Canada Life Berufsunfähigkeitsversicherung: Eine detaillierte Analyse der Gesundheitsfragen

Die Gesundheitsfragen einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sind oft der komplexeste Teil des Antragsprozesses. Sie entscheiden maßgeblich darüber, ob ein Antrag angenommen, abgelehnt oder mit Erschwernissen versehen wird. Die Canada Life, ein renommierter Anbieter, hat in den letzten Jahren ihre Gesundheitsfragen kontinuierlich überarbeitet und dabei einige kundenfreundliche Anpassungen vorgenommen, die eine nähere Betrachtung wert sind. Dieser Artikel beleuchtet die aktuellen Gesundheitsfragen der Canada Life BU und vergleicht sie mit den Standards am Markt.

Die Evolution der Gesundheitsfragen bei Canada Life

Auf den ersten Blick überzeugten die Gesundheitsfragen der Canada Life schon früher, da sie keine offen formulierte Hauptfrage enthielten, die unspezifische Beschwerden abfragte. Während einige Versicherer noch Formulierungen wie „Bestanden Krankheiten, Beschwerden, … in den letzten fünf Jahren?“ verwenden – was selbst temporäre Schmerzen ohne Arztbesuch einschließen würde – war die Canada Life hier präziser. Eine solche offene Frage nach Beschwerden sollte unserer Meinung nach maximal sechs Monate umfassen, um eine zumutbare Gedächtnisleistung zu gewährleisten. Im Jahr 2024 hat die Canada Life diese kundenfreundliche Linie fortgesetzt und den Abfragezeitraum für ambulante Behandlungen von fünf auf drei Jahre verkürzt, inspiriert möglicherweise von umfangreichen Updates anderer Versicherer wie der Gothaer.

Ambulante Behandlungen: Ein kundenfreundlicherer Ansatz

Die aktuellen Gesundheitsfragen der Canada Life formulieren den ambulanten Bereich wie folgt:

„Sind oder waren Sie in den letzten 3 Jahren bei Ärzten, Heilpraktikern, Physio-, Psychotherapeuten oder sonstigen nicht ärztlichen Therapeuten in Beratung, in Behandlung oder zur Untersuchung oder sind solche Maßnahmen derzeit vorgesehen wegen Krankheiten oder Beschwerden in den folgenden Bereichen? (Die aufgeführten Beispiele dienen nur der Veranschaulichung und sind nicht abschließend.)“

Diese Formulierung ist im Vergleich zu vielen Mitbewerbern sehr kundenfreundlich. Der Fokus liegt klar auf tatsächlichen Behandlungen oder Beratungen in den letzten drei Jahren. Es gibt jedoch eine kleine, aber wichtige Einschränkung: Beschwerden, für die Sie noch keinen Arzt aufgesucht haben, aber in naher Zukunft aufsuchen werden, müssen angegeben werden. Dies schützt das Versichertenkollektiv vor unlauteren Anträgen und ist im Sinne der Gemeinschaft eine sinnvolle Regelung. Es verhindert, dass Personen mit bereits bestehenden, aber noch nicht ärztlich dokumentierten Beschwerden (z.B. monatelange psychische Probleme oder anhaltende Rückenschmerzen, die demnächst behandelt werden sollen) schnell noch eine BU abschließen. Dieser Passus könnte zwar im Leistungsfall kritisch hinterfragt werden, jedoch unterstellen wir dem Versicherer hier keine böse Absicht, sondern das Bestreben, eine faire Risikobewertung zu ermöglichen.

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Ein besonderes Merkmal ist auch der verkürzte Abfragezeitraum für psychische Erkrankungen und Arztbesuche auf ebenfalls drei Jahre. Dies ist eine deutliche Verbesserung, da viele Gesellschaften hier noch einen Abfragezeitraum von fünf oder sogar zehn Jahren haben. Aktuell sind solche verkürzten Abfragezeiträume in den normalen Gesundheitsfragen eher selten und finden sich meist nur bei wenigen Anbietern wie der Canada Life und Gothaer, abgesehen von speziellen Sonderaktionen, die oft auf bestimmte Berufsbilder oder junge Antragsteller beschränkt sind. Die Möglichkeit, eine umfassende englische lebensversicherung in die persönliche Finanzplanung zu integrieren, kann hierbei auch eine Rolle spielen, wenn es um die Absicherung weiterer Lebensbereiche geht.

