch an Wasser, Strom und Zeit anzeigen. Die Werte ergeben zusammen die Energieeffizienzklasse, die von A bis G reicht. Neu ist, dass die „+“-Klassen abgeschafft wurden. Geräte, die früher als A+++ galten, können nach der neuen Verordnung nun auf B, C oder sogar D eingestuft werden, um Hersteller zu effizienteren Produkten zu motivieren.
Die EU-Ökodesign-Richtlinie wurde ebenfalls verschärft: Elektrogeräte müssen neue Mindestanforderungen erfüllen, um in Europa verkauft werden zu dürfen, darunter auch eine vereinfachte Reparatur, um die Lebensdauer der Geräte zu verlängern. Details dazu sind auf der Website des Umweltbundesamtes nachzulesen.
Die Energieeffizienzklasse beim Kauf erscheint sinnvoll, da sie niedrige Betriebskosten und eine geringe Umweltbelastung verspricht. Doch diese Klassifizierung bezieht sich ausschließlich auf ein einzelnes Programm: das sogenannte „Eco 40–60“ in Kombination mit dem Trockenprogramm „Baumwolle schranktrocken“.
Waschtrockner Test: Roborock Wd10001rr4z 10*Das Energielabel unseres Testgerätes von Roborock zeigt rechts die Energieeffizienz des Geräts im Eco-Waschgang und links die Werte des Trockengangs.*
In der Praxis spielt das Waschprogramm „Eco 40-60“ allerdings kaum eine Rolle. Laut Herstellerangaben von Miele wurde es im Jahr 2022 nur bei rund fünf Prozent aller Waschgänge in Deutschland genutzt. Der Hauptgrund: Es dauert einfach zu lang. Das Sparprogramm reduziert die Waschtemperatur, um Energie zu sparen, verlängert dafür jedoch die Laufzeit erheblich. Eine manuelle Verkürzung der Waschdauer ist nicht möglich, und auch die Temperatur kann im Eco-Modus nicht selbst gewählt werden – dies ist eine Vorgabe der EU-Richtlinie.
Unsere Messdaten zeigen, dass viele Modelle im Eco-Modus beim Waschen nicht einmal 30 Grad erreichen, obwohl der Programmname „Eco 40–60“ dies suggeriert. Selbst beim Verbrauch ist das „Eco 40-60“-Programm nicht immer das sparsamste. Unsere Tests ergaben, dass manche Maschinen in anderen Programmen deutlich weniger Ressourcen verbrauchen als im Eco-Modus. Das Energielabel sagt über die Praxis wenig aus, da die Werte unter streng standardisierten Laborbedingungen ermittelt werden, die sich stark vom heute üblichen Waschverhalten unterscheiden.
Wir hingegen testen praxisnah mit realistischen Wäschebeladungen und einem typischen Mix aus Baumwolle, Handtüchern und Synthetik. Unsere Messungen führen wir bei Beladungen von 30 und 50 Prozent der maximalen Nennkapazität durch, Werte, die auch im Alltag in den meisten Haushalten erreicht werden. Die Trockenleistung der Waschtrockner haben wir bei 100 und 50 Prozent der maximalen Trockenkapazität der Maschinen ermittelt. Die Ergebnisse sprechen für sich: Manche Maschinen schneiden im realen Einsatz besser ab als vom Label versprochen, andere deutlich schlechter. Eine klare Orientierung bietet das Label also nicht.
Nennkapazität oder wie man sich täuschen kann
Die maximale Beladungsmenge ist oft ein wichtiges Kriterium beim Kauf eines Waschtrockners. Doch die sogenannte Nennkapazität ist nur ein theoretischer Wert, der angibt, wie viel trockene Wäsche man unter Laborbedingungen maximal in die Maschine stopfen könnte. In der Praxis passen selbst bei fest vollgestopfter Trommel selten mehr als fünf Kilo Wäsche hinein – bei der üblicherweise empfohlenen Beladung mit einer Handbreit Luft darüber sogar eher nur drei bis vier Kilo.
Waschtrockner Test: Zwischenbilder*Bei einer Befüllung von mehr als 60 Prozent der Nennkapazität mussten wir in der Regel stopfen.*
Hinzu kommt, dass die Trommelgröße längst nicht proportional zur angegebenen Kapazität wächst. Ein 9-Kilo-Modell bietet oft kaum mehr Platz als ein 8-Kilo-Modell. Wer also glaubt, mit einem größeren Modell deutlich mehr Wäsche waschen zu können, wird enttäuscht. Für das Energielabel spielt die Nennkapazität eine zentrale Rolle, wobei die Hersteller die Maschinen unter anderem zu 100 Prozent mit exakt standardisierter Wäsche befüllen. Mit dem tatsächlichen Waschverhalten zu Hause ist das nicht zu vergleichen.
Entscheidend ist in der Praxis etwas ganz anderes, nämlich das Volumen der Waschtrommel. Doch dieses wird von den Herstellern kaum kommuniziert, weshalb wir es bei manchen Waschtrocknern selbst messen und berechnen mussten. Wichtige Informationen über die tatsächliche Größe der Trommel fehlen fast immer. Das Trommelvolumen entscheidet darüber, wie viel Wäsche die Maschinen in einem Waschgang bewältigen können. Wer sich also fragt, ob es wirklich ein 9-Kilo-Modell sein muss, sollte genauer hinsehen. Zwischen 7, 8 oder 9 Kilo Nennkapazität liegen in der Praxis oft nur geringe Unterschiede im Trommelvolumen. Unsere Empfehlung: Nicht von der Zahl blenden lassen, sondern auf das tatsächliche Platzangebot in der Trommel achten – wenn es denn überhaupt ausgewiesen ist.
Waschleistung: Der Einfluss des Waschmittels
Unsere Tests zeigen: In puncto Waschleistung nehmen sich die meisten Geräte kaum etwas. Gerade bei besonders hartnäckigen Flecken wie Rotwein, Motoröl, Blut oder Kugelschreibertinte erkennt man nach der Wäsche auf unseren genormten Waschstreifen nur leichte Farbnuancen als Unterschiede. Die allgemeinen Unterschiede bei der Waschleistung zwischen den Modellen sind in der Regel so gering, dass sie im Alltag kaum ins Gewicht fallen. Tatsächlich zeigen sich größere Leistungsunterschiede eher zwischen den einzelnen Waschprogrammen als zwischen den Geräten selbst.
Waschtrockner Test: Waschstreifen Eco Programm*Eine Übersicht der Waschstreifen aller Testgeräte aus dem Eco-Modus.*
Entscheidend für die Waschleistung ist vor allem das Waschmittel – und wie viel man davon verwendet. Die Wahl der richtigen Dosierung hat deutlich mehr Einfluss auf die Qualität des Waschergebnisses als die Technik der Maschine. Konkrete Empfehlungen zur Dosierung geben die Hersteller der Waschtrockner allerdings nicht, sondern verweisen auf die Vorgaben der Waschmittelproduzenten, die gerne viel zu viel Waschmittel vorschlagen.
Unser Fazit: Wer sich über unzureichende Waschergebnisse wundert, sollte zuerst einen Blick auf sein Waschmittel werfen und gegebenenfalls die verwendete Menge erhöhen. Die Waschtechnik der Maschine ist in den allermeisten Fällen nicht der entscheidende Faktor für die Sauberkeit der Wäsche.
Die Größe des Waschmittelfachs kann hingegen einen Unterschied machen. Bei manchen Maschinen ist das Fach zu klein, lässt sich nicht weit genug herausziehen oder ist überhaupt nicht vorhanden.
Trockenleistung: Weniger ist mehr
Bei der Trockenleistung der Geräte sieht die Sache anders aus. Für das Ergebnis der Trocknung sind die verbaute Technik und die Beladungsmenge durchaus entscheidend. Hier gilt: Weniger ist mehr.
Bei einer Beladung von 100 Prozent der ausgewiesenen Trockenkapazität schaffen es nur die wenigsten Waschtrockner, wirklich trockene Wäsche abzuliefern. Und wenn die Wäsche bei voller Beladung wirklich trocken aus dem Gerät kommt, zahlt man einen hohen Preis, da Verbrauch und Laufzeit massiv ansteigen. In den meisten Waschgängen mit voller Trockenbeladung in unserem Test war die Wäsche noch feucht, teilweise sogar nass. Bei einer Beladung von 50 Prozent der maximalen Trockenkapazität konnten die meisten Geräte dagegen meist ausreichend trockene Ergebnisse liefern.
