Nach einer zweijährigen, coronabedingten Wettkampfpause auf Landesebene traten die Turnerinnen des TSV Weilheim am Sonntag, den 29. Mai, beim renommierten Bayern-Cup in Unterföhring an. Dieses landesweite Kräftemessen mit den besten Athletinnen aus ganz Bayern bot den jungen Sportlerinnen eine wichtige Plattform, um ihr Können in verschiedenen Alters- und Schwierigkeitsklassen unter Beweis zu stellen. Es war eine willkommene Rückkehr zum Wettkampfgeschehen, geprägt von Anspannung, Freude und beeindruckenden Leistungen im Geräteturnen. Für viele war es der erste große Auftritt seit langem, und die Motivation, sich erneut mit der bayerischen Spitze zu messen, war deutlich spürbar. Wer selbst Interesse am Turnsport hat, findet bei kunstturnen erwachsene anfänger wertvolle Informationen.
Nachwuchs zeigt Potenzial: LK3 (10/11 Jahre)
In der Leistungsklasse LK3 der 10- und 11-jährigen Turnerinnen sammelten Lina Hörenz und Stella Melovic ihre ersten wertvollen Wettkampferfahrungen über die Landkreisgrenzen hinaus. Lina zeigte am Sprungtisch einen gelungenen Handstützüberschlag und konnte mit ihrer Darbietung überzeugen. Am Ende belegte sie einen respektablen 22. Platz. Dicht gefolgt von Stella Melovic auf Platz 25, die sich dem Wettkampf an drei Geräten stellte und ebenfalls wichtige Erfahrungen für ihre weitere turnerische Entwicklung sammelte. Diese ersten Schritte auf Landesebene sind entscheidend für die Nachwuchsförderung im Turnsport und zeigen das vielversprechende Potenzial der jungen Weilheimerinnen.
Ambitionen in der Top-Klasse: LK1 (12/13 Jahre)
In der höchsten Wettkampfklasse, der LK1 für die 12- und 13-Jährigen, gingen Larissa Ulmer und Laura de Biasio an den Start. Larissa Ulmer kämpfte bei ihrem Debüt auf bayerischer Ebene etwas mit ihrer Nervosität, zeigte aber dennoch eine solide Leistung, die ihr am Ende den 9. Platz einbrachte. Laura de Biasio absolvierte einen nahezu fehlerfreien Wettkampf und landete auf dem beeindruckenden 7. Platz. Beide Turnerinnen präsentierten am Boden ansprechende Übungen, die unter anderem einen Salto vorwärts und rückwärts umfassten. Um zukünftig noch weiter vorne mitmischen zu können, ist es für beide entscheidend, höhere Schwierigkeiten in ihre Übungen zu integrieren und somit ihr technisches Repertoire zu erweitern. Auch wenn es sich hier um Geräteturnen handelt, gibt es noch viele andere Sportarten, und wer noch die passende sportart finden möchte, sollte sich umsehen.
Starke Leistungen und Entwicklungspotenzial: LK1 (14/15 Jahre)
In der LK1 der 14- und 15-jährigen Athletinnen traten Elsa Schönherr und Isabell Ulmer an. Elsa Schönherr hatte am Zittergerät Balken leider etwas mit ihrer Nervosität zu kämpfen. Nichtsdestotrotz konnte sie am Boden mit einer anspruchsvollen Übung, die einen Strecksalto vorwärts beinhaltete, überzeugen. Für diese herausragende Darbietung wurde sie mit 13,10 Punkten belohnt – die dritthöchste Wertung in dieser Altersklasse – und belegte am Ende den 8. Platz. Isabell Ulmer zeigte am Boden eine sauber ausgeführte Schraube rückwärts (Salto mit ganzer Längsachsendrehung) in den sicheren Stand. Am Sprung beeindruckte Isabell mit einem Handstützüberschlag mit halber Drehung in der ersten und zweiten Flugphase, der durch seine Weite bestach. Sie erreichte am Ende den 9. Platz. Beide Turnerinnen müssen sich am Stufenbarren weiterentwickeln und ihre Schwierigkeiten erhöhen, um in den Platzierungen noch weiter nach vorne zu kommen. Lilly Ochsenkühn konnte verletzungsbedingt leider nicht teilnehmen, unterstützte ihre Mannschaftskameradinnen jedoch tatkräftig vor Ort.
Silbermedaille und Qualifikation für den Deutschland-Cup: LK1 (16/17 Jahre)
Ein besonderes Highlight lieferte Laura Leiman in der LK1 (16/17 Jahre). Laura zeigte erstmals im Wettkampf einen sicher ausgeführten Tsukahara gehockt am Sprungtisch. Am Stufenbarren überzeugte sie mit einer technisch sauberen Übung, die unter anderem eine freie Felge und beeindruckende Riesenfelgen umfasste. Lediglich am Balken musste die 16-Jährige einen Sturz in Kauf nehmen. Am Boden brillierte Laura erneut mit einer anspruchsvollen Choreografie, inklusive einer Schraube rückwärts (Salto mit ganzer Längsachsendrehung) und hochwertigen gymnastischen Sprüngen. Am Ende strahlte Laura über einen hervorragenden 2. Platz, der ihr gleichzeitig die Qualifikation für den Deutschland-Cup am 9. Juli in Waging am See einbrachte. Ein bemerkenswerter Erfolg, der ihren Trainingsfleiß und ihr Talent unterstreicht.
Erfahrung und technische Finesse: LK1 (18 Jahre und älter)
In der LK1 der erfahrensten Turnerinnen (18 Jahre und älter) ging Amelie Kühner an den Start. Amelie erwischte an diesem Wettkampftag leider nicht ihren besten. Am Sprung musste sie bei ihrem Tsukahara gehockt einen Sturz verkraften. Dennoch zeigte Amelie am Stufenbarren eine technisch sehr gute Übung, die mit einem Flugelement, einer freien Felge und Riesenfelgen bestach. Am Balken musste Amelie leider einen weiteren Sturz beim Überschlag vorwärts in Kauf nehmen. Diese Fehler führten letztlich zu Platz 11. Ohne diese Stürze hätte Amelie sich mühelos unter den Top Sechs platzieren können, was ihr hohes technisches Niveau verdeutlicht. Es zeigt, dass selbst erfahrene Turnerinnen im Wettkampf mit Nervosität zu kämpfen haben können.
Ausblick und Fazit
Nach der langen Zwangspause war es für alle Weilheimer Turnerinnen sichtlich eine große Freude, wieder an einem so bedeutenden Wettkampf teilzunehmen. Die positiven Erfahrungen und die gewonnenen Erkenntnisse sind nun eine wichtige Grundlage für die bevorstehenden Herausforderungen. Die Athletinnen bereiten sich bereits intensiv auf die nächsten Wettkämpfe Ende Juni und Anfang Juli vor. In diesem Jahr werden die Mädchen zudem in der Oberliga 1 antreten, der höchsten Liga Bayerns, wo sie im Kürprogramm ihr Können unter Beweis stellen werden. Die Weilheimer Turnerinnen blicken optimistisch in die Zukunft und sind bereit, die nächsten Hürden im bayerischen Turnsport zu meistern. Im Vergleich dazu ist die rsg gymnastik eine andere Form der Gymnastik, die sich auf Ästhetik und Tanz konzentriert.
