Corona-Symptome: Aktuelle Varianten, Behandlung & Impfempfehlungen

Das Virus SARS-CoV-2, das erstmals 2019 auftauchte, verbreitete sich rasch weltweit und löste eine globale Pandemie aus, die Millionen von Menschenleben forderte. Seitdem mutiert das Coronavirus stetig, wobei neue Varianten entstehen, die oft ansteckender, aber in der Regel weniger gefährlich sind. Auch wenn viele Menschen bereits vollständig geimpft oder geboostert sind, können sie sich immer noch infizieren und erkranken, wodurch eine kontinuierliche Information über Symptome und Prävention wichtig bleibt. Eine genaue Kenntnis der aktuellen Corona-Symptome ist entscheidend, um die Krankheit frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren.

Typische Corona-Symptome: Halsschmerzen, Husten und Schnupfen

Charakteristische Anzeichen einer Covid-19-Infektion sind Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber oder Schüttelfrost, hartnäckiger Husten sowie eine laufende Nase oder Schnupfen. Wer diese Symptome bei sich bemerkt, sollte einen Corona-Schnelltest durchführen. Diese Tests sind in Apotheken und Drogeriemärkten erhältlich und können oft auch Influenza-Infektionen nachweisen. Es ist wichtig zu beachten, dass auch Geimpfte und Genesene diese Symptome entwickeln können. Das frühzeitige Erkennen hilft, die Ausbreitung einzudämmen.

Aktuelle Omikron-Varianten: Stratus, Nimbus und Cicada

In Deutschland sind die meisten Corona-Infektionen derzeit auf die drei Omikron-Varianten Cicada BA. 3.2, Nimbus NB. 1.8.1 und Stratus XFG zurückzuführen. Mehr als die Hälfte dieser Infektionen entfällt aktuell (Stand 14.1.2026) auf die Variante Nimbus. Die vorliegenden Daten deuten darauf hin, dass Erkrankungen mit diesen aktuellen Varianten tendenziell mild oder moderat verlaufen und keine schwereren Krankheitsverläufe hervorrufen als frühere Omikron-Varianten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist jedoch darauf hin, dass die Varianten Stratus und Cicada es den Antikörpern erschweren können, das Virus effektiv zu bekämpfen. Dennoch wird angenommen, dass die zugelassenen Corona-Impfstoffe nach bisherigen Erkenntnissen weiterhin einen zuverlässigen Schutz vor schweren Krankheitsverläufen bieten. Eine besondere Beachtung verdient auch die Diskussion um Omikron-Symptome bei Geimpften, da auch diese Gruppe weiterhin anfällig für mildere Verläufe sein kann.

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Genesung zu Hause: Bettruhe bei Fieber und Müdigkeit

Eine Corona-Erkrankung ist heutzutage meist kein Grund mehr zu großer Sorge, insbesondere bei Geimpften und Personen, die bereits eine oder mehrere Infektionen durchgemacht haben. Die Verläufe sind oft mild, sodass die meisten Covid-19-Erkrankungen zu Hause auskuriert werden können. Leichtes Fieber und anhaltende Müdigkeit sind typische Anzeichen dafür, dass das Immunsystem aktiv gegen das Virus kämpft. Um schnell wieder gesund zu werden, ist es von größter Bedeutung, dem Körper ausreichend Ruhe zu gönnen und sich zu schonen. Bettruhe ist dabei oft die beste Maßnahme zur Erholung.

Hausmittel lindern Beschwerden

Während der Genesung ist es essenziell, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Neben Wasser sind warme Tees, insbesondere Salbei- und Ingwer-Tees, wohltuend und können Halsschmerzen lindern. Auch wenn der Appetit möglicherweise eingeschränkt ist, sollte man versuchen, leichte Speisen wie Zwieback, Haferbrei oder gedünstetes Gemüse zu sich zu nehmen oder eine nahrhafte Brühe zu trinken. Diese Maßnahmen unterstützen den Körper bei der Genesung und können Symptome auf natürliche Weise lindern.

Rezeptfreie Medikamente zur Symptomlinderung

In Absprache mit dem Hausarzt können rezeptfreie Medikamente zur Linderung der Symptome eingesetzt werden. Bei Fieber oder Kopfschmerzen sind Präparate wie Paracetamol oder Ibuprofen hilfreich. Abschwellende Nasensprays oder -tropfen können die Schleimhäute entlasten, sollten jedoch nicht länger als eine Woche angewendet werden. Eine gute Alternative stellen regelmäßige Nasenduschen mit Salzwasser dar. Pflanzliche Hustensäfte, zum Beispiel mit Thymian oder Spitzwegerich, können das Abhusten erleichtern und den Heilungsprozess unterstützen.

Wann ärztliche Hilfe oder Notruf kontaktieren?

