Bitpanda im Sicherheitscheck: Wie gut schützt der Krypto-Broker Ihr Geld?

Bitpanda wirbt mit dem Slogan „Investiere mit Vertrauen“ und verspricht Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit. Über sieben Millionen Nutzer haben sich bereits von dem 2014 in Wien gegründeten FinTech überzeugen lassen. Die Handelsplattform bietet neben Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum auch den Handel mit Aktien, ETFs, Edelmetallen und Rohstoffen. Doch wie sicher ist das angelegte Geld bei Bitpanda wirklich, insbesondere im Vergleich zu anderen Anbietern wie Trade Republic, eToro und Scalable Capital? Dieser Artikel beleuchtet die Sicherheitsmaßnahmen von Bitpanda und vergleicht sie mit denen der Konkurrenz.

Umfassende Sicherheitsmaßnahmen bei Bitpanda

Bitpanda setzt auf eine Vielzahl von Schutzmechanismen, um die Gelder und Daten seiner Nutzer zu sichern. Das Unternehmen verfügt über zahlreiche europäische Lizenzen und Registrierungen, darunter eine Volllizenz der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für den Eigenhandel und die Verwahrung von Kryptoassets. Zu den Kernsicherheitsmaßnahmen zählen:

  • Cold Storage: Ein Großteil der Kryptowährungen wird offline in Cold Wallets verwahrt, was sie vor Cyberangriffen schützt. Externe Prüfungen bestätigen regelmäßig die Sicherheit dieser Speicher. Nur ein kleiner Teil verbleibt in Hot Wallets für Transaktionen und ist durch zusätzliche Schutzmaßnahmen gesichert.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Ein zusätzlicher Sicherheitscode nach der Passworteingabe erschwert unbefugte Zugriffe.
  • SSL-Verschlüsselung: Sämtliche Daten und Transaktionen werden durch SSL-Verschlüsselung geschützt, um sensible Kundeninformationen zu sichern.
  • Infrastrukturschutz: Bitpanda gewährleistet durch zahlreiche Maßnahmen die Zuverlässigkeit, Integrität und Verfügbarkeit seiner Infrastruktur. Regelmäßige Bewertungen durch externe Partner, einschließlich Penetrationstests, minimieren Risiken.
  • Interne Sicherheitsüberwachung: Ein Programm zur Überwachung von Insider-Bedrohungen und regelmäßige Schulungen der internen Teams schärfen das Sicherheitsbewusstsein.
  • ISO 27001-Zertifizierung: Diese internationale Norm bestätigt, dass Bitpanda einen internationalen Standard für Informationssicherheitsmanagementsysteme (ISMS) erfüllt und damit Cyberangriffen und Datendiebstahl entgegenwirkt.
  • SOC 2-Konformität: Das SOC 2 Typ 1-Zertifikat belegt die Erfüllung der Kriterien für Vertrauensdienste in den Bereichen Sicherheit, Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Datenschutz.
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Diese Maßnahmen unterstreichen Bitpandas Engagement für Sicherheit und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und internationaler Standards.

Der entscheidende Unterschied: Fehlende Einlagensicherung

Trotz der beeindruckenden Sicherheitsvorkehrungen gibt es einen wesentlichen Unterschied zu klassischen Banken: Bitpanda ist ein E-Geld-Institut und unterliegt nicht der gesetzlichen Einlagensicherung. Das bedeutet, dass Kundengelder im Falle einer Insolvenz von Bitpanda nicht bis zu 100.000 Euro pro Kunde geschützt sind, wie es bei Banken der Fall ist. Dieses Risiko sollten Anleger bei der Wahl ihrer Handelsplattform berücksichtigen.

Vergleich mit Alternativen: Trade Republic, eToro und Scalable Capital

Andere Handelsplattformen bieten neben vergleichbaren Sicherheitsstandards auch die gesetzliche Einlagensicherung für Kundengelder.

Trade Republic

Der deutsche Online-Broker Trade Republic ermöglicht den Handel mit Aktien, ETFs und Kryptowährungen. Kundengelder werden auf separaten Verrechnungskonten bei Partnerbanken gehalten und sind somit durch die gesetzliche Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro geschützt. Wertpapiere lagern in getrennten Depots und fließen nicht in die Insolvenzmasse ein. Alle Datenübertragungen erfolgen mittels TLS-Verschlüsselung.

eToro

Die internationale Plattform eToro bietet neben ihrem “Copy Trading”-Feature ebenfalls eine Einlagensicherung. Geldguthaben sind pro Partnerbank und Kunde bis zu 100.000 Euro geschützt. Kundengelder werden getrennt von Unternehmensgeldern verwahrt. SSL-Verschlüsselung und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung sorgen für zusätzliche Sicherheit.

Scalable Capital

Scalable Capital, ein deutscher Online-Broker, reguliert durch die BaFin, bietet für nicht-investierte Kundengelder eine gesetzliche Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro. Die Wertpapiere werden in separaten Depots verwahrt. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen umfassen die Zwei-Faktor-Authentifizierung und regelmäßige externe Sicherheitsüberprüfungen. Scalable Capital ist zudem ISO 27001-zertifiziert.

Fazit: Sicherheit bei Bitpanda im Vergleich

Bitpanda überzeugt mit robusten Sicherheitsmaßnahmen wie Cold Storage und 2FA, um Cyberangriffe und unbefugte Zugriffe zu verhindern. Die fehlende gesetzliche Einlagensicherung stellt jedoch ein signifikantes Risiko dar, insbesondere bei höheren Anlagebeträgen. Trade Republic, eToro und Scalable Capital bieten neben ähnlichen Sicherheitsstandards den zusätzlichen Schutz der Einlagensicherung. Für Anleger, die Wert auf maximale Sicherheit legen, könnten diese Alternativen attraktiver sein. Wer jedoch selten nicht-investierte Gelder auf der Plattform belässt, kann auch Bitpanda bedenkenlos nutzen.

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Häufig gestellte Fragen zu Bitpanda

Was passiert mit meinen Kryptowährungen, wenn Bitpanda insolvent wird?
Erworbene Kryptowährungen bleiben Eigentum der Kunden, da Bitpanda diese nur treuhänderisch verwahrt. Sie fallen somit nicht in die Insolvenzmasse und sind durch die Cold Storage-Lagerung zusätzlich geschützt. Für maximale Unabhängigkeit empfiehlt es sich, größere Mengen in ein eigenes Wallet zu übertragen.

Wie unterscheidet sich die Sicherheit bei Bitpanda von klassischen Banken?
Klassische Banken sind zur gesetzlichen Einlagensicherung verpflichtet, Krypto-Plattformen wie Bitpanda jedoch nicht. Bitpanda bietet zwar umfangreiche Schutzvorkehrungen, aber keine gesetzliche Absicherung der Kundengelder im Insolvenzfall, was ein wichtiger Unterschied zu Bankkonten ist.

Kann ich die Sicherheitsvorkehrungen von Bitpanda selbst erhöhen?
Ja, Nutzer können die Sicherheit durch die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung, die Übertragung von Kryptowährungen in ein eigenes Wallet, die Verwendung starker Passwörter und die Achtsamkeit gegenüber Phishing-Versuchen erhöhen.