Jeder Katzenbesitzer kennt es: Die Katze lehnt das liebevoll ausgewählte Futter ab, als würde sie sagen: “Das esse ich nicht!”. Immer wieder stehen wir ratlos mit gut gemeinten Leckereien aus dem Zoofachhandel in der Küche, während unsere wählerischen Stubentiger die Nase rümpfen. Doch eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend für die Gesundheit unserer Samtpfoten.
In diesem umfassenden Leitfaden lüften wir das Geheimnis: Was braucht eine Katze wirklich, wie geht man am besten bei der Fütterung vor, und welches Futter ist die optimale Wahl? Wir haben 33 Nassfutter- und 25 Trockenfuttersorten für Katzen getestet und mit den Expertinnen Dr. med. vet. Anne Mößeler von der Praxis für tierärztliche Ernährungsberatung und Dr. med. vet. Stephanie Schmitt von Feed Me Right über die optimale Katzenernährung gesprochen.
Die Grundlagen einer gesunden Katzenernährung
Katzen sind anspruchsvolle Tiere, die ihre Vorlieben gerne lautstark kundtun. Als verantwortungsbewusste Katzeneltern müssen wir jedoch nicht nur auf die Wünsche unserer weichen Begleiter hören, sondern auch deren Gesundheit im Auge behalten. Hier fassen wir alles Wichtige zusammen, was Sie über eine gesunde toyger katze und jede andere Rasse wissen sollten.
Wichtige Inhaltsstoffe im Katzenfutter
Katzen haben einen hohen Proteinbedarf, der hauptsächlich durch Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse wie Lunge oder Herz gedeckt wird. Diese Nebenerzeugnisse sind doppelt nützlich, da sie zusätzlich Vitamine und Mineralstoffe liefern. Eine vegetarische oder vegane Ernährung ist für Katzen, die von Natur aus reine Fleischfresser sind, aufgrund ihrer Nährstoffbedürfnisse keine geeignete Alternative als Alleinfuttermittel.
Um mit einer bestimmten Fleischsorte werben zu dürfen, muss ein Katzenfutter mindestens vier Prozent des angegebenen Fleisches enthalten. Ein hoher Fleischanteil allein garantiert jedoch nicht immer ein qualitativ hochwertiges Katzenfutter, da dies nicht zwangsläufig einen ausgewogenen Nährstoffgehalt bedeutet.
Katzenfutter Test: Katzenfutter VerpackungsartenKatzenfutter gibt es in verschiedenen Verpackungsarten, von Dosen bis zu Portionsbeuteln.
Darüber hinaus benötigen Katzen essenzielle Vitamine (wie A, D, Thiamin (B1), Niacin (B3)), Fettsäuren (wie Arachidonsäure) und Mineralstoffe (wie Arginin). Taurin, ein für Katzen lebenswichtiger Stoff, den sie nicht selbst produzieren können, muss ebenfalls zugeführt werden – es ist beispielsweise in Fisch und Muskelfleisch enthalten. Im Vergleich zum menschlichen Bedarf benötigen Katzen auch größere Mengen Kalzium und Phosphor.
Die beiden am meisten diskutierten Zutaten im Katzenfutter sind Getreide und Zucker. Viele Hersteller werben damit, getreidefreies Futter anzubieten. Geringe Mengen Getreide können jedoch unbedenklich sein, sofern die Katze es verträgt. Glutenhaltiges Getreide wie Weizen kann für viele Katzen eine zu hohe Energiedichte aufweisen, was auf Dauer zu Übergewicht und Unwohlsein führen kann. Daher ist es ratsam, getreidefreie Rezepturen zu wählen oder Futter mit geringem Getreideanteil zu bevorzugen. Trockenfutter kann aus produktionstechnischen Gründen nicht ohne Kohlenhydrate hergestellt werden; hier dienen oft Kartoffeln oder Linsen als Bindemittel anstelle von Getreide.
