Fisch grillen ist eine Kunst für sich, aber keine, die unmöglich zu meistern wäre. Ob auf Holzkohle, Gas oder sogar über dem offenen Feuer – das Grillen von Fisch bietet eine fantastische Abwechslung zu Fleisch und Gemüse. Mit seiner zarten Textur und den vielfältigen Aromen aus Seen, Flüssen und Meeren ist Fisch eine Delikatesse, die auf keinem Grillfest fehlen sollte. Dieser umfassende Leitfaden von Shock Naue begleitet Sie von der Auswahl des frischesten Fisches bis hin zur perfekten Zubereitung, damit Ihr nächstes Grill-Erlebnis unvergesslich wird.
Wir tauchen tief in die Geheimnisse des Fischgrillens ein und verraten Ihnen, wie Sie typische Herausforderungen meistern, den idealen Garpunkt finden und welche Fischsorten sich besonders gut für den Rost eignen. Bereiten Sie sich darauf vor, Ihre Grillkünste auf ein neues Level zu heben und Ihre Gäste mit köstlichem Fisch vom Grill zu begeistern. Wenn Sie sich für vielfältige Kocherlebnisse interessieren, könnten Ihnen auch unsere raclette rezepte gefallen, die ähnliche Geselligkeit am Tisch versprechen.
Grundlagen des Fischgrillens: So klebt nichts mehr an
Eine der häufigsten Herausforderungen beim Fischgrillen ist das Anhaften am Rost. Nichts ist ärgerlicher, als wenn der zarte Fisch beim Wenden zerfällt. Doch mit ein paar einfachen Tricks können Sie diesem Problem effektiv vorbeugen und sicherstellen, dass Ihr Fisch makellos vom Grill kommt.
Wie man verhindert, dass Fisch am Grillrost klebt:
- Öl ist Ihr Freund: Eine dünne Schicht hitzebeständiges, neutrales Pflanzenöl (z.B. Rapsöl) auf dem Fisch und dem Grillrost bildet eine Trennschicht. Bestreichen Sie beides großzügig vor dem Auflegen.
- Der heiße Rost: Ein klassischer Fehler ist das Auflegen von Fisch auf einen kalten Rost. Erhitzen Sie den Grillrost oder die Grillpfanne immer vollständig, bevor der Fisch darauf kommt. Dadurch bildet sich sofort eine Kruste, die das Anhaften verhindert.
- Fisch gut abtrocknen: Feuchtigkeit lässt Fisch am Rost kleben. Tupfen Sie Fischfilets und ganze Fische vor dem Grillen sorgfältig mit Küchenpapier trocken.
- Spezielle Fischgrillkörbe: Für absolute Sicherheit sorgen spezielle Fischgrillkörbe. Der Fisch wird darin fixiert, und der Korb lässt sich problemlos wenden. Auch hier gilt: Den Korb vor der Benutzung gut einölen.
- Anfängliches Schieben: Ein Geheimtipp ist, den ganzen Fisch direkt nach dem Auflegen etwa 5 cm hin und her zu schieben, um ein sofortiges Festsetzen zu verhindern.
Eine weitere hervorragende Methode für Fischfilets ist die Verwendung einer Gusseisen-Grillplatte. Mit etwas Öl und einem breiten Wender gelingt das Grillen hier mühelos. Und wer es rustikal mag, kann empfindliche Filets auch auf einem Räucherbrett zubereiten, das ihnen zusätzlich ein feines Raucharoma verleiht.
Fisch wird auf einem Kugelgrill zubereitetNicht jeder Fisch lässt sich gleich einfach grillen; manche erfordern mehr Vorsicht.
Fischfilet wird auf einer Gusseisen-Grillplatte gegrillt
Welcher Fisch eignet sich am besten zum Grillen für Anfänger?
