Bauchfett reduzieren: Die Rolle mehrfach ungesättigter Fettsäuren

Menschen in der zweiten Lebenshälfte können ihre Gesundheit durch Ernährung beeinflussen

Die „NutriAct“-Ernährungsstudie liefert bahnbrechende Erkenntnisse für die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Verbesserung der Gesundheit älterer Menschen. Aktuelle Ergebnisse belegen, dass ein spezifisches Ernährungsmuster mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren das gefährliche viszerale Fettgewebe, auch bekannt als Bauchfett, signifikant reduziert. Das Besondere daran: Dieser Effekt tritt unabhängig von einer Gewichtsabnahme ein und verbessert somit das kardiometabolische Risiko. Diese Entdeckung könnte die Ernährungsempfehlungen für Menschen ab 50 Jahren maßgeblich beeinflussen und neue Wege für ein gesünderes Leben eröffnen. Um das Risiko von Herzerkrankungen zu minimieren und gesund bleiben, ist es entscheidend, die richtigen Nährstoffe zu wählen. cite: blutdruck senken lebensmittel

Gefährliches Bauchfett: Ein Risiko für Herz und Kreislauf

Bauchfett, oder viszerales Fettgewebe, sammelt sich unter der Muskelschicht des Bauches und umhüllt die inneren Organe. Obwohl es ursprünglich als Energiereserve diente, hat ein Übermaß davon heute gravierende gesundheitliche Nachteile. Es fördert die Freisetzung von Entzündungs- und anderen Botenstoffen und begünstigt schädliche Blutfette, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettleber und Typ-2-Diabetes erheblich steigert. Menschen mit viel Bauchfett leiden häufig unter Bluthochdruck. In der zweiten Lebenshälfte ist dieses Risiko besonders hoch, und traditionelle Methoden zur Bauchfett reduzieren, wie eine drastische Gewichtsabnahme, können bei älteren Menschen nachteilig sein, da sie oft mit Muskelverlust einhergehen. Daher sind neue Ansätze gefragt, die gezielt das Bauchfett angehen, ohne die Muskulatur zu gefährden. Wenn Sie den Wunsch haben, Ihren bluthochdruck natürlich senken möchten, ist ein bewusster Umgang mit der Ernährung ein wichtiger Schritt.

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Die NutriAct-Studie: Ein Vergleich zweier Ernährungsweisen

Vor diesem Hintergrund führten Wissenschaftler*innen des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin im Rahmen des Kompetenzclusters „NutriAct“ eine dreijährige Ernährungsstudie durch. 502 Männer und Frauen im Alter von 50 bis 80 Jahren wurden zufällig einer Interventions- oder Kontrollgruppe zugeordnet. Die Interventionsgruppe befolgte das NutriAct-Ernährungsmuster, das reich an einfach- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, vorwiegend pflanzlichen Proteinen und Ballaststoffen war. Sie erhielten spezielle Lebensmittel und nahmen an umfangreichen Ernährungs-, Koch- und Lebensstilberatungen teil. Die Kontrollgruppe hingegen hielt sich an die Standardempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und erhielt weniger intensive Beratungen sowie konventionelle Lebensmittel.

Klare Ergebnisse der MRT-Untersuchung

Um die Veränderungen des viszeralen Fettgewebes präzise zu erfassen, wurde bei einer Teilgruppe von 300 Proband*innen zu Beginn und nach zwölf Monaten eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt – eine Methode, die als Goldstandard gilt. Die Ergebnisse waren eindeutig: Die Interventionsgruppe zeigte eine signifikante Reduktion des viszeralen Fettgewebes, während in der Kontrollgruppe keine Veränderungen festzustellen waren.

Prof. Knut Mai, DZHK-Wissenschaftler und Leiter der Abteilung Humanernährung am DIfE, erklärt: „Diese Reduktion wurde maßgeblich durch die erhöhte Aufnahme von mehrfach ungesättigten Fettsäuren vermittelt und ging mit einer Verbesserung des kardiometabolischen Risikomarkers LDL-Cholesterin einher.“ Interessanterweise war dieser positive Effekt unabhängig vom leichten Gewichtsverlust, der in beiden Gruppen beobachtet wurde. Dies unterstreicht die besondere Bedeutung der spezifischen Nährstoffzusammensetzung des NutriAct-Ernährungsmusters. Um Ihren blutdruck natürlich senken zu können, ist es wichtig, die Rolle solcher Nährstoffe in Ihrer Ernährung zu verstehen.

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Optimierte Ernährungsempfehlungen für Menschen ab 50

Die Ergebnisse der Studie sind besonders relevant für ältere Menschen, die ein erhöhtes Risiko für kardiometabolische Erkrankungen tragen. Nina Meyer, Erstautorin der Studie, betont: „Die spezifische Ernährungsweise könnte als präventive Maßnahme gegen solche Erkrankungen dienen, ohne dass eine drastische Gewichtsreduktion notwendig und ein Verlust der Muskelmasse zu befürchten ist.“ Da das NutriAct-Ernährungsmuster im Vergleich zu anderen Diätformen einfacher in den Alltag integriert werden kann, bietet es eine vielversprechende Möglichkeit, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der breiten Bevölkerung zu senken und gleichzeitig dabei zu helfen, blutdruck schnell senken pfefferminztee zu können, oder andere natürliche Wege zur Blutdruckregulierung zu finden. Zukünftige Forschungen werden die zugrunde liegenden Mechanismen weiter aufklären und den Einfluss auf andere kardiovaskuläre Systeme genauer analysieren.

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Fazit

Die NutriAct-Studie belegt eindrücklich die positive Wirkung von mehrfach ungesättigten Fettsäuren auf die Reduktion von viszeralem Bauchfett und die Verbesserung kardiometabolischer Risikofaktoren bei älteren Erwachsenen. Dieses spezifische Ernährungsmuster bietet eine effektive Strategie, um die Herz-Kreislauf-Gesundheit zu fördern und das Risiko chronischer Krankheiten zu senken, ohne auf potenziell schädliche Gewichtsabnahme-Strategien angewiesen zu sein. Für Menschen ab 50 Jahren bieten diese Erkenntnisse eine wertvolle Grundlage, um ihre Ernährung bewusst anzupassen und aktiv zur Erhaltung ihrer Gesundheit beizutragen. Konsultieren Sie immer einen Arzt oder Ernährungsberater, um individuelle Empfehlungen zu erhalten und Ihre Gesundheit optimal zu unterstützen.

Originalpublikation: Improvement in Visceral Adipose Tissue and LDL Cholesterol by High PUFA Intake: 1-Year Results of theNutriAct Trial (Meyer et al., 2024)
Quelle: Pressemitteilung DIfE