Reinigung, Pflege und Umweltschutz
Ähnlich wie bei einer Waschmaschine haben alle Waschtrockner ein Flusensieb. Manche leiten ihre Flusen zusätzlich über das Abwasser ab, doch bei Weitem nicht alle landen dort. Wer Wert auf einen sauberen ökologischen Fußabdruck legt, sollte bedenken, dass Trockner alles andere als umweltfreundlich sind. Eine Studie aus dem Jahr 2022 belegte, dass Trockner bis zu 40-mal mehr Mikrofasern an die Umwelt abgeben als Waschmaschinen. Diese landen nicht in der Kläranlage, sondern werden direkt an die Umwelt abgegeben.
Waschtrockner Test: Roborock Wd10001rr4z 5*Das Standardflusensieb mit Ablassschlauch.*
Waschtrockner Test: Miele Wti360 Wpm Pwash 9*Miele hat gleich zwei gut zugängliche Flusensiebe.*
Regelmäßiges Reinigen des Trommelgummis, der Türdichtung und bei wassergekühlten Modellen des Kondensators ist unerlässlich. Mindestens einmal im Monat ist außerdem ein Spülvorgang oder die Selbstreinigung sinnvoll. Eine höhere Schleuderzahl reduziert zudem die Trocknungsdauer, da der Wäsche bereits viel Feuchtigkeit entzogen wird.
Wasch- und Trockendauer: Unberechenbare Laufzeiten
Ein häufiges Problem im Test war die Unberechenbarkeit der Laufzeiten. Die Angaben auf dem Display haben selten etwas mit der tatsächlichen Dauer zu tun. Abweichungen resultieren daraus, dass verschiedene Sensoren Gewicht, Temperatur und Partikel im Wasser messen und die Programmdauer entsprechend anpassen. Das Gewicht macht dabei den größten Unterschied aus.
Wenn Sie sich wirklich sicher sein möchten, wie viel Zeit das Gerät benötigt, sollten Sie zunächst 15 bis 30 Minuten warten, bevor Sie der Anzeige auf dem Display Glauben schenken. Sich an die Gewichtsvorgaben zu halten, hilft natürlich. Diese sind in der Regel im Handbuch angegeben, womit wir wieder beim Thema Kapazität und der tatsächlichen Beladung des Gerätes wären.
Bieten Apps Mehrwert?
Apps werden in der Regel für mehrere Produkte des jeweiligen Herstellers genutzt. Manchmal sind sie allerdings nicht mehr als eine Spielerei oder Werbeplattform mit geringem Funktionsumfang. Bessere Maschinen mit vielen Sensoren können zwar Verbrauchswerte liefern, aber nur eine der getesteten Apps lieferte wirklich umfassende Berichte. Einen Mehrwert im Komfort sehen wir durch die Nutzung der Apps nicht. Es mag nett sein, seinen Waschtrockner von der Arbeit aus starten zu können, beladen und entladen muss man ihn dennoch von Hand. Ansonsten kann man über die Apps den Kundendienst kontaktieren oder durch den Produktkatalog des Herstellers blättern. Das Ganze ist aber meist unausgereift und wirkt eher wie eine große Werbeplattform.
Schneller Aufbau
Im Aufbau unterscheiden sich Waschtrockner kaum voneinander. Sie sind mit Folie, Karton und Styroporteilen geschützt. Im besten Fall hat man eine eigene Ratsche zur Hand, um die Sicherungsschrauben zu entfernen. Für den Abwasserschlauch sollte man eine Schlauchschelle zur Hand haben, da er sich bei einfachem Aufstecken leicht lösen kann. Zu zweit ist der Aufbau in unter einer Stunde erledigt. Alleine sollte man es lieber nicht versuchen.
Service: Wichtiger als gedacht
Probleme beginnen häufig schon mit der Suche nach Kontaktdaten. Der Kontakt zum Kundendienst ist von Hersteller zu Hersteller stark unterschiedlich. Wichtig ist es, vor dem Kontakt die Produktbezeichnung und die genaue Produktnummer bereitzuhaben, die meist am inneren Rand der Türöffnung oder hinten an der Maschine zu finden ist.
Für wen eignet sich ein Waschtrockner?
Singles oder Paare, die selten große Wäschemengen haben und Platz sparen wollen, profitieren von Kombigeräten. Wer eine kleine Wäscheladung morgens in den Waschtrockner gibt und ihn tagsüber arbeiten lässt, umgeht fast alle Nachteile. Zudem ist es komfortabel, sich nur um ein Gerät kümmern zu müssen.
Für Familien mit mehreren Kindern sind Waschtrockner meist ungeeignet, da das Wäscheaufkommen zu hoch ist. Sie sind mit einer Zwei-Geräte-Lösung besser beraten, da in einem Gerät die Wäsche trocknen kann, während im anderen bereits die nächste Ladung gewaschen wird. Da kann kein Waschtrockner mithalten. Ein Waschtrockner kann jedoch auch hier eine Lösung sein, wenn der Platz für zwei Geräte fehlt – dann müssen jedoch längere Laufzeiten eingeplant werden.
Unser Favorit im Detail: Samsung WD90DB8B85GBU2
Der Samsung Bespoke WD90DB8B85GB ist ein sehr sparsamer Kondensationstrockner. Im Verbrauch schlägt der Samsung seine Mitkandidaten in fast jedem Programm. Im Eco-Programm können nur Bosch und Hisense mithalten, doch auch hier hat der Samsung Bespoke WD90DB8B85GB beim Wasserverbrauch die Nase vorn.
Der Aufbau funktioniert wie gewohnt, jedoch kommt man an die vier langen Sicherungsschrauben nur schwer heran, da der Abwasserschlauch mit einem 20 Zentimeter langen Stück Kunststoff am hinteren Rahmen befestigt ist. Die Standfüße sind recht flach, aber mit dem Werkzeug gut einstellbar.
Waschtrockner Test: Samsung Wd 90 Db*Optisch ist der Samsung ansprechend.*
Als einer von drei Waschtrocknern mit dunklem Design macht der Samsung Bespoke WD90DB8B85GB einiges her. Komplett in Schwarz gehalten, besitzt er einen breiten, ebenfalls schwarzen Ring um das Bullauge. Die Griffe zum Öffnen der Waschmittelschublade oder der Trommel sind gut versteckt. Alles wirkt wie aus einem Guss, wobei nur der zentral liegende Drehknopf in Silbermetallic angenehm hervorsticht. Das Display ist sehr minimalistisch und schmal, dafür umso länger, was zwar schick aussehen mag, jedoch Probleme in der Handhabung hervorruft.
Wirklich sparsam
Mit nur 02:45 Stunden Dauer liegt der Samsung Bespoke WD90DB8B85GB im Eco-Programm an zweiter Stelle hinter dem 15 Minuten schnelleren LG. Dafür benötigt der Samsung WD90DB8B85GB aber auch nur 0,1 kWh und 8,22 Liter Wasser pro Kilogramm Wäsche.
Im Programm Baumwolle 30 mit 50-prozentiger Beladung setzt er sich beim Stromverbrauch weit nach vorn und benötigt dafür nur 01:47 Stunden. Allerdings erreicht er im Durchschnitt auch nur 21,8 Grad an Temperatur. Generell unterschreitet Samsung meistens die angegebene Temperatur, was ihn auch so sparsam im Stromverbrauch macht.
Das Kurzprogramm gehört zu den sparsamsten, genau wie Pflegeleicht 40, wo er allerdings mit drei Stunden auch recht lange braucht und die 40 Grad um sechs Grad unterschreitet. Im Baumwollprogramm mit 60 Grad erreicht er diese Temperatur hingegen schon. Er verbraucht dafür zwar umso mehr, aber gerade beim Waschen mit 60 Grad ist es wichtig, dass ein Gerät diese Temperatur auch erreicht. Immerhin gehört das Gerät hier mit einer Waschdauer von 01:43 Stunden zu den schnellsten Geräten.
Das Reinigungsprogramm ist im Verbrauch zwar recht hoch, dafür aber sehr gründlich. Im Niedrigtemperatur-Waschgang glänzt Samsung ebenfalls mit einer kurzen Waschdauer von 01:32 Stunden und einem sehr guten Verbrauch in Wasser mit 14,2 Litern pro Kilogramm Wäsche und Strom mit 0,05 kWh pro Kilogramm Wäsche.
