Effektive Hausmittel bei Erkältung: So lindern Sie Symptome schnell

In der kalten Jahreszeit steigt die Zahl der Menschen mit Atemwegserkrankungen wieder an. Wer nicht schwer erkrankt ist, kann die Infektion in der Regel zu Hause auskurieren. Um schnell wieder fit zu werden, ist es vor allem wichtig, dem Körper Ruhe zu gönnen und sich zu schonen. Am besten bleibt man im Bett und vermeidet Anstrengung. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist dabei essenziell, da der Körper bei Infektionen viel Wasser benötigt. Warme Getränke wie Kräutertees oder Brühen sind nicht nur wohltuend, sondern unterstützen auch den Flüssigkeitshaushalt. Bestimmte Teesorten können zudem zur allgemeinen Darmgesundheit beitragen, die eng mit einem starken Immunsystem verbunden ist, wie zum Beispiel ein Tee gegen Verstopfung. Erkrankte Kinder sollte man besonders aufmerksam beobachten und im Zweifelsfall stets einen Arzt aufsuchen, denn gerade für Babys und Kleinkinder können Atemwegsinfektionen ernsthafte Folgen haben.

Was tun bei Halsschmerzen und Husten?

Halsschmerzen sind ein häufiges und unangenehmes Begleitsymptom einer Erkältung. Sie lassen sich mit Salbei- und Ingwer-Tee etwas lindern, da diese Inhaltsstoffe entzündungshemmende und beruhigende Eigenschaften besitzen. Das Gurgeln mit Salzwasser oder Kamillentee kann ebenfalls zur Desinfektion des Rachenraums beitragen und Schwellungen reduzieren. Sind die Halsschmerzen sehr stark und treten zusätzlich Fieber sowie Schluckbeschwerden auf, kann dies auf eine Mandelentzündung hindeuten, die ärztlich abgeklärt werden sollte.

Gegen trockenen Reizhusten hilft es, mehrmals täglich mit heißem Wasser oder speziellen Zusätzen wie Salzlösung oder Kamille zu inhalieren. Der warme Dampf befeuchtet die Atemwege und kann den Hustenreiz mildern. Ein traditionelles Hausmittel ist zudem ein selbst zubereiteter Hustensaft aus Zwiebelsud und Honig. Honig wirkt beruhigend auf die Schleimhäute, ist jedoch nicht für kleine Kinder unter einem Jahr geeignet. Bei der Ernährung während einer Erkältung ist es ratsam, dem Körper leicht verdauliche Nahrung zuzuführen. Eine magenschonende Kost kann dazu beitragen, den Organismus nicht zusätzlich zu belasten und die Genesung zu unterstützen.

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Fieber natürlich senken

Bei Fieber ist Bettruhe und eine hohe Flüssigkeitszufuhr entscheidend für die Genesung.

Fieber ist ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem aktiv wird und die körpereigenen Abwehrkräfte gegen die Infektion ankämpfen. Neben absoluter Bettruhe ist es wichtig, viel zu trinken. Als Faustregel gilt, für jedes Grad Fieber einen halben bis einen Liter Wasser pro Tag zusätzlich zur normalen Trinkmenge. Wer friert, sollte zu zusätzlichen Decken oder einer Wärmflasche greifen, um den Körper warmzuhalten. Ist dem Erkrankten hingegen zu warm oder schwitzt er stark, können Wadenwickel Linderung verschaffen. Dazu ein dünnes Tuch, beispielsweise ein Küchenhandtuch, mit lauwarmem Wasser tränken, gut auswringen und nicht zu fest um die Unterschenkel wickeln. Mit einem weiteren, trockenen Handtuch umwickeln. Wichtig ist, dass das Wasser keinesfalls eiskalt, sondern angenehm lauwarm ist. Fühlen sich die Füße oder Unterschenkel kühl an, sollten die Wadenwickel weggelassen werden. Hält das Fieber länger als drei Tage an, ist es sehr hoch oder verschlechtert sich der Allgemeinzustand, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Für die Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens während einer Erkrankung kann auch der Blick auf eine ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen hilfreich sein. Ein Eisensaft kann beispielsweise dazu beitragen, den Energiehaushalt zu unterstützen, falls ein Mangel vorliegt und dies mit einem Arzt besprochen wurde.

Schnupfen effektiv behandeln

Nasenspray sollte nur kurzfristig angewendet werden, um Gewöhnungseffekte zu vermeiden.

