Der Küchenherd ist oft das Herzstück und ein wahrer Blickfang in vielen Küchen. Hier beginnen unzählige kulinarische Kreationen, und seine Präsenz prägt maßgeblich das Ambiente des Raumes. Neben den funktionalen Eigenschaften ist es oft die Ästhetik, die bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielt. Ob klassisch und robust, professionell aus Edelstahl, mattes Anthrazit oder glänzendes Schwarz: Für jeden Geschmack und jede Kücheneinrichtung gibt es den passenden Küchenherd. Doch jenseits des Aussehens gibt es weitere entscheidende Aspekte, die bei der Wahl des idealen Geräts berücksichtigt werden sollten, um sicherzustellen, dass er perfekt zu Ihren Bedürfnissen und Kochgewohnheiten passt.
1. Die richtige Breite finden
Die gängigste Breite für einen Küchenherd beträgt 90 cm. Diese Größe bietet eine angenehme Arbeitsfläche und ein Herd dieser Abmessung fügt sich harmonisch in fast jede mittelgroße bis große Küche ein. Sie ermöglicht es, mehrere Töpfe und Pfannen gleichzeitig zu verwenden und bietet oft auch einen großzügigen Backofenbereich. Für kleinere Küchen, Single-Haushalte oder solche mit begrenztem Platzangebot sind auch Herde mit einer Breite von 60 cm erhältlich. Diese kompakten Modelle sind ideal, wenn der Platz knapp ist, ohne dabei auf wesentliche Kochfunktionen verzichten zu müssen. Darüber hinaus gibt es spezielle Varianten wie extra breite Herde (z.B. 120 cm), die in professionellen Umgebungen oder bei Kochbegeisterten mit besonders hohem Platzbedarf zum Einsatz kommen. Die Wahl der Breite hängt also stark von der verfügbaren Küchenfläche und Ihren individuellen Kochbedürfnissen ab.
2. Gas, Induktion oder Ceran: Die Kochfeld-Frage
Die wichtigste funktionale Überlegung bei der Wahl Ihres neuen Herdes ist die Art der Kochfläche: Bevorzugen Sie Gas, Induktion oder vielleicht doch die traditionelle Ceran-Variante? Jede Option bietet spezifische Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt.
Gasherde
Für viele Köche ist der Gasherd eine vertraute Wahl und bietet ein traditionelles Kocherlebnis. Gas ist eine ausgezeichnete Energiequelle für das schnelle Erhitzen mit einem Wok bei hohen Temperaturen sowie für das sanfte Köcheln bei niedriger Hitze. Die direkte und sofortige Hitzeregulierung ermöglicht eine präzise Kontrolle über den Kochvorgang, was von vielen Profi- und Hobbyköchen geschätzt wird. Die offene Flamme ist zudem visuell ansprechend und signalisiert die aktuelle Hitzeeinstellung. Allerdings erfordert ein Gasherd einen passenden Gasanschluss und die Reinigung der Topfträger kann etwas aufwendiger sein als bei glatten Oberflächen.
Induktionskochfelder
Wenn Sie sich für eine elektrische Kochlösung entscheiden, ist die Induktion heutzutage die erste Wahl. Induktionskochfelder sind äußerst energieeffizient, da die Hitze direkt im Topfboden erzeugt wird und nicht erst die Kochfläche erhitzt werden muss. Dies führt zu einer bemerkenswert schnellen Erhitzung und einer sehr präzisen Temperaturregelung, vergleichbar mit der eines Gasherdes. Weitere Vorteile sind die erhöhte Sicherheit, da die Kochfläche selbst kaum heiß wird, und die extrem einfache Reinigung der glatten Oberfläche. Immer mehr Kochbegeisterte entscheiden sich für diese moderne Art des Kochens, obwohl spezielles Kochgeschirr mit magnetischem Boden erforderlich ist.
Cerankochfelder
Cerankochfelder, auch als Glaskeramikkochfelder bekannt, stellen eine weitere elektrische Alternative dar. Sie sind oft günstiger in der Anschaffung als Induktionskochfelder und erfordern kein spezielles Kochgeschirr. Ihre glatte Oberfläche ist ebenfalls leicht zu reinigen. Allerdings sind sie in der Regel langsamer beim Erhitzen und Abkühlen als Induktionskochfelder und behalten nach dem Ausschalten Restwärme, was einen leicht erhöhten Energieverbrauch bedeutet und ein geringeres Sicherheitsniveau im Vergleich zur Induktion bietet.