Wenn Sie neu im Fischgrillen sind, beginnen Sie am besten mit Sorten, die festes und eher fettreiches Fleisch haben. Dazu gehören Klassiker wie Forelle, Lachs und Dorade. Ein weiterer Vorteil ist es, den Fisch oder das Fischfilet mit Haut zu grillen, da diese das zarte Fleisch schützt und ein Austrocknen verhindert.
Die richtige Portionsgröße beim Fischgrillen
Im Gegensatz zu Fleisch, planen viele Griller beim Fisch etwas größere Portionen ein, es sei denn, Sie servieren bereits T-Bone-Steaks. Als Hauptgericht rechnet man in der Regel mit 250 bis 300 Gramm Fisch pro Person. Bei reichhaltigen Beilagen können auch kleinere Stücke ausreichend sein. Beachten Sie, dass Fisch am besten frisch vom Rost schmeckt; kalter Fisch ist nur bedingt ein Genuss. Bei Unsicherheit lieber ein paar Stücke zurückhalten und bei Bedarf nachgrillen. Bei ganzen Fischen, die nicht portioniert werden können, ist es sinnvoll, sie am Tisch zu tranchieren, damit sich jeder nach Belieben bedienen kann.
Den perfekten Garpunkt finden: So gelingt Fisch vom Grill
Der Garpunkt ist entscheidend für saftigen und aromatischen Fisch. Während Sterneköche den Fisch oft leicht glasig (ca. 55 bis 58 Grad Celsius) servieren, bevorzugen viele ihn lieber “durch” – eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Sie entscheiden, welche Garstufe Sie bevorzugen. Ein perfekter Gastgeber fragt im Voraus nach den Vorlieben der Gäste, um Stress am Grill zu vermeiden. Alle Details zu den Kerntemperaturen der verschiedenen Fischsorten finden Sie in unserem umfassenden Guide.
Messen der Kerntemperatur von Fisch mit einem GrillthermometerMit einem Thermometer lässt sich die Kerntemperatur von Fisch einfach messen.
Prüfen des Garpunkts von Fisch mit dem FingertestDen richtigen Garpunkt kann man auch mit den Fingern testen.
Wie bestimme ich den Garpunkt von Fisch ohne Thermometer?
Auch ohne Grillthermometer können Sie den Garpunkt mit Fingerspitzengefühl bestimmen. Im Gegensatz zu Rindfleisch wird Fisch beim Garen weicher. Fühlt er sich noch fest an, ist es zu früh. Gibt er auf Fingerdruck leicht nach und wirkt saftig, ist er perfekt.
Der Trick mit der Flossenprobe beim ganzen Fisch
Beim Grillen ganzer Fische hilft die sogenannte Flossenprobe: Ziehen Sie vorsichtig an der Rückenflosse. Lässt sie sich mühelos lösen, ist der Garpunkt ideal. Haftet sie noch am Fleisch, benötigt der Fisch noch etwas Zeit. Fällt sie von selbst ab, war er zu lange auf dem Grill.
Durchführen der Flossenprobe beim Grillen eines ganzen Fisches
Ganzer Fisch oder Fischfilet grillen – was ist besser?
Manche Griller schwören auf ganzen Fisch, andere bevorzugen Filets. Der klare Vorteil von Filets ist die weitgehende Grätenfreiheit. Ganze Fische bieten hingegen oft mehr knusprige Haut und bleiben saftiger, da die Haut vor Austrocknung schützt.
Wenn ein Filet zuerst auf der Hautseite angegrillt wird, kann es sich wölben. Beim Wenden auf die Fleischseite ist die Auflagefläche dann gering, was eine gleichmäßige Bräunung erschwert. Optisch gewinnt oft der ganze Fisch: Eine Dorade mit Kräutern und Zitrone sieht beeindruckender aus als ein schlichtes Filet.
Ganze Dorade wird auf einer Grillplatte zubereitetEine ganze Dorade vom Grill ist nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch ein Highlight.
