Die Auszahlung einer Lebens- oder Rentenversicherung kann eine entscheidende Säule der Altersvorsorge sein. Doch viele Versicherte sind unsicher, wie sie das Maximum aus ihren Verträgen herausholen können. Nehmen wir das Beispiel von Angelika Dohle: Ihre private Monatsrente ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken – von ursprünglich 326 Euro auf nur noch 295 Euro. Als sie sich für die sogenannte „Sofortüberschussrente“ entschied, vertraute sie auf den Rat ihrer Bankberaterin. Heute bedauert die 65-Jährige diese Entscheidung, da der garantierte Rentenanteil zwar konstant blieb, die nicht garantierte Überschussrente jedoch stark schrumpfte. Solche Erfahrungen zeigen, wie wichtig es ist, sich mit den Optionen auseinanderzusetzen. Glücklicherweise haben Versicherte selbst kurz vor Beginn der Auszahlung noch vielfältige Möglichkeiten, ihre Lebensversicherung Auszahlung optimieren und so die Rendite zu verbessern.
Ein frühzeitiger und fundierter Überblick über die verschiedenen Stellschrauben kann entscheidend sein, um finanzielle Verluste zu vermeiden und die eigene Vorsorge zukunftssicher zu gestalten. Von der Wahl der Auszahlungsart bis hin zur Reduzierung versteckter Kosten – jede Entscheidung zählt. Wer seine Optionen kennt, kann seine Situation aktiv mitgestalten und böse Überraschungen wie die von Frau Dohle vermeiden. lebensversicherung kaufen privat
1. Kapital oder monatliche Rente? Die richtige Wahl treffen
Die erste und grundlegendste Frage bei privaten Rentenversicherungen lautet: Soll das angesparte Kapital als Einmalzahlung oder als monatliche Rente ausgezahlt werden? Diese Entscheidung hat weitreichende finanzielle und steuerliche Konsequenzen.
Wer seine laufenden Kosten bereits durch andere Einkünfte wie die gesetzliche oder betriebliche Rente decken kann, sollte sorgfältig prüfen, ob eine zusätzliche monatliche Rente wirklich notwendig ist. Eine Rentenversicherung dient primär der Absicherung des sogenannten „Langlebigkeitsrisikos“ – sie zahlt also auch dann weiter, wenn das ursprünglich eingezahlte Kapital rechnerisch bereits aufgebraucht wäre. Doch damit gehen Kunden eine Wette auf ein langes Leben ein. Je nach Verzinsung des Vertrages kann es sein, dass der Versicherte bis zu 90 Jahre alt werden muss, um sein eingesetztes Kapital garantiert vollständig zurückzuerhalten.
Personen, die nicht bei bester Gesundheit sind oder deren Lebenserwartung begrenzt ist, sollten von der Rentenzahlung eher absehen. Stirbt der Versicherte bereits wenige Jahre nach Rentenbeginn, kommt dies vor allem dem Versicherer und der Versichertengemeinschaft zugute. Die Hinterbliebenen hingegen gehen leer aus, sofern kein spezieller Zusatzschutz für sie vereinbart wurde. Ausgezahltes Kapital kann dagegen flexibel an die Erben weitergegeben werden und bleibt somit innerhalb der Familie. Hier kann eine risikolebensversicherung mit auszahlung zu lebzeiten eine sinnvolle Ergänzung sein, um die Familie zusätzlich abzusichern.
Steuerliche Aspekte bei der Auszahlung beachten
Bei der Entscheidung zwischen Kapital- und Rentenauszahlung sind die steuerlichen Regelungen von großer Bedeutung. Wie viel Steuern fällig werden, hängt maßgeblich vom Abschlussjahr des Vertrages ab.
Verträge vor 2005:
Ältere Verträge, die vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurden, genießen oft erhebliche steuerliche Vorteile bei einer Kapitalauszahlung. Diese ist unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei:
- Die Laufzeit des Vertrages beträgt mindestens zwölf Jahre.
- Die Beitragszahlung erfolgte für mindestens fünf Jahre.
- Die vertraglich vereinbarte Todesfallsumme muss mindestens 60 Prozent der gesamten Beitragszahlung betragen haben.
Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer auf die Kapitalerträge an, nachdem der Sparerpauschbetrag berücksichtigt wurde. Im Rahmen der Steuererklärung können Versicherte jedoch eine Günstigerprüfung beantragen. Liegt der persönliche Steuersatz unter der Abgeltungsteuer, wird dieser angewendet, was zu einer geringeren Steuerlast führen kann.
Verträge ab 2005:
Für Verträge, die ab dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurden, gelten andere Regeln. Die Differenz zwischen der Kapitalauszahlung und den insgesamt eingezahlten Beiträgen ist zur Hälfte steuerpflichtig, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
- Die Laufzeit des Vertrages beträgt mindestens zwölf Jahre.
- Die Auszahlung erfolgt frühestens mit dem 60. Lebensjahr (bzw. mit 62 Jahren, wenn der Vertrag seit 2012 abgeschlossen wurde).
- Bei Verträgen ab dem 1. April 2009 muss die vereinbarte Todesfallsumme mindestens 50 Prozent der gesamten Beitragszahlung betragen.
Diese Regelung, auch “Halbeinkünfteverfahren” genannt, ist insbesondere für Sparer attraktiv, die ihren Vertrag über einen längeren Zeitraum bespart und die Altersgrenze erreicht haben.
2. Auszahlung steueroptimal verschieben
Eine effektive Stellschraube, um die Auszahlung steuerlich zu optimieren, ist die Aufschuboption, die viele Verträge bieten. Damit können Sie den Zeitpunkt der Auszahlung auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, der steuerlich günstiger ist. Dies ist besonders sinnvoll, wenn das auszuzahlende Geld versteuert werden muss und die Auszahlung vor dem eigentlichen Rentenalter erfolgen würde. Während des Rentenbezugs fällt der persönliche Steuersatz in der Regel wesentlich geringer aus als im aktiven Erwerbsleben.
Beispiel für eine Kapitalauszahlung:
Eine Kundin hat ihre private Rentenversicherung im Jahr 2005 abgeschlossen und möchte sie 2017 auf einen Schlag ausgezahlt bekommen. Ihr Sparerpauschbetrag ist bereits ausgeschöpft. Sie hat 80.000 Euro eingezahlt, und es sollen 100.000 Euro ausgezahlt werden. Die Hälfte der Erträge, also 10.000 Euro, müsste sie mit ihrem persönlichen Steuersatz versteuern. Liegt dieser im letzten Jahr ihres Erwerbslebens bei 35 Prozent, verbleiben ihr netto 96.500 Euro. Würde sie jedoch ein Jahr warten, bis sie in Rente ist, und ihr Steuersatz dann nur noch 20 Prozent beträgt, blieben ihr netto 1.500 Euro mehr.
Es ist wichtig zu beachten, dass der Versicherer bei der Auszahlung zunächst die volle Abgeltungsteuer auf den Ertrag abführt. Die Korrektur auf die Hälfte der Erträge und den persönlichen Steuersatz erfolgt dann über die jährliche Steuererklärung. Die Option zur teilauszahlung lebensversicherung generali könnte hier ebenfalls eine Rolle spielen, um die steuerliche Belastung über mehrere Jahre zu verteilen.
Monatliche Renten sind steuergünstig
Relativ wenig Steuern nimmt der Staat von denjenigen Sparern, die sich für eine monatliche Rentenzahlung entscheiden. Dies gilt unabhängig davon, wann der Vertrag abgeschlossen und wie lange er bespart wurde. Ein entscheidender Faktor für die Höhe des zu versteuernden Anteils ist das Alter des Sparers bei der ersten Rentenzahlung: Je älter der Sparer ist, desto geringer ist der Teil der Rente, der versteuert werden muss. Beginnt der Rentenbezug beispielsweise mit 60 Jahren, sind 22 Prozent der Rente steuerpflichtig; beginnt er erst mit 67 Jahren, sind es nur noch 17 Prozent.
