Mini-Brötchen aus hellem Emmer-Mehl: Ein einfaches Urkorn-Rezept

Mini-Brötchen mit hellem Emmer-Mehl

Die Zubereitung von frischen Brötchen zu Hause muss weder kompliziert noch zeitaufwendig sein. Dieses Rezept für Mini-Brötchen aus hellem Emmer-Mehl beweist, dass auch Anfänger mit wenigen Zutaten und überschaubarem Aufwand ein köstliches Ergebnis erzielen können. Emmer, ein Urgetreide, verleiht den Brötchen nicht nur einen hervorragenden Geschmack, sondern auch wertvolle Nährstoffe. In nur etwa 4,5 Stunden – von der Zubereitung bis zum fertigen Brötchen – zaubern Sie ein Stück Heimat auf Ihren Frühstückstisch. Dieses Rezept ist eine wunderbare Alternative zu herkömmlichen Weizenbrötchen und lädt dazu ein, die Vielfalt des Backens mit alten Getreidesorten zu entdecken.

Mini-Brötchen mit hellem Emmer-MehlMini-Brötchen mit hellem Emmer-Mehl

Die Faszination von Emmer-Brötchen

Emmer, auch bekannt als Zweikorn, gehört zu den ältesten kultivierten Getreidesorten und hat im Zuge des Trends zu Urgetreiden eine Renaissance erlebt. Sein nussiges Aroma und die gute Verarbeitbarkeit machen ihn zu einer ausgezeichneten Wahl für Brot und Brötchen. Dieses Rezept konzentriert sich auf helles Emmer-Mehl, das eine feinere Textur ermöglicht als Vollkornvarianten, aber dennoch die charakteristischen Geschmacksnoten des Emmer bewahrt. Die Zubereitung erfordert lediglich Mehl, Wasser, Salz und Hefe – eine simple Grundlage für ein authentisches Geschmackserlebnis. Die kurze Gehzeit von 3,5 Stunden für den Hauptteig, ergänzt durch drei Dehn- und Faltvorgänge, sorgt für eine lockere Krume mit einer ansprechenden Porung, wie sie sonst oft nur bei aufwendigeren Sauerteigbroten zu finden ist.

Einfachheit und Gelingen: Ein Rezept für Jedermann

Das Besondere an diesem Rezept ist seine Zugänglichkeit. Selbst Backanfänger werden mit der Anleitung Schritt für Schritt zum Erfolg geführt. Die Handhabung des Teiges unterscheidet sich bis zum Formen der Brötchen kaum von der Zubereitung anderer Teige. Das Formen der Mini-Brötchen mit einem Teiggewicht von etwa 45 bis 50 Gramm mag anfangs etwas Übung erfordern, aber die einfache Technik des Rundwirkens und das Auslegen in einem gefalteten Leinentuch (oder alternativ direkt mit dem Schluss nach unten oder oben) verhindert, dass die kleinen Teiglinge vor dem Backen auseinanderlaufen. Die anschließende Stückgare von 30 Minuten bereitet die Brötchen optimal auf den heißen Ofen vor.

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Der Zeitplan im Überblick

Für eine optimale Planung des Backtages bietet das Rezept einen klaren Zeitplan:

  • Bis 10:20 Uhr: Teig kneten.
  • 10:50 Uhr, 11:20 Uhr, 11:50 Uhr: Dehnen und Falten des Teiges in regelmäßigen Abständen.
  • 14:00 Uhr: Formen der Brötlinge.
  • 14:30 bis 14:50 Uhr: Backen der Brötchen.

Dieser Zeitplan ermöglicht es, die Brötchen frisch für den Mittagstisch oder das Abendessen zu backen.

Die Krume ist weich und offenDie Krume ist weich und offen

Das Rezept im Detail

Ergibt: ca. 40g pro Brötchen
Zubereitungszeit: ca. 4,5 Stunden
Region: Deutschland, Franken, Schwabach
Frischehaltung: Sollten frisch verzehrt werden.

