Wenn Sie sich mit dem Thema der Direktversicherung als betriebliche Altersvorsorge (bAV) auseinandersetzen, werden Sie schnell feststellen, wie unübersichtlich der Markt sein kann. Zahlreiche Versicherungsanbieter werben mit ihren Produkten und präsentieren sich oft als die scheinbar „beste Option“. Hinzu kommen zahlreiche Faktoren wie Abschlusskosten, Verwaltungskosten, Garantien, Rentenfaktoren und die Auswahl an ETFs. All diese Aspekte entscheiden letztlich darüber, wie viel Rente Ihnen im Ruhestand tatsächlich zur Verfügung steht.
Da die Wahl einer Direktversicherung eine langfristige und finanziell weitreichende Entscheidung ist, stellt sich vielen die Frage: „Welche Versicherung und welcher Tarif bietet die beste Direktversicherung für mich an?“ Eine pauschale Antwort gibt es, wie so oft bei Versicherungsthemen, auch hier nicht. Dennoch möchten wir Ihnen in diesem Beitrag eine klare Herangehensweise aufzeigen und ein Praxisbeispiel aus unserer Beratung näherbringen. Im Fokus steht dabei der Tarif Continentale Rente Invest Direktversicherung RI-A0B0, den wir anhand verschiedener Kriterien umfassend bewerten:
- Die Kostenstruktur und die Unterschiede zu klassischen Provisionstarifen
- Die Bedeutung des garantierten Rentenfaktors für Ihre Altersrente
- Die Auswahl an ETFs und Anlagestrategien innerhalb der Police
- Die Relevanz für Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF) und Arbeitnehmer
Unsere Zielgruppe sind Gesellschafter-Geschäftsführer, die über ihr Unternehmen eigenständig ihre Altersvorsorge in Form einer Direktversicherung aufbauen möchten. Gerade für sie bietet dieser Tarif besonders viele Gestaltungsmöglichkeiten. Aber auch als Arbeitnehmer profitieren Sie von diesem Artikel, vor allem dann, wenn Sie eine kosteneffiziente und renditestarke Lösung für Ihre betriebliche Altersvorsorge suchen.
Hinweis: Auf die allgemeinen steuerlichen Rahmenbedingungen sowie die grundsätzlichen Vor- und Nachteile der Direktversicherung gehen wir in diesem Artikel nicht näher ein. Dies würde den Rahmen des Beitrags sprengen und erfordert eine separate Betrachtung. Falls Sie sich generell mit dem Thema der Kündigung von Versicherungen auseinandersetzen, könnten Sie Informationen zu targobank kreditlebensversicherung kündigen nützlich finden.
1. Die Continentale Direktversicherung und unsere Ausgangssituation
Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass die Continentale im Bereich der Direktversicherung drei unterschiedliche Tarife anbietet, die sich primär in der Handhabung von Garantien und der Art der Kapitalanlage unterscheiden:
- Continentale Rente Classic Pro – Tarif RCP: Eine klassische Rentenversicherung mit 100 % Beitragsgarantie und endfälliger Sicherung.
- Continentale Rente Invest – Tarif RI: Eine fondsgebundene Rentenversicherung ohne Garantie, die volle Marktbeteiligung und eine breite ETF-Auswahl bietet.
- Continentale Rente Invest Garant – Tarif RIG: Eine fondsgebundene Rente mit wählbarem Garantieniveau und gesichertem Rentenfaktor.
Während der klassische Tarif vollständig in sichere Anlageklassen investiert, setzt der Invest-Tarif auf freie Fonds- und ETF-Auswahl ohne Garantien. Der Tarif Invest Garant liegt dazwischen und kombiniert die Fondsanlage mit einem wählbaren Sicherungsniveau.
In diesem Beitrag widmen wir uns ausschließlich der fondsgebundenen Direktversicherung ohne Garantien, also dem Tarif Continentale Rente Invest (RI-A0B0).