Ein Aufschub der Rentenzahlung hat hier einen doppelten positiven Effekt: Zum einen steigt die monatliche Rente selbst, wenn der Versicherte später mit der Auszahlung beginnt. Dies liegt daran, dass der Versicherer dann mit einer geringeren Zahlungsdauer kalkuliert. Zum anderen führt der möglicherweise geringere Steuersatz im Rentenalter zu niedrigeren Steuerzahlungen.
Beispiel für eine monatliche Rente:
Ein Kunde bezieht mit 65 Jahren, also im letzten Jahr vor seinem Renteneintritt, eine private Rente von 500 Euro. Er muss davon 18 Prozent, also 90 Euro, versteuern. Sein persönlicher Steuersatz liegt bei 35 Prozent. In diesem Jahr zahlt er somit knapp 31,50 Euro Steuern auf seine monatliche Rente.
Hätte der Kunde seine Aufschuboption genutzt und mit der Auszahlung gewartet, bis er mit 66 Jahren in Rente geht, sähe die Rechnung anders aus. Seine Rente wäre aufgrund des späteren Beginns höher ausgefallen und würde dann 520 Euro betragen. Davon müsste er jetzt und in den Folgejahren nur noch 17 Prozent, also 88,40 Euro, versteuern. Sein Steuersatz läge dann nur noch bei 20 Prozent. Demnach würde er in diesem Jahr lediglich 17,68 Euro Steuern auf seine monatliche Rente zahlen. Dies zeigt deutlich das Potenzial zur Lebensversicherung Auszahlung optimieren durch geschickte Zeitplanung.
3. Die passende Rentenform wählen
Neben der Entscheidung zwischen Kapital- und Rentenauszahlung ist die Wahl der Rentenform ein weiterer wichtiger Faktor, um die Lebensversicherung Auszahlung optimieren zu können. Hier unterscheiden sich die Angebote der Versicherer erheblich und können direkten Einfluss auf die Stabilität und Entwicklung Ihrer Rentenhöhe nehmen.
Kunden, die sicherstellen wollen, dass ein einmal erreichtes Rentenniveau garantiert bestehen bleibt und im besten Fall sogar steigt, sollten die “volldynamische Auszahlung” wählen – anders, als es Angelika Dohle seinerzeit getan hatte. Bei dieser Option starten Sie zwar mit einer tendenziell geringeren Rente, müssen aber keine Kürzungen befürchten, selbst wenn die Überschüsse des Versicherers einbrechen sollten. Verfolgt der Versicherer eine solide Anlagestrategie, kann die Rente im Laufe der Jahre sogar kontinuierlich ansteigen, da die Auszahlung jedes Jahr auf Basis der erzielten Überschüsse neu festgelegt wird. Dies bietet eine hohe Planungssicherheit und die Chance auf steigende Einkünfte im Alter.
Eine weitere Möglichkeit wäre eine “flexible” Rente. Deren Auszahlung verläuft in der Regel konstanter als bei der volldynamischen Variante, kann aber je nach Überschussentwicklung auch fallen. Sie liegt in ihrer anfänglichen Höhe meist zwischen der fallenden (wie bei der Sofortüberschussrente) und der steigenden Rente. Der Vorteil ist eine gewisse Stabilität, gekoppelt mit der Möglichkeit, von guten Überschüssen zu profitieren, aber eben auch das Risiko, bei schlechter Überschussentwicklung Kürzungen hinnehmen zu müssen.
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Versicherer alle Auszahlungssysteme anbieten. Eine detaillierte Beratung und der Vergleich verschiedener Angebote sind daher unerlässlich, um die Rentenform zu finden, die am besten zu Ihren individuellen Bedürfnissen und Ihrer Risikobereitschaft passt.
4. Kosten reduzieren und Rendite steigern
Was viele Verträge zusätzlich zur abnehmenden Überschussbeteiligung unattraktiv macht, sind die oft hohen Kosten, die die Rendite belasten. Es gibt jedoch Kosten, die auch noch im Verlauf des Vertrages vermieden werden können. Diese zu identifizieren und entsprechend zu handeln, ist ein effektiver Weg, um die Lebensversicherung Auszahlung optimieren zu können.
