Der Duft von frisch gebackenem Kuchen, der süße Geschmack von Kakao und Vanille – manche Aromen rufen sofort lebendige Erinnerungen an die Kindheit wach. Dieser Marmorgugelhupf ist mehr als nur ein einfaches Gebäck; er ist eine Zeitkapsel, die süße Nostalgie und das Gefühl von Zuhause in sich trägt. Oftmals sind es gerade die schlichten, hausgemachten Köstlichkeiten, die eine ganz besondere Magie entfalten und uns auf eine kulinarische Reise in die Vergangenheit mitnehmen. Dieses Rezept, das ursprünglich von meiner Mutter gebacken wurde, gelingt auch heute noch kinderleicht und wird mit einer kleinen Besonderheit serviert – meiner Tochter, die mit Begeisterung backt.
Warum dieser Gugelhupf besonders ist
Wie bei vielen Menschen verbinden sich auch bei mir bestimmte Speisen unweigerlich mit dem Gefühl von Geborgenheit und familiären Momenten. Es sind oft keine aufwendigen Kreationen, sondern einfache Gerichte wie Mamas Fleckerlspeise, Zwetschgenkuchen von unserem alten Zwetschkenbaum oder eben dieser Marmorgugelhupf, der uns am Wochenende oft ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Diese Klassiker, frei von überflüssigem Schnickschnack, sind es, die durch ihre Einfachheit und ihren authentischen Geschmack bestechen. Heute backe ich diesen Gugelhupf gerne für meine eigene Familie, und es ist faszinierend zu sehen, wie meine ältere Tochter mittlerweile selbst mit Leidenschaft in der Küche steht und diesen Kuchen mitgestaltet. Die einfache Zubereitung macht ihn zu einem idealen Projekt auch für jüngere Backhelfer, die so spielerisch den Weg zum gesunder geburtstagskuchen entdecken können, falls sie etwas Ähnliches für einen besonderen Anlass backen möchten.
Saftiger Gugelhupf
Zubereitung: Saftiger Gugelhupf aus der Kindheit
Dieses Rezept ist darauf ausgelegt, unkompliziert zu gelingen und ein konstant saftiges Ergebnis zu liefern.
Zutaten:
- 200 g Butter
- 200 g Puderzucker (Staubzucker)
- 4 Eier
- 230 g Weizenmehl (glatt)
- 1 Teelöffel Backpulver
- Optional: etwas Milch
- 20 g Kakaopulver (Backkakao)
- 1 Teelöffel Vanillezucker
- Eine Prise Salz
- Butter und Mehl für die Gugelhupfform
Anleitung:
- Vorbereitung der Form: Eine Gugelhupfform großzügig mit weicher Butter auspinseln und anschließend mit Mehl bestäuben. Überschüssiges Mehl ausklopfen und die Form beiseite stellen.
- Teig anrühren: Die weiche Butter mit Puderzucker, Vanillezucker und einer Prise Salz cremig schlagen, bis die Masse hell und schaumig ist. Nach und nach die Eigelbe einzeln unterrühren.
- Eischnee: Das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen. Dieser Schritt ist entscheidend für die Lockerheit des Kuchens. Ein kleiner Tipp zur Überprüfung der Festigkeit: Mit einem Messer in den Eischnee schneiden. Bleibt der Schnitt sichtbar und kaum Eischnee am Messer haften, ist der Schnee perfekt steif. Den Eischnee vorsichtig unter die Butter-Zucker-Masse heben.
- Mehl hinzufügen: Mehl und Backpulver vermischen und nach und nach unter die Teigmasse rühren, bis ein glatter Teig entsteht. Sollte der Teig zu fest wirken, kann hier esslöffelweise etwas Milch eingerührt werden.
- Marmormuster erstellen: Den Teig in zwei Portionen teilen. Eine Portion mit dem Kakaopulver gut vermischen. Die helle Teigmasse zuerst in die vorbereitete Gugelhupfform füllen. Anschließend die dunkle Kakaomasse darauf verteilen. Mit einer Gabel oder einem Holzstäbchen spiralförmig durch beide Teigschichten ziehen, um das charakteristische Marmormuster zu erzeugen. Eine “Acht”-Bewegung eignet sich hierfür besonders gut.
- Backen: Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze für etwa 60 Minuten backen. Die Backzeit kann je nach Ofen variieren. Um sicherzugehen, dass der Kuchen durchgebacken ist, kann die Stäbchenprobe gemacht werden.
- Abkühlen und Servieren: Den fertigen Gugelhupf kurz in der Form abkühlen lassen, bevor er vorsichtig auf eine Kuchenplatte gestürzt wird. Nach dem vollständigen Auskühlen kann er nach Belieben mit Puderzucker bestäubt werden.
Guglhupf Anschnitt
Der Gugelhupf schmeckt am besten, wenn er noch lauwarm ist und zum Sonntagskaffee gereicht wird. In meiner Kindheit war es ein besonderer Genuss, ein Stückchen dieses Kuchens am nächsten Morgen in eine Tasse heißen Kakao zu tunken. Wer meinem Instagram Kanal folgt, hat diesen Kuchen vielleicht schon in einem meiner Posts entdeckt. Schon beim Gedanken daran läuft mir das Wasser im Mund zusammen.
Variationen und Inspiration
Dieser Marmorgugelhupf lässt sich wunderbar variieren. Ein Hauch von Zimt beispielsweise verleiht dem Kuchen eine herbstliche oder vorweihnachtliche Note und macht ihn zu einem idealen Begleiter für die kältere Jahreszeit. Auch wer auf der Suche nach einem geburtstagskuchen für 2 jährigen ist, kann mit diesem Grundrezept spielen und es zuckerreduziert oder mit kindgerechten Aromen anpassen, auch wenn hierfür eine Anpassung nötig wäre, um einen echten geburtstagskuchen 2 jahre ohne zucker zu kreieren.
Der Gugelhupf mit seinen Kindheitserinnerungen ist nur eines von vielen Gerichten, die mich kulinarisch zurück in meine Vergangenheit versetzen. Auf diesem Blog finden sich noch weitere herzhafte und süße Erinnerungen, die darauf warten, von Ihnen entdeckt zu werden. Welche Lieblingsgerichte wecken bei Ihnen die schönsten Kindheitserinnerungen? Teilen Sie Ihre kulinarischen Schätze gerne mit uns!