Unsere Ausgangssituation:
Vor einigen Wochen haben uns zwei Gesellschafter-Geschäftsführer kontaktiert. Neben dem Abschluss einer Rürup-Rente für GGF suchten sie auch eine Lösung im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge über ihr Unternehmen. Die beiden hatten sich bereits im Vorfeld umfassend mit den unterschiedlichen Formen der Altersvorsorge beschäftigt und wollten gezielt eine Direktversicherung nutzen, die steuerlich über die GmbH abgewickelt werden kann.
Auf das Thema Nettotarife, auch bekannt als Nettopolicen oder Honorartarife, sind sie erstmals über unsere Blog-Beiträge aufmerksam geworden. In unserem ersten Gespräch baten sie um eine Gegenüberstellung zwischen einer klassischen Bruttopolice und einem provisionsfreien Nettotarif.
Die Eckdaten der geplanten Direktversicherung:
- Beide GGF sind 48 Jahre alt.
- Geplante Vertragslaufzeit: 19 Jahre (bis zum 67. Lebensjahr).
- Monatliche Einzahlung: 644 € – dies entspricht dem steuerlich geförderten Höchstbetrag für das Jahr 2025.
- Anlage: Ein breit gestreuter ETF mit laufenden Kosten von circa 0,20 % p.a.
- Im Vordergrund steht die Kapitalauszahlung, eine spätere Verrentung wird jedoch berücksichtigt.
- Sonderzahlungen sind nicht vorgesehen.
2. Die ideale Vertragsform: Brutto- vs. Nettopolice
Da vielen unserer Interessenten/-innen nicht bewusst ist, was eine Nettopolice und eine Bruttopolice voneinander unterscheidet, gehen wir in diesem Abschnitt etwas detaillierter auf diesen wichtigen Punkt ein. Um Missverständnisse zu vermeiden, erläutern wir kurz die Begriffe „Bruttopolice“ und „Nettopolice“ im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Direktversicherung.
2.1 Die Bruttopolice
Bei diesem gängigen Durchführungsweg zahlen Sie die Dienstleistung Ihres Beraters über Ihre monatlichen Beiträge in Form der sogenannten „Abschluss- und Vertriebskosten“. Diese Kosten werden meist über die ersten fünf Jahre monatlich von Ihren Einzahlungen abgezogen. Die Höhe richtet sich nach einem Prozentsatz Ihrer geplanten Gesamtbeiträge über die gesamte Vertragslaufzeit. Zudem weisen Bruttopolicen oftmals deutlich höhere laufende Kosten auf als Nettopolicen. Die Vermittlung in Form von Bruttopolicen ist weit verbreitet, und schätzungsweise 99 % aller Versicherungsverträge werden in dieser Form abgeschlossen.
2.2 Die Nettopolice
Nettopolicen (Honorartarife) haben entweder keine oder deutlich geringere Abschluss- und Vertriebskosten, und die laufenden Kosten sind oftmals erheblich geringer. Sie bezahlen Ihren Berater direkt, entweder nach Stundenaufwand, über feste Kosten oder als prozentuale Abschlussvergütung. Nettopolicen sind deutlich weniger verbreitet, können für Sie als Verbraucher/-in jedoch einen erheblichen finanziellen Vorteil bieten, wie unsere folgenden Beispiele zeigen werden. Auch unabhängige Institutionen wie Stiftung Finanztest oder Finanztipp plädieren zu dieser Form des Durchführungswegs. Längst nicht jede Versicherung bietet sowohl Nettopolicen als auch Bruttopolicen an. Bei der Continentale Versicherung ist dies anders. Die Continentale bietet im Bereich der Basisrente und Direktversicherung sowohl Bruttopolicen als auch Nettopolicen an.
3. Kostenstruktur des Nettotarifs RI-A0B0
In diesem Abschnitt widmen wir uns konkret unserem Fall der beiden Gesellschafter-Geschäftsführer, die über ihre GmbH eine Direktversicherung abschließen wollten und sich nach intensiver Beratung bewusst für den Nettotarif der Continentale entschieden haben. Die Kostenstruktur spielt dabei eine zentrale Rolle, denn über 19 Jahre Laufzeit machen selbst kleine Unterschiede einen spürbaren Effekt aus.