Zucker ist aus gesundheitlicher Sicht unnötig, wird aber manchmal in Nassfutter als Konservierungsmittel oder für eine ansprechendere Optik verwendet (z.B. karamellisierter Zucker für die Farbe der Sauce). Studien haben bislang keine schädlichen Auswirkungen von geringen Zuckermengen auf Katzen, wie Karies oder übermäßige Gewichtszunahme, bestätigt. Dennoch ist es generell gesünder, auf Zucker zu verzichten.
Natürliche Zusatz- und Konservierungsstoffe können sinnvoll sein. Vitamine, Fettsäuren und Mineralstoffe werden oft als Fertigmischungen hinzugefügt, da Fleisch und Gemüse allein den Bedarf nicht immer decken können oder wichtige Stoffe während der Produktion verloren gehen. Auch Taurin wird oft nachträglich ergänzt. Futter ohne Zusatzstoffe ist daher selten ein Alleinfuttermittel.
Deklaration: Was steckt hinter »Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse«?
Hersteller deklarieren Katzenfutter in drei Kategorien: geschlossen, halboffen und offen. Bei einer geschlossenen Deklaration erfahren Käufer nur das Nötigste, oft nur “Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse”. Welche Fleischsorten oder Tierbestandteile genau enthalten sind, bleibt hierbei offen. Dies wird meist gewählt, wenn die genaue Auflistung weniger ansprechend wäre, da sich dahinter alle möglichen, teils wenig appetitlichen Schlachtnebenprodukte wie Euter, Lunge, Pansen, Innereien, Blut, Häute und Federn verbergen können. Eine geschlossene Deklaration deutet daher oft auf eine geringere Qualität der verwendeten Zutaten hin.
Eine halboffene Deklaration listet die Bestandteile (in absteigender Reihenfolge) auf, jedoch ohne genaue Prozentangaben. Die offene Deklaration hingegen gibt präzise an, was in der Rezeptur enthalten ist, inklusive genauer Prozentzahlen.
Antibiotika dürfen keinesfalls in Katzenfutter enthalten sein, da es sich sonst um ein Arzneimittel handeln würde. Auch Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, die Antibiotika enthalten, sind tabu. Untersuchungen der Stiftung Warentest zeigten zudem, dass der Gehalt an bestimmten anorganischen Phosphaten in Katzenfutter manchmal zu hoch ist. Diese stehen im Verdacht, chronische Niereninsuffizienz zu fördern, und müssen nicht deklariert werden, wenn sie als Mineralstoffe zugesetzt werden.
Die richtige Fütterung
Die Frage, welches Futter schlussendlich serviert werden sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten, da jede Katze individuelle Vorlieben und Bedürfnisse hat. Einige fressen ausschließlich Trockenfutter, andere nur Nassfutter. Viele Katzenhalter setzen auch auf Mischkost, eine Kombination aus beiden Futterarten, wobei Nassfutter auch als “Ergänzungsmittel” eingesetzt werden kann, um Ernährungslücken zu schließen oder das Basisfutter zu bereichern.
Als Alleinfuttermittel deklariertes Nassfutter soll hingegen alle wichtigen Nährstoffe liefern, sodass weder ein Mangel noch eine Überversorgung zu erwarten ist. Die Zusammensetzung von Futtermitteln ist in Deutschland streng geregelt, und seriöse Hersteller halten sich an die Empfehlungen der FEDIAF, die gesetzliche Richtlinien für Europa festlegen. Ob ein Alleinfutter jedoch eine Rundumversorgung bietet, lässt sich nicht immer an den Inhaltsstoffen ablesen, da nicht alle Nährstoffe deklariert werden müssen. Obligatorisch sind Angaben zu Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohasche und bei einem Feuchtigkeitsgehalt über 14 Prozent auch dieser.
Katzenfutter Test: Katzenfutter AllgemeinEs ist wichtig, Futter passend zum jeweiligen Lebensabschnitt der Katze zu wählen.
Der deutsche Futtermittelmarkt ist so vielfältig, dass es nicht das eine perfekte Futter für jede Katze gibt. Wichtig ist, Futter für den jeweiligen Lebensabschnitt der Katze zu wählen. Kriterien wie Preis oder Bio-Qualität spielen eher für den Tierhalter eine Rolle. Viele Katzenhalter legen Wert auf ressourcenschonende Produktion und respektvollen Umgang mit Schlachttieren. Es ist positiv, wenn alle verwertbaren Teile eines Schlachttiers verarbeitet werden, nicht nur die reine Skelettmuskulatur. Einige Hersteller engagieren sich für artgerechte Tierhaltung oder klimaneutrale Produktion.
