Die Spannung steigt, denn die Europameisterschaft 2025 rückt näher und ganz Deutschland blickt auf seine Fußballerinnen. Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft, eine faszinierende Mischung aus etablierten Stars, vielversprechenden Talenten und internationaler Erfahrung, ist bereit, in der Schweiz um den Titel zu kämpfen. Dieser Kader verspricht packende Momente und eine tiefe Verbundenheit zum deutschen Fußball, die über das Spielfeld hinausgeht.
Zwischen Routine und Talent: Die Torhüterinnen
Die Position zwischen den Pfosten ist beim DFB-Team herausragend besetzt, mit einer klaren Hierarchie und viel Potenzial für die Zukunft.
Ann-Katrin Berger (34, NJ/NY Gotham FC)
Ann-Katrin Berger geht als unumstrittene Nummer eins in die Europameisterschaft. Die erfahrene Torhüterin, die bereits zwei Krebserkrankungen überwunden hat, überzeugt durch ihre Konzentration, Kommunikationsstärke und ihr hervorragendes Positionsspiel. Ihre Fähigkeit, gegnerische Hereingaben abzufangen, macht sie zum sicheren Rückhalt des Teams. Als Fußballerin des Jahres 2024 bringt sie nicht nur sportliche Klasse, sondern auch eine bewundernswerte mentale Stärke mit.
Stina Johannes (25, VfL Wolfsburg)
Die langjährige Stammtorfrau von Eintracht Frankfurt steht in der Nationalmannschaft hinter Berger. Stina Johannes, die nach der EM zum VfL Wolfsburg wechselt, zeichnet sich durch ihren beidfüßigen Spielaufbau und technisch sauberes Agieren aus. Ihre Fähigkeiten sind unbestreitbar, doch ob sie diese in der Schweiz unter Beweis stellen kann, hängt von den Einsatzmöglichkeiten ab.
Ena Mahmutovic (21, Bayern München)
Ena Mahmutovic nutzte ihre Chance bei Bayern München nach der schweren Erkrankung von Maria Luisa Grohs und trug maßgeblich zum Gewinn des Doubles bei. Bei der EM sammelt die junge Keeperin wertvolle internationale Erfahrung. Einsätze sind unwahrscheinlich, doch ihre exzellente Übersicht und ihr Potenzial lassen auf eine vielversprechende Zukunft schließen.
Defensive Stärke: Die Abwehrspielerinnen
Die Defensive des DFB-Teams vereint Erfahrung mit jugendlicher Dynamik, auch wenn der Kader einen schweren Rückschlag hinnehmen musste.
Giulia Gwinn (25, Bayern München) – fällt verletzt aus
Giulia Gwinn, eigentlich als Stütze und Kapitänin vorgesehen, erlitt im Auftaktspiel gegen Polen (2:0) eine schwere Knieverletzung und fällt für den Rest des Turniers aus. Die Rechtsverteidigerin hinterlässt eine große Lücke, doch das Team ist entschlossen, für sie zu kämpfen.
Kathrin Hendrich (33, Chicago Stars FC)
Kathrin Hendrich bringt immense Erfahrung in die deutsche Innenverteidigung, auch wenn sie zuletzt verletzungsbedingt in der internen Hierarchie zurückfiel. Die mit 33 Jahren älteste Feldspielerin des Kaders, die nach der EM von Wolfsburg nach Chicago wechselt, besticht durch ihren Spielaufbau und ihre Zweikampfstärke.
Franziska Kett (20, Bayern München)
Franziska Kett ist eine der jüngsten Spielerinnen im Kader und reist mit der Hypothek einer langwierigen Sprunggelenksblessur zur EM. Die 20-Jährige ist als Backup auf der linken Abwehrseite eingeplant und hofft, ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen zu können.
Sophia Kleinherne (25, VfL Wolfsburg)
Sophia Kleinherne spielte sich schon in jungen Jahren bei Eintracht Frankfurt ins Rampenlicht. Nach der EM 2022 verlor sie ihren Stammplatz, hofft aber auf Einsätze in der Schweiz. Im Sommer wechselt sie nach vielen Jahren bei der Eintracht zur Konkurrenz nach Wolfsburg.
Rebecca Knaak (29, Manchester City)
Rebecca Knaak feierte erst vor wenigen Monaten ihr Länderspiel-Debüt. Bundestrainer Christian Wück schätzt die Innenverteidigerin von Manchester City, die sich mit ihren 1,75 Metern robust in Luftduellen behauptet und zudem eine der wenigen Linksfüßinnen im Kader ist. Diese EM könnte für sie die große Bühne sein, nachdem sie lange unter dem Radar agierte.