Medikamenteneinnahme und Dioptrienwerte

Positiv hervorzuheben ist, dass nach der Medikamenteneinnahme nur für einen Zeitraum von zwölf Monaten gefragt wird. In den meisten Fällen würde eine Medikamenteneinnahme ohnehin im Rahmen eines Arztbesuchs erfasst werden.
Interessant ist zudem die Angabe der Dioptrienwerte, die bereits ab zehn Dioptrien erfolgen muss. Die gängige Grenze liegt hier üblicherweise bei acht Dioptrien. Eine höhere Dioptrienzahl führt nicht automatisch zu einer Ausschlussklausel; die Angabe dient lediglich der Information. Sofern keine weiteren Beschwerden außer der Notwendigkeit einer Brille vorliegen, sollte dies in der Regel problemlos akzeptiert werden.

Historische Hürden und aktuelle Verbesserungen

In der Vergangenheit gab es bei der Canada Life eine Frage, die bei Antragstellern oft zu Unsicherheit führte: „Bestehen Folgen von Unfällen, Vergiftungen, Verletzungen, Krankheiten oder Operationen, z.B. Gliedmaßenverlust, Bewegungseinschränkungen, Hirnleistungsschwäche?“ Diese Frage war recht offen formuliert. Ein Beispiel wäre ein Kreuzbandriss aus dem Jahr 2002: Obwohl der Betroffene danach Tennis spielte und 2022 sogar den Kilimandscharo bestieg und seit 2003 nicht mehr in Behandlung war, könnte eine geringfügige Bewegungseinschränkung oder eine degenerative Veränderung eine Angabepflicht impliziert haben. Die Formulierung „Folgen aufgrund von Krankheiten“ war ebenfalls vage. Glücklicherweise gehört diese Frage seit dem Herbstupdate 2024 der Vergangenheit an – eine mutige und kundenorientierte Entscheidung der Canada Life.

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Stationäre Aufenthalte: Klare Definition und kürzere Abfrage

Eine weitere deutliche Verbesserung betrifft die Frage nach stationären Aufenthalten.

„Haben stationäre Aufenthalte (Krankenhaus, Operation, Rehabilitation, Kur, Entzugsklinik (Alkohol, Drogen), psychosomatische Klinik) stattgefunden oder wurden Ihnen solche aktuell angeraten?“

Das Wort „stationär“ impliziert klar eine Übernachtung. Bis Oktober 2024 fehlte dieser präzise Begriff, was zu Missverständnissen führen konnte. Nun ist die Formulierung sehr klar. Darüber hinaus wurde der Abfragezeitraum von zehn auf fünf Jahre verkürzt. Dieser Trend ist auch bei anderen Versicherern erkennbar, wie beispielsweise bei der Baloise mit ihrem Gesundheitsfragen-Update 2023 und der Hannoverschen Anfang 2024, die ebenfalls den Fünf-Jahres-Abfragezeitraum für stationäre Aufenthalte eingeführt haben. Wer plant, eine lebensversicherung verkaufen test stiftung warentest in Betracht zu ziehen, sollte auch hier die Details der Gesundheitsfragen genau prüfen.

Keine Frage nach abgelehnten Anträgen mehr

Ein bemerkenswerter Schritt der Canada Life war die Streichung der Antragsfrage nach abgelehnten oder nur mit Erschwernis angenommenen Anträgen mit dem Update im Mai 2025. Bis dahin lautete die Frage:

„Wurden in den letzten 5 Jahren für Ihre Person Anträge auf Lebens-, Dread-Disease-, Grundfähigkeits-, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherungen von anderen Versicherern abgelehnt, zurückgestellt, noch nicht entschieden oder nur zu erschwerten Bedingungen, z.B. Zuschlag, Ausschlussklausel oder verkürzte Dauer, angenommen oder angeboten?“