Die Frage: Nassfutter, Trockenfutter oder beides? Bei jungen Katzen ist es ratsam, verschiedene Futterarten und -sorten anzubieten, da Katzen sich stark an bestimmte Nahrung gewöhnen und später oft keine anderen Sorten mehr akzeptieren, was bei Allergien im Alter problematisch werden kann. Zu viel Abwechslung ist jedoch nicht nötig, da wildlebende Katzen meist nur wenig Variation gewohnt sind. Katzen sind in der Regel starke Gewohnheitstiere. Um die Zubereitung zu erleichtern, kann eine küchenmaschine für alles hilfreich sein, insbesondere wenn man Zutaten mischen möchte.
Egal welche Variante – reines Trockenfutter, reines Nassfutter oder Mischfütterung – eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist mit allen dreien möglich. Die Wahl hängt stark von den Bedürfnissen des Tieres ab.
Nassfutter besteht zu etwa 80 Prozent aus Wasser und ist daher ideal für Katzen, die wenig trinken – was bei den meisten Katzen von Natur aus der Fall ist. Ausreichend Flüssigkeit ist wichtig, um Harnwegsinfekten und Verstopfung vorzubeugen. Nassfutter wird aufgrund des hohen Wasseranteils seltener überdosiert, was die Gewichtskontrolle erleichtert. Es verdirbt jedoch schnell und sollte nicht zu lange stehen bleiben. Nassfutter verursacht auch mehr Müll und ist in der Regel teurer.
Trockenfutter verdirbt über den Tag nicht. Kosten und Müllproduktion sind geringer, und es eignet sich hervorragend für spielerische Nahrungsaufnahme, etwa mit Futterbällen. Diese verlängern die Futteraufnahmezeit, was sinnvoll ist. Der oft genannte Vorteil von Trockenfutter für die Zahnreinigung ist meist irrelevant, da Katzen als Schlingfresser kaum Abrieb beim Kauen haben. Hier kann auch eine küchenmaschine mini wmf zur Portionierung des Futters beitragen, um eine genaue Menge sicherzustellen.
Bei Trockenfutter ist besonders wichtig, dass die Katze ausreichend trinkt. Am besten verteilt man mehrere Trinkquellen in der Wohnung. Milch ist übrigens kein geeignetes Getränk für Katzen. Für Wohnungskatzen und kastrierte Katzen ist genaues Abwiegen oder kalorienreduziertes Trockenfutter sinnvoll, da der Bedarf leicht überschätzt wird. Eine Kastration führt oft zu mehr Appetit bei geringerem Energiebedarf. Bei Light-Futter sollte darauf geachtet werden, dass Proteine weiterhin den Hauptbestandteil bilden.
Mischfütterung hat im Grunde keine Nachteile und ist empfehlenswert, um Katzen an beide Optionen zu gewöhnen. Zwei Futterarten bedeuten jedoch nicht die doppelte Menge, und zu häufiger Futterwechsel ist ebenfalls nicht ratsam, da Katzen sich schnell daran gewöhnen und dann immer Neues verlangen. Bei neuen Leckereien neigen viele Katzen auch dazu, zu schlingen.
Wie man Katzen am besten füttert
In freier Natur fressen Katzen bis zu 20 Mal am Tag; ihr Stoffwechsel ist eher darauf ausgelegt, häufig kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen, als sich wie Hunde den Bauch vollzuschlagen. Daher sollte man Katzen bestenfalls so oft füttern, wie es der Alltag erlaubt, dabei aber die Tagesration im Blick behalten. Trockenfutter zur freien Verfügung ist oft keine gute Wahl, da die hohe Energiedichte schnell zu übermäßiger Energiezufuhr und Übergewicht führen kann. Bei Unsicherheit sollte man sich am besten an die Fütterungsempfehlung halten.
