Erfolgreiche Frauen-WM 2023: ARD und ZDF überzeugen mit Top-Quoten

Die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland hat in Deutschland für große Begeisterung gesorgt. Trotz des unerwartet frühen Ausscheidens der deutschen Nationalmannschaft zogen ARD und ZDF eine äußerst positive Bilanz hinsichtlich der magenta tv wm 2022 Einschaltquoten und der Nutzung ihrer Angebote. Die Berichterstattung über die Frauen-WM 2023 TV Quoten zeigte eindrucksvoll das wachsende Interesse am Frauenfußball in Deutschland.

Yorck Polus, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Sport, äußerte sich hochzufrieden mit der Resonanz: „Wir sind hochzufrieden damit, wie unsere Angebote zur Fifa-Frauen-WM genutzt werden.“ Diese Aussage unterstreicht den Erfolg, den die öffentlich-rechtlichen Sender mit ihrer umfassenden Berichterstattung erzielen konnten.

Hohe Zuschauerzahlen trotz frühem DFB-Aus

Das ZDF erreichte mit 23 Spielübertragungen bis einschließlich der Viertelfinal-Spiele einen durchschnittlichen Marktanteil von beeindruckenden 28,5 Prozent. Die digitalen Angebote standen diesem Erfolg in nichts nach: Die Livestreams auf “sportstudio.de” verzeichneten insgesamt über fünf Millionen Aufrufe, während die YouTube-Videos der Sender knapp elf Millionen Aufrufe erzielten. Diese Zahlen belegen, dass die Zuschauer die Spiele nicht nur linear im Fernsehen verfolgten, sondern auch verstärkt auf digitale Formate zurückgriffen.

Besonders bemerkenswert war das ungebrochene Interesse des Publikums, obwohl das deutsche Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten musste. Polus hob hervor, dass die beiden im ZDF ausgestrahlten Viertelfinalbegegnungen, selbst ohne deutsche Beteiligung, durchschnittlich sogar 32,3 Prozent Marktanteil erreichten. Dies zeigt, dass das Interesse an der Qualität des Frauenfußballs und an spannenden internationalen Duellen über die reine Unterstützung der eigenen Mannschaft hinausging.

Weiterlesen >>  Spannung in der 3. Liga: Ingolstadt trifft auf MSV Duisburg

Die Halbfinalpartie zwischen Spanien und Schweden sicherte dem ZDF 34,6 Prozent Marktanteil. Das zweite Halbfinale zwischen Australien und England im Ersten lockte mit knapp drei Millionen Zuschauern sogar noch einmal rund 700.000 mehr vor die Bildschirme, was einem Marktanteil von 35,5 Prozent entsprach. Den Höhepunkt bildete das WM-Finale zwischen Spanien und England am Sonntagmittag, das 5,38 Millionen Zuschauer verfolgten und mit 41,8 Prozent Marktanteil zur Tages-Spitze avancierte.

Die Bedeutung der Sendezeiten und deutsche Gruppenspiele

Es ist wichtig, die eindrucksvollen Quoten auch im Kontext der Sendezeiten zu betrachten. Das erste Halbfinalspiel fand beispielsweise nach deutscher Zeit morgens um 10 Uhr statt und erreichte in absoluten Zahlen „nur“ 2,21 Millionen Zuschauer. Für ähnlich hohe Marktanteile am Abend wären hierfür noch einige Millionen Zuschauer mehr notwendig gewesen.

Andererseits hätten die drei Gruppenspiele der deutschen Frauen, die ohne große Zeitverschiebung stattfanden, höchstwahrscheinlich noch deutlich mehr Menschen erreicht. Der klare 6:0-Auftaktsieg gegen Marokko fesselte rund 5,6 Millionen Zuschauer (60,4 Prozent Marktanteil). Die knappe Niederlage gegen Kolumbien an einem Sonntagvormittag sahen sogar 10,4 Millionen Menschen (61,6 Prozent Marktanteil). Das letzte und entscheidende Gruppenspiel gegen die südkoreanische fußballnationalmannschaft verfolgten etwas mehr als acht Millionen Zuschauer, was einem beeindruckenden Marktanteil von 63,5 Prozent entsprach. Dies verdeutlicht das enorme Potenzial, das Frauenfußball bei günstigeren Sendezeiten entfalten kann. Die Partie uruguay gegen südkorea bei der Männer-WM 2022 zeigte ebenfalls, wie internationale Begegnungen ein breites Publikum ansprechen können.