Beim Trocknen mit 50-prozentiger Beladung benötigt das Gerät nur 12 Liter Wasser und ist energietechnisch im Mittelfeld angesiedelt. Nach knapp drei Stunden bekommt man schranktrockene Wäsche, anders als bei 100-prozentiger Beladung, wo die Wäsche fast noch nass war. Bei den kombinierten Gängen mit Waschen und Trocknen gab es keine Überraschungen, und die Ergebnisse waren ähnlich. Das Waschergebnis war befriedigend, und Samsung hat hier nie schlecht abgeschnitten, aber auch nicht sonderlich herausgestochen.
Waschtrockner Test: Waschreifen Samsung*Nur beim Schnell- und Niedrigwaschgang erkennt man Unterschiede auf den Waschstreifen. Die restlichen Programme unterscheiden sich kaum.*
Neben den genannten Programmen bietet Samsungs Waschtrockner noch viele zusätzliche Funktionen wie AutoOptimal Wash, Mikroplastik, Hygiene-Dampf, Wolle, Outdoor, Super Leise, Mischwäsche, bewölkter Tag und AirWash. Hier ist für Experimentierfreudige viel Auswahl geboten und jeder Anwendungsfall wird in irgendeiner Form abgedeckt.
Teilweise kompliziert in der Handhabung
So nett das Design auch ist, möchte man ein Programm auswählen, muss man erst einmal blind in eine Richtung drehen, bis das richtige erscheint. Der Waschtrockner ist zwar intelligent und merkt sich die bevorzugten Programme, bis er so weit ist, kann das aber etwas dauern. Gut ist, dass man die Programmreihenfolge in den Einstellungen ändern kann. Der Waschtrockner analysiert laut Hersteller die letzten zehn Waschzyklen und dosiert dementsprechend das Waschmittel.
Waschtrockner Test: Samsung Wd 90 Db 13*Ist der Waschtrockner ausgeschaltet, sieht man, neben dem Einstellrad, wenig.*
Das schmale Display gibt nur spärliche Informationen preis, und ansonsten steht auch nicht viel auf der Maschine. Möchte man noch einen Trockengang nachlegen, muss man von Menüpunkt zu Menüpunkt scrollen, bis das entsprechende Programm erscheint und sich anwählen lässt. Am Ende weiß man häufig gar nicht, was genau eingestellt wurde. Zusatzeinstellungen können über ein präzises Touchdisplay platziert werden.
Der schrille Jingle der Maschine lässt sich glücklicherweise abschalten. Eine Nachlegefunktion gibt es, und je nach Hitze oder Wasserstand kann auch das Programm im Nachhinein gewechselt werden.
Das Waschmittelfach ist zwar groß genug, lässt sich aber leider nicht weit genug herausziehen, sodass die Hälfte des Fachs unter der Frontblende verborgen bleibt. Beim Befüllen landet dadurch oft etwas Waschpulver daneben. Zwei verschließbare Fächer für Weichspüler und Flüssigwaschmittel sind vorhanden. Bei der Tür hätte man einen etwas größeren Öffnungswinkel als circa 122 Grad wählen können.
Waschtrockner Test: Samsung Wd 90 Db 5*Das Waschmittelfach ist zwar gut verarbeitet, lässt sich jedoch nicht weit genug herausziehen.*
Um das Flusensieb zu reinigen, muss man eine kleine Klappe rechts unten öffnen und das Sieb herausnehmen. Die Öffnung liegt hoch genug, um ein Backblech darunterzulegen. Einen Ablassschlauch für Wasser gibt es auch noch. Die Anleitung ist mit 88 Seiten sehr ausführlich und verständlich.
Ein smarter Waschtrockner
Als App nutzt der Samsung Bespoke WD90DB8B85GB seine SmartThings-Plattform, die vor allem für Smart-Home-Interessierte interessant ist. Der Waschtrockner lässt sich damit komfortabel starten, zeigt Verbrauchswerte an, erinnert an vergessene Wäsche und bietet eine AI-Funktion, die den Waschtrockner noch sparsamer machen soll. Eine Verbindung der App mit dem Gerät herzustellen, kann allerdings zur Geduldsprobe werden.
Der Service von Samsung ist gut aufgestellt. Auf der Website gibt es mehrere Kontaktmöglichkeiten und eine gut ausgebaute Datenbank. Wir kamen bei unseren Testanrufen schnell durch, und uns wurde freundlich und kompetent weitergeholfen.
Nachteile?
Die Handhabung des Geräts ist gewöhnungsbedürftig, ebenso das akustische Signal, beides ist jedoch anpassbar. Das Waschmittelfach könnte weiter herausziehbar sein. Zudem ist der Samsung Bespoke WD90DB8B85GB etwas teurer, was das Gerät jedoch durch seine Sparsamkeit über die Jahre hinweg wieder ausgleichen kann.
Fazit
Der Samsung Bespoke WD90DB8B85GB sieht modern aus und bietet zahlreiche nette Extras. Außerdem ist er wirklich sparsam in fast allen getesteten Wasch- und Trockengängen. Mit der App und dem guten Service können wir den Waschtrockner jedem empfehlen, der technisches Interesse mitbringt und Wert auf seine Umwelt legt.
Roborock Zeo One: Die innovative Alternative
Der Hersteller Roborock ist eigentlich für seine Saugroboter im oberen Preissegment bekannt. Mit dem Roborock Zeo One WD10007RR4Z wagt sich der Hersteller erstmals in die Welt der Waschtrockner. Nach unserem Praxistest sind wir optimistisch: Roborock hat ein innovatives und hochwertiges Produkt auf den Markt gebracht und setzt damit auf eine für Waschtrockner komplett neue Technik.
Als erstes Gerät seiner Art verwendet der WD10007RR4Z Zeolith zum Trocknen. Das Material kann Feuchtigkeit binden und gleichzeitig Wärme abgeben, die dann über einen Wärmetauscher an die Trommel zurückgegeben wird. Das spart Energie und ist umweltfreundlich. Der Vorteil: Zeolith ist wartungsfrei und muss nicht erneuert werden. Auch das Display hat uns beeindruckt: Es ist komplett in Farbe und reagiert zuverlässig auf jede Berührung.
Der Aufbau des Roborock WD10007RR4Z ist trotz aller Innovation klassisch. Die Sicherungsschrauben auf der Rückseite lassen sich mit dem beigefügten Werkzeug (oder besser einer Ratsche) herausschrauben. Die Standfüße lassen sich nach dem Lockern gut einstellen.
Waschtrockner Test: Roborock Wd10001rr4z*Designtechnisch sticht der Roborock heraus.*
Optisch ist der Waschtrockner ein Hingucker und eigentlich zu schade, um ihn zu verstecken. Das dunkle Design mit dem überdurchschnittlich großen Bullauge ist schick. Das eigentliche Highlight ist aber das große Farbdisplay, das mit dem Waschmittelfach verschmilzt und so eine komplette, glatte Einheit ergibt. In unserem Test ist der Roborock WD10007RR4Z der einzige Waschtrockner, der komplett auf Touch setzt.
Geringer Wasserverbrauch
Im Eco-Waschgang gehört der Roborock WD10007RR4Z mit einem Wasserverbrauch von 8,7 Litern pro Kilogramm Wäsche zu den Besten. Bei Baumwolle 30 Grad mit 50 Prozent Beladung ist der Wasserverbrauch mit 12 Litern pro Kilogramm Wäsche sogar sehr gut. Auch bei 30 Prozent Beladung gehört der Waschtrockner zu den Besten im Verbrauch, und die Programmdauer ist mit nur 01:36 Stunden sehr kurz.
Im Kurzwaschgang befindet sich der Waschtrockner eher im Mittelfeld und hat mit 0,1 kWh pro Kilogramm Wäsche einen verhältnismäßig hohen Energieverbrauch. Im Programm Pflegeleicht erreicht er ziemlich präzise die 40 Grad und braucht nur 02:08 Stunden. Bei Normal mit 60 Grad erreicht er ebenfalls die Temperatur und verbraucht mit nur 13,2 Litern pro Kilogramm Wäsche sehr wenig Wasser. Das Reinigungsprogramm ist aufwendig, benötigt dementsprechend viel Wasser und Energie. Im Niedrigtemperatur-Waschgang gehört er jedoch zu den Besten und spart im Vergleich zu anderen Geräten eine Menge. Die Waschleistung war durchweg zufriedenstellend.
