COVID-19 Impfempfehlungen: Aktuelle STIKO-Richtlinien für die Saison 2025/2026

In einer sich ständig entwickelnden Landschaft von Gesundheitsherausforderungen bleibt die COVID-19-Pandemie ein wichtiges Thema, insbesondere für vulnerable Bevölkerungsgruppen. Um den Schutz der Bevölkerung bestmöglich zu gewährleisten, aktualisiert die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut regelmäßig ihre Empfehlungen zur COVID-19-Impfung. Für die Saison 2025/2026 rät die STIKO erneut zu einer jährlichen Auffrischimpfung im Herbst, die auf spezifische Risikogruppen zugeschnitten ist. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen effektiv zu reduzieren. Es ist entscheidend, sich über die neuesten Richtlinien zu informieren und individuelle Gesundheitsfragen mit einem Arzt zu besprechen. Allgemeine Gesundheitsaspekte rund um Impfungen können ebenfalls eine Rolle spielen, beispielsweise wie der Körper auf eine Impfung reagiert und welche Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden sollten, wie die Frage zu corona impfung alkohol beleuchtet.

Warum eine jährliche Auffrischimpfung wichtig ist

Das Coronavirus SARS-CoV-2 unterliegt einer kontinuierlichen Evolution, wodurch immer wieder neue Virusvarianten entstehen können. Gleichzeitig lässt der durch eine Impfung oder eine durchgemachte Infektion erworbene Immunschutz mit der Zeit nach. Eine regelmäßige Auffrischimpfung ist daher unerlässlich, um den Schutz vor schweren COVID-19-Verläufen aufrechtzuerhalten und die individuelle Immunität an die zirkulierenden Virusvarianten anzupassen. Die STIKO bewertet fortlaufend die epidemiologische Lage und die Wirksamkeit der verfügbaren Impfstoffe, um eine fundierte Basis für ihre Empfehlungen zu schaffen.

Wer sollte sich impfen lassen? Die STIKO-Zielgruppen im Detail

Die STIKO fokussiert ihre Empfehlung für die jährliche COVID-19-Auffrischimpfung im Herbst auf Personen mit einem erhöhten Risiko. Dieses Risiko wird entweder durch eine höhere Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs oder durch ein erhöhtes Expositionsrisiko am Arbeitsplatz definiert.

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Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf

Zu dieser Gruppe gehören insbesondere:

  • Alle Personen ab 60 Jahren: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für schwere COVID-19-Verläufe, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle. Eine Auffrischimpfung bietet hier einen wichtigen Schutz.
  • Personen ab 6 Monaten mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung: Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit bestimmten Vorerkrankungen haben ein deutlich höheres Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken. Hierzu zählen chronische Erkrankungen der Atmungsorgane, des Herz-Kreislauf-Systems, der Leber und Nieren sowie Diabetes mellitus und andere Stoffwechselerkrankungen. Auch Adipositas gilt als relevanter Risikofaktor, weshalb ein ausgewogener 10 kg abnehmen ernährungsplan bei bestehendem Übergewicht zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge beitragen kann.
  • Bewohnende von Einrichtungen der Pflege sowie Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe: In diesen Einrichtungen leben oft mehrere vulnerable Personen eng zusammen, was das Infektions- und Ausbruchsrisiko erhöht.

Berufsbedingtes Expositionsrisiko

  • Personal in Gesundheitseinrichtungen mit direktem PatientInnen- oder BewohnerInnenkontakt: Mitarbeiter in Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen sind einem erhöhten Expositionsrisiko ausgesetzt. Eine Impfung schützt nicht nur sie selbst, sondern trägt auch dazu bei, die Übertragung auf vulnerable Patientinnen und Patienten zu minimieren und die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems zu sichern.

Individuelle Impfentscheidung und ärztliche Beratung

Obwohl die STIKO klare Empfehlungen ausspricht, bleibt die Impfentscheidung eine persönliche Abwägung, die immer in Absprache mit einem Arzt erfolgen sollte. Im Rahmen einer ärztlichen Beratung können individuelle Risikofaktoren für einen schweren Krankheitsverlauf sowie der potenzielle Nutzen der Impfung gegenüber möglichen Nebenwirkungen besprochen werden. Dies gewährleistet eine informierte Entscheidung, die auf der persönlichen Gesundheitssituation basiert.