Auch in der für öffentlich-rechtliche Angebote oft schwierigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen erzielten Das Erste und das ZDF eindrucksvolle Marktanteile. Entsprechend zufrieden zeigte sich ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky mit der Resonanz und dankte dem ARD-Team, das „nach einer extrem kurzen Vorbereitungszeit so attraktive und abwechslungsreiche Übertragungen auf die Beine gestellt hat.“

Weiterlesen >>  Exklusiver Wellness-Luxus an der Grenze: Ihr Tor zu Deutschlandentdeckungen

Hohes sportliches Niveau und Expertisen am Mikrofon

Erstmals nahmen 32 Länder an einer Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft teil. Im Vorfeld gab es Befürchtungen, das Turnierniveau könnte gerade während der Gruppenphase überschaubar sein. Diese Ängste erwiesen sich jedoch als unbegründet. Viele der vermeintlich kleineren Teams sind über sich hinausgewachsen und lieferten überraschende Leistungen ab. Das Turnier bot zahlreiche Spiele auf hohem taktischem und technischem Niveau, gepaart mit viel Spannung und Dramatik.

Auch die Expertisen am Mikrofon trugen zum positiven Gesamteindruck bei. Während die frühere Nationalspielerin Nia Künzer bei ihrem letzten Turnier als ARD-Expertin gewohnt sachlich und unaufgeregt analysierte, sorgte Kathrin Lehmann im ZDF-Studio mit ihrem Enthusiasmus für Aufsehen und stellte zur Veranschaulichung sogar Strafraumszenen nach. Die ehemalige Schweizer Torhüterin, die bereits bei der Frauen-Europameisterschaft im Vorjahr als Entdeckung galt, begeisterte die Zuschauer mit ihrer mitreißenden Art und ihrem Fachwissen.

Kritik am FIFA-Weltbild und technische Herausforderungen

Einzig das sogenannte Weltbild des Weltfußballverbandes FIFA trübte den ansonsten guten Gesamteindruck der Übertragungen. Technische Feinheiten wurden zwar gerne in Superzeitlupe wiederholt, doch Tritte und Schläge, mitunter auch fernab vom eigentlichen Spielgeschehen, wurden regelmäßig ausgeblendet. Ähnlich wie bereits bei der wm heute 20 uhr der Männer in Katar, schien der Weltfußballverband darauf bedacht zu sein, das „schöne Spiel“ nicht durch unschöne Bilder zu beschädigen. Ein größeres Ärgernis, das ebenfalls schon bei der Männer-WM 2022 zu beobachten war, war die Bildregie, die regelmäßig auch dann noch Zeitlupenstudien zeigte, wenn der Ball längst wieder im Spiel war und wichtige Szenen auf dem Platz verpasst wurden.

Fazit: Frauenfußball auf dem Vormarsch

Trotz der genannten Kritikpunkte und der Herausforderung, Übertragungsrechte erst kurz vor Turnierbeginn zu sichern, war die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2023 ein großer Erfolg für den Frauenfußball und die deutschen Sender ARD und ZDF. Die hohen Zuschauerzahlen und Marktanteile sind ein klares Zeichen dafür, dass Frauenfußball in Deutschland eine immer größere Akzeptanz und Beliebtheit genießt. Dieses wachsende Interesse zeigt sich nicht nur in den Einschaltquoten, sondern auch in der breiteren öffentlichen Wahrnehmung des Sports.

Weiterlesen >>  WM 2026: Pride Match Kontroverse – Protest aus Ägypten und Iran

Die positive Resonanz auf die Weltmeisterschaft unterstreicht das Potenzial für zukünftige globale Sportereignisse, ähnlich wie die wasserball wm 2022 andere Sportarten ins Rampenlicht rückt. Die Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland bleibt spannend und verspricht weitere Erfolge. Bleiben Sie dran für weitere spannende Sportanalysen auf Shock Naue!