Waschtrockner Test: Waschreifen Roborock*Eine leichte Verfärbung sieht man nur bei Baumwolle mit 50 Prozent Beladung und dem Niedrigwaschgang.*
Trocken wurde die Wäsche im Roborock WD10007RR4Z immer, dafür hat er sich aber auch Zeit genommen: 06:25 Stunden bei 100 Prozent Trockengang-Beladung und 03:26 Stunden bei 50 Prozent Beladung. Damit gehört er zu den langsamsten Geräten. Der Energieverbrauch liegt hier eher im unteren Mittelfeld, dafür gehört er in Hinblick auf den Wasserverbrauch erneut zu den besten (maximal ein Liter pro Kilogramm Wäsche). In den kombinierten Waschgängen benötigte das Gerät, zu unserer Überraschung, nicht viel länger.
Farbe im Display und viele Funktionen
Das große Display wird komplett per Touch bedient und funktioniert einwandfrei mit nassen Fingern. Es ist das einzige Farbdisplay und zeigt schöne, große Bilder für die einzelnen Programme, was die Bedienung sehr einfach macht. Ein Programmwechsel ist ohne Weiteres möglich, nur beim Nachlegen spielen Temperatur und Wasserstand eine Rolle. Das Waschmittelfach ist hochwertig verarbeitet und leicht entnehmbar, aber leider nimmt es nur Flüssigwaschmittel auf.
Waschtrockner Test: Roborock Wd10001rr4z 12*Das Waschmittelfach geht fließend in das Display über.*
Was die Reinigung angeht, können wir nichts bemängeln. Das Flusensieb liegt hoch genug, um ein Backblech darunter zu stellen, und es gibt einen Ablassschlauch. Mit circa 143 Grad lässt sich die 32 Zentimeter breite Tür sehr weit öffnen. Der Jingle am Ende eines Programms ist schrill und schief, aber laut genug.
Die App bietet vielfältige Möglichkeiten: Programme im Detail einstellen, Auto-Dosing anpassen, UVC-Sterilisierung und Nachbehandlung zuschalten, Routinen erstellen und die App-Taste belegen. Außerdem erinnert die App regelmäßig an die Trommelreinigung und ermöglicht die Fernsteuerung.
Beim Service sind wir uns nicht sicher, wie gut er funktioniert. Wir wurden zwar schnell zu einem Ansprechpartner durchgestellt, dessen Kompetenz aber begrenzt war. Er verwies uns an den technischen Service per E-Mail, der zwar präzisere Hinweise gab, aber ohne Technikereinsatz keine Lösung bieten wollte.
Nachteile?
Der größte Nachteil sind die zum Teil sehr langen Laufzeiten der Programme und das fehlende Waschpulverfach. Da dies Roborocks erster Waschtrockner ist, bleibt zu hoffen, dass der Hersteller weiterhin Interesse an dieser Produktsparte hat und diese Schwächen in zukünftigen Modellen behebt.
Fazit
Wer einen innovativen Trockner sucht, der nicht nur schick anzusehen, sondern auch sehr sparsam ist, wird hier fündig. Vor allem der geringe Wasserverbrauch spricht für den Roborock WD10007RR4Z. Das große, bunte Touchdisplay und das schicke Design runden die Sache ab.
Miele WTI360 WPM PWash: Der Qualitätsführer
Miele ist der Klassiker unter den Waschmaschinen, und dieses Know-how kommt auch dem Waschtrockner WTI360 WPM PWash zugute. An alles wurde gedacht, und die Qualität ist herausragend, was die Miele zu einem echten Luxusgerät macht. Die Bedienung ist bei jedem Programm intuitiv, und das Display ist sehr einfach zu verstehen. Das Einstellrad ist präzise, es gibt eine Trommelbeleuchtung, und das Flusensieb ist leichter zugänglich als bei anderen Herstellern.
Gut gesichert und solide verarbeitet
Schon bei der Installation bemerkt man, dass der Hersteller bei der Ladungssicherung mitgedacht hat. Die Miele WTI360 WPM PWash kommt auf einer Palette und ist fest verzurrt. Anstatt mit den üblichen Sicherungsschrauben ist der Waschtrockner mit zwei Metallstangen gesichert. Diese lassen sich mit dem beigefügten Schlüssel sehr leicht lösen. Der Wasserschlauch ist bereits angebracht und mit einer Edelstahlfaser ummantelt. Die Standfüße lassen sich gut einstellen. Einziger Wermutstropfen: Die Maschine ist schwer, daher sollte man unbedingt zu zweit arbeiten.
Waschtrockner Test: Miele Wti360 Wpm Pwash*Miele mischt klassisches Design mit edlen Akzenten.*
Gute Verbrauchswerte in fast allen Programmen
Ob Baumwolle 30, mit einer Beladung von 30 Prozent oder 50 Prozent: Der Miele WTI360 WPM PWash verbraucht pro Kilogramm Wäsche 20,62 bis 14,00 Liter Wasser und 0,16 kWh bzw. 0,09 kWh Strom. Damit gehört er zu den Besten. Lediglich die Zeit ist mit knapp drei Stunden etwas länger, wird aber dafür vorab immer präzise angegeben. Das Expressprogramm mit einer Laufzeit von 25 Minuten ist ebenfalls sehr sparsam, und das Programm „Pflegeleicht“ ist sogar das Sparsamste im Test. Auch bei Baumwolle 60 Grad und dem Reinigungsprogramm glänzt die Miele mit durchweg guten Verbrauchswerten.
Der Niedrigtemperaturgang kann leider nicht überzeugen, hier sind die Verbrauchswerte eher im unteren Mittelfeld. Die Waschleistung ist allgemein gut, nur der Expresswaschgang unterscheidet sich stärker.
Waschtrockner Test: Waschstreifen Miele*Bei den Waschstreifen der Miele erkennt man lediglich im Expresswaschgang eine dunklere Färbung.*
Dass der hohe Preis dieses Geräts gerechtfertigt ist, zeigt sich vor allem im Trockengang. Hier bekommt man wirklich Leistung! Obwohl der Miele WTI360 WPM PWash ein Wasserkondenstrockner ist, verbraucht er maximal zwei Liter pro Trockengang. Die Effizienzwerte sind hier sogar die besten, und wir hatten durchweg trockene Wäsche.
In Bezug auf die Verbrauchswerte gab es bei den kombinierten Gängen keine großen Veränderungen gegenüber den einzelnen, lediglich die Dauer der Programme hat sich stark in die Länge gezogen und überraschte uns stellenweise mit Laufzeiten von 07:30 Minuten, obwohl das Display nur 05:13 prognostiziert hatte. Bei den Einzelwaschgängen ohne Trocknen war die Miele WTI360 WPM PWash sehr zuverlässig bei den Zeitangaben, oft sogar schneller als vorausgesagt. Nach jedem Waschgang wird zusätzlich eine halbe Stunde lang der Knitterschutz aktiviert.
Kunde ist König: Exzellente Bedienung
Bei der Handhabung kombiniert der Miele WTI360 WPM PWash das Beste: ein komfortables Drehrad und ein leicht verständliches Display. Auf dem edel gestalteten Rad sind die verschiedenen Programme angezeigt. Wählt man eines aus, wird man durch die Einstellung von Temperatur und Drehzahl geführt. So einfach ist das, da stört das kleine Display überhaupt nicht.
Waschtrockner Test: Miele Wti360 Wpm Pwash 11*Das kleine Display zeigt alles nötige an und ist leicht verständlich.*
Möchte man ein Programm stoppen, ist das ohne Weiteres möglich. Öffnen lässt sich die Trommel jedoch nur, wenn die Maschine nicht zu heiß oder mit Wasser vollgelaufen ist. Nachlegen ist nur am Anfang eines Programms möglich. Die Tür lässt sich sehr weit öffnen, wobei die Öffnung mit 30 Zentimetern fast etwas zu klein wirkt, im Test war das aber kein Problem.
Das Waschmittelfach ist gut lesbar beschriftet, lässt sich leicht entnehmen und ist zudem sehr groß. Alles passt wunderbar zusammen und zeigt die Erfahrung des Herstellers. Das Piepsen der Maschine ist nur etwas schrill und unangenehm, dafür aber nicht allzu lang.
