Morgens der Duft frischer Brötchen, knusprig und warm – ein Traum, der nicht immer den Gang zum Bäcker erfordert. Aufbackbrötchen sind für viele Haushalte eine beliebte und zeitsparende Alternative. Doch wie gut sind diese haltbaren Varianten wirklich im Vergleich zu den ofenfrischen Bäckerwaren? Die Fernsehsendung „Galileo“ hat sich dieser Frage angenommen und verschiedene Aufbackbrötchen, die in vielen deutschen Supermärkten erhältlich sind, genau unter die Lupe genommen. Ziel war es herauszufinden, welche Produkte geschmacklich, preislich und in Bezug auf ihre Inhaltsstoffe überzeugen können.
Frisch gebackene Aufbackbrötchen in einem Korb mit Tischtuch
Für den umfassenden Test traten drei ungekühlte Brötchensorten gegen drei tiefgekühlte Konkurrenten an. Die Bewertung basierte auf mehreren Kriterien, darunter der Preis, die Deklaration der Inhaltsstoffe, der Geschmack, die Optik und die einfache Handhabung im Alltag. Ein Gourmet-Bäcker begleitete den Test und teilte sein Fachwissen, um eine fundierte Einschätzung der Produkte zu gewährleisten.
Tiefkühl- vs. ungekühlte Aufbackbrötchen: Ein Inhaltsstoff-Check
Ein gutes Brötchen zeichnet sich laut Gourmet-Bäcker Karsten Grewe durch eine überschaubare Zutatenliste aus: „In einem guten Brötchen ist nicht mehr drin als Mehl, Hefe, Salz, Wasser und ein bisschen Gerstenmalzsirup.“ Bei der Analyse der Inhaltsstoffe zeigte sich ein klarer Vorteil für die tiefgekühlten Aufbackbrötchen. Ihre Zutatenlisten sind im Allgemeinen kürzer und transparenter als die der ungekühlten Testgegner, was auf weniger Zusatzstoffe hindeutet. Dies ist ein wichtiger Aspekt für gesundheitsbewusste Verbraucher, die Wert auf natürliche Produkte legen.
Die Tiefkühlvarianten konnten nicht nur bei den Inhaltsstoffen punkten, sondern überzeugten auch in den Kategorien Optik, Geruch und Geschmack. Sie entwickeln beim Aufbacken im Ofen eine besonders krosse Kruste, da sie während des Backvorgangs Feuchtigkeit abgeben. Für alle, die den knusprigen Genuss auch bei ungekühlten Brötchen schätzen, gaben die Tester einen praktischen Tipp: Die ungekühlten Brötchen vor dem Backen leicht befeuchten, um einen ähnlichen Effekt zu erzielen und eine appetitliche Kruste zu erhalten.
Haltbarkeit, Preis und die Frage des Stellplatzes
Ein entscheidender Pluspunkt für alle ungekühlten Aufbackbrötchen im Test ist ihre Lagerung. Sie benötigen keinen Platz in der Tiefkühltruhe und sind dennoch bis zu zehn Wochen haltbar. Dieser Vorteil ist für viele Haushalte mit begrenztem Gefrierplatz oder für Spontankäufe attraktiv. Besonders bemerkenswert ist, dass die getesteten ungekühlten Produkte ihre lange Haltbarkeit ganz ohne den Einsatz von Konservierungsstoffen erreichen. Stattdessen werden sie durch ein spezielles Gas in der Verpackung frisch gehalten.
Auch der Preis spielt beim Kauf von Aufbackbrötchen eine wichtige Rolle. Als Preisfavoriten gingen die gemischten Brötchen von Kaufland hervor, die für nur 0,79 Euro erhältlich sind, was etwa zehn Cent pro Stück entspricht. Ebenfalls sehr günstig sind die Roggenkrüstchen von Kaufland sowie die Weizenbrötchen der Conditorei Coppenrath & Wiese. Letztere sind weit verbreitet und in Supermärkten wie Aldi, Rewe und Edeka erhältlich. Diese Produkte erhielten aufgrund ihres attraktiven Preises jeweils einen Punkt in der Kategorie Kosten.
Der klare Testsieger im Galileo-Vergleich
Nach umfassender Bewertung aller Kriterien – von den Inhaltsstoffen über Geschmack und Optik bis hin zu Preis und Handhabung – kürte die „Galileo“-Redaktion einen eindeutigen Testsieger: die tiefgekühlten Weizenbrötchen der Conditorei Coppenrath & Wiese. Diese Brötchen überzeugten nicht nur durch ihre guten Inhaltsstoffe und ihren Preis, sondern auch maßgeblich durch ihren hervorragenden Geschmack und den angenehmen Geruch nach dem Backen. Sie bieten somit ein rundum gelungenes Erlebnis für Liebhaber frischer Brötchen.
Es ist jedoch interessant zu erwähnen, dass auch die Stiftung Warentest kürzlich Aufbackbrötchen auf ihre Qualität geprüft hat. Die Ergebnisse zeigten, dass die Warentester ein anderes Produkt auf dem ersten Platz sahen. Dies unterstreicht, wie vielfältig die Produkte auf dem Markt sind und dass unterschiedliche Testkriterien zu verschiedenen Empfehlungen führen können. Für Verbraucher bedeutet dies eine größere Auswahl und die Möglichkeit, das für sie passende Produkt zu finden.
Mythos oder Wahrheit: Sind dunkle Brötchen immer gesünder?
Der „Galileo“-Beitrag räumte zudem mit einem weit verbreiteten Irrglauben auf: Dunkle Brötchen sind nicht automatisch gesünder. Viele Verbraucher assoziieren eine dunkle Farbe mit einem höheren Gesundheitswert, doch das ist oft ein Trugschluss. Nur ein hoher Vollkornanteil macht ein Brötchen tatsächlich gesünder, so die klare Aussage der Tester. Vollkornprodukte enthalten mehr Ballaststoffe, die länger satt halten und die Verdauung fördern.
Tatsächlich werden viele dunkle Brötchen lediglich mit Malzextrakt eingefärbt, um einen gesünderen Eindruck zu erwecken, ohne jedoch die ernährungsphysiologischen Vorteile von Vollkorn zu bieten. Bäcker Grewe betonte, dass „gesünder alles ist, was keine Chemie enthält“. Das Credo lautet: Je weniger Inhaltsstoffe auf der Verpackung vermerkt sind, desto besser ist das Produkt in der Regel. Es kommt also nicht auf die Optik, sondern auf den Inhalt an. Erst ein hoher Anteil an Vollkornmehl oder Vollkornschrot macht ein Brötchen zu einer wirklich gesunden Vollkorn-Alternative.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Aufbackbrötchen eine hervorragende Möglichkeit bieten, den Genuss frischer Backwaren ganz einfach zu Hause zu erleben. Ob Sie sich für tiefgekühlte oder ungekühlte Varianten entscheiden, achten Sie auf die Inhaltsstoffe und den Vollkornanteil. Entdecken Sie selbst Ihren Favoriten unter den zahlreichen Angeboten und genießen Sie den Duft und den Geschmack von ofenfrischen Brötchen, wann immer Ihnen danach ist!
