Der FCE Eilenburg hat sich im Sachsenpokal gegen den tapferen Landesligisten SG Dynamo Dresden-Bora durchgesetzt, allerdings nicht ohne Anlaufschwierigkeiten. Die Partie, die auf dem engen Kunstrasenplatz am Jägerpark stattfand, zeigte zunächst einen engagierten Underdog, der dem Favoriten aus der Regionalliga das Leben schwer machte. Doch in der zweiten Halbzeit zündete der FCE den Turbo und sicherte sich mit einem deutlichen Sieg den Einzug in die nächste Runde. Nun blicken die Fußballfans gespannt auf die weiteren Begegnungen, insbesondere auf die Auftritte der anderen Regionalliga-Teams wie den Chemnitzer FC, FSV Zwickau, Chemie und Lok Leipzig.
Eine Zähe Erste Halbzeit: Kampf um Raum und Chancen
Von Beginn an offenbarte sich für den FCE Eilenburg die erwartete Herausforderung gegen einen hochmotivierten Landesligisten. Die SG Dynamo Dresden-Bora zeigte eine disziplinierte Abwehrleistung und verengte geschickt die Räume, was es den Gästen aus Eilenburg schwer machte, ihr gewohntes Kombinationsspiel aufzuziehen und zu klaren Torchancen zu kommen. Der Kunstrasenplatz trug zusätzlich dazu bei, dass sich der Regionalligist ungewohnt schwertat.
In der zehnten Minute bot sich eine erste Gelegenheit nach einem Standard, doch Tom Fischer jagte den Ball direkt in die Mauer. Eilenburg blieb zwar über weite Strecken bestimmend, stieß jedoch immer wieder auf eine kompakte Bora-Verteidigung. Für Aufregung sorgte eine Szene in der 17. Minute, als der FCE einen Strafstoß forderte, der Pfiff des Schiedsrichters jedoch ausblieb. Dies führte zu Unmut auf der Eilenburger Bank, und FCE-Coach Kevin Rodewald sah wegen Meckerns die Gelbe Karte.
Die größte Chance der ersten Halbzeit für die Muldestädter ergab sich in der 26. Minute, als Adrian Jarosch den Ball mit einem präzisen Schuss nur an die Unterkante der Latte setzte. Das Leder sprang von dort vor die Torlinie und zurück ins Feld, das Führungstor lag greifbar nah, wollte aber nicht fallen. Bis zur Halbzeitpause verteidigte Bora entschlossen und verdiente sich den Teilerfolg eines torlosen Unentschiedens, ein Ergebnis, das die Regionalligisten sichtlich frustrierte.
Eilenburg Zündet Turbo Nach der Pause: Dreierpack in Neun Minuten
Die Pausenansprache von Kevin Rodewald scheint Wirkung gezeigt zu haben, denn nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste aus Eilenburg wie verwandelt. Mit Beginn der zweiten Halbzeit erhöhte der FCE spürbar den Druck und belohnte sich schnell für die nun aggressivere Spielweise.
Es war die 50. Minute, als Franco Schädlich den ersehnten Knoten löste. Mit einem präzisen Steckpass schickte er William Kallenbach auf die Reise, der in den Strafraum eindrang und eiskalt zum verdienten 0:1 vollendete. Dieser Treffer war der Dosenöffner, der die Bora-Verteidigung ins Wanken brachte. Die Kombination der beiden Angreifer sollte sich nur wenige Minuten später erneut bezahlt machen, diesmal mit vertauschten Rollen.
In der 57. Minute revanchierte sich Kallenbach und legte für Schädlich auf, der den Ball ins lange Eck schob und die Führung auf 0:2 ausbaute. Nur 120 Sekunden später, in der 59. Minute, machte Aaron Henkel mit einem weiteren Treffer den Dreierpack perfekt und sorgte für die endgültige Entscheidung zum 0:3. Dieser Blitz-Doppelschlag innerhalb von nur neun Minuten nahm dem Landesligisten jegliche Hoffnung auf eine Überraschung. Niklas Borck durfte in der 84. Minute ebenfalls noch ran und krönte die Eilenburger Leistung mit dem 0:4. Einziger Wermutstropfen war eine unnötige Ampelkarte für den eingewechselten Joel Ampadu in der Nachspielzeit, die seine Teamkollegen jedoch nicht mehr aus der Ruhe bringen konnte.
Die Spannung Steigt: Favoriten im Sachsenpokal Am Sonntag Gefordert
Nach dem souveränen, wenn auch anfänglich mühsamen, Weiterkommen des FCE Eilenburg richten sich die Blicke nun auf die weiteren Partien des Sachsenpokals. Am Sonntag stehen weitere spannende Zweitrunden-Begegnungen an, bei denen die etablierten Regionalligisten ihre Favoritenrolle unter Beweis stellen müssen. Der Chemnitzer FC, der FSV Zwickau sowie die beiden Leipziger Traditionsvereine Chemie und Lok Leipzig treten allesamt gegen unterklassige Teams an und sind klar favorisiert.
Besondere Aufmerksamkeit wird dem Duell zwischen dem Landesklasse-Team Radeberg und der BSG Chemie Leipzig zuteil. Diese Partie wird live bei SPORT IM OSTEN im Livestream übertragen, was den Fans die Möglichkeit bietet, die Pokalstimmung hautnah mitzuerleben und möglicherweise Zeuge einer Pokalsensation zu werden. Die Ausgangslage ist klar: Die Regionalligisten sind gefordert, dürfen ihre Gegner nicht unterschätzen und müssen vom Anpfiff weg konzentriert agieren, um die Zweitrunden-Hürde erfolgreich zu überspringen und ihrem Anspruch gerecht zu werden.
Fazit: Sachsenpokal voller Spannung
Der FCE Eilenburg hat seine Pflichtaufgabe im Sachsenpokal erfüllt und zieht verdient in die nächste Runde ein. Die Partie gegen die SG Dynamo Dresden-Bora zeigte einmal mehr die Tücken des Pokalwettbewerbs, in dem David immer wieder Goliath ärgern kann. Doch die Eilenburger bewiesen nach der Pause ihre Klasse und setzten sich am Ende deutlich durch. Mit dem Blick auf die kommenden Spiele am Sonntag verspricht der Sachsenpokal weiterhin packende Duelle und die Möglichkeit für Underdogs, Geschichte zu schreiben, während die Regionalligisten ihre Dominanz bestätigen wollen. Bleiben Sie dran und verfolgen Sie die spannenden Entwicklungen im sächsischen Fußball.