Katzenfutter Test: Katzenfutter AllgemeinManche Hersteller bereiten die Informationen auf der Packung besser auf als andere.
Fütterungsempfehlungen auf den Verpackungen sind für Hersteller verpflichtend, dienen aber nur als Richtlinien und sind oft hoch angesetzt. Der Energiebedarf einer Katze kann stark variieren. Die benötigte Menge hängt vom Gewicht und der Bewegung der Katze ab. Am sichersten ist es, die Tagesration individuell von einem Tierarzt oder Ernährungsberater berechnen zu lassen.
Eine Futterumstellung ist oft nicht im Sinne der Katze. Es kann helfen, Tiere langsam an ein neues Futter zu gewöhnen, indem man es aus der Hand füttert, das neue unter das bekannte Futter mischt oder Nassfutter auf Körperwärme erwärmt, um die Geruchsmoleküle flüchtiger zu machen.
Katzen dürfen keinesfalls hungern. Bei einer Futterumstellung darf man nicht warten, bis das Tier aus starkem Hunger frisst – das kann gefährlich sein! Der Stoffwechsel der Katze ist nicht auf lange Hungerphasen eingestellt, was zu einer hepatischen Lipidose (Fettleber) führen kann. Die Annahme, die Katze würde schon fressen, wenn sie genug Hunger hat, ist daher gefährlich. Bei starker Nahrungsprägung erkennen Katzen neues Futter manchmal nicht einmal als Nahrung an.
Was bei Übergewicht zu tun ist
Mollige Stubentiger mögen süß aussehen, werden aber schnell krank. Bewegung – also viel Spielen – ist eine Methode zur Gewichtsreduktion. Die Gewichtsregulierung über das Futter ist schwieriger. Fettreduziertes Futter hat oft einen zu geringen Eiweißgehalt, wodurch Katzen Muskelmasse verlieren und weiter zunehmen können.
Bei übergewichtigen Katzen ist es daher immer ratsam, einen spezialisierten Tierarzt für Ernährungsberatung oder einen Fachtierarzt für Tierernährung und Diätetik zu konsultieren. Hungern ist besonders bei übergewichtigen Katzen riskant, da weniger Futter oft auch weniger Nährstoffe bedeutet, was zu Mangelerscheinungen führen kann. Übergewicht kann bei Katzen schnell zu Diabetes führen.
Alle Futterrationen sollten genau abgewogen werden. Spezielle, schneller sättigende Futtermittel sind ebenfalls eine Option. Diese sollten jedoch den gleichen Gehalt an Proteinen, Mineralien und Vitaminen bei gleichzeitig weniger Kalorien aufweisen. Ballaststoffe können Katzen kalorienärmer sättigen und die Verdauung anregen. Wenn man selbst die Katzennahrung zubereitet, kann eine küchenmaschine mit fleischwolf und mixer helfen, die Zutaten optimal zu verarbeiten und die Nährstoffdichte zu kontrollieren.
Bei zwei Tieren, von denen eines übergewichtig und eines untergewichtig ist, sollte die schlanke Katze separat gefüttert werden. Bei untergewichtigen Katzen können mehrere Erkrankungen die Ursache sein.
Das beste Nassfutter
Katzenfutter Test: Katzenfutter Alle
Die wichtigsten Aspekte für Katzen-Nassfutter sind ein möglichst hoher Fleischanteil, die Zugabe von Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen sowie eine transparente Deklaration für Katzenbesitzer. Unsere Empfehlungen vereinen diese wichtigen Attribute in gesunden und schmackhaften Rezepturen.
Testsieger Nassfutter
Mjamjam Saftiges Huhn an leckeren Möhrchen mit Katzenminze
Dieses Futter überzeugte uns am meisten mit einem hohen Fleischanteil von 72,5 Prozent und transparenten Angaben zu Inhaltsstoffen und Nachhaltigkeit. Laut Stiftung Warentest (Mai 2024) wurde es mit “gut” bewertet, insbesondere die ernährungsphysiologische Qualität erhielt ein “sehr gut”.
Test Katzenfutter: MjamMjam Saftiges Huhn an leckeren Möhrchen mit KatzenminzeUnser Testsieger: Saftiges Huhn an Möhrchen von Mjamjam.
