Die Gleichstellung der Geschlechter in Wissenschaft und Forschung ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch ein entscheidender Faktor für Innovation und gesellschaftlichen Fortschritt. Als europäisches Ziel, das alle EU-Mitgliedstaaten im Rahmen des Europäischen Forschungsraums (ERA – European Research Area) verfolgen, bildet sie einen Eckpfeiler für eine zukunftsfähige Forschungslandschaft. Unsere nationale Politik orientiert sich eng an der europäischen ERA-Gleichstellungspolicy, um umfassende und nachhaltige Veränderungen herbeizuführen. Es geht darum, Barrieren abzubauen, Chancen zu schaffen und eine Umgebung zu etablieren, in der alle Talente ihr volles Potenzial entfalten können. beratung zu bildung und beruf ist hierbei ein wichtiger Anlaufpunkt, um individuelle Karrierewege in der Wissenschaft frühzeitig zu unterstützen und zu gestalten.
Die Herausforderungen auf dem Weg zu echter Gleichstellung sind vielfältig und erfordern einen mehrdimensionalen Ansatz. Im Folgenden werden die drei Kernbereiche vorgestellt, die im Fokus stehen, um die europäische Gleichstellungspolicy effektiv umzusetzen und die Wissenschaftslandschaft nachhaltig zu prägen.
Mehr Frauen in MINT und in Spitzenpositionen: “Fix the numbers”
Ein zentrales Anliegen der Gleichstellungspolitik ist es, mehr Frauen für MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu begeistern und sie in Spitzenpositionen der Wissenschaft und Forschung sichtbar zu machen. Obwohl Frauen in vielen Studienrichtungen hervorragende Leistungen erbringen, sind sie in technischen und informatischen Studiengängen weiterhin unterrepräsentiert. Dies führt nicht nur zu einem Verlust an weiblichem Innovationspotenzial, sondern auch dazu, dass die digitale und technologische Gestaltung unserer Gesellschaft maßgeblich von einer homogenen Gruppe geprägt wird.
Durch gezielte Initiativen wie Aktionspläne soll Frauen die Möglichkeit gegeben werden, alle Chancen zu nutzen, die unsere moderne, zunehmend digitalisierte Gesellschaft bietet. Dies beginnt bereits in der Schule mit der Förderung von MINT-Kompetenzen und reicht bis zu Mentoring-Programmen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Ein wichtiger Aspekt ist auch das Durchbrechen der sogenannten “gläsernen Decke”, die den Aufstieg von Frauen in Führungspositionen oft unsichtbar behindert. Dies erfordert nicht nur die Identifizierung und Beseitigung struktureller Barrieren, sondern auch die bewusste Förderung weiblicher Führungskräfte und die Schaffung von Vorbildern, die andere inspirieren. Die gezielte Unterstützung durch Institutionen, die sich der beruflichen Weiterbildung widmen, kann hier entscheidend sein. www bildung ihk de bietet beispielsweise entsprechende Angebote, die Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung stärken können.
Gerechte Chancen und sichere Arbeitsumgebung: “Fix the institution”
Neben der Erhöhung der Zahlen geht es darum, die Institutionen selbst zu verändern, um gerechte Studien- und Berufschancen sowie eine sichere, inklusive Arbeitsumgebung für alle zu gewährleisten. Eine wertschätzende und inklusive Organisationskultur ist die Grundlage, auf der sich Studierende und Mitarbeitende unabhängig von Geschlechterstereotypen entfalten können. Dies beinhaltet die aktive Bekämpfung jeglicher Form von Diskriminierung und die Förderung eines Klimas des Respekts und der Anerkennung.