Waschtrockner Test: Miele Wti360 Wpm Pwash 10*Das Waschmittelfach ist klar aufgebaut, bietet viel Platz und lässt sich weit herausziehen.*
Auch bei der Reinigung hat der WTI360 WPM PWash eine Besonderheit: Er verfügt über zwei Flusensiebe, die hinter einer großen Klappe versteckt sind. Die Klappe ist so hoch gelegen, dass deutlich mehr als nur ein Backblech darunter passt.
Werbung statt nützliches Feature: Die App
Die App ist einfach einzurichten, bietet jedoch keinen wirklichen Mehrwert. Man kann zwar ablesen, wann die Maschine fertig ist, oder sie aus der Ferne starten, doch im Großen und Ganzen werden hier eher Kochrezepte oder andere Miele Geräte angeboten. Das hat uns überrascht, da die Waschmaschine in derselben App detaillierte Verbrauchsdaten liefert. Hier sollte der Hersteller noch einmal nachbessern.
Der Service wiederum ist hervorragend. Wir wurden schnell durchgestellt, und man konnte uns weiterhelfen. Im Zweifelsfall wird ein Techniker bestellt. Auf der Website findet man zudem viele nützliche Informationen. Im 120 Seiten dicken Handbuch findet man wirklich alles, was man braucht, von Aufbau über Waschprogramme bis hin zu Wäschetipps.
Fazit
Wenn man von Spaß beim Bedienen eines Waschtrockners sprechen kann, dann darf man den Miele WTI360 WPM PWash mit gutem Gewissen als Partykanone im Smoking bezeichnen. Nicht nur die Handhabung ist genial, die Qualität und Verarbeitung sind sogar herausragend, ein echtes Luxusobjekt, das jeden Cent wert ist.
LG W4WR7096YB: Der Preis-Leistungs-Tipp
Der LG W4WR7096YB überzeugt mit seiner hervorragenden Handhabung und einer guten Energieeffizienz. Die Trockenleistung hat uns nicht begeistert, was für den Preis allerdings zu verschmerzen ist. Privileg und Beko sind beispielsweise günstiger, schneiden im Test aber deutlich schlechter ab – sowohl im Verbrauch, der Handhabung als auch in der Qualität.
Der Aufbau funktioniert sehr einfach, vor allem wegen des tollen mitgelieferten Werkzeuges. Damit lassen sich die drei Sicherungsschrauben gut herausdrehen und -hebeln. Auch die Höhenverstellung funktionierte einwandfrei. Äußerlich fällt der LG W4WR7096YB weder negativ noch sehr positiv auf. Er ist grau und hat ein silbernes Drehrad, ansonsten sind die Designfeatures eher uninteressant.
Waschtrockner Test: Lg*Das dunkle Design ist zwar nicht so schick wie bei den anderen, trotzdem sieht der LG edel aus.*
Sauber, aber feucht: Die Trockenleistung schwächelt
Die Leistung des Waschtrockners zeigt, dass das Eco-Programm als Referenz häufig nicht sehr aussagekräftig ist. Hier benötigt er zwar nur 02:32 Stunden, verbraucht jedoch mit 13,3 Litern pro Kilogramm Wäsche sehr viel Wasser. Der Stromverbrauch siedelt sich hier eher im Mittelfeld an. Bei Baumwolle 30 Grad, mit 30 und 50 Prozent Beladung sieht es schon ganz anders aus. Hier hat der LG W4WR7096YB durchweg gute bis sehr gute Werte und kann locker mit den Top-Geräten mithalten.
Im Kurzwaschgang 40 Grad befindet sich das Gerät im oberen Mittelfeld, bei Pflegeleicht 40 Grad eher im unteren Mittelfeld mit satten 03:07 Stunden Laufzeit. Bei Normal 60 Grad überzeugt der LG W4WR7096YB wieder mit einer sehr kurzen Laufzeit von 01:38 Stunden und durchweg guten Verbrauchswerten von nur 14,7 Litern Wasser pro Kilogramm Wäsche und 0,34 kWh pro Kilogramm Wäsche. Auch im Niedrigtemperatur-Waschgang gehört der LG W4WR7096YB zu den besten. Die sehr kurze Laufzeit von nur 01:11 Stunden und der geringe Verbrauch von nur 0,04 kWh pro Kilogramm Wäsche, bei einer durchschnittlichen Temperatur von 20 Grad, sind herausragend.
Leider zeigt das Gerät beim Trocknen seine Schwächen und liefert zum Teil nasse Wäsche bei einem hohen Stromverbrauch ab. Bei 100 Prozent Beladung war die Wäsche teilweise tropfnass, bei 50 Prozent Beladung zumindest noch feucht. Das ist sehr schade, da der Waschtrockner gute Verbrauchswerte im Waschen hat.
Waschtrockner Test: Waschstreifen Lg*Die Waschstreifen unterscheiden sich hier schon deutlicher als bei anderen Maschinen, dennoch ist die Leistung noch gut.*
Die Waschleistung war ebenfalls durchwachsen, bis auf sehr gut im Pflegeleichtprogramm war der LG W4WR7096YB eher am unteren Ende unserer Auswertung. Dafür wurde nicht bei der Auswahl der Programme gespart, und man kann überall einen Trockengang anfügen. Es gibt noch AI Wash, Mix 40 Grad, Allergy Care 60 Grad, Feinwäsche 20 Grad, Schonend/Wolle 30 Grad, Turbo Wash 39, nur Trocknen und Download/Neu. Bei letzterem kann man über die App spezielle Waschprogramme herunterladen, was wir toll finden.
Bequeme Handhabung und gute App
LG nutzt die App, ähnlich wie andere Hersteller, als Plattform für mehrere Geräte. Das Einrichten und Verbinden mit dem Waschtrockner verläuft reibungslos. In der App selbst kann man leider relativ wenig machen, doch dafür bekommt man detaillierte Informationen zum Strom- und Wasserverbrauch sowie zur Gerätepflege. Die Möglichkeit, das Gerät mobil ein- und auszuschalten sowie das laufende Programm zu überwachen gibt es natürlich auch.
Bei größeren Problemen findet man auf der Website viele nützliche Informationen und kann sich durch die Fragen klicken. Für den direkten Kontakt gibt es mehrere Wege wie Chat, E-Mail oder die Hotline. Am Telefon wurden wir schnell einem Mitarbeiter zugewiesen, der sehr bemüht darum war, unser Problem zu lösen.
Fazit
Wer einen günstigen Waschtrockner sucht, der im Hinblick auf Funktionalität und Handhabung den teuren Geräten kaum nachsteht, jedoch damit leben kann, dass die Trockenleistung nicht so gut ist, wird beim LG W4WR7096YB fündig.
Außerdem getestet: Weitere Modelle im Vergleich
Haier HWD100-BD14979U1
Test Waschtrockner: Haier HWD100-BD14979U1
Der Haier HWD100-BD14979U1 ist eigentlich kein schlechtes Gerät, vor allem mit seiner Trommelgröße und der einfachen Handhabung. Dafür liefert er leider keine sonderlich guten Verbrauchswerte, und auch die Wäsche kommt selten schranktrocken aus dem Gerät.
Sparsam in der Zeit, durstig im Wasserverbrauch
Der Haier HWD100-BD14979U1 sticht vor allem mit den kurzen Laufzeiten seiner Programme hervor. Bei den Baumwollwaschgängen schaffte er es, mit einer 50-prozentigen Beladung sogar in 01:16 Stunden und das bei immerhin mittelmäßigen Wasserverbrauchswerten von 15,8 Litern pro Kilogramm Wäsche und guten Stromverbrauchswerten von 0,13 kWh pro Kilogramm Wäsche. Der Wasserverbrauch liegt allgemein im Mittelfeld, wohingegen der Stromverbrauch bis auf Kurz 40 Grad und Pflegeleicht sogar gut aussieht. Die Wäsche konnte er fast immer trocknen, jedoch zu einem hohen Preis: 17,7 Liter pro Kilogramm Wäsche, was 101,50 Liter bei voller und 53 Liter bei halber Beladung entspricht – mehr als bei manchen Waschprogrammen. Damit gehört er, was den Verbrauch beim Trocknen angeht, zu den schlechtesten Waschtrocknern im Test.