Ausnahmen von der Auffrischimpfung

Nicht alle Personen der genannten Risikogruppen benötigen zwingend eine jährliche Auffrischimpfung. Personen, die immungesund sind und sich im Laufe des Jahres bereits mit SARS-CoV-2 infiziert haben, können unter Umständen auf die zusätzliche Auffrischimpfung verzichten. Eine durchgemachte Infektion kann einen natürlichen Immunschutz bieten, der – in Kombination mit einem gesunden Immunsystem – vorübergehend ausreichend sein kann. Auch hier ist eine ärztliche Einschätzung ratsam.

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Empfohlene Impfstoffe für die Saison 2025/2026

Für die Auffrischimpfung empfiehlt die STIKO alle zugelassenen mRNA- und Protein-basierten Impfstoffe, die eine von der WHO empfohlene Variantenanpassung aufweisen. Die Anpassung der Impfstoffe an die aktuell zirkulierenden Virusvarianten ist entscheidend, um eine maximale Wirksamkeit zu erzielen. Es ist wichtig, sich vor der Impfung über die Verfügbarkeit der empfohlenen Impfstoffe zu informieren und sich von medizinischem Fachpersonal beraten zu lassen. Generell ist ein starkes Immunsystem wichtig, um mit Viruserkrankungen umzugehen; manchmal können einfache Maßnahmen helfen, die Gesundheit zu unterstützen, etwa wie bei hausmittel gegen durchfall beschrieben wird.

Besondere Hinweise: Spikevax bei bestimmten Personengruppen

Bei der Wahl des Impfstoffs gibt es spezifische Einschränkungen. Für Personen im Alter von 12 bis unter 30 Jahren sowie für Schwangere soll der Impfstoff Spikevax (Moderna) nicht eingesetzt werden. Diese Empfehlung basiert auf einem erhöhten, wenn auch sehr seltenen, Risiko für Myokarditis (Herzmuskelentzündung) und Perikarditis (Herzbeutelentzündung), das insbesondere in diesen Altersgruppen und bei Schwangeren nach der Gabe von Spikevax beobachtet wurde. Alternativ stehen andere geeignete Impfstoffe zur Verfügung, die für diese Gruppen als sicherer gelten.

Detaillierte Liste der Grunderkrankungen und ihre Bedeutung

Die umfassende Liste der Grunderkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf mit sich bringen, umfasst ein breites Spektrum chronischer Leiden:

  • Chronische Erkrankungen der Atmungsorgane: Dazu gehören beispielsweise chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) oder Asthma. Diese Erkrankungen beeinträchtigen die Lungenfunktion und können bei einer COVID-19-Infektion zu schweren Atemwegssymptomen führen.
  • Chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen: Diese Organerkrankungen schwächen den Körper insgesamt und können die Fähigkeit beeinträchtigen, auf Infektionen effektiv zu reagieren.
  • Diabetes mellitus und andere Stoffwechselerkrankungen: Ein schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel oder andere Stoffwechselstörungen können das Immunsystem schwächen und das Risiko für Komplikationen erhöhen.
  • Adipositas: Starkes Übergewicht ist ein bekannter Risikofaktor für schwere COVID-19-Verläufe. Es kann die Lungenfunktion beeinträchtigen und Entzündungsreaktionen im Körper fördern.
  • Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS): Chronische neurologische Erkrankungen, Demenz, geistige Behinderung, psychiatrische oder zerebrovaskuläre Erkrankungen können die Fähigkeit zur Selbstversorgung und zur Reaktion auf Krankheit einschränken.
  • Trisomie 21: Menschen mit Down-Syndrom haben ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe aufgrund spezifischer physiologischer Merkmale.
  • Angeborene oder erworbene Immundefizienz: Dazu zählen HIV-Infektionen, chronisch-entzündliche Erkrankungen unter immunsuppressiver Therapie oder der Zustand nach einer Organtransplantation. Das Immunsystem dieser Personen ist bereits geschwächt und kann Viren schlechter abwehren.
  • Aktive neoplastische Krankheiten (Krebs): Krebserkrankungen und deren Therapien können das Immunsystem erheblich beeinträchtigen.
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Fazit und Ausblick

Die Empfehlungen der STIKO für die COVID-19-Auffrischimpfung 2025/2026 sind ein wichtiger Baustein im Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Sie unterstreichen die Notwendigkeit, vulnerable Gruppen gezielt zu schützen und den Impfschutz an die dynamische Entwicklung des Virus anzupassen. Es ist von größter Bedeutung, dass sich die Zielgruppen dieser Empfehlungen bewusst sind und eine individuelle Impfentscheidung in Absprache mit ihrem Arzt treffen. Bleiben Sie informiert und tragen Sie aktiv zum Schutz Ihrer Gesundheit und der Ihrer Mitmenschen bei.