Die UEFA Champions League, einst als Europapokal der Landesmeister ins Leben gerufen, repräsentiert den Gipfel des europäischen Vereinsfußballs. Jedes Jahr kämpfen die besten Klubs des Kontinents um diesen prestigeträchtigen Titel, der nicht nur sportlichen Ruhm, sondern auch immense kommerzielle Bedeutung mit sich bringt. Dieser Artikel beleuchtet die Entwicklung des Turniers, die Übertragungsrechte in den USA und wirft einen Blick auf historische Momente und stilistische Prägungen, die das heutige Gesicht des Wettbewerbs geformt haben. Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Champions League und erfahren Sie, wie der Weg zur europäischen Fußballkrone aussieht.
Übertragungsrechte in den USA: Wo kann man die Champions League sehen?
Für Fußballfans in den Vereinigten Staaten sind die Übertragungsrechte der UEFA Champions League klar geregelt. Bis zum Ende der Saison 2029/30 besitzt CBS Sports die exklusiven englischsprachigen Übertragungsrechte für alle Spiele des Turniers, einschließlich der Europa League und des europäischen Supercups. Dies umfasst die gesamte Spielzeit, von der Gruppenphase bis zum Finale.
Für spanischsprachige Übertragungen hat Univision Deportes (TUDN) die Rechte bis zum Ende der Saison 2026/27 erworben.
Streaming auf Paramount+: Die erste Wahl für US-Zuschauer
Der Großteil der Champions-League-Spiele wird in den USA exklusiv über den Streamingdienst Paramount+ übertragen. Dies ist die beste Option für Fans, die jedes einzelne Spiel verfolgen möchten, da nur eine begrenzte Anzahl von Partien auf den linearen Sendern CBS und CBS Sports Network ausgestrahlt wird. Paramount+ bietet in der Regel eine kostenlose Testphase an, was eine gute Möglichkeit ist, den Dienst auszuprobieren. Als Alternative können spanischsprachige Zuschauer die Spiele auf Univision/TUDN verfolgen, wo eine beträchtliche Anzahl von Begegnungen auch im Fernsehen zu sehen ist.
Der neue Modus der Champions League: Mehr Spiele, mehr Spannung
Die UEFA Champions League hat für die Saison 2024/25 ein neues Format eingeführt, das die Struktur des Wettbewerbs optimiert und die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften erhöht. Ziel ist es, den Fans über eine längere Dauer des Turniers hinweg spannendere und bedeutsamere Spiele zu bieten.
Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:
- Erweiterte Liga-Phase: Anstelle der bisherigen Gruppenphase gibt es nun eine einzige Liga-Phase mit 36 teilnehmenden Teams, eine Steigerung von zuvor 32.
- Anzahl der Spiele: Jede Mannschaft bestreitet acht Spiele gegen acht verschiedene Gegner – vier Heim- und vier Auswärtsspiele. Zuvor waren es sechs Spiele gegen drei Gegner.
- Qualifikation für die K.o.-Runde:
- Die acht bestplatzierten Teams der Liga-Phase qualifizieren sich automatisch für das Achtelfinale.
- Teams auf den Plätzen 9 bis 24 treten in einer K.o.-Runde (Playoffs) um die verbleibenden Plätze im Achtelfinale an.
- Teams, die auf den Plätzen 25 oder darunter landen, scheiden aus den europäischen Wettbewerben für die laufende Saison aus.
- Zeitplan: Die Spiele der Liga-Phase sind über zehn Wochen gestreckt, was einen strafferen und zuschauerfreundlicheren Spielplan ermöglicht.
Eine Reise durch die Geschichte der Champions League
Die Wurzeln des heutigen prestigeträchtigen Wettbewerbs reichen bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurück. Schon 1930 gab es mit dem “Coupe des Nations” einen ersten Versuch, einen europäischen Klubwettbewerb zu etablieren, der jedoch an Finanzierungsproblemen scheiterte. Die eigentliche Geburtsstunde des europäischen Spitzenfußballs schlug jedoch erst Jahrzehnte später.
Von der “Coupe des Nations” zum Europapokal der Landesmeister
Die Idee eines kontinentalen Klubwettbewerbs gewann erst allmählich an Fahrt. Inspiriert vom südamerikanischen “Campeonato Sudamericano de Campeones” von 1948, den Jacques Ferran und Gabriel Hanot, Journalisten der französischen Sportzeitung L’Équipe, als Vorbild für ein europäisches Pendant sahen, wurde 1955 der erste Europapokal der Landesmeister ausgetragen. Das Ziel war klar: Europas beste Klubs sollten sich messen und den Kontinentalsieger ermitteln. Real Madrid, angeführt von Legenden wie Alfredo Di Stefano und Ferenc Puskas, dominierte die Anfangsjahre und gewann die ersten fünf Ausgaben des Wettbewerbs (1956-1960).
Die Umbenennung in “UEFA Champions League”
Ein entscheidender Wendepunkt war die Umbenennung und die Einführung der Gruppenphase im Jahr 1992. Dieses neue Format erhöhte die Wettbewerbsintensität und gab mehr Vereinen aus ganz Europa die Chance, teilzunehmen. Die Champions League entwickelte sich zu einem weltweiten Phänomen und zog erhebliche kommerzielle Investitionen nach sich, was zu lukrativen Sponsoring- und Medienverträgen führte.
Der moderne Wettbewerb: Spektakel, Stil und Dynastien
Im 21. Jahrhundert hat sich die Champions League zu einer globalen Marke entwickelt, die für legendäre Momente und aufkommende Fußballstile steht. Spiele wie das denkwürdige Finale 2005 zwischen dem FC Liverpool und dem AC Mailand oder das dramatische Finale 1999, in dem Manchester United in letzter Minute gegen Bayern München triumphierte, sind tief im kollektiven Gedächtnis der Fußballfans verankert.
Taktische Vielfalt und aufstrebende Dynastien
Die Champions League diente stets als Bühne für die Entwicklung taktischer Ansätze. In den 1990er Jahren dominierten italienische Mannschaften mit einer starken Defensivarbeit, während in den 2000er Jahren der FC Barcelona mit seinem “Tiki-Taka”-Spielstil beeindruckte. Die Ära der “Galacticos” bei Real Madrid unterstreicht die Anziehungskraft des Wettbewerbs für Superstars aus aller Welt.
Auch die Entstehung von Fußball-Dynastien prägt die moderne Geschichte. Teams wie Real Madrid, Barcelona, Bayern München und Manchester City haben den Wettbewerb über Jahre hinweg dominiert. Das Erreichen des “Triples” – dem Gewinn der heimischen Meisterschaft, des nationalen Pokals und der Champions League in derselben Saison – wurde zum ultimativen Beweis für die Vormachtstellung eines Klubs. Manchester City gelang dieses Kunststück in der Saison 2022/23, während Paris Saint-Germain dies in der Saison 2024/2025 wiederholte. Diese Erfolge zeugen von der außergewöhnlichen Qualität und Beständigkeit der Teams auf höchstem europäischen Niveau.
Manchester United triumphierte 1999 dramatisch im Finale der UEFA Champions League und demonstrierte die Unberechenbarkeit dieses Wettbewerbs.