Diese Frage zwang Antragsteller, auch selbstständig über Vergleichsportale oder direkt bei Versicherern eingereichte Anträge zu melden, die möglicherweise zu einem Risikozuschlag oder einer Ausschlussklausel geführt hatten. Ähnlich wie bei einer Kreditablehnung kann dies bei einem neuen Versicherer zu genauerer Prüfung führen. Das Entfallen dieser Frage ist ein deutlicher Gewinn an Kundenfreundlichkeit und zeigt, dass die Canada Life aktiv auf Verbesserungsvorschläge reagiert. Auch Informationen über policen direkt stiftung warentest können in diesem Kontext hilfreich sein, um einen umfassenden Überblick über den Versicherungsmarkt zu erhalten.

Besondere Aspekte: Hobbys, Auslandsaufenthalte und Rauchverhalten

Rauchverhalten und Beitragsunterschiede

Wie bei vielen anderen Anbietern gibt es auch bei der Canada Life einen Beitragsunterschied zwischen Nichtrauchern und Rauchern in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Dieser Trend hat sich auch bei dem kanadischen Lebensversicherer etabliert, da das Rauchverhalten einen signifikanten Einfluss auf das Gesundheitsrisiko hat.

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Geplante Auslandsaufenthalte

Geplante Auslandsaufenthalte müssen angegeben werden. Die Fragestellung ist hier recht standardisiert: Alle Aufenthalte in den nächsten zwölf Monaten, die länger als sechs Monate außerhalb der Europäischen Union stattfinden, sind anzugeben. Die Ausklammerung Großbritanniens, trotz der engen historischen Verbindungen, kann dabei leicht verwundern, entspricht aber den aktuellen politischen Gegebenheiten nach dem Brexit. Die Relevanz von Finanzthemen wie kryptowährung market cap im globalen Kontext kann auch aufzeigen, wie wichtig es ist, über finanzielle Sicherheit in verschiedenen Lebenslagen nachzudenken.

Gefährliche Hobbys und Drogenkonsum

Die Frage nach gefährlichen Hobbys oder Freizeitverhalten ist normal und dient der Risikoeinschätzung. Hier gilt wie immer: Lieber etwas zu viel angeben und eine detaillierte Eigenerklärung beifügen, als zu wenig. Die Canada Life sollte über Ihr Freizeitverhalten umfassend informiert werden. Die Abfrage des Drogenkonsums in der BU-Versicherung ist auf fünf Jahre beschränkt und fragt nach Konsum im Zusammenhang mit einem Klinikaufenthalt, nicht nur nach einer Behandlung. Es ist ratsam, auch hier Transparenz zu wahren und alle relevanten Informationen preiszugeben. Wenn es um die Umstrukturierung von Vermögenswerten geht, ist das kapitallebensversicherung verkaufen eine Option, die man im Rahmen einer umfassenden Finanzberatung prüfen sollte.

Fazit: Kundenfreundliche Entwicklungen bei Canada Life

Die Canada Life hat in den letzten Jahren bedeutende Schritte unternommen, um ihre Gesundheitsfragen kundenfreundlicher zu gestalten. Die Verkürzung der Abfragezeiträume für ambulante und psychische Behandlungen sowie stationäre Aufenthalte, die präzisere Formulierung der Fragen und insbesondere die Streichung der Frage nach den „Folgen“ und den abgelehnten Anträgen sind positive Entwicklungen. Diese Maßnahmen zeigen, dass der Versicherer bemüht ist, den Antragsprozess zu vereinfachen und Transparenz zu schaffen, ohne dabei die notwendige Risikoprüfung zu vernachlässigen. Für Interessenten einer Berufsunfähigkeitsversicherung bietet die Canada Life somit eine attraktive Option mit einem modernen und fairen Gesundheitsfragenkatalog. Es lohnt sich jedoch immer, eine individuelle Beratung in Anspruch zu nehmen, um die spezifischen Gegebenheiten der eigenen Gesundheit und des Berufs zu berücksichtigen und die passende Absicherung zu finden.