Treten während einer Corona-Infektion Symptome wie Kurzatmigkeit oder Atemnot auf, oder fühlen Sie sich schwerer Luft als üblich, ist es dringend ratsam, einen Arzt zu kontaktieren. In akuten Notfällen sollte umgehend der Notruf gewählt werden. Ein anhaltend sehr schneller Puls in Verbindung mit Atemnot kann auf einen schweren Krankheitsverlauf oder eine mögliche Lungenentzündung hinweisen. Besonders ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sollten bei diesen Anzeichen erhöhte Aufmerksamkeit zeigen, da das Virus für sie potenziell lebensbedrohlich sein kann. Auch Ungeimpfte sollten bei starken Symptomen besonders wachsam sein.

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Sollte sich während oder nach der Erkrankung ein schmerzendes, geschwollenes oder gerötetes Bein zeigen, ist ebenfalls umgehend ärztliche Hilfe erforderlich. Dies könnte ein Anzeichen für eine Thrombose sein, die im schlimmsten Fall eine Lungenembolie auslösen kann.

Ansteckung vermeiden: Schutzmaßnahmen für den Haushalt

Das Coronavirus ist hoch ansteckend. Um die Übertragung auf andere Haushaltsmitglieder zu verhindern, ist es ratsam, sich als erkrankte Person möglichst zu isolieren. Abstand halten und regelmäßiges, gründliches Lüften sind dabei wichtige Maßnahmen. Für gemeinsam genutzte Räume können Absprachen über Nutzungszeiten getroffen oder eine FFP2-Maske getragen werden. Mahlzeiten sollten während der Isolationsphase nicht gemeinsam eingenommen werden. Wer allein lebt, sollte Freunde, Familie oder Nachbarn informieren, damit diese bei der Besorgung von Lebensmitteln oder Medikamenten helfen können.

Wie lange ist man mit Corona ansteckend?

Ein exakter Zeitraum für die Ansteckungsfähigkeit lässt sich nicht pauschal bestimmen. Infizierte können bereits ein bis zwei Tage vor dem Auftreten erster Symptome ansteckend sein. Laut dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist das Ansteckungsrisiko in der Zeit kurz vor und bis etwa fünf Tage nach Symptombeginn am größten. Auch Personen, die infiziert sind, aber keine Symptome entwickeln, können das Virus weitergeben.

Erholung nach Corona: Wie lange sich schonen?

Wer Symptome einer akuten Atemwegsinfektion zeigt, sollte drei bis fünf Tage zu Hause bleiben, bis sich die Symptome deutlich bessern. Diese Empfehlung gibt das Robert Koch Institut (RKI). Die meisten Erkrankten sind nach ein bis zwei Wochen symptomfrei. Bis dahin ist Schonung oberstes Gebot; die Rückkehr zur Arbeit sollte erst erfolgen, wenn man sich wieder vollständig fit fühlt. Dies gilt auch für Personen im Homeoffice. Auch sportliche Aktivitäten sollten erst langsam und schrittweise wieder aufgenommen werden, um den Körper nicht zu überfordern.

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Covid-19-Impfungen: Aktuelle STIKO-Empfehlungen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des RKI hat am 29. September 2025 neue Empfehlungen zur Covid-19-Impfung herausgegeben:

Basisimmunität gegen Covid-19 für alle Erwachsenen:
Die Basisimmunität sollte durch drei Antigenkontakte (Impfung oder Infektion) erreicht werden, wovon mindestens eine Impfstoffdosis stammen muss.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren:
Für diese Altersgruppe gibt es keine allgemeine Impfempfehlung, ausgenommen sind Kinder und Jugendliche ab einem Alter von sechs Monaten mit Grunderkrankungen.

Jährliche Auffrischungsimpfung (Booster):

  • Empfohlen für alle Personen ab 60 Jahren.
  • Für alle Personen ab sechs Monaten, die zu einer Risikogruppe gehören (z. B. Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Menschen mit Grunderkrankungen wie geschwächtem Immunsystem, Diabetes mellitus oder Trisomie 21).
  • Personal in medizinischen Einrichtungen oder der Pflege mit direktem Patientenkontakt.
  • Familienangehörige und enge Kontaktpersonen (ab sechs Monaten) von Menschen, bei denen nach einer Covid-19-Impfung keine schützende Immunantwort zu erwarten ist.
  • Der Booster sollte alle zwölf Monate, idealerweise im Herbst, wiederholt werden.
  • Immungesunde Personen, die sich im Verlauf des Jahres mit Covid-19 infiziert hatten, benötigen im betreffenden Jahr keinen Booster.
    Die Frage nach der vierten Impfung Corona wird durch diese aktualisierten Empfehlungen klar beantwortet, indem der Fokus auf jährliche Booster für Risikogruppen gelegt wird.

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