Das Display ist groß und gut leserlich, wirkt aber etwas billig, da die Oberfläche empfindlich ist und leicht verkratzt. Die Programme sind am unteren Rand in zwei Reihen aufgelistet und werden mit dem Einstellrad ausgewählt. Die Touchfunktion ist überraschend präzise und reagiert schnell. Es gibt einen „nur Trocknen“-Gang, und man kann bei allen anderen Waschgängen einfach Trocknen anhängen. Die Trockenstufen sind mit DL -1 bis DL -3 angegeben, wobei DL -3 die höchste Trockenstufe (schranktrocken+) ist. Es gibt eine Nachlegefunktion, und das Programm kann sowohl gestoppt als auch geändert werden.
Das Waschmittelfach ist gut leserlich beschriftet, doch leider ist das Pulverfach viel zu klein und dann auch noch sehr nah an der Maschine, sodass immer etwas danebenfällt. Ansonsten konnten wir im Test nur wenig Rückstände im Waschtrockner entdecken und hatten keine großen Schwierigkeiten mit dem Flusensieb. Die Tür lässt sich nur 120 Grad aufklappen, dafür ist die Öffnung mit 36 Zentimetern sehr großzügig.
Viele sinnvolle Funktionen
Leider lässt die Waschleistung zu wünschen übrig. Im Direktvergleich der Waschstreifen war der Haier HWD100-BD14979U1 häufig auf dem letzten Platz. Nett ist, dass man sowohl die Displaysprache als auch die Helligkeit einstellen kann. Ein Pincode als Kindersicherung scheint jedoch etwas übertrieben. Die 120 Seiten lange Anleitung ist gut. In der App gibt es nützliche Tipps zum Stromsparen oder zur Wäschepflege. Außerdem kann man etliche Programme auswählen, die von „Allergenarm“ bis „Weinflecken“ reichen.
Fazit
Am Ende bleibt festzuhalten, dass Haier mit dem HWD100-BD14979U1 gar keinen so schlechten Waschtrockner gebaut hat. Die Handhabung war gut und die Leistung zuverlässig. Der hohe Wasserverbrauch ist allerdings abschreckend, das können andere deutlich besser.
Hisense WD5S1045BW
Waschtrockner Test: Hisense Wd5s1045bw
Der WD5S1045BW von Hisense hat uns überrascht, allerdings im negativen Sinn. Er hat im Test fast durchweg den höchsten Wasserverbrauch, und das mit Abstand!
Paradoxe Leistungsergebnisse
Bei der Leistung beginnt das Paradoxon dieses Waschtrockners. Im Eco- und Kurz-Waschgang hat er den zweitbesten Wasserverbrauch mit 8,6 und 5,3 Litern pro Kilogramm Wäsche. In allen anderen Waschgängen rangiert Hisense WD5S1045BW aber dann bei 96 bis unglaublichen 151 Litern Wasser pro Waschgang. Nur zum Vergleich: Mieles höchster Wasserverbrauch liegt bei 61 Litern. Der Abstand selbst zu den schlechteren Maschinen liegt stellenweise bei fast 50 Litern.
Auch beim Stromverbrauch befindet sich Hisense im unteren Feld. Einzige Ausnahme: der Eco-Gang ist mit 0,09 kWh pro Kilogramm Wäsche herausragend sparsam. Getrocknet hat das Gerät nur mit 50 Prozent Beladung, und auch hier war der Verbrauch sehr hoch. Kombiniert man Waschen und Trocknen miteinander, muss man teilweise ganze acht Stunden warten. Die Programmzeiten sind ebenfalls nicht sehr gut.
Bei der Bedienung funktioniert das Einstellrad einwandfrei. Negativ sind uns allerdings die Tasten aufgefallen, die oftmals nicht sofort reagierten. Immerhin gibt es viele Programme für unterschiedliche Anwendungsfälle – auch mit Dampf. Die Waschleistung überzeugt, hier ist der Hisense WD5S1045BW im Vergleich immer bei den besseren Maschinen dabei. Das Waschmittelfach ist hochwertig verarbeitet und gut leserlich beschriftet. Nutzt man hauptsächlich das Pulverfach, hat man allerdings gleich zwei Probleme: Es geht nicht weit genug raus und ist zu klein. Das Flusensieb zu reinigen funktioniert einfach, und es gibt auch einen Ablaufschlauch. Die Tür lässt sich ganze 145 Grad weit öffnen und hat einen großzügigen Durchmesser von 34 Zentimetern.
Das Programm kann gestoppt und gewechselt werden, außerdem gibt es eine Nachlegefunktion. Stört das Piepen der Maschine, kann man es auch ausschalten. Die Anleitung ist wirklich sehr ausführlich und es gibt viele Tipps zum Wäschewaschen.
Vergleichsweise gute App
Die ConnectLife-App ist wirklich gut und hat viele Funktionen. Man kann den Energieverbrauch einsehen, es gibt einen Waschassistenten, mit dem man die einzelnen Programme bearbeiten kann. Außerdem meldet die App, wann eine Trommelreinigung fällig ist, gibt Tipps und Ideen, Support und vieles mehr.
Fazit
Der Hisense WD5S1045BW hat einige nette Features, aber mit dem sehr hohen Wasser- und Stromverbrauch können wir ihn nicht mit gutem Gewissen empfehlen, auch wenn die App zu den besten gehört. Nimmt man das Eco-Programm als Referenz, steht er eigentlich sehr gut da, genau hier sehen wir aber auch das große Problem der Energielabel, denn in der Praxis ist dieser Waschtrockner nicht effizient.
Bosch WNG24441
Test : Bosch WNG24441
Der WNG24441 von Bosch liefert im Test durchwachsene Ergebnisse ab. Es gibt keine klare Linie, da er bei manchen Programmen sowohl gut als auch schlecht im Wasser- und im Stromverbrauch abschneidet.
Verbrauch in beide Richtungen und unzuverlässige Tür
Es ist schwer, beim Verbrauch des Geräts eine Linie zu finden. Im Eco-Modus schneidet der Waschtrockner gar nicht so schlecht ab und hat mit 0,09 kWh pro Kilogramm Wäsche einen sehr niedrigen Stromverbrauch. Auch im Programm Kurz 40 Grad sieht es gut aus. In allen anderen Programmen schnellt der Verbrauch jedoch in die Höhe.
Der Wasserverbrauch ist bei Baumwolle 30 Grad mit 50 und 30 Prozent Beladung sowie im Niedrigtemperaturgang sehr gut. Bei den anderen Programmen allerdings nicht, da ist das Gerät ausgesprochen durstig. Die Programmdauer ist durchweg im unteren Mittelfeld, die meisten Programme dauerten im Test über drei Stunden. Hier unterscheidet sich die Laufzeit auch sehr stark von der Displayzeit. Der Bosch WNG24441 trocknete im Schnitt immer zwei Stunden mehr als angegeben. Immerhin wurde die Wäsche immer trocken, doch der Verbrauch ist immens.
Die Handhabung ist einfach. Um das Einstellrad sind gängige Programme abgebildet, und es gibt zusätzlich drei Trockengänge. An die meisten anderen Programme kann man einfach einen Trockengang anfügen. Das Display ist gut lesbar, und die Tasten reagieren flott. Es gibt eine Nachlegefunktion, und ein Programmwechsel ist, zumindest am Anfang, ohne Weiteres möglich. Das Öffnen der Waschtrommel war im Test jedoch eine Herausforderung. Wir mussten das Gerät häufig neu starten oder austricksen, da angeblich Wasser in der Maschine stand, obwohl wir nichts entdecken konnten.
Das Waschmittelfach ist zwar nur klein beschriftet, aber dennoch lesbar. Außerdem lässt es sich weit herausziehen und bietet genug Platz zum Einfüllen von Waschmittel. Mit einem Durchmesser von 32 Zentimetern und einem Öffnungswinkel von 160 Grad ist die Tür sehr praktisch, um Wäsche zu be- und entladen. Säubern mussten wir die Maschine nicht, es gab keine Waschmittelrückstände und Flusen im Inneren der Trommel hielten sich in Grenzen. Das Flusensieb ist wie gewohnt zu reinigen und es gibt einen Ablassschlauch, ein Backblech passt jedoch nicht darunter. Den Piepton kann man in fünf Lautstärkestufen einstellen, es gibt einen Programmzähler und eine Trommelreinigungserinnerung. Eine Appverbindung gibt es nicht, da hält sich der Waschtrockner sehr klassisch und bleibt simpel.
Würde der Bosch WNG24441 in allen Programmen so gut laufen, wie im Eco-Programm, könnten wir ihn empfehlen. Die Unberechenbarkeit der Messergebnisse macht allerdings die eigentlich gute Handhabung und seine Trockenleistung zunichte.
