Probleme mit automatischen Office-Updates: Ursachen und Lösungen

Die automatische Aktualisierung von Microsoft Office ist entscheidend, um stets die neuesten Fehlerbehebungen und Sicherheitsfunktionen zu erhalten. Dennoch kann es vorkommen, dass diese Funktion unerwartet deaktiviert wird, was zu einer veralteten Softwareversion führen kann. Wenn Sie feststellen, dass Ihre Office-Installation keine Updates mehr empfängt und die Optionen zur Verwaltung von Updates ausgegraut oder nicht sichtbar sind, gibt es dafür spezifische Ursachen und Lösungen.

Mögliche Ursachen für deaktivierte Updates

Dieses Problem tritt in der Regel auf, wenn die automatischen Updates entweder manuell deaktiviert wurden oder wenn die Einstellungen durch Gruppenrichtlinien (Group Policy) verwaltet werden. In solchen Fällen ist die Schaltfläche “Update-Optionen” im Menü “Konto” möglicherweise nicht verfügbar oder ausgegraut.

Lösungsansätze zur Reaktivierung von automatischen Updates

Um die automatischen Updates wieder zu aktivieren und sicherzustellen, dass Ihre Office-Installation stets auf dem neuesten Stand ist, gibt es zwei Hauptansätze, je nachdem, ob Ihre Office-Installation durch Gruppenrichtlinien verwaltet wird oder nicht.

Manuelle Konfiguration von automatischen Updates

Wenn Ihre Office-Installation nicht durch Gruppenrichtlinien verwaltet wird, können Sie die automatischen Updates manuell wieder aktivieren.

  1. Öffnen Sie eine beliebige Office-Anwendung (z. B. Word, Excel).
  2. Navigieren Sie zum Menü Datei und wählen Sie Konto. (Bei Outlook wählen Sie Office-Konto.)
  3. Auf der rechten Seite des Fensters wählen Sie Update-Optionen und dann Updates aktivieren.
  4. Bestätigen Sie die Benutzerkontensteuerung, falls Sie dazu aufgefordert werden, indem Sie Ja auswählen.

Sollten Sie die Option “Update-Optionen” nicht sehen oder sie ausgegraut sein, deutet dies darauf hin, dass die Updates durch Gruppenrichtlinien gesteuert werden. In diesem Fall müssen Sie die Registry-Einstellungen überprüfen.

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Automatische Updates verwaltet durch Gruppenrichtlinien

Wenn die “Update-Optionen” durch Gruppenrichtlinien verwaltet werden, müssen Sie die entsprechenden Registry-Schlüssel überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Dies erfordert Vorsicht, da falsche Änderungen an der Registry zu schwerwiegenden Problemen führen können. Es wird empfohlen, vorab ein Backup der Registry zu erstellen.

  1. Öffnen Sie den Registrierungs-Editor (Regedit). Dies können Sie in Windows 10/8 durch Drücken der Windows-Taste + X, Auswahl von Ausführen, Eingabe von regedit und Drücken von Enter tun. In älteren Windows-Versionen geben Sie regedit in das Suchfeld des Startmenüs ein.
  2. Navigieren Sie zum folgenden Registrierungsschlüssel, abhängig von Ihrer Office-Version:
    • Für Microsoft 365 Apps for enterprise, Office LTSC 2021, Office 2019 und Office 2016:
      HKEY_LOCAL_MACHINEsoftwarepoliciesmicrosoftoffice16.0commonOfficeUpdate
    • Für Office 2013:
      HKEY_LOCAL_VARCHARsoftwareWow6432Nodemicrosoftoffice15.0commonOfficeUpdate
  3. Überprüfen Sie die folgenden DWORD-Werte unter dem Schlüssel OfficeUpdate:
    • EnableAutomaticUpdates:
      • Wert 0 bedeutet, automatische Updates sind deaktiviert.
      • Wert 1 bedeutet, automatische Updates sind aktiviert.
    • HideEnableDisableUpdates:
      • Wert 1 bedeutet, die Option zum Aktivieren/Deaktivieren von Updates ist im Menü ausgeblendet.
      • Wert 0 bedeutet, die Option ist sichtbar.

Wenn Sie unsicher sind oder Fragen zu diesen Richtlinieneinstellungen haben, wenden Sie sich an Ihren Domänenadministrator.

Hinzufügen des Registrierungsschlüssels über Richtlinien

Der benötigte Registrierungsschlüssel wird normalerweise automatisch hinzugefügt, wenn Sie die ADMX/ADML-Administratorvorlagen installieren.

Für Microsoft 365 Apps for enterprise, Office LTSC 2021, Office 2019 und Office 2016:

  1. Laden Sie die neuesten Administrator-Vorlagen (ADMX/ADML) herunter.
  2. Entpacken Sie die heruntergeladenen Dateien.
  3. Kopieren Sie die *.admx-Dateien in den Ordner C:/Windows/PolicyDefinitions/.
  4. Kopieren Sie die *.adml-Dateien aus dem sprachspezifischen Unterordner (z. B. “en-US”) in den entsprechenden sprachspezifischen Ordner unter C:/Windows/PolicyDefinitions/.

Für Office 2013:

  1. Gehen Sie zur Seite “Office 2013 Administrative Template files (ADMX/ADML)”.
  2. Laden Sie die Dateien herunter und entpacken Sie sie.
  3. Kopieren Sie die *.admx-Dateien in den Ordner C:/Windows/PolicyDefinitions/.
  4. Kopieren Sie die *.adml-Dateien aus dem sprachspezifischen Unterordner in den entsprechenden Ordner unter C:/Windows/PolicyDefinitions/.

Nachdem die Administratorvorlagen-Dateien kopiert wurden, finden Sie die Update-Richtlinieneinstellungen in der Gruppenrichtlinienverwaltungskonsole unter Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Microsoft Office 2016 (System) > Updates. Dort finden Sie auch Beschreibungen zur Konfiguration jeder einzelnen Richtlinieneinstellung.

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Weitere Informationen

Für detailliertere Anleitungen zur Konfiguration von Update-Einstellungen über Gruppenrichtlinien (GPO) besuchen Sie die offizielle Microsoft-Dokumentation. Die Aufrechterhaltung aktueller Softwareversionen ist ein wesentlicher Bestandteil der IT-Sicherheit und Leistungsoptimierung Ihrer Anwendungen.