Polizeieinsatz bei YouTuber-Event: Canbrokes Eistee-Promotion in Dortmund endet mit Absage

Ein Polizeieinsatz bei Hornbach ausgelöst durch eine YouTuber-Promotion

Die Welt der sozialen Medien verschmilzt immer mehr mit dem realen Leben, und Influencer-Events ziehen regelmäßig Massen an. Doch was passiert, wenn die Begeisterung der Fans die Planung überrollt und die öffentliche Sicherheit gefährdet? Ein solcher Vorfall ereignete sich in Dortmund, als eine Eistee-Promotion des bekannten YouTubers „Canbroke“ in einem unerwarteten Polizeieinsatz bei YouTuber-Event in Dortmund mündete und für Aufsehen sorgte. Die geplante Vorstellung des neuen Getränks auf einem Baumarkt-Parkplatz entwickelte sich schnell zu einem unkontrollierbaren Menschenauflauf, der die Behörden zum Handeln zwang.

Ein Promotion-Event außer Kontrolle: Der Eistee-Launch von Canbroke in Dortmund

Am Samstagnachmittag, dem 26. Juni 2021, sollte der Parkplatz des Hornbach-Zentrums an der Mallinckrodtstraße in Dortmund Schauplatz einer spannenden Promotionstour werden. YouTuber „Canbroke“ hatte über seinen Instagram-Kanal und andere soziale Medien zu einer Veranstaltung eingeladen, um seinen neuen Eistee vorzustellen. Die Erwartungen waren hoch, die Vorfreude unter seinen zumeist jungen Fans immens. Doch die Mobilisierungskraft der sozialen Medien wurde unterschätzt.

Innerhalb kürzester Zeit versammelten sich Hunderte, wenn nicht sogar über tausend Jugendliche und junge Erwachsene rund um das Baumarkt-Zentrum. Die Polizei sprach später von einer Personengruppe im niedrigen vierstelligen Bereich. Die schiere Menge der Menschen, die dem Ruf des YouTubers gefolgt war, führte zu einer chaotischen Situation, die weder geordnet noch sicher war. Die Veranstaltung war nicht als öffentliche Versammlung angemeldet, und die Organisatoren waren auf einen solchen Ansturm offensichtlich nicht vorbereitet. Dies schuf eine unübersichtliche Lage, in der die Einhaltung von Sicherheitsstandards und, besonders relevant in der damaligen Zeit, des Infektionsschutzes nicht mehr gewährleistet werden konnte.

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Ein Polizeieinsatz bei Hornbach ausgelöst durch eine YouTuber-PromotionEin Polizeieinsatz bei Hornbach ausgelöst durch eine YouTuber-Promotion

Großaufgebot der Polizei und die Folgen der Absage

Angesichts der rasant wachsenden Menschenmenge und der offensichtlichen Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit sah sich die Polizei gezwungen, einzugreifen. Die Veranstaltung wurde offiziell untersagt. Ein geordneter Ablauf war nicht mehr denkbar, und die damals geltenden Vorschriften zum Infektionsschutz konnten inmitten der dicht gedrängten Menschen nicht eingehalten werden. Diese Entscheidung war unumgänglich, um eine weitere Eskalation oder potenzielle Gesundheitsrisiken zu verhindern.

Die Nachricht von der Absage führte dazu, dass viele Jugendliche den Heimweg antraten. Dennoch verharrten weiterhin Hunderte im Bereich der Kreuzung Mallinckrodtstraße/Brunnenstraße. Ein herbeigerufenes Großaufgebot der Einsatzhundertschaft musste die verbliebenen Personen bitten, die Örtlichkeit zu verlassen. Die meisten der Jugendlichen folgten den Anweisungen der Beamten, zeigten sich aber sichtlich erstaunt über das enorme Polizeiaufgebot, das zur Bewältigung der Lage notwendig war. Obwohl es zu keinen Straftaten kam, musste die Polizei aufgrund der massiven Verkehrsstörungen mehrere Straßen vorübergehend sperren, um die Sicherheit des fließenden Verkehrs und der Fußgänger zu gewährleisten. Zusätzlich kreiste über eine Stunde lang ein Polizeihubschrauber über dem Geschehen, um einen besseren Überblick über die Situation zu erhalten und gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu koordinieren.

Junge Menschen jubeln YouTuber Canbroke vor einem Supermarkt zuJunge Menschen jubeln YouTuber Canbroke vor einem Supermarkt zu

Canbrokes Reaktion und die Medienschelte

Auf seinem Instagram-Kanal kommentierte „Canbroke“ das Geschehen mit den Worten: „Dortmund verzeiht uns, wir mussten leider abbrechen.“ Diese Aussage, begleitet von einem Video, das die Jubelrufe der jungen Fans vor einer Polizeikette zeigte, verdeutlichte das Bedauern des YouTubers über den Abbruch. Gleichzeitig nutzte er seine Plattform, um die Darstellung der Ereignisse in der Presse zu kritisieren.

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Canbroke scheint den Vorfall mit einer Prise Humor zu nehmen, wie ein späteres Video zeigt, in dem er scherzhaft erklärt, er sei lediglich im Hornbach gewesen, um einen neuen Rasenmäher zu kaufen. Dieses Ereignis unterstreicht die enorme Reichweite und den Einfluss von Social-Media-Persönlichkeiten, aber auch die Herausforderungen, die mit der Organisation und Durchführung von physischen Events einhergehen. Es zeigt auf, wie schnell eine gut gemeinte Promotion in einem logistischen und sicherheitstechnischen Albtraum enden kann, wenn die Dimension des Fan-Ansturms unterschätzt wird. Die kurzfristige Anfrage der Nordstadtblogger bezüglich einer Stellungnahme blieb seitens Canbroke unbeantwortet, was Raum für Spekulationen über seine genaue Sichtweise lässt.

Polizei sperrt Straßen aufgrund von Verkehrsstörungen bei dem EventPolizei sperrt Straßen aufgrund von Verkehrsstörungen bei dem Event

Fazit: Lehren aus dem Dortmunder Eistee-Event

Der Polizeieinsatz bei YouTuber-Event in Dortmund rund um die Eistee-Promotion von Canbroke ist ein prägnantes Beispiel dafür, wie spontane Versammlungen im digitalen Zeitalter unvorhergesehene Ausmaße annehmen können. Er verdeutlicht die Notwendigkeit einer sorgfältigen Planung und Koordination, insbesondere wenn Veranstaltungen von Influencern beworben werden, deren Fanbasis Tausende von Menschen umfassen kann. Für Organisatoren und Influencer gleichermaßen gilt es, die potenziellen Auswirkungen ihrer Aktionen auf die öffentliche Ordnung und Sicherheit realistisch einzuschätzen und proaktiv mit den lokalen Behörden zusammenzuarbeiten. Nur so können ähnliche Situationen in Zukunft vermieden und die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet werden. Dieses Ereignis dient als wichtige Erinnerung daran, dass der virtuelle Einfluss reale Konsequenzen haben kann, die weitreichende Maßnahmen erfordern.