Jahresrückblick: Deutschlands Basketball-Herren krönen 2025 mit EM-Titel

Das Jahr 2025 markiert einen historischen Erfolg für den Deutschen Basketball Bund (DBB). Nach dem Weltmeistertitel 2023 und Platz 4 bei Olympia 2024 setzten die deutschen Herren-Nationalmannschaft ihre beeindruckende Erfolgsserie fort und krönten ihre Leistungen mit dem Gewinn der Europameisterschaft. Ein Kernteam um Leistungsträger wie Dennis Schröder, Franz Wagner und Andreas Obst, unter der Leitung des neuen Bundestrainers Álex Mumbrú, zeigte über das gesamte Jahr hinweg eine bemerkenswerte Konstanz, Teamgeist und taktische Finesse.

Der Weg zur Europameisterschaft: Qualifikation und Vorbereitung

Das entscheidende Fenster der EuroBasket-Qualifikation im Februar 2025 bildete den Auftakt in das Länderspieljahr. Obwohl Deutschland mit einem sogenannten „Fenster-Kader“, der auf NBA- und EuroLeague-Spieler verzichtete, antrat, überzeugte das Team durch Geschlossenheit und physische Präsenz. Ein überraschend deutlicher 95:76-Sieg gegen Montenegro in Podgorica und ein 94:85-Erfolg gegen Bulgarien in Bamberg sicherten frühzeitig das Ticket für die EM.

Die Vorbereitung im Sommer 2025 wurde von einer Welle der Begeisterung begleitet. Vier ausverkaufte Testspiele in Mannheim, München und Köln gegen renommierte Gegner wie Slowenien, die Türkei, Serbien und Spanien zogen über 50.000 Zuschauer an und erinnerten an die Euphorie der Weltmeisterschaft 2023. Diese Spiele dienten nicht nur der sportlichen Feinabstimmung, sondern auch der Stärkung der Bindung zur begeisterten Basketball-Community in Deutschland. Die Anwesenheit von Bundestrainer Álex Mumbrú, der die Nachfolge von Gordon Herbert antrat, brachte neue Impulse, insbesondere in den defensiven Konzepten und der taktischen Variabilität, und baute auf der erfolgreichen Entwicklung auf.

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Dominanz bei der EuroBasket 2025: Von Tampere nach Riga

Die EuroBasket 2025 begann für die deutsche Mannschaft mit einer eindrucksvollen Vorrunde in Tampere, Finnland. Mit fünf Siegen aus fünf Spielen und einem durchschnittlichen Vorsprung von über 20 Punkten sicherten sich die Deutschen souverän den Gruppensieg. Siege gegen Montenegro (106:76), Schweden (105:83), Litauen (107:88), Großbritannien (120:57) und den Mit-Gastgeber Finnland (91:61) zeugten von einer starken Teamleistung, aggressiver Verteidigung und variablen Offensivaktionen. Selbst die Ausfälle von Bundestrainer Mumbrú und Center Johannes Voigtmann wurden erfolgreich kompensiert.

Die Finalrunde in Riga, Lettland, begann mit einem Achtelfinale gegen Portugal (85:58), bei dem Deutschland im Schlussviertel die Partie mit einem deutlichen Lauf entschied. Im Viertelfinale wartete mit Slowenien und Superstar Luka Dončić eine harte Nuss (99:91). Doch angeführt von Dennis Schröder und Franz Wagner, sowie wichtigen Akzenten von Tristan Da Silva und Andreas Obst, zog Deutschland ins Halbfinale ein. Dort wartete erneut Finnland (98:86), das in einem intensiven Spiel bezwungen wurde, maßgeblich dank Schröders überragender Leistung als Spielmacher und Scorer.

Das Finale am 29. August 2025 gegen die Türkei in der ausverkauften Riga Arena wurde zu einem hochklassigen Duell. Trotz zwischenzeitlicher Rückstände kämpfte sich Deutschland zurück und sicherte sich durch eine sensationelle Vorstellung von Isaac Bonga und die Führungsqualitäten von Dennis Schröder den verdienten 88:83-Sieg. Deutschland ist Europameister 2025!

Jahresabschluss mit Blick nach vorn: World Cup Qualifiers und nächste Highlights

Auch als amtierender Welt- und Europameister muss sich die deutsche Mannschaft für den FIBA World Cup 2027 in Katar qualifizieren. Die beiden European Qualifiers gegen Israel und auf Zypern zum Jahresende wurden mit einem neu formierten Kader souverän gemeistert, wobei Bundestrainer Mumbrú wieder auf der Seitenlinie stand.

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Die EuroBasket 2025 unterstreicht die anhaltende Basketball-Euphorie in Deutschland, mit ausverkauften Hallen und tausenden begeisterten Fans. Der Blick richtet sich nun auf das Jahr 2026, wenn die FIBA Women’s Basketball World Cup in Berlin ein weiteres großes Highlight auf deutschem Boden darstellt. Die Herren setzen derweil ihre Qualifikationsmission für die WM 2027 fort. Das Jahr 2025 wird unvergessen bleiben – ein Beweis für sportlichen Erfolg, mannschaftlichen Charakter und die Begeisterung einer ganzen Nation für den Basketballsport.

World University Games – Die A2-Herren überzeugen

Parallel zur Europameisterschaft zeigte auch die A2-Nationalmannschaft bei den World University Games 2025 in der Rhein-Ruhr-Region eine starke Leistung. Unter Head Coach Alan Ibrahimagic erreichte das Team nach Erfolgen gegen Chinese Taipei, Finnland und Chile sowie einem Sieg gegen Rumänien das Halbfinale. Dort unterlag man knapp Brasilien und im Spiel um Platz drei Litauen, was einen beachtlichen vierten Platz bedeutete.