Die Frauenfußball-EM 2025 in der Schweiz hat mit einer echten Überraschung begonnen: Titelverteidiger England musste im prestigeträchtigen Auftaktspiel gegen Mitfavorit Frankreich eine Niederlage einstecken. Vor 22.542 begeisterten Zuschauern im Zürcher Letzigrundstadion zeigte die französische Auswahl eine beeindruckende Leistung und setzte sich mit 2:1 (2:0) gegen die “Lionesses” von Erfolgscoach Sarina Wiegmann durch. Dieses Ergebnis wirft bereits früh im Turnier Fragen nach der Form des amtierenden Europameisters auf und unterstreicht die Ambitionen Frankreichs, endlich den ersten großen internationalen Titel zu erringen. Für die deutschen Frauen, die ebenfalls zum erweiterten Favoritenkreis zählen, bedeutet dies zudem, dass der potenzielle Viertelfinal-Gegner aus dieser starken Gruppe kommen könnte.
Fehlstart für England trotz früher Überlegenheit
Die Engländerinnen, angeführt von Spielerinnen wie Georgia Stanway vom FC Bayern im Mittelfeld, starteten die Partie zunächst zielstrebiger und schienen die Kontrolle übernehmen zu wollen. Mit schnellen Vorstößen und einer konzentrierten Defensive versuchten sie, das französische Spiel zu unterbinden. Doch Frankreichs Ballkünstlerinnen, bekannt für ihre individuelle Klasse und ihr feines Passspiel, ließen sich davon nicht beirren. Zwar verhedderten sie sich anfänglich noch oft im Klein-Klein, fanden aber mit zunehmender Spieldauer immer besser in die Partie und übernahmen zusehends die Initiative. Die englische Dominanz verblasste, und die Kontrolle über das Mittelfeld ging verloren.
Dieser Kontrollverlust rächte sich bitter in der ersten Halbzeit. Ein folgenschwerer Ballverlust von Georgia Stanway im Mittelfeld leitete den Führungstreffer für Frankreich ein. Über die starke Élisa de Almeida auf der rechten Außenbahn und eine präzise Flanke von Delphine Cascarino landete der Ball bei Marie-Antoinette Katoto, die in der 36. Minute eiskalt zum 1:0 einschob. Nur drei Minuten später, in der 39. Minute, legte Sandy Baltimore nach einem sehenswerten Solo nach: Sie ließ gleich drei englische Gegenspielerinnen stehen und erhöhte auf 2:0. Dieser Doppelschlag kurz vor der Pause versetzte dem Titelverteidiger einen schweren Schlag und spiegelte die nun deutlich überlegene Leistung der Französinnen wider.
Nach der französischen Führung sind die englischen Spielerinnen niedergeschlagen.
Englands verzweifelte Aufholjagd und Frankreichs Titelträume
Nach der Halbzeitpause fanden die Engländerinnen nur schwer zurück ins Spiel. Die französische Defensive stand kompakt, und die Angriffe der Lionesses verpufften oft, da kaum Lücken in der gegnerischen Abwehr gefunden wurden. Der französische Traum vom ersten großen internationalen Titel lebt indes mehr denn je. Trotz der umstrittenen Nichtnominierung der langjährigen Kapitänin und Abwehrchefin Wendie Renard durch Trainer Laurent Bonadei sowie dem Fehlen von Rekordnationalspielerin Eugénie Le Sommer (200 Länderspiele) zeigte Frankreich eine mannschaftlich geschlossene und spielerisch überzeugende Leistung. Dieses Team hat das Potenzial, die etablierten Kräfte herauszufordern und bis ins Finale vorzustoßen.
Einzig Keira Walsh konnte in der 87. Minute für England verkürzen. Nach einem Eckball traf sie präzise ins rechte Eck und ließ Frankreich in den letzten Minuten noch einmal zittern. Doch der Anschlusstreffer kam zu spät, um das Blatt noch zu wenden. Das Spiel endete 2:1 für Frankreich, ein Ergebnis, das die Stärke der Französinnen und die Herausforderungen für den amtierenden Europameister in diesem Turnier deutlich macht. Die Leistung des FC Bayern München Julian Nagelsmann bei den Männern zeigt, dass Ballbesitz nicht alles ist, entscheidend ist die Effizienz vor dem Tor.
DFB-Talente im Rampenlicht: Brand und Kett im Team des Turniers
Während England und Frankreich um die Spitzenposition kämpfen, gibt es auch gute Nachrichten für den deutschen Frauenfußball. Obwohl es für das DFB-Team am Ende nicht zum Titel gereicht hat, wurde zwei Spielerinnen eine besondere Ehre zuteil: Jule Brand und Franziska Kett wurden nach Turnierende in das “Team des Turniers” berufen. Diese Anerkennung unterstreicht die individuelle Klasse und das enorme Potenzial dieser jungen Talente. Ihre Leistungen sind ein vielversprechendes Zeichen für die Zukunft des deutschen Frauenfußballs und zeigen, dass Deutschland weiterhin Weltklasse-Spielerinnen hervorbringt.
Jule Brand und Franziska Kett
Dieser Saisonstart bei der Frauenfußball-EM 2025 verspricht ein spannendes und ereignisreiches Turnier. Die Favoritenrolle ist nicht klar verteilt, und jede Mannschaft muss in jedem Spiel ihre beste Leistung abrufen. Für Fans, die gerne die Spannung verfolgen, bieten sich diverse Möglichkeiten, auf die fußballwetten der kommenden Spiele zu setzen und die Entwicklungen auf dem Platz hautnah zu erleben.
Fazit: Eine EM voller Spannung erwartet
Der Auftakt der Frauenfußball-EM 2025 hat gezeigt, dass in diesem Turnier alles möglich ist. Englands Niederlage gegen Frankreich ist ein deutliches Signal, dass der Weg zum Titel kein leichter sein wird. Frankreich hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie zu den Top-Favoriten gehören, und ihre Spielfreude wird noch viele Gegner vor Herausforderungen stellen. Für Deutschland bedeutet dies, die Konkurrenz genau zu beobachten und sich auf starke mögliche Viertelfinal-Gegner vorzubereiten. Die Nominierung von Brand und Kett ins Team des Turniers ist ein Lichtblick für den DFB. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Überraschungen diese Europameisterschaft bereithält, aber eines ist sicher: Es wird ein unvergessliches Turnier voller Leidenschaft und erstklassigem Frauenfußball. Verpassen Sie keine Sekunde und bleiben Sie dran, um die weiteren Entwicklungen der Frauenfußball-EM 2025 zu verfolgen!