Leichter Schnupfen ist in der kalten Jahreszeit sehr häufig und meist harmlos. Ist die Nase verstopft, kann ein abschwellendes Nasenspray kurzfristig helfen, um die Nasenatmung zu erleichtern. Es sollte jedoch nie über längere Zeit, sondern immer nur wenige Tage angewendet werden, da sonst ein Gewöhnungseffekt eintreten und die Nasenschleimhaut dauerhaft geschädigt werden kann. Zusätzlich sind Inhalationen mit heißem Wasserdampf sehr zu empfehlen, um die Schleimhäute zu befeuchten und den Schleim zu lösen. Auch Spülungen mit Salzwasser, durchgeführt mit einer speziellen Nasendusche aus der Apotheke, können präventiv eingesetzt werden, um Verkrustungen in der Nase zu lösen und überschüssigen Schleim auszuspülen. Ist der Schnupfen eitrig, hält er länger an oder kommen weitere Symptome wie Fieber oder ein starkes Krankheitsgefühl hinzu, sollte man einen Arzt aufsuchen.

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Hausmittel gegen Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen können schnell sehr heftig werden und sollten daher stets ärztlich abgeklärt werden, um mögliche Komplikationen zu vermeiden. Als bewährtes Hausmittel zur Sofortmaßnahme kann ein Zwiebelsäckchen Linderung verschaffen. Dazu werden kleingeschnittene Zwiebeln in ein dünnes Stoffsäckchen gegeben und leicht gepresst. Anschließend kurz über warmem Wasserdampf oder in der Mikrowelle aufwärmen. Die Temperatur sollte angenehm warm, aber nicht zu heiß sein, bevor das Säckchen auf das schmerzende Ohr gelegt wird. Die ätherischen Öle der Zwiebel wirken entzündungshemmend. Damit Sekret besser ablaufen kann und der Druck im Ohr reduziert wird, hilft bei Ohrenschmerzen zudem ein abschwellendes Nasenspray, da die Ohren- und Nasenwege miteinander verbunden sind.

Vorsicht bei Kombipräparaten

Kombipräparate versprechen oft eine schnelle Linderung verschiedener Erkältungssymptome wie Fieber senken, Schmerzen lindern und die Nase befreien. Allerdings sind diese freiverkäuflichen und oft teuren Medikamente aus der Apotheke mit Vorsicht zu genießen und nicht immer die beste Wahl. Viele Menschen wissen nicht genau, welche Wirkstoffe in den Präparaten enthalten sind. Aus diesem Grund besteht die Gefahr, dass Nebenwirkungen auftreten oder einzelne Medikamente überdosiert werden, wenn zusätzlich noch andere Mittel eingenommen werden.

Besondere Vorsicht ist beim Wirkstoff Pseudoephedrin geboten. Für Menschen mit hohem Blutdruck oder chronischer Nierenerkrankung kann dieser abschwellende Wirkstoff gefährlich sein, da er zu Durchblutungsstörungen im Gehirn führen kann. Pseudoephedrin ist in vielen rezeptfreien Erkältungsmedikamenten enthalten. In anderen Kombipräparaten ist ein ähnlicher abschwellender Wirkstoff enthalten: Phenylephrin. Die Arzneimittelaufsichtsbehörde in den USA hat jedoch festgestellt, dass dieser Wirkstoff nutzlos ist. Die Dosen in den Präparaten seien viel zu gering, wenn sie oral über den Magen aufgenommen werden, um über die Nase eine wirksame Wirkung zu entfalten.

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Wann Medikamente sinnvoll sind

Anstatt auf Kombipräparate zu setzen, sollte lieber jedes Symptom einzeln behandelt werden, um gezielter vorgehen zu können und die Einnahme unnötiger Wirkstoffe zu vermeiden. Halten die Symptome länger an, sind sehr stark ausgeprägt oder verschlimmern sie sich, kann es sinnvoll sein, in Absprache mit einem Arzt oder Apotheker auf rezeptfreie Medikamente zurückzugreifen. Wirksam sind Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen, die Kopf- und Gliederschmerzen reduzieren und gleichzeitig gut gegen Fieber wirken. Bei stärkeren Schmerzen oder Entzündungen kann in bestimmten Fällen auch das verschreibungspflichtige Novaminsulfon (Metamizol) zum Einsatz kommen, jedoch immer unter ärztlicher Kontrolle.

Insgesamt ist es bei Erkältungen wichtig, auf den eigenen Körper zu hören, ihm ausreichend Ruhe und Flüssigkeit zu gönnen und bei anhaltenden oder sich verschlimmernden Symptomen professionelle medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. So tragen Sie maßgeblich zu einer schnellen und vollständigen Genesung bei.