Hoher Fleischanteil (72,5% Hühnerfleisch, -leber, -herz)
Transparente Inhaltsangaben und viele Informationen auf der Website
Nachhaltigkeitsauszeichnungen
Verpackungsinformationen könnten übersichtlicher sein (kleine Schrift, Blocktext)
Etwas teurer
Sehr großzügige Fütterungsempfehlung
Weitere Top-Empfehlungen für Nassfutter
Anifit Delice de Coer mit Huhn (Extra viel Fleisch)
Dieses Nassfutter überraschte mit einem außergewöhnlich hohen Fleischanteil von 99 Prozent. Anifit setzt sich zudem für Tierschutz ein und verzichtet auf Tierversuche. Die genaue Auflistung der Zutaten (66% Hühnermuskelfleisch, 12% Rinderlunge etc.) ist vorbildlich. Mit 11% Protein und nur 4% Fett bei 82% Feuchtigkeit bietet es hervorragende Nährwerte.
Katzenfutter Test: Katze Nassfutter Delice De Coeur 200 G 1920 X 1920 W480 H480 Q90 JpgExtra viel Fleisch: Anifit Delice de Coer mit Huhn.
Extrem hoher Fleischanteil (99% Fleisch)
Sehr genaue Inhaltsangaben
Ohne Tierversuche
Übersichtliche Informationen auf der Verpackung
Etwas teuer
Fütterungsempfehlungen könnten präziser sein
Informationen zur Herkunft des Fleisches und der Lieferkette fehlen auf der Website
Applaws Hühnerbrust in Brühe (Bestes Ergänzungsfuttermittel)
Als Ergänzungsfuttermittel überzeugt Applaws mit einem sehr hohen Proteingehalt (16%) und extrem niedrigem Fettanteil (1%). Die Rezeptur ist transparent: 75% Hühnerbrust, Hühnerbrühe und Reis. Das Fleisch stammt von freilaufenden Hühnern. Der Hinweis, dass es sich um ein Ergänzungsfuttermittel handelt, ist jedoch leider sehr klein gedruckt.
Test Katzenfutter: Applaws Hühnerbrust in BrüheAls Ergänzungsfuttermittel dient Applaws Hühnerbrust in Brühe als Proteinquelle.
Hoher Fleischanteil (75% Hühnerbrust)
Sehr wenig Fett (1%) und viel Protein (16%)
Transparente und natürliche Rezeptur
Hinweis auf Ergänzungsfuttermittel leicht zu übersehen
Anifit Powertöpfchen (Luxusklasse)
Auch das Powertöpfchen von Anifit bietet einen unschlagbaren Fleischanteil von 99% (54% Hühnermuskelfleisch, 45% Lammmuskelfleisch). Es riecht angenehm und wurde selbst von mäkeligen Katzen gut angenommen. Die Qualität der Zutaten, die für den menschlichen Verzehr zugelassen sind, und der Verzicht auf Zucker, Getreide und Konservierungsmittel überzeugen.
Katzenfutter Test: Power Töpfchen 200g 1 W480 H480 Q90 JpgDas Anifit Powertöpfchen enthält viel Energie und Leckeres für Fellnasen.
Höchster Fleischanteil im Test (99%)
Sehr angenehmer Geruch und hohe Akzeptanz
Sehr informative Webseite und hohe Qualität der Zutaten
Sehr hoher Preis
Dein Bestes Reich an Huhn in Gelee (Preistipp)
Die Eigenmarke von dm bietet gute Qualität zum kleinen Preis. Auch wenn die Inhaltsstoffe nicht so transparent deklariert sind wie bei den Top-Empfehlungen (15% Huhn, der Rest als “Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse”), überzeugt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Es ist eine gute Wahl für preisbewusste Katzenhalter, die dennoch ein vernünftiges Futter möchten.
Katzenfutter Test: Dein Bestes Nassfutter Fuer KatzGut und günstig: Dein Bestes Reich an Huhn in Gelee.