Häufig werden Verträge von Lebensversicherungen mit einer automatischen Beitragserhöhung abgeschlossen, die sogenannte “Dynamik”. Das bedeutet, dass die Beiträge, die in die Versicherung gezahlt werden, jedes Jahr steigen. Die Dynamik klingt beim Abschluss häufig sehr sinnvoll: Mit der jährlichen Steigerung der Beiträge, so wird argumentiert, sichert sich der Versicherte gegen die Inflation ab und sorgt dafür, dass die spätere Leistung ihren Wert behält. Auch aus einem anderen Grund kann eine vereinbarte dynamische Beitragszahlung wünschenswert sein: Ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöht sich durch die höheren Beiträge die Versicherungsleistung im Todesfall. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn sich der Gesundheitszustand des Versicherten verschlechtert hat und eine reguläre Erhöhung der Todesfallsumme nicht mehr oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich wäre.
Die Versicherer lassen sich diesen Service allerdings gut bezahlen: Die Unternehmen behandeln die zusätzlichen Beiträge aus der Dynamik oft wie einen neuen Vertrag und berechnen für jede Beitragserhöhung erneut Abschlusskosten. Diese wiederkehrenden Kosten schmälern den Anteil des Beitrags, der tatsächlich in den Sparvorgang fließt. Das Prinzip der lebensversicherung dynamik sollte daher kritisch hinterfragt werden, insbesondere in den letzten Jahren der Vertragslaufzeit.
Minus vorprogrammiert durch hohe Kosten
Durch diese wiederkehrenden Kosten fließt nicht der komplette Beitrag in den Sparvertrag. Je höher die Kosten sind, desto länger dauert es, bis das Vertragsguthaben wieder den tatsächlich eingezahlten Beiträgen entspricht. Für Sparer kann dies bedeuten, dass sie über viele Jahre hinweg trotz regelmäßiger Einzahlungen rechnerisch im Minus sind. Daher ist es ratsam, in den letzten Jahren seines Vertrages der automatischen Erhöhung (Dynamik) aktiv zu widersprechen. Dies ist in der Regel unkompliziert und schnell mit einem formlosen Brief an den Versicherer erledigt.
Beispiel:
Eine Kundin hat eine Rentenversicherung aus dem Jahr 2005, die mit einem garantierten Zinssatz von 2,75 Prozent verzinst wird. Bei ihrer automatischen Beitragserhöhung fallen Abschlusskosten von 4 Prozent auf alle künftigen Beiträge an sowie laufende Verwaltungs- und Risikokosten von 10 Prozent. In diesem Fall würde es ganze 13 Jahre dauern, bis ihr garantiertes Kapital die insgesamt eingezahlten Beiträge übersteigt. Eine frühzeitige Kündigung der Dynamik hätte hier zu einer erheblichen Kostenersparnis und damit zu einer besseren Rendite geführt. Auch das Thema gothaer lebensversicherung kündigen auszahlung kann in diesem Kontext relevant werden, wenn man die Kostenlast nicht mehr tragen möchte.
5. Zinsen voll mitnehmen: Jährliche Beitragszahlung
Ein oft übersehener, aber finanziell signifikanter Punkt zur Lebensversicherung Auszahlung optimieren betrifft die Zahlungsweise der Beiträge. Häufig bezahlen Kunden die Beiträge für ihre Lebensversicherung nicht jährlich, sondern monatlich. Dies ist bequem und erleichtert die Budgetplanung, da die Raten nicht zum Jahresanfang komplett auf einmal gezahlt werden müssen.
Diese Zahlungsart hat jedoch einen teuren Nachteil: Im Jahr der Einzahlung werden die meisten Beiträge nur für einen Teil der Monate verzinst, nicht für das gesamte Jahr. Die monatlich eingezahlten Beträge werden erst ab dem Zeitpunkt ihrer Einzahlung verzinst. Das bedeutet, dass die Beträge, die beispielsweise im November oder Dezember eingezahlt werden, nur noch für kurze Zeiträume Zinsen abwerfen oder sogar gar nicht mehr für das gesamte laufende Beitragsjahr berücksichtigt werden.