Sarai Linder (25, VfL Wolfsburg)
Sarai Linder ist beidfüßig und damit auf beiden Außenverteidigerpositionen einsetzbar. Da die linke Seite im DFB-Team nicht übermäßig besetzt ist, rechnet sich Linder gute Chancen auf Einsätze aus. Sie schaltet sich gerne nach vorne ein und liefert präzise Flanken aus dem Halbraum.
Janina Minge (26, VfL Wolfsburg)
Janina Minge ist die Abwehrchefin des Teams. Ihre Spielintelligenz und ihr herausragendes Timing sind für die Nationalmannschaft von unschätzbarem Wert. Nach dem Ausfall von Giulia Gwinn ist sie sogar zur Kapitänin aufgestiegen und eine der zentralen Säulen in der Wück-Mannschaft.
Carlotta Wamser (21, Bayer Leverkusen)
Carlotta Wamser feierte erst kurz vor der EM ihr Debüt in der DFB-Elf und ist nun als Ersatz für die verletzte Giulia Gwinn gefragt. Die junge Außenverteidigerin springt ins “eiskalte Wasser” und steht vor einer großen Bewährungsprobe.
Herzstück des Spiels: Das Mittelfeld
Im Mittelfeld vereinen die DFB-Frauen eine Fülle an Erfahrung und taktischer Finesse, gepaart mit aufstrebenden Talenten.
Sara Däbritz (30, Real Madrid)
Mit über 100 Länderspielen und zahlreichen Turnier-Teilnahmen bringt Sara Däbritz eine enorme Erfahrung ins deutsche EM-Team. Eine Stammplatz-Garantie hat die ballsichere 30-Jährige nicht mehr, doch ihre Kenntnisse der europäischen Ligen – über Paris und Lyon geht es im Sommer nach Madrid – sind wertvoll.
Linda Dallmann (30, Bayern München)
Auch Linda Dallmann gehört zu den Routiniers. Nach einer verletzungsbedingten Pause bei der WM 2023 will sie in der Schweiz wieder glänzen, am liebsten als Spielmacherin. Trotz einer Saison ohne 90-Minuten-Einsätze beim FC Bayern ist ihr Einfluss auf das Spiel spürbar. Fans, die sich für die Dynamik der hoffenheim bayern münchen Spiele interessieren, wissen, wie wichtig solche erfahrenen Kräfte sind.
Laura Freigang (27, Eintracht Frankfurt)
Laura Freigang spielte eine starke Saison in Frankfurt (19 Torbeteiligungen in 22 Partien), wartet aber noch auf ihren endgültigen Durchbruch in der Nationalmannschaft. Ihre Spielstärke und technische Sauberkeit sind unbestreitbar, und sie hofft, diese Qualitäten endlich auch beim DFB voll zur Geltung bringen zu können.
Sydney Lohmann (25, Bayern München)
Sydney Lohmann ist seit Jahren eine Institution bei den Bayern. In der Nationalmannschaft erhält sie nicht immer die gewünschten Einsatzzeiten, ist aber mit ihrem starken Passspiel und ihrer Physis eine echte Alternative im zentralen Mittelfeld, sowohl auf der Sechs als auch auf der Acht.
Sjoeke Nüsken (24, FC Chelsea)
Sjoeke Nüsken kommt als Triple-Gewinnerin mit Chelsea zur Nationalmannschaft und hat sehr gute Chancen auf Einsatzzeiten bei der EM. Die frühere Eintracht-Spielerin gilt als taktisches Zentrum des Wück-Systems und hat ihre Feuerprobe bereits bestanden.
Elisa Senß (27, Eintracht Frankfurt)
Elisa Senß ist eine Spätzünderin im deutschen Team mit bislang 21 Länderspielen. Seit Wücks Amtsantritt kommt ihr eine Schlüsselrolle im zentralen Mittelfeld zu. In der Schweiz werden ihre Technik und Zweikampfstärke entscheidend sein. Elisa Senß wird oft als “Helferlein” mit einem Hang zu schönen Toren beschrieben, was ihre Bedeutung für das Team unterstreicht.
Torgefahr garantiert: Die Angreiferinnen
Der Angriff der DFB-Frauen ist gespickt mit Talent, Tempo und Torgefahr, eine Mischung, die jede Abwehr vor Herausforderungen stellt.