Vergleichsweise hoher Fleischanteil (15% Huhn)
Sehr günstig
Verpackung lässt sich gut entleeren
Weniger detaillierte Informationen auf Website und Verpackung
Das beste Trockenfutter
Katzenfutter Test: Katzenfutter Alle
Auch wenn die Zutaten eine entscheidende Rolle spielen, konzentrierten wir uns bei Trockenfutter auf die Konsistenz der Briketts. Eine Ernährung mit Trockenfutter setzt voraus, dass die Katze ausreichend trinkt. Feuchte und feste Briketts sind vorteilhaft, da sie oft reich an wertvollen Ölen, Gemüse und Obst sind und somit eine gewisse Feuchtigkeitszufuhr gewährleisten.
Testsieger Trockenfutter
Real Nature Wilderness Adult Pure Chicken
Dieses Trockenfutter besticht mit wertvollen Zutaten, die zu einem hohen Prozentsatz aus frischem Fleisch bestehen (22% frisches Hühnerfleisch). Die angenehm feuchte und feste Konsistenz der Briketts ist ein großer Pluspunkt. Es enthält kein Getreide und keinen Zucker, dafür aber Obst und Gemüse. Laut Stiftung Warentest (2018) erhielt es ein “Befriedigend”, wobei die ernährungsphysiologische Qualität mit “gut” bewertet wurde, der Abzug erfolgte wegen irreführender Werbung.
Katzenfutter Test: Real Nature WildernessRund, feucht und fest: Keine anderen Briketts überzeugen uns so sehr wie die von Real Nature.
Briketts angenehm feucht und fest
Hoher Fleischanteil (22% frisches Huhn)
Viele wertvolle Zutaten (ohne Getreide, ohne Zucker)
Hoher Proteingehalt
Deklarierung auf der Verpackung ist leicht irreführend (70% Huhn beinhaltet auch Hühnerprotein, -fett, -leber)
Gehört zur Dachmarke MultiFit (Fressnapf)
Weitere Top-Empfehlungen für Trockenfutter
Sanabelle Adult mit Geflügel (Auch gut)
Das Sanabelle Adult mit Geflügel bietet eine ausgewogene Rezeptur mit 25% frischem Geflügelfleisch, Leber und Preiselbeeren. Die Briketts sind schön klein und angenehm feucht, wenn auch leicht krümelig. Die Zugabe von Lachsöl und Leinsamen fördert glänzendes Fell. Der Preis ist absolut vertretbar.
Test Katzenfutter: Sanabelle GeflügelBei Sanabelle sieht alles gut aus und schmeckt scheinbar auch gut.
Briketts sind schön klein und angenehm feucht
Ausgewogene Rezeptur (25% frisches Geflügelfleisch, Leber, Preiselbeeren)
Guter Preis
Briketts trotz Feuchtigkeit leicht krümelig
The Better Cat Better Bird (Luxusklasse)
Mit einem hohen Frischfleischanteil von 50% und einem Proteingehalt von 37% hebt sich The Better Cat Better Bird von der Konkurrenz ab. Die transparenten Fütterungsempfehlungen, die nach Aktivitätsgrad der Katze unterteilt sind, sind besonders hervorzuheben. Das Design der Verpackung ist schlicht und ansprechend.
Test Katzenfutter: The Better Cat Better BirdUnsere Luxus-Variante: The Better Cat Better Bird.
Sehr hoher Frischfleischanteil (50% Huhn)
Hoher Proteingehalt (37%) bei geringem Fettanteil (16%)
Transparente Angaben und detaillierte Fütterungsempfehlungen
Teuer
So haben wir getestet
Für unseren Test wählten wir verschiedene gängige Katzenfutterhersteller aus und konzentrierten uns, sofern verfügbar, auf die Geschmacksrichtung Huhn.
Wie die FAQs der Stiftung Warentest zum Thema Katzenfutter bereits besagen, ist es von außen kaum möglich, ein gutes Futter im Laden zu erkennen – das geht nur durch eine Laboranalyse. Da die Inhaltsstoffe von Tierfutter in Deutschland streng vorgeschrieben sind und eine Laboranalyse unsere Möglichkeiten überschreitet, definierten wir alternative Bewertungskriterien:
Wir recherchierten den deklarierten Fleischanteil und prüften, wie detailliert die Hersteller die Zusammensetzung ihrer Produkte angeben. Eine transparente Deklaration der Fleischbestandteile und weiteren Zutaten bewerteten wir positiv.