Zartes Fischfilet wird auf einer Grillplatte gegrilltAuf der flachen Seite lässt sich wunderbar Fischfilet grillen.
Die Wahl hängt oft auch von der Portionsgröße ab. Für einen ganzen Thunfisch bräuchte man einen riesigen Grill, hier ist ein rosa gegrilltes Filet mit Grillmuster die bessere Wahl. Bei kleinen Sardinen hingegen wäre das Filetieren unnötiger Aufwand.
Fischgräten entfernen: Für unbeschwerten Genuss
Gräten können für manche Gäste ein echtes Hindernis sein. Um sicherzustellen, dass alle Gräten entfernt sind, streichen Sie vorsichtig mit den Fingern gegen die Grätenrichtung über das Filet. Falls Sie unsicher sind, in welche Richtung die Gräten verlaufen, streichen Sie einfach beidseitig darüber.
Spezielle Grätenzangen erleichtern das Entfernen. Greifen Sie die Spitze der Gräte und ziehen Sie sie vollständig heraus. So vorbereitet, können Ihre Gäste den Fisch unbeschwert genießen.
Einige Fischarten, wie Heilbutt, Scholle und Seeteufel, sind von Natur aus grätenarm oder haben sehr große, leicht erkennbare Gräten. Auch Lachsfilets sind meist frei von störenden Gräten.
Fischgräten werden vor dem Grillen sorgfältig entfernt
Frischen Fisch erkennen: Tipps für den Einkauf
Die Angst vor verdorbener Ware ist berechtigt. Kaufen Sie frischen Fisch daher immer beim Händler Ihres Vertrauens. Achten Sie auf eine leere Auslage am Abend als gutes Zeichen für schnellen Umschlag. Ein guter Händler kann Ihnen auch die Herkunft jedes Produkts nennen und lagert seine Ware stets auf reichlich Eis.
Alternativ ist tiefgekühlter Fisch eine sichere Option. Gourmets rümpfen zwar manchmal die Nase, aber TK-Fisch wird direkt nach dem Fang schockgefrostet, was eine hohe Qualität und Sicherheit garantiert – vorausgesetzt, die Kühlkette bleibt intakt.
Frischer Fisch wird auf Eis präsentiert und gekühlt
Weitere Merkmale für frischen Fisch:
- Gesamteindruck: Der Fisch sollte intakt sein und keine angetrockneten Stellen aufweisen.
- Kiemen: Bei ganzen Fischen sind rote Kiemen ein Zeichen für Frische.
- Augen: Klare Augen deuten ebenfalls auf hohe Qualität hin. (Vorsicht: Trübe Augen sind nicht immer ein Zeichen für verdorbenen Fisch).
- Geruchsprobe: Ein frischer Fisch riecht nach Meer, aber niemals unangenehm oder “fischig”.
- Schleimschicht: Ganze Fische sollten eine natürliche Schleimschicht auf der Haut haben, was auf korrekte Lagerung und Frische hindeutet. Bei geschuppten Fischen fehlt diese natürlich.
Klare Augen als Zeichen für frischen Fisch vor dem GrillenKlare Augen sind ein Zeichen für frischen Fisch.
Rote Kiemen deuten auf die Frische des Fisches hinSind die Kiemen beim Fisch rot-leuchtend, ist der Fisch frisch.
Die besten Fischsorten zum Grillen und ihre Rezepte
Grundsätzlich lässt sich jeder Fisch grillen, doch einige eignen sich aufgrund ihrer Fleischfestigkeit und ihres Fettgehalts besser als andere. Fettreiche und feste Fische wie Lachs und Forelle sind Grillklassiker. Magerer Karpfen hingegen ist weniger geeignet für das direkte Grillen über der Glut, lässt sich aber hervorragend zu Fischfrikadellen oder in einer Fischsuppe im Dutch Oven verarbeiten. Die folgenden Rezepte zeigen die Vielfalt des Fischgrillens.
