Wer träumt nicht von einem hausgemachten Brot, das außen unglaublich knusprig und innen herrlich fluffig ist – ganz wie vom Lieblingsbäcker? Ich verrate Ihnen heute ein Geheimnis, das mein Broterlebnis revolutioniert hat: das Backen im Topf. Seitdem ich einen wunderschönen Gusseisentopf besitze, kommt mein Brot nur noch aus diesem. Das Ergebnis ist schlichtweg unvergleichlich und übertrifft sogar viele Bäckerbrote. Tauchen Sie ein in die Welt des Topfbackens und entdecken Sie, wie einfach es ist, Brot zu backen, das alle begeistert. Egal, ob Sie bereits passionierter Bäcker sind oder gerade erst die Liebe zum Backen entdecken, das Brot aus dem Topf wird Sie überzeugen. Für weitere kulinarische Inspirationen schauen Sie auch gerne in unserer Sektion essen und trinken thermomix vorbei, um Ihr Repertoire zu erweitern.
Warum Brot im Topf backen? Die unschlagbaren Vorteile
Vielleicht fragen Sie sich, was das Brotbacken im Topf so besonders macht. Die Vorteile sind tatsächlich so überzeugend, dass Sie nie wieder anders backen möchten:
- Die knusprigste Kruste, die Sie je hatten: Der Topf schafft ein feuchtes Mikroklima, das die Kruste perfekt ausbilden lässt.
- Ein fluffigstes Inneres: Durch die gleichmäßige Hitzeverteilung und den Dampf bleibt der Teig innen saftig und luftig.
- Minimaler Aufwand: Trotz des beeindruckenden Ergebnisses ist der Arbeitsaufwand erstaunlich gering.
- Nur vier Zutaten: Sie benötigen nicht viel, um ein fantastisches Brot zu zaubern.
Das richtige Mehl für Ihr Topfbrot
Die Wahl des Mehls beeinflusst Geschmack und Textur Ihres Brotes maßgeblich. Ich persönlich liebe eine Mischung aus Weizen- und Dinkelvollkornmehl. Mit Roggenmehl habe ich in der Vergangenheit weniger gute Erfahrungen gemacht, da es die Textur oft zu dicht macht.
Wenn Sie Vollkornmehl verwenden möchten, empfehle ich, den Anteil unter 50 % zu halten. Andernfalls könnte das Brot weniger fluffig werden. Selbstverständlich können Sie auch reine Vollkornbrote im Topf backen, die dann eine festere Konsistenz haben. Auch für glutenfreie Brote, die dazu neigen, schneller auseinanderzulaufen, ist der Topf eine wahre Hilfe. Er sorgt dafür, dass diese Brote ihre Form während des Backvorgangs bewahren. Für allgemeine Tipps rund ums Kochen und Backen finden Sie interessante Beiträge unter essen und trinken de.
Teig für Brot im Topf
Was bewirkt das Backen im Topf wirklich?
Ich kann Ihnen nicht sagen, wie oft ich versucht habe, zu Hause knuspriges Brot wie vom Bäcker zu backen. Mein selbstgebackenes Brot aus dem Ofen war immer gut, aber nie so knusprig und perfekt wie das frische Brot vom Profi. Der entscheidende Wendepunkt war tatsächlich der Gusseisentopf. Das Backen des Teigs im Topf macht einen unglaublichen Unterschied.
Ein Topf eignet sich besonders gut für Brot, da eine gleichmäßige Hitzezufuhr für das beste Ergebnis unerlässlich ist. Nur wenn die Hitze konstant und rundherum gleichmäßig ist, wird das Brot innen fluffig und außen knusprig. Ein Topf hat die einzigartige Eigenschaft, Wärme gleichmäßig zu speichern und diese rundherum an das Brot abzugeben. Im Gegensatz dazu schaffen dies herkömmliche Backöfen aufgrund ihrer Größe, Form und schwankenden Hitzeabgabe oft nicht optimal. Neben der traumhaft knusprigen Kruste sorgt das Backen im Topf auch dafür, dass Ihr Brot eine wunderbare, gleichmäßige Form erhält.
Brot im Gusseisentopf
Welcher Topf eignet sich am besten?
Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, Brot im Topf zu backen:
- Römertopf: Ein Klassiker, der gute Ergebnisse liefert.
- Edelstahltopf (ohne Plastikteile): Kann verwendet werden, aber die Wärmeleitung ist oft nicht optimal.