Zur Erinnerung die wichtigsten Eckdaten:
- Beide GGF sind 48 Jahre alt.
- Vertragslaufzeit: 19 Jahre, also bis zum 67. Lebensjahr.
- Monatlicher Beitrag: 644 € – der volle steuerlich geförderte Höchstbeitrag (2025).
- Anlage: Ein breit gestreuter ETF mit ca. 0,20 % laufenden Fondskosten.
- Der Fokus liegt auf der Kapitalauszahlung, eine Verrentung wird mitgedacht.
- Keine Sonderzahlungen sind geplant.
3.1 Abschlusskosten
Die Continentale erhebt im Nettotarif eine kleine Abschlusskostenpauschale von 0,60 % der Beitragssumme. Konkret sind das 14,69 € monatlich über fünf Jahre, also insgesamt 880,99 €. Im Unterschied zur Bruttopolice fließen diese Kosten nicht an den Vermittler oder Berater, sondern verbleiben vollständig beim Versicherer. Innerhalb der Nettotarife ist dieses Modell eher die Ausnahme. Viele Anbieter verzichten zwar auf Abschlusskosten, gleichen das aber mit anderen Kostenpositionen wieder aus. Die Continentale geht hier einen klaren, nachvollziehbaren Weg.
3.2 Laufende Verwaltungskosten
Im ersten Vertragsjahr liegen die Verwaltungskosten bei 346,69 € pro Jahr. Bis zum letzten Ansparjahr sinken sie auf 276,59 € jährlich. Die Reduktion erfolgt in gleichmäßigen Schritten über die Laufzeit. Entscheidend ist: Die Verwaltungskosten werden als fester Eurobetrag erhoben, nicht prozentual vom Vertragsguthaben. Dies ist im Marktvergleich eher selten und positiv zu bewerten, da es bei steigendem Vertragsguthaben prozentual immer weniger ins Gewicht fällt.
3.3 Fondskosten (TER)
Die Fondskosten richten sich nach Ihrer individuellen ETF-Auswahl. In unserem Fall liegt der Fokus auf einem breit gestreuten ETF, zum Beispiel dem iShares Core MSCI World, mit einer Kostenquote von 0,20 % p.a. Diese Gebühr ist bereits in der Wertentwicklung des Fonds enthalten. Innerhalb der Police entstehen keine Ausgabeaufschläge oder Wechselkosten, was Ihnen zusätzliche Flexibilität bei der Gestaltung Ihrer Anlagestrategie gibt.
3.4 Effektivkosten gesamt
Wenn man alle Kostenkomponenten zusammenrechnet – also Abschlusskosten, Verwaltungskosten und Fondskosten – ergibt sich in unserem Fall eine Effektivkostenquote von rund 0,69 % pro Jahr. Dieser Wert ist für einen langfristig investierten Altersvorsorgevertrag im Nettotarif ausgesprochen gut und unterstreicht die Kosteneffizienz des Tarifs RI-A0B0.
3.5 Fazit zur Kostenstruktur
Die Continentale gehört zu den wenigen Versicherern, die auch im Nettotarif eine geringe Abschlusskostenpauschale berechnen. Dafür erhalten Sie eine sehr transparente und dauerhaft effiziente Kostenstruktur, ohne laufende Abzüge vom Vertragsvermögen und mit voller Investitionsquote in ETFs. Gerade bei höheren monatlichen Beiträgen und langen Laufzeiten wie in unserem Kundenfall ist das ein entscheidender Vorteil. Wer sich für eine kosteneffiziente Direktversicherung mit ETF-Ausrichtung interessiert, trifft mit dem Tarif RI-A0B0 eine sehr solide Wahl.