Jule Brand (22, Olympique Lyon)
Mit nur 22 Jahren und bereits 60 Länderspielen ist Jule Brand ein “Golden Girl” und Fritz-Walter-Medaillen-Gewinnerin in Gold. Kaum eine Spielerin hat so viel Star-Potenzial. Die antrittsschnelle Flügelstürmerin will in der Schweiz nachhaltig auf sich aufmerksam machen. Demnächst kehrt sie der Bundesliga den Rücken und wechselt von Wolfsburg nach Lyon.
Klara Bühl (24, Bayern München)
Als Flügelstürmerin dürfte Klara Bühl im deutschen EM-Team gesetzt sein. Die beidfüßig starke Spielerin der Bayern ist explosiv, durchsetzungsstark und entwickelt viel Zug zum Tor. 20 Scorerpunkte in 22 Saisonspielen unterstreichen ihre Top-Form. Nach der letzten EM, bei der sie Halbfinale und Finale krankheitsbedingt verpasste, hat sie noch einiges nachzuholen. Die Präsenz von Bayern-Spielerinnen im Kader verdeutlicht die Stärke des Vereins, ähnlich wie die Diskussionen um Spieler wie de ligt bayern die Aufmerksamkeit auf Top-Clubs lenken.
Selina Cerci (25, TSG Hoffenheim)
Die Stammplätze in der DFB-Offensive scheinen zwar vergeben, doch Selina Cerci, die mit mehreren schweren Verletzungen zu kämpfen hatte, ist eine verlässliche Alternative. Die Hoffenheimerin machte sowohl zum Saisonende in der Bundesliga als auch in der EM-Vorbereitung auf sich aufmerksam.
Giovanna Hoffmann (26, RB Leipzig)
Auch für Giovanna Hoffmann von RB Leipzig ist eher eine Reserverolle vorgesehen. Im Verein ist sie eine entscheidende Zielspielerin im Sturm. Eine starke Saison mit 16 Scorerpunkten in 21 Spielen macht sie zu einer wertvollen Ergänzung der Angriffsreihe und einem echten “Energieriegel” für das deutsche Spiel.
Lea Schüller (27, Bayern München)
Lea Schüller soll die Knipserin der EM werden. In der vordersten Reihe des DFB-Teams ist die Stürmerin der Bayern gesetzt und benötigt durchschnittlich nicht einmal 90 Minuten für einen Treffer. Die 27-Jährige überzeugt mit Tempo, herausragendem Kopfballspiel und einem Gespür für Abschlusspositionen – Attribute, die sie auch bei der Europameisterschaft unter Beweis stellen will.
Cora Zicai (20, VfL Wolfsburg)
Cora Zicai ist die jüngste Spielerin im deutschen Kader. Nach drei Länderspiel-Einsätzen sprang sie noch auf den EM-Zug auf. Ihre Stärke als offensive Linksaußen ist das Dribbling. Ob ihre Nominierung eher zukunftsorientiert ist oder sie bereits in der Schweiz ihr Können zeigen darf, wird sich noch weisen.
Der Taktgeber an der Seitenlinie: Bundestrainer Christian Wück
Christian Wück (52)
Christian Wück ist seit knapp einem Jahr für die Nationalmannschaft verantwortlich und bestreitet in der Schweiz sein erstes Turnier als Cheftrainer. Zuvor coachte er lange Jugendmannschaften des DFB im Männerbereich und führte die U17 zum Welt- und Europameistertitel. Er gilt als Motivator, Stratege und Vaterfigur, dessen Erfolge im Jugendbereich Hoffnungen auf ein erfolgreiches Abschneiden mit den Frauen wecken.
Fazit: Bereit für die Herausforderung EM 2025
Der deutsche Kader für die EM 2025 ist eine beeindruckende Mischung aus Talent, Erfahrung und Entschlossenheit. Trotz des bitteren Ausfalls von Kapitänin Giulia Gwinn hat das Team die Stärke und den Charakter, um in der Schweiz Großes zu leisten. Von der konzentrierten Ann-Katrin Berger im Tor bis zur torgefährlichen Lea Schüller im Angriff, angeführt von Christian Wück an der Seitenlinie, ist das Team bereit, die deutschen Fans zu begeistern. Diese Europameisterschaft verspricht, ein unvergessliches Kapitel in der Geschichte des deutschen Frauenfußballs zu werden. Seien Sie dabei und verfolgen Sie die Reise der DFB-Frauen bei der EM 2025!