Ein entscheidender Schritt ist die Schaffung sicherer und gewaltfreier Arbeits- und Studienumgebungen. Geschlechterbasierte Gewalt, sei es in Form von Belästigung, Diskriminierung oder Mobbing, darf in Wissenschaft und Forschung keinen Platz haben. Dazu wurden Erhebungen zu bestehenden Maßnahmen gegen solche Gewaltformen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen durchgeführt, deren Erkenntnisse und Empfehlungen kontinuierlich in die Praxis umgesetzt werden. Ein weiteres wichtiges Element ist die Gestaltung inklusiver, diversitätsorientierter Karrierewege, die auch Lebensphasen wie Betreuungszeiten (Care-Arbeit) angemessen berücksichtigen. Flexible Arbeitsmodelle, familienfreundliche Maßnahmen und die Entzerrung von Karrierepfaden sind hier von großer Bedeutung, um Talente nicht aufgrund ihrer familiären Verpflichtungen zu verlieren. Das institut für inklusive bildung ist ein Beispiel für eine Einrichtung, die sich diesem umfassenden Ansatz widmet. Die Politik spielt hier eine wichtige Rolle, wie die Initiativen des berliner senat bildung zeigen, um Rahmenbedingungen für eine gerechtere Bildungslandschaft zu schaffen.
Qualitätssteigerung durch Geschlechter-/Genderperspektive: “Fix the knowledge”
Die Einbeziehung der Geschlechter- und Genderdimension in Forschung und Lehre ist essenziell für die Qualitätssteigerung und die Erzielung gesellschaftsrelevanter Forschungsergebnisse. Forschung, die die Vielfalt menschlicher Erfahrungen und Bedürfnisse ignoriert, läuft Gefahr, unvollständige oder gar irreführende Ergebnisse zu produzieren. Ob in der Medizin, der Technikentwicklung oder den Sozialwissenschaften – die Berücksichtigung von Geschlechterunterschieden und Genderaspekten führt zu umfassenderen Erkenntnissen und innovativeren Lösungen, die allen zugutekommen.
Es geht darum, Forschende und Lehrende für diese Dimension zu sensibilisieren und ihnen die notwendigen Werkzeuge an die Hand zu geben, um Geschlechterperspektiven systematisch in ihre Arbeit zu integrieren. Die Sichtbarmachung des Mehrwerts der Gleichstellungsarbeit an den Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen ist dabei von großer Bedeutung. Durch gezielte Awarenessmaßnahmen, wie beispielsweise Preise und Auszeichnungen für herausragende gleichstellungsorientierte Forschung oder institutionelle Best Practices, wird der positive Einfluss auf die Wissenschaftskultur und die Forschungsqualität hervorgehoben. Dies schafft Anreize und fördert eine Kultur der Anerkennung für Beiträge zur Geschlechtergerechtigkeit. Ein umfassendes robotron bildungs und beratungszentrum gmbh kann hierbei durch spezialisierte Weiterbildungen und Beratungen unterstützen, um dieses Wissen in die Praxis zu transferieren.
Vernetzung und Zusammenarbeit
Die Abteilung Gleichstellung und Diversitätsmanagement in Wissenschaft und Forschung stärkt durch ihre Vertretung in fächerübergreifenden Arbeitsgruppen sowie in nationalen und internationalen Gremien die themenspezifische Zusammenarbeit und Vernetzung. Dies fördert den unerlässlichen Erfahrungs-, Ideen- und Wissensaustausch in den hochschulischen und wissenschaftlichen Sektoren und trägt maßgeblich zur Entwicklung und Umsetzung effektiver Gleichstellungsstrategien bei. Eine starke Vernetzung ist der Schlüssel, um Best Practices zu teilen und gemeinsame europäische Ziele zu erreichen.
Fazit und Ausblick
Die Förderung der Gleichstellung in Wissenschaft und Forschung ist eine fortlaufende Aufgabe, die Engagement und kontinuierliche Anstrengungen auf allen Ebenen erfordert. Durch die konsequente Umsetzung der europäischen ERA-Gleichstellungspolicy, die auf “Fix the numbers”, “Fix the institution” und “Fix the knowledge” abzielt, schaffen wir nicht nur gerechtere, sondern auch leistungsfähigere und innovativere Wissenschaftssysteme. Eine solche Transformation kommt nicht nur den Individuen zugute, sondern stärkt die gesamte Gesellschaft und sichert die Zukunftsfähigkeit des Forschungsstandortes Deutschland und Europas. Es ist eine Investition in Vielfalt, Exzellenz und eine inklusivere Zukunft für alle.
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