- Backform mit Deckel: Eine Verbesserung gegenüber offenen Backformen.
- Gusseisentopf (Cocotte): Meine klare Empfehlung für die besten Ergebnisse.
Meine persönliche Empfehlung ist ganz klar ein Gusseisentopf. Gusseisen ist ein extrem stabiles und haltbares Material, das nicht nur im Backofen, sondern auch auf gängigen Herden verwendet werden kann. Ich besitze diesen Gusseisentopf von Le Creuset und bin absolut begeistert. Die Größe ist perfekt für ein klassisches Brot oder auch für sechs Brötchen. Man kann darin aber auch hervorragend Schmorgerichte oder Eintöpfe zubereiten. Neben der schönen Optik schätze ich besonders die herausragende Qualität und die hervorragende Verarbeitung. Ein solcher Topf ist eine Anschaffung fürs Leben.
Eine Backform mit Deckel oder ein Edelstahltopf sind zwar besser als eine einfache Backform oder ein Backblech, erreichen aber nicht die Perfektion eines Gusseisentopfs. Edelstahl leitet Wärme nicht so gut wie Gusseisen, wodurch Sie nicht die gleiche perfekte Konsistenz erzielen werden. Mein Rat wäre daher, lieber in einen guten Gusseisentopf zu investieren. Es gibt auch günstigere Alternativen wie diesen Topf von ProCook im mittleren Preissegment oder diesen Topf für unter 50 Euro, der jedoch ein geringeres Fassungsvermögen hat und eine Anpassung der Rezeptmenge erfordert.
Le Creuset Topf mit gebackenem Brot
Die ideale Topfgröße für perfektes Brot
Man könnte meinen, solange der Teig in den Topf passt, ist alles in Ordnung. Doch die richtige Topfgröße ist entscheidend, damit sich die Hitze optimal um das Brot legen kann. Natürlich kommt es nicht auf ein bis zwei Zentimeter an. Es ist immer besser, in einem Topf zu backen – selbst wenn er etwas zu groß sein sollte – als komplett auf das Topfbacken zu verzichten.
Ich verwende einen Topf mit 24 cm Durchmesser und 4,2 Litern Fassungsvermögen. Die angegebene Teigmenge passt hier perfekt hinein. Falls Sie einen kleineren Topf besitzen, rate ich Ihnen, die Teigmenge entsprechend anzupassen, damit der aufgegangene Teig nicht am Deckel kleben bleibt. Für einen größeren Topf mit 26 cm Durchmesser können Sie problemlos ein Brot mit 1.400 g Teigmenge backen.
Es gibt übrigens auch rechteckige Gusseisenformen für Kastenbrot, falls Sie eine andere Brotform bevorzugen. Diese habe ich selbst allerdings noch nicht ausprobiert. Und für diejenigen, die Wert auf gesunde Ernährung legen, bietet unser Artikel über essen und trinken für jeden tag low carb weitere interessante Einblicke.
Brot im Gusseisentopf nach dem Backen
Muss der Topf gefettet oder gemehlt werden?
Nein, das ist nicht notwendig! In einigen Rezepten wird empfohlen, den Topf mit Backpapier auszulegen. Darauf verzichte ich jedoch. Zum einen klebt der Teig überhaupt nicht an der emaillierten Oberfläche des Topfes; das Brot fällt nach dem Backen fast von selbst aus der Form. Zum anderen hält herkömmliches Backpapier normalerweise nur Temperaturen bis 220 °C stand und ist somit für die hohen Backtemperaturen im Topf ungeeignet.
Die richtige Position im Ofen
Wahrscheinlich geht es Ihnen wie mir: Der Topf passt nicht auf die mittlere Schiene, wenn Sie ihn im Ofen platzieren möchten. Keine Sorge, Sie können ihn bedenkenlos auf die untere Schiene stellen. Das Brot wird von unten nicht anbrennen. Das war auch meine anfängliche Befürchtung, aber Sie werden auch auf der untersten Schiene ein wunderbar rundherum goldbraunes Brot erhalten.
Zutaten für Brotrezept im Topf
Weitere wichtige Tipps für Ihr Topfbrot
Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, sollten Sie die folgenden Hinweise beachten:
- Topf vorheizen: Heizen Sie den Topf direkt im Ofen mit vor. Der Teig wird dann in den glühend heißen Topf gegeben. (Seien Sie bitte vorsichtig, der Topf ist wirklich sehr heiß!).