Wenn Sie sich für eine unabhängige Beratung auf Honorarbasis interessieren und den Tarif der Continentale in die engere Auswahl nehmen, dann melden Sie sich gerne über unser Kontaktformular für ein kostenfreies Erstgespräch bei uns.
4. Prognostiziertes Endkapital in unserem Kundenfall
Viele Versuche, unterschiedliche Tarife und Versicherungen miteinander zu vergleichen, scheitern bereits an der Darstellung der Anbieter selbst. Der Grund liegt darin, dass die prognostizierten Ablaufleistungen in den Versicherungsangeboten häufig geschönt werden. Mal wird vor oder nach Fondskosten gerechnet, mal mit Überschüssen kalkuliert, die nicht garantiert sind. Dadurch wirkt das Endkapital oft besser, als es realistisch zu erwarten wäre.
Wir arbeiten deshalb mit einer unabhängigen finanzmathematischen Analyse, bei der alle relevanten Kostenpositionen für den konkreten Vertrag hinterlegt werden. Auf dieser Basis erfolgt eine transparente Hochrechnung mit einer konstanten Wertentwicklung. Das sorgt für ein realistisches Bild und ermöglicht einen echten Vergleich.
Im folgenden Schaubild sehen Sie die Auswertung für unseren Kundenfall:
Das Ergebnis in der Übersicht:
- Gesamteinzahlungen: 146.832 €
- Angenommene Wertentwicklung der ETFs: 6 % p.a.
- Effektivkostenquote: 0,689 % pro Jahr
- Vertragsguthaben nach Kosten: 250.385,90 €
Die Effektivkosten beinhalten bereits alle Vertrags- und Fondskosten, also auch die laufenden ETF-Gebühren. Genau deshalb ist dieser Wert so aussagekräftig und bietet eine realistische Grundlage für Ihre Planung.
Dieses Kapital aus der Direktversicherung kann entweder vollständig entnommen oder in eine lebenslange Rente umgewandelt werden. Um die Höhe der späteren Rente bei der Continentale zuverlässig einzuschätzen, sind neben dem prognostizierten Endkapital noch weitere Faktoren entscheidend. Welche das sind und worauf Sie dabei achten sollten, sehen wir uns im folgenden Abschnitt genauer an.
5. Garantierter Rentenfaktor – Bedeutung und Höhe
Ein zentraler Punkt bei der Bewertung einer Direktversicherung ist der garantierte Rentenfaktor. Er gibt an, wie viel monatliche Rente pro 10.000 € Vertragsguthaben lebenslang gezahlt wird. Die Continentale Rente Invest (Tarif RI-A0B0) bietet in unserem Kundenfall einen garantierten Rentenfaktor in Höhe von 28,49 € je 10.000 € Vertragsvermögen.
Continentale Rente Invest Direktversicherung RI-A0B0 Rentenfaktor
Das ist ein im Marktvergleich überdurchschnittlich hoher Wert. Wir greifen an dieser Stelle noch einmal unseren Kundenfall auf. Beide GGF sind 48 Jahre alt, zahlen jeweils 644 € monatlich ein und investieren ausschließlich in kostengünstige ETFs. Die geplante Laufzeit beträgt 19 Jahre.
Auf Basis der finanzmathematischen Prognose ergibt sich ein Vertragsguthaben von 250.385,90 €. Um die garantierte Monatsrente zu berechnen, nutzen wir die Formel:
(Vertragsguthaben / 10.000) * Rentenfaktor = garantierte Monatsrente
Das ergibt in unserem Beispiel:
(250.385,90 € / 10.000) * 28,49 € = 713,63 € lebenslange monatliche Rente
Wichtig ist dabei Folgendes: Der hier dargestellte Rentenfaktor gilt speziell für diese Kundenkonstellation unserer Kunden. Die Höhe des garantierten Rentenfaktors fällt grundsätzlich individuell aus. Sie hängt von mehreren Parametern ab, insbesondere von der geplanten Laufzeit, dem Alter bei Vertragsabschluss und dem Abschlussdatum selbst. Eine pauschale Aussage über den Rentenfaktor ist daher nicht möglich. Er muss immer für den Einzelfall berechnet und zugesichert werden.