Dadurch sinkt die effektive Höhe der Auszahlung des Vertrages. Über die gesamte Laufzeit einer Lebensversicherung können sich diese kleinen monatlichen Zinsverluste zu beträchtlichen Summen addieren. Je nach Laufzeit des Vertrages und dem vereinbarten Zinssatz kann dies hunderte bis tausende Euro kosten, die dem Sparer am Ende fehlen. Um die Zinsen voll mitzunehmen, ist es daher in vielen Fällen ratsamer, die Beiträge jährlich zu entrichten. Wenn dies finanziell möglich ist, maximiert es den Zinseszinseffekt und trägt erheblich zur Optimierung der Auszahlung bei.
6. Überflüssigen Zusatzschutz streichen
Viele Kapitallebensversicherungen beinhalten Zusatzversicherungen, die den Hauptvertrag ergänzen sollen. Einige davon sind jedoch überflüssig oder bieten einen Schutz, der in vielen Fällen bereits anderweitig abgedeckt ist. Das Streichen solcher unnötigen Zusatzleistungen ist ein weiterer effektiver Weg, um Beiträge zu sparen und die Lebensversicherung Auszahlung optimieren zu können.
Ein Klassiker, der meistens ohne Bedenken gestrichen werden kann, ist die Extra-Versicherung des Unfalltodes. Hierbei erhalten Hinterbliebene die doppelte Todesfallsumme, wenn der Versicherte nicht auf natürliche Weise, sondern durch einen Unfall ums Leben kommt.
Doch warum sollten Hinterbliebene mehr Geld bekommen, wenn der Versicherte nicht auf natürlichem Weg, sondern durch einen Unfall stirbt? Aus finanzieller Sicht gibt es selten gute Gründe für diesen zusätzlichen Schutz. Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer tragisch, unabhängig von der Todesursache. Die Hinterbliebenen benötigen in jedem Fall finanzielle Unterstützung. Daher ist es fragwürdig, eine Unterscheidung nach der Todesursache zu treffen, die sich direkt auf die Höhe der Auszahlung auswirkt.
Die Beiträge für diesen Zusatzschutz fließen in den Risikoschutz und nicht in den Sparanteil des Hauptvertrages. Dadurch schmälern sie die Beitragsrendite und verringern den Betrag, der tatsächlich für die Altersvorsorge angespart wird. Streichen Kunden den Unfalltodschutz, zahlen sie weniger für ihre Lebensversicherung und können die frei werdenden Mittel in andere, möglicherweise rentablere Anlageformen stecken. Dies kann eine höhere Flexibilität und eine bessere Gesamtrendite für die eigene Finanzplanung bedeuten.
Fazit: Wer handelt, profitiert!
Die Geschichte von Angelika Dohle zeigt eindrücklich, dass die passive Haltung gegenüber der eigenen Lebens- oder Rentenversicherung teuer werden kann. Wer seine Lebensversicherung Auszahlung optimieren möchte, hat jedoch auch kurz vor Rentenbeginn noch zahlreiche Möglichkeiten, aktiv zu werden. Von der bewussten Entscheidung zwischen Kapitalauszahlung und Rente, über die steueroptimale Verschiebung des Auszahlungszeitpunkts, bis hin zur Wahl der passenden Rentenform und der konsequenten Reduzierung von Kosten und überflüssigem Zusatzschutz – jede der sechs vorgestellten Strategien bietet Potenzial zur Verbesserung.
Es ist entscheidend, sich umfassend zu informieren und die individuellen Vertragsbedingungen genau zu prüfen. Auch wenn Angelika Dohle im Rückblick wünschte, sie hätte von Anfang an anders investiert und kann an ihrem Vertrag nichts mehr ändern, so ist ihre Erfahrung doch eine wichtige Lehre: Wissen ist Macht. Wer die Stellschrauben kennt und bereit ist, die eigene Vorsorge aktiv zu gestalten, kann seine finanzielle Zukunft maßgeblich beeinflussen. Nutzen Sie die Chancen, die Ihnen Ihr Vertrag bietet, und sorgen Sie dafür, dass Ihre Lebensversicherung Auszahlung optimieren zu Ihrem Vorteil wirkt und Ihre Rente lange einigermaßen stabil bleibt. Zögern Sie nicht, professionellen Rat einzuholen, um die bestmöglichen Entscheidungen für Ihre individuelle Situation zu treffen.