Privileg PWWTV X 8645 DE
Test Waschtrockner: Privileg PWWTV X 8645 DE
Der Privileg PWWTV X 8645 DE hat nicht nur eine schlechte Handhabung und ein unschönes Design, geht es um die Leistung, bewegt er sich selten im grünen Bereich. Dies ist ein Gerät, mit dem wir leider nur wenig Freude hatten. Zumindest stimmt der Preis, doch das macht die großen Schwächen dieses Waschtrockners nicht wett. Ein Hingucker ist der Privileg nicht.
Lange Laufzeiten und schlechte Verbrauchsdaten
Die einzigen Waschgänge, in denen der Privileg PWWTV X 8645 DE passabel abschneidet, sind Pflegeleicht 40 Grad und das Reinigungsprogramm. Bei allen anderen sind weder der Wasser- noch der Stromverbrauch akzeptabel. Hinzu kommen noch die sehr langen Laufzeiten, die beim Waschen fast durchweg die 03:30- bis 04:00-Stunden-Grenze erreichen. Reine Trockengänge dauern in der Regel bis zu fünf Stunden, und die Wäsche bleibt meist feucht bis nass. Die Waschleistung ist wie bei den meisten Maschinen in Ordnung, hier sticht der Waschtrockner weder positiv noch negativ heraus.
Privileg PWWTV X 8645 DE hat als einziger Waschtrockner im Test keine Touchfunktion, sondern Tasten. Das wäre nicht so schlimm, wenn das Display nicht so unübersichtlich wäre. Auch die Trocknerfunktion ist auf zwei Tasten verteilt. Das Einstellrad ist von 1 bis 14 nummeriert, und die dazugehörigen Programme stehen auf dem Waschmittelfach daneben. Das Rad ragt zudem so weit aus der Maschine, dass man sich manchmal bücken muss, um zu sehen, auf welcher Zahl es überhaupt steht.
Der Waschtrockner verfügt noch über eine Dampffunktion und die Push&Go-Taste, die einfach einen Baumwoll/Synthetik-Waschtrockengang bei 30 Grad startet. Es gibt zwar eine Nachlegefunktion, diese funktioniert jedoch häufig nicht. Zudem hat sich die Maschine im Test mehrmals komplett aufgehängt, und wir mussten sie vom Netz nehmen, weil sich die Tür nicht mehr öffnen ließ. Danach war zwar ein Programmwechsel möglich, die Tür jedoch blieb verschlossen, bis ein komplettes Programm durchlaufen war.
Möchte man das Flusensieb reinigen, fällt sofort die fehlende kleine Klappe unten rechts auf. Hier wurde eine Blende über die komplette Unterseite gewählt, die man erst einmal ohne Beschädigung entfernen muss. Dahinter sitzt das Flusensieb, fast am absolut untersten Rand des Gehäuses. Darunter passt kein Backblech, und sogar ein Lappen scheint zu dick dafür. Das Beste: nicht nur an der Blende ist beim ersten Gebrauch etwas abgebrochen, sondern auch am Flusensieb. Dieser war so fest zugedreht, dass er beim Öffnen gebrochen ist. Immerhin ist die Türöffnung mit 33,5 Zentimetern und einem Winkel von 130 Grad großzügig ausgelegt. Die Anleitung ist mit sieben Seiten lächerlich kurz, und eine App-Anbindung gibt es nicht.
Der Privileg PWWTV X 8645 DE bildet in unserem Test das Schlusslicht. Die Handhabung ist furchtbar, und der Verbrauch sehr hoch. Außerdem dauern die Programme einfach viel zu lange und toppen stellenweise mit nur Waschen schon manche Geräte in den kombinierten Gängen. Nicht einmal für den geringen Preis ist der Waschtrockner eine Kaufempfehlung wert.
Beko WDW85141Steam1 b300
Test Waschtrockner: Beko WDW85141Steam1 b300
Am WDW85141Steam1 von Beko konnten wir leider nicht viel Gutes finden. In wirklich allen Bereichen bewegt er sich im mittleren bis unteren Bereich unserer Testergebnisse. Im Prinzip unterscheidet sich der Beko WDW85141Steam1 beim Aufbau nicht großartig von den meisten Waschtrocknern. Leider ist das Stromkabel so kurz, dass wir bei Beko als einziger Maschine ein Verlängerungskabel benötigten.
Keine gute Leistung
In keinem der von uns getesteten Programme kam der Waschtrockner unter 14 Liter pro Kilogramm Wäsche (Eco), in Niedrig waren es sogar 26,5 Liter und in Baumwolle 30 Grad mit 30 Prozent Beladung ganze 31,9 Liter pro Kilogramm Wäsche!
Im Stromverbrauch sieht es, zumindest verglichen mit den anderen Geräten, nicht ganz so schlimm aus, dennoch werden hier keine guten Werte erreicht. Mit 0,13 kWh pro Kilogramm Wäsche im Eco-Gang steht er noch im Mittelfeld, bei Baumwolle 30, mit 30 Prozent jedoch mit 0,26 kWh wieder weit unten. Interessant ist hier vor allem, dass er sparsamer mit 50-prozentiger Beladung ist. Dasselbe Phänomen zeigt sich übrigens in den Trockengängen. Mit 100-prozentiger Beladung steht der Beko WDW85141Steam1 im Energieverbrauch sogar ziemlich gut da und hält sich im oberen Mittelfeld auf, jedoch ist die Wäsche danach immer noch nass. Bei 50-prozentiger Beladung ist der Energieverbrauch jedoch mit 1,13 kWh pro Kilogramm Wäsche sogar der schlechteste im Test, die Wäsche ist danach allerdings wirklich trocken.
Hinzu kommen noch sehr lange Laufzeiten und ewige Wartezeiten, wenn das Display bereits bei einer Minute steht. Wir mussten manchmal noch ganze 45 Minuten warten, bis der Waschtrockner endlich seine Pforte geöffnet hat, nur um dann mit nasser Wäsche belohnt zu werden.
Bei der Handhabung macht das Gerät an sich nichts falsch. Es gibt ein Einstellrad mit den verschiedenen Programmen und ein Touchdisplay, auf dem alle Werte von oben nach unten angeordnet sind. Die Touchfunktion ist nur manchmal etwas zu fein eingestellt. Die blau angezeigten Programme sind speziell vorgefertigte Dampf- und Trockenwaschgänge, man kann aber auch einfach an fast jedes andere Programm einen Trockenzyklus anfügen. Alle Programme können gestoppt und gewechselt werden, außerdem gibt es eine Nachlegefunktion.
Die Türöffnung von circa 157 Grad bei einem Durchmesser von 33,5 Zentimetern ist beim Beko WDW85141Steam1 praktikabel. Beim Waschmittelfach hingegen hätte man sich mehr Mühe geben können. Es ist schlecht lesbar, in welches Fach das Waschmittel gehört, und das Fach lässt sich nicht weit genug herausziehen. Es geht also häufig ein bisschen daneben, von den permanenten Ablagerungen ganz zu schweigen. Nach nur wenigen Waschgängen muss man das Waschmittelfach ausspülen, weil sich darin dicke Klumpen bilden.
Die HomeWhiz-App ließ sich leicht einrichten und hat sich ohne Probleme mit dem Waschtrockner verbunden. Man kann spezielle Waschprogramme herunterladen, und es gibt einen Geräteverlauf, in dem man sich genauere Daten zu den letzten Programmen ansehen kann. Dazu kommen noch einige Tipps und die üblichen Funktionen wie Überwachen, Start und Stopp. Eine einfache, aber runde Sache, wie wir finden.
Der Beko WDW85141Steam1 hat miserable Verbrauchswerte, gerade wenn es um Wasser geht, und steht im Stromverbrauch lediglich mittelmäßig da. Das kleine Waschmittelfach, in dem sich ständig Reste bilden, und die höchstens standardmäßige Bedienung kommen noch hinzu. Wir können dem Beko keine Empfehlung geben.
So haben wir getestet
Für unseren Waschtrockner-Test haben wir einen eigenen Testraum eingerichtet, der es uns ermöglicht, bis zu zwanzig Geräte gleichzeitig anzuschließen und laufen zu lassen. Jeder Testplatz verfügt über genormte und geeichte Wasserzähler und Strommessgeräte. Gleich zu Beginn bewerten wir die Verpackung, die Ladungssicherung und den Aufbau des Waschtrockners.
