Vom Lehrling zum EuroSkills-Helden: Simons beeindruckender Weg im Elektrohandwerk

Die Welt der Elektrotechnik ist faszinierend und bietet unzählige Möglichkeiten für talentierte und engagierte Fachkräfte. Simon, ein junger Elektroinstallateur, hat einen bemerkenswerten Karriereweg eingeschlagen, der ihn von einer engagierten Lehre über nationale Meisterschaften bis hin zu den europäischen EuroSkills-Wettbewerben führte. Seine Geschichte ist ein Beispiel für Leidenschaft, harte Arbeit und den unermüdlichen Wunsch nach Exzellenz in einem anspruchsvollen Handwerk. Tauchen Sie ein in Simons spannenden Werdegang und erfahren Sie, wie er zu einem wahren “Vollblut-Stromer” wurde.

Die Funken sprühen: Simons Entscheidung für den Elektroinstallateur-Beruf

Für Simon war die Berufswahl schon früh klar: Er wollte Handwerker werden, und zwar Elektriker. Eine Lehre bei Bütler Elektro war für ihn von Anfang an die erste Wahl. Die ersten beiden Lehrjahre waren eine Herausforderung; er musste sich an den intensiven Arbeitsalltag gewöhnen und sich in ein sehr engagiertes Team einfügen. Doch als er im dritten und vierten Lehrjahr die Möglichkeit bekam, zwei anspruchsvolle Baustellen, teilweise mit KNX-Systemen, weitgehend selbstständig zu betreuen, war seine Begeisterung endgültig geweckt. Simon wurde zum “Vollblut-Stromer”, angetrieben von einer ähnlichen Hingabe und Leidenschaft, die man oft im Fußball Regionalliga sieht.

Auf dem Podest bei den SwissSkills 2018: Der Weg nach Bern

Im Jahr 2018 schloss Simon seine Lehrabschlussprüfung im Kanton Aargau mit der herausragenden Gesamtnote von 5.7 (praktisch 5.9) als Bester ab. Dieser Erfolg ebnete ihm den Weg zur Regionalmeisterschaft und schliesslich zur Qualifikation für die SwissSkills 2018 in Bern. Dieses Ereignis, das nur alle vier Jahre stattfindet und 75 Berufe umfasst, war eine absolut tolle, aber auch äusserst anspruchsvolle Erfahrung. Die Siegerehrung, bei der Simon als Dritter aufs Podest durfte, war ein gigantischer Moment und ein Höhepunkt seiner jungen Karriere.

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Intensive Vorbereitung für die EuroSkills in Graz

Mit dem Erfolg bei den SwissSkills qualifizierte sich Simon für die EuroSkills in Graz. Die Vorbereitung darauf wurde von EIT.swiss äusserst professionell organisiert. Zwölf Wochen intensiven Trainings dienten dazu, Simons Arbeitstechnik zu verfeinern, seine Arbeitsorganisation zu optimieren und vor allem sein Arbeitstempo zu steigern. Hinzu kamen drei Wochen spezifischer Kurse bei renommierten Firmen wie Siemens und Feller. Auch Mentaltraining und Ernährungstipps waren Teil des Programms, und Simon hielt sich mit Sport fit. Zwischen den Trainings absolvierte er zudem die Rekrutenschule und wurde in die Servicegruppe bei Bütler integriert. Dort lernte er von Pirmin Bucher und Stefan Vogel, dass Flexibilität der Schlüssel zur Lösung fast jedes Problems ist. Besonders stressig waren die pandemiebedingten Verschiebungen der EuroSkills von September 2020 auf Januar 2021 und schliesslich auf September 2021.

Der Wettkampf in Graz: Fokus, Leistung und Emotionen

Die drei Tage in Graz waren eine intensive Erfahrung. Simon war überzeugt, bestens vorbereitet zu sein. Die gestellte Aufgabe, die 16 Stunden praktische Arbeit und eine Stunde Theorie umfasste, war anspruchsvoll und zeitlich äusserst knapp bemessen. Während der gesamten Arbeitszeit war Simon vollständig auf seine Aufgabe konzentriert. Dank Gehörschutz und Schutzbrille nahm er die zahlreichen Zuschauer und angereisten Fans kaum wahr. Besonders emotional war der Schlussgong, als bei Simon im Wissen, seine beste Leistung abgerufen zu haben, alle Dämme brachen. Ein Moment purer Erleichterung und Stolz.

Erfolge feiern und die Zukunft gestalten: Karriereweg und Weiterbildung

Nach dem anstrengenden Wettkampf durfte Simon seinen Erfolg gebührend feiern. Die grossartig inszenierte Siegerehrung mit vielen erfolgreichen Schweizer Teilnehmern (6x Gold, 3x Silber, 4x Bronze) und die anschliessende Feier waren unvergesslich. Ebenso herzlich war der Empfang des gesamten Teams in Rümlang und natürlich die Feier in seinem Betrieb mit dem gesamten Bütler-Team.

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Direkt nach den EuroSkills begann Simon ein berufsbegleitendes Studium in Elektrotechnik an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), mit dem Ziel, den Abschluss in Energietechnik zu erreichen. Neben seinem Studium arbeitet er weiterhin zu 60 % als Servicemonteur bei Bütler. Die intensive Vorbereitung auf die EuroSkills kommt ihm dabei täglich zugute: Er geht Probleme strukturierter an, organisiert seine Arbeit besser und kann selbst knifflige Logo- und KNX-Steuerungen souverän lösen. Simons Geschichte ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Berufsausbildung, Wettbewerbe und kontinuierliche Weiterbildung Hand in Hand gehen können, um eine erfolgreiche und erfüllende Karriere im Elektrohandwerk zu gestalten.