Blockchain & Kryptowährungen: Unveränderliche Daten und digitale Sicherheit

Die Blockchain-Technologie hat sich in den letzten Jahren als eine der revolutionärsten Innovationen im Bereich der Datenhaltung etabliert. Insbesondere Kryptowährungen sind ein prominenter Anwendungsfall dieser dezentralen Technologie, die verspricht, Daten praktisch unveränderbar und Transaktionen transparent zu gestalten. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist es jedoch entscheidend, die Funktionsweise und vor allem die Sicherheitsaspekte dieser Systeme zu verstehen.

Was ist Blockchain-Technologie?

Blockchain, wörtlich übersetzt als “Blockkette”, ist eine innovative Technologie zur Speicherung von Daten in dezentralen, verteilten Netzwerken. Im Gegensatz zu traditionellen Systemen, die von einer zentralen Instanz verwaltet werden, operiert ein Blockchain-Netzwerk ohne eine solche Kontrolleinheit. Die Daten werden dabei in einzelnen Blöcken aneinandergereiht und chronologisch auf allen Rechnern des Netzwerks gespeichert. Neue Datenblöcke werden immer am Ende der Kette angehängt.

Durch den Einsatz fortschrittlicher kryptographischer Methoden bleibt diese chronologische Reihenfolge stets erhalten. Eine nachträgliche Manipulation der gespeicherten Daten würde sofort entdeckt. Ein spezieller Konsensmechanismus stellt sicher, dass sich alle Rechner im Netzwerk auf den aktuellen Stand der Blockkette einigen. Dieses System ermöglicht es, Transaktionen, beispielsweise im Zahlungsverkehr mit Kryptowährungen, ohne eine zentrale Instanz vertrauensvoll und transparent zu verifizieren. Die Effektivität dieser Eigenschaften hängt maßgeblich von der konkreten Ausgestaltung der Blockchain ab. Wer über eine geldanlage kryptowährung nachdenkt, sollte diese Grundprinzipien verstehen.

Die wichtigsten Ziele der Blockchain-Technologie auf einen Blick sind:

  • Unveränderliche und manipulationssichere Datenhaltung.
  • Verteilte, konsensuale Datenspeicherung ohne zentrale Instanz.
  • Transparente und nachvollziehbare Transaktionen für alle Netzwerkteilnehmer.

Anfang der 2020er Jahre wurde der Einsatz von Blockchain-Technologien und Smart Contracts in verschiedenen Wirtschaftszweigen, etwa zur Nachverfolgung von Lieferketten, intensiv diskutiert. Auch auf Blockchain basierende NFTs (Non-Fungible Tokens) erfreuten sich zeitweise großer Beliebtheit. In der Praxis haben sich jedoch primär Kryptowährungen als der vorherrschende Anwendungsfall durchgesetzt.

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Was sind Kryptowährungen?

Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel, die auf Blockchain-Systemen basieren und das erste sowie prominenteste Beispiel für die Anwendung dieser Technologie darstellen. Bitcoin ist hierbei die bekannteste, aber es existieren Tausende weiterer Kryptowährungen am Markt. Rechtlich betrachtet gelten Kryptowährungen in Deutschland nicht als Währung im herkömmlichen Sinne, sondern werden von der BaFin als “Finanzinstrumente” eingestuft. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, sich vor einer Investition über beste krypto 2023 oder wichtigste kryptowährungen umfassend zu informieren.

Der Wert einer Kryptowährung wird nicht durch einen materiellen oder immateriellen Gegenwert gedeckt, sondern bemisst sich ausschließlich danach, wie viel Anlegerinnen und Anleger bereit sind, dafür zu zahlen. Es gibt keine staatliche Regulierung oder Einlagensicherung, wie man sie von traditionellem digitalem Zentralbankgeld kennt. Die Nutzung von Kryptowährungen als Zahlungsmethode ist nach wie vor eher eine Ausnahme, da nur wenige Geschäfte oder Online-Shops sie akzeptieren.

Die Übertragung von Guthaben bei Kryptowährungen erfolgt durch eine kryptografisch signierte Transaktion, die in der Blockchain dokumentiert wird. Die im Netzwerk befindlichen Rechner verifizieren diese Transaktionen und einigen sich mittels eines Konsensmechanismus auf deren Gültigkeit. Der Bezahlvorgang wird über eine digitale Geldbörse, eine sogenannte Wallet, abgewickelt, die beispielsweise auf einem Smartphone oder PC gespeichert ist. In der Wallet werden die geheimen Signaturschlüssel verwahrt, mit denen man über das jeweilige Guthaben verfügen kann. Nutzerinnen und Nutzer werden dabei typischerweise nur durch eine abstrakte Adresse repräsentiert, was eine pseudonyme Verwendung von Kryptowährungen ermöglicht.