Positiv hervorzuheben ist zudem, dass der garantierte Rentenfaktor bei der Continentale nicht nur für den heutigen Beitrag gilt. Auch für spätere Dynamiken oder Sonderzahlungen bleibt dieser erhalten. Das sorgt für Planungssicherheit über die gesamte Vertragslaufzeit.
Bei vielen anderen Versicherern ist das nicht der Fall. Dort gilt der garantierte Rentenfaktor oft nur für den ursprünglichen Beitrag. Nachträgliche Erhöhungen erhalten einen für den jeweiligen Zeitpunkt gültigen Rentenfaktor. Das muss nicht zwingend nachteilig sein, sorgt aber bei größeren bAV-Volumina für eine gewisse Planungsunsicherheit, da die spätere Rentenhöhe schwerer kalkulierbar ist.
6. Anlagemöglichkeiten: ETF-Auswahl und Flexibilität
Die Continentale Rente Invest RI-A0B0 bietet bei ihrer Direktversicherung ein solides Maß an Flexibilität, welches sich aus verschiedenen Bausteinen ergibt. Auf einige wichtige Punkte wollen wir in diesem Abschnitt eingehen und Ihnen die Hintergründe kurz erläutern.
6.1 ETF-Auswahl
Die Continentale Versicherung hält eine überdurchschnittlich hohe Auswahl an unterschiedlichen Geldanlagen bereit. Insgesamt können Sie aus 139 verschiedenen Anlageformen auswählen. Diese lassen sich in Aktienfonds (ETFs), Renten- und Geldmarktfonds, vermögensverwaltende Fonds / Mischfonds, eigene Portfolios und Produktfonds einteilen. Die meisten unserer Anfragenden interessieren sich in erster Linie für die kostengünstigen ETFs oder Rentenfonds, um eine breite Risikostreuung zu erzielen.
Bei der Tarifvariante RI-A0B0 der Continentale Versicherung können Sie aus 21 verschiedenen ETFs wählen. Die Auswahl an ETFs ist im Vergleich mit anderen Anbietern eher als durchschnittlich zu bewerten, bietet aber eine solide Basis für gängige Anlagestrategien.
Neben den „Klassikern“ wie dem MSCI World ETF hat man bei der Continentale zudem eine gewisse Auswahl an sogenannten Themen-ETFs wie beispielsweise dem iShares Digitalisation UCITS ETF USD (Acc) (IE00BYZK4883) oder dem iShares Healthcare Innovation UCITS ETF USD (Acc) (IE00BYZK4776) ETF. Dies ermöglicht eine gezielte Investition in zukunftsträchtige Sektoren.
Im Folgenden stellen wir Ihnen die Fondspalette der Continentale einmal zur Verfügung:
Download Continentale Fondspalette/ETF-Auswahl
6.2 Fondsaufteilung und Streuung
Bis zu zehn Fonds/ETFs können gleichzeitig kombiniert und in freier Gewichtung bespart werden. So lässt sich beispielsweise ein Portfolio aus einem globalen Aktien-ETF und einem Schwellenländer-ETF individuell abbilden. Die Auswahl erfolgt komplett flexibel und kann jederzeit angepasst werden, um auf Marktveränderungen oder persönliche Präferenzen zu reagieren.
6.3 Fondswechsel
Ihnen stehen pro Jahr bis zu sechs kostenfreie Umschichtungen zur Verfügung. Das ermöglicht es Ihnen, Ihr Portfolio regelmäßig auf veränderte Marktbedingungen oder persönliche Präferenzen hin auszurichten. Die Umschichtungen erfolgen steuerfrei innerhalb des Versicherungsmantels, was einen erheblichen Vorteil gegenüber Direktinvestitionen darstellt.