3. Der Backofen: Herzstück für Back- und Bratkünste
Der Traumherd verdient den bestmöglichen Backofen. Oder sogar mehrere Backöfen, denn es gibt auch Herde mit zwei Öfen, die es Ihnen ermöglichen, die Temperatur separat zu regeln. Mehrere kleinere Öfen heizen sich oft schneller auf als ein großer, was bei häufiger Nutzung Energie spart und eine größere Flexibilität beim gleichzeitigen Zubereiten verschiedener Gerichte bietet. Der Vorteil eines großen Ofens liegt natürlich in seiner Kapazität, die sich ideal für große Braten, umfangreiche Backwaren oder die Zubereitung für viele Gäste eignet.
Eine weitere wichtige Überlegung ist: Welche Funktionen sollte Ihr Backofen beherrschen? Reicht ein konventioneller Backofen mit Ober- und Unterhitze für Ihre kulinarischen Wünsche aus, oder kennen Ihre Kreativität keine Grenzen und Sie wünschen sich mehr Optionen? Moderne Backöfen bieten eine Vielzahl von Programmen:
- Umluft/Heißluft: Für gleichmäßiges Garen auf mehreren Ebenen.
- Grillfunktion: Ideal zum Überbacken oder für knusprige Krusten.
- Dampfgarfunktion: Für eine schonende und gesunde Zubereitung von Gemüse und Fisch.
- Pyrolyse-Selbstreinigung: Ein praktisches Feature, bei dem der Ofen Rückstände bei hohen Temperaturen zu Asche verbrennt, die dann einfach weggewischt werden kann.
- Spezialprogramme: Für Pizza, Brot oder Niedertemperaturgaren.
Achten Sie auch auf die Energieeffizienzklasse des Backofens, um langfristig Stromkosten zu sparen.
4. Die Dunstabzugshaube: Das i-Tüpfelchen der Küchengestaltung
Bei der Auswahl einer Dunstabzugshaube geht es ebenso sehr um das Erscheinungsbild wie um die Funktionalität. Als krönender Abschluss des Küchendesigns bieten Dunstabzugshauben eine breite Palette an Optionen, die sowohl ästhetischen als auch praktischen Ansprüchen gerecht werden.
Ein stilvolles Modell über einer Kochinsel, beispielsweise eine Inselhaube, kann zu einem zentralen Designelement avancieren. Alternativ dazu gibt es Wandabzugshauben, die sich elegant in die Küchenzeile integrieren lassen. Wer die Dunstabzugshaube lieber gar nicht sehen möchte – so stilvoll sie auch sein mag – kann sich für eine versteckte Deckenlüftereinheit entscheiden, die dezent in der Decke verschwindet und eine offene Raumgestaltung unterstützt. Immer beliebter werden auch Kochfeldabzüge, die direkt ins Kochfeld integriert sind und Dämpfe dort absaugen, wo sie entstehen.
Wichtig ist auch die Frage nach dem System: Soll es ein Abluftsystem sein, das die Kochdämpfe nach außen leitet, oder ein Umluftsystem, das die Luft filtert und gereinigt wieder in den Raum zurückführt? Abluftsysteme sind meist effektiver, erfordern aber einen Mauerdurchbruch. Umluftsysteme sind flexibler in der Installation und verwenden Aktivkohlefilter, die regelmäßig gewechselt werden müssen. Achten Sie zudem auf die Lautstärke der Haube und ihre Saugleistung, um eine effiziente und angenehme Küchenumgebung zu gewährleisten.
Fazit
Die Wahl des perfekten Küchenherdes ist eine Investition, die gut überlegt sein sollte. Berücksichtigen Sie Ihre Kochgewohnheiten, den verfügbaren Platz und Ihr Budget, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Ob Sie die traditionelle Flamme eines Gasherdes bevorzugen, die moderne Effizienz eines Induktionskochfeldes schätzen oder die Vielseitigkeit eines innovativen Backofens nutzen möchten – der Markt bietet für jeden Anspruch das Passende. Kombinieren Sie Ihren Herd mit der idealen Dunstabzugshaube, um ein funktionales und ästhetisch ansprechendes Kocherlebnis zu schaffen. Wir laden Sie ein, unser umfangreiches Sortiment zu entdecken und sich von unseren Experten beraten zu lassen, damit Sie den Küchenherd finden, der Ihre Küche in eine wahre Gourmet-Oase verwandelt.