- Deckel geschlossen halten: Lassen Sie den Deckel des Topfes während des gesamten Backvorgangs unbedingt geschlossen. Es ist verlockend, kurz zu spitzeln, aber durch das Öffnen entweicht wertvoller Dampf, und das Brot wird nicht wie gewünscht. Kurz vor Ende der Backzeit können Sie natürlich einmal prüfen, ob die Kruste bereits goldbraun ist oder ob das Brot noch etwas länger braucht.
- Ober-/Unterhitze: Mit Ober-/Unterhitze erzielen Sie das beste Ergebnis.
Lagerung und Frische – So bleibt Ihr Brot länger lecker
Am besten schmeckt das Brot lauwarm, direkt aus dem Ofen. Aber auch abgekühlt ist es noch bis zu zwei Tage nach dem Backen sehr lecker. Lagern Sie es am besten luftdicht bei Raumtemperatur.
Wenn ich nach zwei Tagen noch Brot übrig habe, schneide ich es in Scheiben und friere es ein. Aufgetoastet schmeckt es mir so auch länger noch sehr, sehr gut. Dies ist eine hervorragende Methode, um immer frisches Brot zur Hand zu haben. Für weitere leckere Ideen, auch zu Gebäck, schauen Sie in unserer essen und trinken aktuelle ausgabe oder entdecken Sie interessante Rezepte für weizenfreie brötchen.
Fertiges Brot aus dem Topf
Rezept: Brot aus dem Topf (Dinkelmischbrot mit Knusperkruste)
Dieses Rezept ist einfach und liefert ein fantastisches Ergebnis.
Bewertung: 5 von 5 Sternen
Gericht: Beilage, Frühstück, Snack
Länder & Regionen: Deutsch
Keyword: Frühstück
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Zubereitungszeit: 45 Minuten
Was Sie benötigen:
- 500 g Weizenmehl
- 150 g Dinkelvollkornmehl
- 2 TL Trockenhefe
- 2 TL Salz
- 425 g Wasser (lauwarm)
Was Sie tun:
- Geben Sie das Mehl in eine große Schüssel und formen Sie eine Kuhle in die Mitte.
- Geben Sie Hefe, Salz und lauwarmes Wasser in die Kuhle und vermengen Sie alles, bis sich die Hefe aufgelöst hat.
- Kneten Sie alles etwa 4 Minuten lang miteinander, bis ein glatter Teig entsteht. Geben Sie den Teig in eine große, leicht geölte Schüssel und bedecken Sie diese mit einem feuchten Tuch.
- Lassen Sie den Teig am besten über Nacht (oder mindestens 4 Stunden) an einem warmen Ort gehen.
- Nehmen Sie den Teig aus der Schüssel und schlagen Sie ihn ein paar Mal zusammen, bis er Spannung aufbaut. Formen Sie ihn grob zu einer Kugel.
- Geben Sie den Gusseisentopf (oder Ihren gewählten Topf) in den Backofen und heizen Sie den Backofen auf 230 Grad Ober-/Unterhitze vor. Lassen Sie den Topf mindestens 30 Minuten mit vorheizen.
- Nehmen Sie den heißen Topf vorsichtig aus dem Ofen, geben Sie den Teig hinein und schließen Sie den Deckel. Backen Sie das Brot für ca. 45 Minuten im Ofen.
- Nehmen Sie den Topf aus dem Ofen und lassen Sie das Brot darin kurz abkühlen, bevor Sie es vorsichtig herausnehmen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
Möchten Sie gerne ein Brot nur aus Vollkornmehl backen? Dann schauen Sie sich doch einmal das Rezept für das Dinkelvollkornbrot mit Trockenhefe an!
Fazit: Ihr Weg zum perfekten Topfbrot
Das Backen von Brot im Topf ist eine wunderbare Methode, um zu Hause Ergebnisse zu erzielen, die denen vom Bäcker in nichts nachstehen. Mit der richtigen Ausrüstung, ein paar einfachen Tipps und diesem Rezept steht Ihrem knusprigen, fluffigen Dinkelmischbrot nichts mehr im Wege. Es ist eine lohnende Erfahrung, die Ihr Verständnis für Backkunst vertieft und Ihren Esstisch mit köstlichem, selbstgemachtem Brot bereichert. Probieren Sie es aus und lassen Sie sich von der Einfachheit und dem hervorragenden Ergebnis begeistern.
Wenn Sie dieses Rezept nachgebacken haben, freue ich mich über einen Kommentar oder eine Verlinkung auf Instagram unter @lalisagna_foodblog!
