Dramatisches Elfmeterschießen: Kroatien besiegt Dänemark im WM-Achtelfinale

Das Kroatien Dänemark Wm-Achtelfinale 2018 in Nischni Nowgorod bleibt unvergesslich. In einem nervenaufreibenden Fußballkrimi setzten die Kroaten ihr WM-Märchen fort und zogen nach einem dramatischen Elfmeterschießen ins Viertelfinale ein. Torwart Danijel Subasic avancierte mit drei gehaltenen Elfmetern gegen Christian Eriksen, Lasse Schöne und Nicolai Jörgensen zum umjubelten Helden. Am Ende feierten Luka Modric und seine Mannschaftskameraden einen 3:2-Sieg (1:1, 1:1) gegen Dänemark. Den entscheidenden Elfmeter verwandelte Ivan Rakitic, nachdem Dänemarks Schlussmann Kasper Schmeichel zuvor ebenfalls zwei Strafstöße parieren konnte.

Kroatien erreichte damit erstmals seit der Endrunde 1998 wieder die Runde der besten acht Teams der Welt. Im bevorstehenden Viertelfinale wartete Gastgeber Russland in Sotschi, der zuvor überraschend Ex-Weltmeister Spanien aus dem Turnier geworfen hatte. Für Dänemark hingegen zerplatzte der Traum vom zweiten WM-Viertelfinale nach 20 Jahren erneut. Eine bittere Pille war auch der von Luka Modric vier Minuten vor dem Ende der Verlängerung verschossene Foulelfmeter, den Schmeichel bravourös hielt. Die intensiven Spiele der WM sind oft reich an solchen unvorhersehbaren Momenten, die das Turnier so fesselnd machen.

Ein Blitzstart voller Tore

Das Achtelfinale begann fulminant und ließ die 40.851 Zuschauer auf ein wahres Spektakel hoffen. Bereits nach 58 Sekunden brachte Mathias Jörgensen Dänemark mit dem schnellsten dänischen WM-Tor in Führung. Abwehrspieler Jonas Knudsen, der neu in Dänemarks Team stand, hatte einen weiten Einwurf in den kroatischen Strafraum geschleudert, den Jörgensen mit freundlicher Mithilfe von Subasic ins Netz bugsierte. Doch die Freude währte nur kurz. Ex-Bundesligaprofi Mario Mandzukic gelang nur vier Minuten später der direkte Ausgleich, als er eine Slapstick-Einlage in der dänischen Abwehr eiskalt ausnutzte. Danach jedoch verflachte die Partie zusehends, und es folgte eine lange Phase von Leerlauf und Langeweile in den restlichen 120 Minuten, die die Entscheidung im Elfmeterschießen unausweichlich machte.

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Lange Phasen der Passivität

Nach dem anfänglich explosiven Schlagabtausch verpassten es beide Teams, das Tempo zu halten oder konstruktive Angriffe aufzubauen. Die Dänen, die sich nach ihrem “Nichtangriffspakt” gegen Frankreich in der Gruppenphase vielleicht etwas mehr zutrauten, erwiesen sich erneut als effektive Spielverderber. Ihre Offensivaktionen waren selten wirklich zwingend. Ein Lupfer von Christian Eriksen, der in der 44. Minute die Latte traf, war die beste Aktion vor der Halbzeitpause. Auf kroatischer Seite konnte Luka Modric, der oft von Thomas Delaney bewacht wurde, sein kreatives Potenzial kaum entfalten.

Modric ließ sich häufig weit zurückfallen, wodurch Ivan Rakitic für das Offensivspiel verantwortlich zeichnete. Der ehemalige Schalker scheiterte jedoch mit seinen Aktionen in der 29. und 45. Minute am imposanten dänischen Torhüter Kasper Schmeichel, dessen Vater Peter Schmeichel die Partie von der Tribüne aus verfolgte. Auch Liverpool-Verteidiger Dejan Lovren hatte in der 39. Minute eine gute Kopfballchance in einer ersten Halbzeit, die von vielen technischen Fehlern und oft unkontrolliertem Fußball geprägt war. Vor diesem Spiel hatten die Dänen in diesem Jahr nur zwei Gegentore kassiert, und die Kroaten bekamen eindrucksvoll zu spüren, warum: Jedes Aufbauspiel wurde extrem kühl und diszipliniert unterbunden. Von den schnellen Kombinationen Kroatiens, die Argentinien in der WM-Gruppe B noch überfordert hatten, war wenig zu sehen. Selbst Verbandschef Davor Suker, Torschützenkönig der WM 1998, wirkte auf der Tribüne besorgt.

Die Dramatik der Verlängerung und des Elfmeterschießens

Ein erstes Anzeichen für eine mögliche Schlussoffensive kam von den Dänen, als der Leipziger Yussuf Poulsen Nicolai Jörgensen freispielte, dieser jedoch keinen ausreichenden Druck hinter den Ball bekam (72.). Auf der Gegenseite ging ein Schuss von Modric (77.) weit am Tor vorbei, während Rakitic in der Nachspielzeit dem Ziel etwas näherkam. In der Verlängerung agierten die Dänen zunächst überraschend aktiver. Die große Wende kam, als Ante Rebic auf dem Weg zu einem sicheren Tor von Mathias Jörgensen zu Fall gebracht wurde. Doch den fälligen Strafstoß parierte Schmeichel erneut, was die Spannung ins Unermessliche steigerte und viele an die Intensität des WM-Finales 2018 erinnerte, das ebenfalls voller dramatischer Momente war.

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Im anschließenden Elfmeterschießen hatten die Kroaten das Glück und die Nervenstärke auf ihrer Seite. Danijel Subasic wuchs über sich hinaus und parierte gleich drei dänische Elfmeter, während Ivan Rakitic den entscheidenden Versuch sicher verwandelte. Der Jubel über den Viertelfinaleinzug kannte keine Grenzen. Diese Partie wird als eines der packendsten Achtelfinals in die Geschichte der Weltmeisterschaft eingehen. Für alle, die die Atmosphäre solcher Großereignisse lieben, lohnt es sich, auch zukünftige WM im SRF oder andere Übertragungen zu verfolgen.

Ausblick für Kroatien

Mit diesem Sieg sicherte sich Kroatien einen Platz im Viertelfinale und traf dort auf Gastgeber Russland, der in einem ebenso dramatischen Spiel Spanien eliminiert hatte. Der Erfolg im Elfmeterschießen gegen Dänemark zeigte die mentale Stärke und den unbedingten Siegeswillen der kroatischen Mannschaft. Dieser Triumph wird sicherlich in die Geschichtsbücher des kroatischen Fußballs eingehen und beweist, dass im Fußball alles möglich ist, besonders in einem so prestigeträchtigen Turnier wie der Weltmeisterschaft. Es bleibt abzuwarten, welche Überraschungen uns bei zukünftigen Turnieren wie der WM 2022 live tv heute noch erwarten werden.

Kroatien hatte es geschafft, sich in einem echten Thriller durchzusetzen und damit die Erwartungen vieler Fans und Experten zu übertreffen. Dieser Sieg war ein klares Statement an die Fußballwelt, dass mit den “Vatreni” zu rechnen ist. Wer weiß, welche weiteren Kapitel des Fußballs diese Mannschaft noch schreiben wird.