Katzenfutter Test: ImgÜber den Test haben sich auch die beiden felligen Mitbewohner unserer Testerin gefreut.
Des Weiteren berücksichtigten wir den Gehalt an zugesetzten Ballaststoffen wie Getreide oder Kartoffeln, die in Trockenfutter oft unvermeidlich sind, sowie den Zusatz von Zucker. Auch die Informationsaufbereitung auf Verpackung und Website – hinsichtlich Lesbarkeit, Übersichtlichkeit sowie Qualität und Umfang der bereitgestellten Angaben – floss in unsere Bewertung ein. Aspekte der Transparenz, etwa zur Lieferkette und Nachhaltigkeit, wurden ebenfalls berücksichtigt.
Schließlich prüften wir die Handhabung der Verpackungen, insbesondere das Öffnen und vollständige Entleeren. Dabei berücksichtigten wir, dass Verpackungsformen je nach Hersteller und Sorte variieren können.
Die wichtigsten Fragen rund um Katzenfutter
Welches Katzenfutter ist das beste?
In unserem Test schnitt das Mjamjam Saftiges Huhn an leckeren Möhrchen mit Katzenminze am besten als Nassfutter ab, da es den höchsten Hühnerfleischanteil im Test aufweist und die Verpackung sich leicht entleeren lässt. Bei den Trockenfuttersorten überzeugte uns das Real Nature Wilderness Adult Pure Chicken am meisten durch seine wertvollen Zutaten und die optimale Konsistenz der Briketts.
Was ist besser für Katzen: Trockenfutter, Nassfutter oder beides?
Bei allen Varianten kann eine ausgewogene Ernährung gewährleistet werden, sofern das Futter als Alleinfuttermittel deklariert ist. Bei Nassfutter ist die Gewichtskontrolle tendenziell einfacher. Bei Trockenfutter muss besonders darauf geachtet werden, dass die Katze nicht zu viel frisst und ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Eine Mischfütterung oder zumindest etwas Variation bei Futterarten und -sorten ist empfehlenswert, um Allergien im Alter vorzubeugen, da Katzen sich stark an bestimmtes Futter gewöhnen.
Wie gewöhnt man eine Katze an neues Futter?
Katzen sind Gewohnheitstiere, daher sollte die Umstellung auf neues Futter langsam erfolgen. Es kann helfen, das neue Futter zunächst aus der Hand anzubieten, es unter das bekannte Futter zu mischen (beginnend mit kleinen Mengen, die schrittweise gesteigert werden) oder Nassfutter auf Körperwärme zu erwärmen, um den Geruch zu intensivieren. Eine Umstellung auf Nassfutter ist oft besonders lohnenswert. Es ist jedoch absolut entscheidend, Katzen niemals hungern zu lassen, da dies zu schweren gesundheitlichen Folgen wie hepatischer Lipidose führen kann. Manche Katzen erkennen neues Futter bei starker Prägung nicht als Nahrung.
Wie oft und mit wie viel sollte man seine Katze füttern?
Von Natur aus fressen Katzen fünf bis 20 Mal am Tag. Daher sollte man ihnen möglichst häufig Zugang zu Nahrung ermöglichen. Trockenfutter über den Tag stehen zu lassen, kann jedoch problematisch sein, da es schnell zu einer zu hohen Energiezufuhr und Übergewicht führen kann. Die Mengenangaben auf Futtermitteln sind oft hoch angesetzt und dienen nur als Richtlinien. Der tatsächliche Bedarf einer Katze variiert stark je nach Gewicht und Aktivität. Der sicherste Weg, die perfekte Futtermenge zu bestimmen, ist die individuelle Berechnung durch einen Tierarzt oder Tier-Ernährungsberater.
Die Informationen in diesem Artikel basieren auf Tests und Experteninterviews. Für individuelle Ernährungsfragen Ihrer Katze konsultieren Sie bitte stets einen Tierarzt.