Um Sicherheitsrisiken zu minimieren, sind im Umgang mit Kryptowährungen folgende Maßnahmen des BSI sinnvoll:

  • Verwenden Sie Wallets von vertrauenswürdigen Anbietern.
  • Schützen Sie Ihre Zugangsdaten zur Wallet sorgfältig.
  • Bewahren Sie wie beim Bargeld keine großen Summen in Ihrer digitalen Wallet auf PC oder Smartphone auf.
  • Erstellen Sie mehrere Sicherheitskopien Ihrer Wallet und bewahren Sie diese sicher und mit kryptografischem Zugriffsschutz versehen auf, falls Ihr Gerät gestohlen wird oder einen Defekt erleidet.
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Kryptowährungen und die Frage nach der Sicherheit

Da der Wert von Kryptowährungen und NFTs nicht durch materielle oder immaterielle Werte gestützt wird, sind die Kurse oft starken Schwankungen unterworfen. Dies birgt erhebliche Risiken für Anleger. Abhängig vom Design der Kryptowährung können zudem hohe Transaktionskosten und lange Bearbeitungszeiten anfallen. Besonders beim Konsensmechanismus “Proof-of-Work” ist der Energieaufwand pro Transaktion extrem hoch. Anbieter wie scalable krypto bieten hier diverse Lösungen und Informationen an.

Blockchains werden durch bewährte kryptografische Verfahren wie Hashfunktionen und digitale Signaturen gesichert. Sofern vom BSI empfohlene und sichere Algorithmen verwendet werden, können diese vor Manipulation und Fälschung schützen. Für andere Teile der Technologie, insbesondere die Konsensmechanismen, fehlen jedoch noch belastbare Sicherheitsaussagen.

Es gibt zahlreiche weitere Aspekte, insbesondere die praktische Umsetzung, die bei der Sicherheitsbetrachtung von Blockchains berücksichtigt werden müssen. In der Praxis, wie zum Beispiel bei Bitcoin, zeigen sich Probleme häufig durch Implementierungsfehler, unsichere Netzwerkprotokolle oder schlecht abgesicherte Endanwendungen wie Wallets.

Für das BSI stehen technisch-gestalterische Aspekte für den sicheren Einsatz von Blockchains im Vordergrund. Herausforderungen werden insbesondere in Fragen der Implementierungssicherheit, des Datenschutzes und der Langzeitsicherheit gesehen. Bezüglich der Langzeitsicherheit ist zu beachten, dass Fortschritte im Bereich des Quantencomputings langfristig die heute üblichen kryptografischen Algorithmen in Blockchain-Anwendungen gefährden könnten. Die Auswirkungen des Quantencomputings werden detailliert in Leitfäden wie “Kryptografie quantensicher gestalten” beschrieben. Ein kritischer Blick auf vergangene Ereignisse, wie sie rund um ftx kryptowährung stattfanden, zeigt die Relevanz dieser Sicherheitsüberlegungen.

Da Blockchains typischerweise auf eine langfristige Nutzung ausgelegt sind, ist der Aspekt der Kryptoagilität besonders wichtig. Dies bezeichnet die Möglichkeit, kryptografische Verfahren bei Auftreten von Schwächen während des Betriebs einer Blockchain nachträglich auszutauschen. Eine ausführliche Diskussion der Sicherheitsaspekte von Blockchains finden Sie im Leitfaden “Blockchain sicher gestalten – Konzepte, Anforderungen, Bewertungen”.

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Fazit

Die Blockchain-Technologie und Kryptowährungen bieten faszinierende Möglichkeiten für dezentrale Datenhaltung und transparente Transaktionen. Ihre Stärke liegt in der Unveränderbarkeit von Daten durch kryptografische Methoden und Konsensmechanismen. Doch diese Innovationen sind nicht ohne Risiken, insbesondere in Bezug auf die Volatilität der Werte und die Sicherheit der Implementierungen. Es ist entscheidend, sich als Nutzer umfassend über die Funktionsweise und die damit verbundenen Gefahren zu informieren, Wallets sicher zu verwalten und sich der fehlenden staatlichen Regulierung bewusst zu sein. Nur durch fundiertes Wissen und verantwortungsvollen Umgang können die Potenziale dieser Technologien sicher ausgeschöpft werden. Bleiben Sie informiert und schützen Sie Ihre digitalen Werte proaktiv.