6.4 Rebalancing
Ein weiterer Vorteil ist das automatische Rebalancing. Dieses stellt einmal jährlich die ursprünglich gewählte Fondsgewichtung wieder her. Damit bleibt Ihre Strategie auch bei starken Marktbewegungen erhalten und Ihr Risikoprofil wird beibehalten. Das Rebalancing erfolgt für Sie vollständig kostenfrei.
6.5 Startmanagement
Wenn Sie zu Beginn eine größere Einmalzahlung leisten, können Sie auf Wunsch zunächst in risikoärmere Fonds investieren. Über einen Zeitraum von bis zu 36 Monaten erfolgt dann die schrittweise Umschichtung in Ihre gewählten Zielfonds. So lässt sich das Risiko eines ungünstigen Einstiegszeitpunkts reduzieren (Cost-Average-Effekt), indem der Investitionsbetrag über einen längeren Zeitraum verteilt wird.
6.6 Ablaufmanagement
Etwa fünf Jahre vor Rentenbeginn startet das sogenannte Ablaufmanagement. Ziel ist es, Ihr aufgebautes Fondsguthaben vor dem Rentenbeginn zu sichern. Dabei werden schrittweise Teile des Vermögens in schwankungsärmere Fonds umgeschichtet, um mögliche Wertverluste kurz vor der Auszahlungsphase zu minimieren.
Die Continentale hat dies recht anschaulich in der folgenden Abbildung dargestellt.
Continentale Rente Invest Direktversicherung RI-A0B0 fondsgebundener Rentenbezug
Sie können dabei zwischen mehreren Varianten wählen. Unter anderem steht Ihnen der UBS (Lux) Money Market Fund – EUR P acc (LU0006344922) zur Verfügung – ein kostengünstiger Fonds aus dem Bereich der Geldmarktfonds, der für die Sicherungsphase geeignet ist.
Positiv hervorzuheben ist, dass das Ablaufmanagement individuell gestaltet werden kann. Sie werden rechtzeitig vor Beginn informiert und können Ihre bevorzugte Strategie auswählen oder das Ablaufmanagement komplett deaktivieren. Alternativ können Sie das Kapital auch eigenständig in den letzten Vertragsjahren umschichten und Ihre persönliche Strategie manuell steuern. So bleiben Sie in der Endphase Ihres Vertrags vollständig flexibel und haben die volle Kontrolle über Ihr angespartes Kapital. Auch hierbei stehen wir Ihnen gerne unterstützend zur Seite.
7. Direktversicherung ohne Garantie – Unser Beispiel mit GGF, aber auch für Angestellte interessant
In unseren Beratungen haben wir uns auf die Direktversicherung für Gesellschafter-Geschäftsführer spezialisiert. Der Grund ist einfach: GGF haben bei der Gestaltung ihrer betrieblichen Altersvorsorge deutlich mehr Spielraum als klassische Arbeitnehmer. Genau diesen Vorteil haben wir im folgenden Beispiel genutzt, mit einem Vertrag, der vollständig ohne Beitragsgarantie auskommt und das gesamte Kapital in ETFs investiert.
Auch wenn unser Beispiel auf Gesellschafter-Geschäftsführer ausgerichtet ist, lohnt sich der Tarif der Continentale grundsätzlich auch für Arbeitnehmer. Zwar sind bei Arbeitnehmern in der Regel Beitragsgarantien zwischen 60 und 80 Prozent vorgeschrieben. Das bedeutet, dass ein Teil des Kapitals konservativ im sogenannten Deckungsstock der Versicherung investiert werden muss. Dennoch bleibt genug Spielraum, um ETFs sinnvoll einzubinden und eine renditestarke Altersvorsorge aufzubauen. Besonders im Nettotarif überzeugt die Continentale durch eine transparente und niedrige Kostenstruktur.