Zutaten:

  • 300g Emmer-Mehl hell (alternativ Weizenmehl Typ 550)
  • 217g Wasser (beginnen Sie mit etwas weniger und fügen Sie bei Bedarf mehr hinzu)
  • 6g Hefe (frisch)
  • 9g Salz

Hinweise zur Zubereitung:

  • Wasserdosierung: Die Wassermenge kann je nach Mehlsorte variieren. Es ist ratsam, zunächst etwas weniger Wasser zu verwenden und bei Bedarf nachzugeben, um einen zu weichen Teig zu vermeiden.
  • Knetzeiten: Die angegebenen Knetzeiten beziehen sich auf die Nutzung einer Knetmaschine. Achten Sie auf die Konsistenz des Teiges statt auf die exakten Zeitangaben. Der Teig sollte die “Fensterprobe” bestehen, d.h., er lässt sich dünn ausziehen, ohne sofort zu reißen.
  • Backen: Sofern nicht anders angegeben, wird Ober- und Unterhitze empfohlen.

Zubereitung:

  1. Hauptteig: Geben Sie alle Zutaten – bis auf das Salz – in die Knetmaschine. Kneten Sie den Teig etwa 10 Minuten lang (langsam beginnend, dann schneller). Fügen Sie in den letzten 2 Minuten das Salz hinzu. Führen Sie die Fensterprobe durch.
  2. Gehzeit: Geben Sie den Teig in eine geölte Schüssel und lassen Sie ihn 3,5 Stunden gehen. Führen Sie innerhalb der ersten 90 Minuten dreimal das Dehnen und Falten durch (nach 30, 60 und 90 Minuten). Der Teig sollte sich gut verdoppelt haben und erste Luftbläschen zeigen.
  3. Formen: Breiten Sie den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche aus. Stechen Sie Teigstücke von ca. 45-50g ab (für größere Brötchen ca. 70-80g). Formen Sie die Teiglinge zu kleinen Kugeln. Legen Sie diese mit dem Schluss nach unten oder oben in ein gefaltetes Leinentuch.
  4. Stückgare: Lassen Sie die geformten Brötchen für 30 Minuten ruhen.
  5. Backen: Heizen Sie den Ofen mit einem Pizzastein oder Backblech auf 240°C Ober-/Unterhitze vor. Dies dauert etwa 30-45 Minuten während der Stückgare. Vergessen Sie das Schwaden nicht.
  6. Baden: Setzen Sie die Brötchen auf den heißen Stein oder das Blech. Wenn die Teiglinge mit dem Schluss nach oben gereift sind, können Sie sie noch leicht einschneiden. Andernfalls backen Sie sie direkt, was zu einem rustikalen Aufreißen führt.
  7. Backvorgang: Schließen Sie die Ofentür und schwaden Sie sofort. Backen Sie die Brötchen für 8 Minuten bei 240°C unter Schwaden. Entnehmen Sie die Schwaden und lassen Sie kurz Dampf ab. Backen Sie weitere 12 Minuten bei 240°C.
  8. Abkühlen: Nehmen Sie die fertigen Brötchen aus dem Ofen und lassen Sie sie auf einem Rost vollständig abkühlen.
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Diese Mini-Brötchen eignen sich hervorragend als Beilage oder können, wie im Originalrezept beschrieben, zu köstlichen Pizza-Brötchen weiterverarbeitet werden. Die knusprige Kruste und die weiche, offene Krume machen sie zu einem wahren Genuss.

Aufgeschnittene Mini-Brötchen, bereit für die WeiterverarbeitungAufgeschnittene Mini-Brötchen, bereit für die Weiterverarbeitung

Fazit und Ausblick

Die Mini-Brötchen aus hellem Emmer-Mehl sind ein Paradebeispiel dafür, wie einfach und erfüllend das Backen von Grund auf sein kann. Sie vereinen traditionelle Getreidesorten mit modernen Backtechniken und liefern ein Ergebnis, das sowohl geschmacklich als auch optisch überzeugt. Dieses Rezept von www.brooot.de ist eine wertvolle Ergänzung für jede Hausbäckerei und lädt dazu ein, sich weiter mit der Vielfalt der deutschen Backkunst auseinanderzusetzen. Probieren Sie es aus und erleben Sie den Unterschied!