Während des gesamten Waschprozesses zeichnen drahtlose Datalogger im Minutentakt die Temperatur des Waschwassers direkt in der Trommel auf. Im Schleudergang bei 1.200 Umdrehungen pro Minute messen wir aus einem Meter Abstand die Lautstärke der Geräte, um die Geräuschentwicklung im Alltag realistisch einzuschätzen. Zudem halten wir bei jedem Wasch- und Trockenprogramm die Programmdauer fest und vergleichen sie mit den Herstellerangaben.
Ermittlung der Verbrauchswerte
Um realitätsnahe Verbrauchsdaten zu Strom und Wasser zu ermitteln, definieren wir für unseren Waschtrockner-Test einen praxisnahen Wäschemix, der zu gleichen Teilen aus Bettlaken, T-Shirts und Frottee-Handtüchern – jeweils aus 100 Prozent Baumwolle – sowie Mikrofaser-Reinigungstüchern aus Synthetik besteht.
Als Grundlage für unsere Verbrauchsmessungen und Leistungsbewertungen wählen wir die Programme aus, die laut Statistik am häufigsten genutzt werden: Baumwolle bei 30 und 60 Grad, ein 40-Grad-Kurzwaschgang, Niedrigtemperatur bei 20 Grad, Pflegeleicht bei 40 Grad sowie das Maschinenreinigungsprogramm. Zusätzlich prüfen wir bei allen Geräten das Eco-Programm. Die Programme laufen entweder mit 50 oder – in manchen Fällen – mit 30 Prozent der vom Hersteller angegebenen maximalen Beladung.
Für die Trockengänge wählen wir nach Möglichkeit den Waschgang Baumwolle 30 Grad als nur Trocknen und einmal kombiniert Baumwolle 30 Grad mit anschließendem Trockengang. Das Ganze wird in 50 Prozent und 100 Prozent der vom Hersteller angegebenen maximalen Beladungsmenge für das Trocknen getestet.
Die Trockenleistung ermitteln wir nach Gewicht. Wir trocknen jede Wäscheladung vollständig durch und wiegen sie. Anschließend lassen wir einen Kurzwaschgang laufen, um sie zu befeuchten. Danach startet der gewählte Trockengang. Sobald die Maschine fertig ist, entnehmen wir die Wäsche innerhalb von drei Minuten nach Beendigung des Trockenvorgangs und wiegen sie erneut. Die Differenz zu dem zuvor gemessenen Gewicht in Kombination mit der gefühlten Trockenheit der Wäsche, fließen in die Bewertung mit ein.
Waschleistung
Um zu prüfen, wie gut ein Waschtrockner die Wäsche wirklich reinigt, führen wir in allen getesteten Waschprogrammen einen praxisnahen Vergleich durch. Zu unserem fest definierten Wäschemix geben wir standardisierte Schmutzstreifen in die Trommel. Diese stammen von einem Hersteller für Prüftextilien und entsprechen der DIN EN 60456 – einer Norm, die auch bei der Gerätezertifizierung verwendet wird.
Die Streifen sind mit besonders hartnäckigen Verschmutzungen versehen: Rotwein, eingegraute Baumwollfasern, Schwefelschwarz sowie ein Gemisch aus Blut, Milch und Tinte. Zusätzlich finden sich darauf Kakao-Flecken sowie Stoffstücke, die mit einer Mischung aus Öl und Carbon verunreinigt sind. Damit simulieren wir eine große Bandbreite an Schmutzarten.
Nach dem Waschgang begutachten wir die Streifen visuell im direkten Vergleich. Je heller und gleichmäßiger die gereinigten Fleckenbereiche erscheinen, desto besser ist das Reinigungsergebnis der Maschine zu bewerten. Die Auswertung erfolgt dabei standardisiert und anhand mehrerer Vergleichsstreifen, um subjektive Schwankungen zu minimieren. So erhalten wir ein realistisches Bild der tatsächlichen Waschleistung jedes Waschtrockners.
Handhabung
Im Bereich Handhabung und Bedienung testen wir die Waschtrockner gezielt auf ihre Alltagstauglichkeit. Dabei schauen wir nicht nur, wie sich Programme einstellen lassen, sondern wie verständlich und benutzerfreundlich die gesamte Bedienung ist.
Bei Modellen mit App-Steuerung testen wir darüber hinaus die Smartphone-Integration. Wir prüfen, wie einfach sich das Gerät mit der App verbinden lässt, welche Funktionen dort verfügbar sind, wie übersichtlich die Benutzeroberfläche gestaltet ist.
Waschtrockner Test: Waschtrockner Gruppenbild*Unsere Testgeräte im Überblick.*
Weil zur echten Alltagstauglichkeit auch die Reinigung gehört, führen wir mit jedem Gerät mindestens eine vollständige Reinigungsroutine durch. Dabei achten wir darauf, ob unter dem Auslauf mindestens ein Backblech Platz hat, da es sonst unweigerlich zu Überschwemmungen in der Waschküche kommt.
Außerdem tätigen wir Testanrufe beim Kundendienst der Hersteller, um diese auf Zuverlässigkeit, Expertise und Freundlichkeit zu prüfen.
Die wichtigsten Fragen rund um den Waschtrockner
Welcher ist der beste Waschtrockner?
Der beste Waschtrockner für die meisten ist für uns der Samsung WD90DB8B85GBU2. Er ist besonders energieeffizient, in fast allen Programmen sehr sparsam, bietet clevere Zusatzfunktionen und ist ideal für umweltbewusste Fans von Technik. Wir haben aber auch interessante Alternativen vorgestellt.
Wie laut ist ein Waschtrockner im Betrieb?
Waschtrockner sind meist ähnlich laut wie herkömmliche Waschmaschinen beim Schleudern (ca. 70–80 dB). Beim Trocknen sind sie tendenziell leiser – aber insgesamt nichts für sehr geräuschempfindliche Umgebungen.
Kann ich einen Waschtrockner in der Küche aufstellen?
Ja, viele Modelle sind unterbaufähig oder passen in Standardküchen. Sie haben meist dieselben Maße wie eine handelsübliche Waschmaschine. Wichtig: Die Belüftung muss stimmen, insbesondere bei luftgekühlten Trocknungsarten. Und das Gerät sollte möglichst nicht zu nah an der Wand stehen.
Wie viel Strom verbraucht ein Waschtrockner?
Im Vergleich zu modernen Einzelgeräten verbraucht ein Kombigerät meist mehr – insbesondere im Trocknungsmodus. Geräte mit Wärmepumpe oder Zeolith sind effizienter. Wer häufig trocknet, sollte das beim Kauf berücksichtigen.
Welches Waschmittel ist für Waschtrockner geeignet?
Ganz normales Voll-, Color- oder Feinwaschmittel – je nach Textilart. Wichtig ist die richtige Dosierung, da überschüssiges Waschmittel zu Rückständen führen kann, die die Trocknungsfunktion beeinträchtigen.
Lohnt sich ein Waschtrockner für Familien?
Eher nicht. Wegen der geringen Trocknungskapazität und der langen Laufzeiten sind Waschtrockner für große Wäscheberge ungeeignet. Für Singles oder Paare mit wenig Wäscheaufkommen kann ein Waschtrockner jedoch Mehrwert bieten – vor allem wenn wenig Platz zur Verfügung steht.
Wie aufwendig ist die Reinigung eines Waschtrockners?
Weniger aufwendig als bei reinen Trocknern, da es meist kein Flusensieb gibt. Dennoch sollten Türdichtung, Trommel und gegebenenfalls der Wärmetauscher regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden, um Rückstände zu vermeiden.
Verbraucht ein Waschtrockner viel Wasser beim Trocknen?
Ja, viele Modelle nutzen Wasser zur Kondensation der feuchten Luft – teils bis zu 60 Liter pro Trockenvorgang. Geräte mit Wärmepumpe oder luftgekühltem System kommen hingegen mit deutlich weniger oder gar keinem zusätzlichen Wasser aus.
Wie viel Wäsche kann ich in einem Waschtrockner trocknen?
Auch wenn der Waschtrockner beispielsweise acht kg waschen kann, lässt sich in einem Durchgang meist nur etwa die Hälfte der Nennkapazität trocknen – also 4 bis 5 kg. Wer mehr trocknen möchte, muss die Trommel manuell entleeren und in zwei Etappen trocknen.