7.1 Warum ein Garantieverzicht für GGF funktioniert
Als Gesellschafter-Geschäftsführer vereinen Sie zwei Rollen in einer Person. Sie sind gleichzeitig Arbeitgeber und Arbeitnehmer Ihrer GmbH. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, Verträge direkt zwischen Ihnen und Ihrer eigenen Firma zu schließen. Genau das verschafft Ihnen eine besondere Gestaltungsfreiheit. Sie können die Höhe der Garantie flexibel festlegen oder ganz darauf verzichten, was bei klassischen Arbeitnehmerverträgen so nicht möglich ist.
7.2 Beitragsgarantie klingt gut, ist aber oft teuer erkauft
Eine Garantie klingt zunächst beruhigend und vermittelt Sicherheit. Doch um eine Garantie abzusichern, muss die Versicherung Ihr Kapital konservativ anlegen. Das bedeutet in der Praxis, dass ein großer Teil Ihres Geldes in Anlagen mit niedriger Rendite fließt – zum Beispiel in Anleihen oder andere festverzinsliche Wertpapiere. Damit stehen deutlich weniger Mittel für wachstumsstärkere Investments wie ETFs zur Verfügung, was die langfristigen Renditechancen schmälert.
Bei vielen Versicherern liegt die garantierte Beitragshöhe bei 60 bis 80 Prozent. Auch als GGF sind Sie bei Standardtarifen oft in diese Garantiekonstrukte eingebunden – obwohl Sie rechtlich gar nicht müssten. Das schmälert Ihr späteres Vertragsguthaben und senkt Ihre Rentenerwartung deutlich, da ein erheblicher Teil des Kapitals nicht am vollen Marktpotenzial teilhaben kann.
7.3 Was eine ETF Direktversicherung ohne Garantie verändert
Einige wenige Versicherer ermöglichen Ihnen als GGF eine Direktversicherung ohne Beitragsgarantie. Ihre GmbH zahlt dabei monatlich Beiträge, die zu 100 Prozent in ETFs investiert werden. Es gibt keine Umleitung in den Deckungsstock und keine stillen Sicherheitspuffer. Ihr Kapital arbeitet also vollständig für Ihre Altersvorsorge und profitiert vollumfänglich von den Chancen der Kapitalmärkte.
Langfristig ist das ein echter Vorteil. Der Verzicht auf Garantien sorgt für ein deutlich höheres Endkapital und in der Folge auch für eine spürbar höhere Rente. Gerade bei langen Laufzeiten entfaltet sich dieser Effekt besonders stark, da der Zinseszins-Effekt optimal genutzt werden kann.
7.4 Ein kurzer Rückblick auf unseren Kundenfall
Unsere beiden Gesellschafter-Geschäftsführer zahlen jeweils 644 € monatlich in eine ETF-basierte Direktversicherung der Continentale ein. Es gibt keine Beitragsgarantien und somit auch keine Verpflichtung für die Versicherung, einen Teil der Beiträge konservativ und vermeintlich sicher im Deckungsstock anzulegen. Stattdessen fließt das Kapital vollständig in renditestarke ETFs. Das schafft langfristig bessere Ertragschancen und erhöht die Rentenprognose deutlich.
Da noch ein langer Anlagezeitraum vor ihnen liegt und die monatlichen Beiträge regelmäßig erfolgen, können kurzfristige Marktschwankungen gut ausgeglichen werden. Zudem profitieren sie vom Cost-Average-Effekt, da sie regelmäßig zu unterschiedlichen Kursen investieren.
8. Fazit
Der Nettotarif RI-A0B0 der Continentale bietet eine schlanke Kostenstruktur und verzichtet bei entsprechender Gestaltung auf die üblichen Beitragsgarantien. Besonders überzeugend ist die Kombination aus hoher Flexibilität, einem überdurchschnittlich hohen garantierten Rentenfaktor und der Möglichkeit, diesen auch für künftige Beitragserhöhungen durch eine separate Urkunde abzusichern.
Als Gesellschafter-Geschäftsführer müssen Sie hier keine pauschale Garantiezusage zwischen 60 und 80 Prozent in Kauf nehmen, wie sie bei klassischen Tarifen