Forelle grillen
Die Forelle ist aus gutem Grund einer der beliebtesten Speisefische: Sie hat die perfekte Portionsgröße, ihr vergleichsweise hoher Fettgehalt verhindert das Austrocknen auf dem Grill, und ihr Geschmack ist exzellent. Neben der klassischen Forelle vom Grill ist auch die geräucherte Variante eine Spezialität. Eine detaillierte Anleitung zum Forelle grillen finden Sie hier.
Lachsforelle wird auf einem Räucherbrett schonend gegrillt
Unsere Rezepte für Forelle vom Grill:
Grillen Sie Forelle mit Haut für eine knusprige Textur und intensiven Geschmack. Exotische Gewürze sind kaum nötig; Salz, Thymian, Fenchel und vor allem Zitrone sind die perfekten Begleiter. Probieren Sie unser Rezept Forelle auf Zitronenbett. Um Anhaften zu vermeiden, ölen Sie Haut oder Rost ein. Ein Fischbräter, wie der Grillfürst Fischhalter, bietet zusätzliche Sicherheit. Räucherbretter wie für unsere Lachsforelle von der Planke verleihen ein tolles Aroma.
Es gibt Regenbogenforellen (aus Aquakulturen) und die seltenere, heimische Bachforelle, die Angler für ihr besonderes Aroma schätzen.
Forelle auf dem Grill räuchern
Forellen lassen sich auch ohne viel Zubehör auf dem Grill räuchern, vorausgesetzt, Ihr Grill hat einen Deckel. Da sie heiß geräuchert werden, müssen Sie sich keine Sorgen um zu hohe Temperaturen machen; im schlimmsten Fall entsteht eine gegrillte Forelle mit Rauchgeschmack. Das Räuchern konserviert den Fisch auch. Buchenholz eignet sich hervorragend für klassische geräucherte Forelle. Ein passendes Rezept finden Sie unter geräucherte Forelle.
Appetitliche geräucherte Forelle, fertig zum Servieren
Dorade grillen
Die Dorade, auch Goldbrasse genannt, ist ein sehr schmackhafter Fisch mit feinem, nicht “fischigem” Aroma. Sie ist besonders im Mittelmeerraum beliebt und wird oft mit mediterranen Kräutern und Knoblauch gegrillt, da sie dessen kräftigen Geschmack gut verträgt.
Dorade wird auf einer Grillplatte perfekt gegrillt
Dorade wird im Fischkorb schonend gegrillt
Ganze Dorade vom Grill:
Doraden werden meist in Größen von 400 bis 500 Gramm angeboten und stammen oft aus Aquakulturen. Eine ganze Dorade grillt man am besten, da das Fleisch unter der Haut schonend gart, saftig bleibt und Aromen gut aufnimmt. Eine ganze Dorade reicht für zwei Personen. Alternativ können Sie Filets grillen, diese sollten jedoch mit etwas Butter oder Olivenöl beträufelt werden, um Austrocknen zu verhindern. Die Kerntemperatur hilft, den Garpunkt zu treffen (siehe Kerntemperatur Dorade). Die Dorade wird in der Regel geschuppt angeboten; falls nicht, lassen sich die Schuppen leicht entfernen. Mehr dazu unter Dorade grillen.
Barsch grillen
Der Barsch ist ein wohlschmeckender Süßwasserfisch, der jedoch selten im Handel zu finden ist. Für Flussbarsch vom Grill sollte die Haut unbedingt am Fisch bleiben, da das fettarme Fleisch sonst zu trocken wird.
Gegrillter Barsch mit Rosmarin:
Barsch benötigt Fett, da er von Natur aus fettarm ist. Bestreichen Sie ihn beim Grillen immer wieder dünn mit Butter oder Olivenöl, oder wickeln Sie ihn mit Kräutern und Öl in Alufolie. Mayonnaise ist eine gute Alternative, da sie weniger in den Grill tropft. Rosmarin und Zitrone passen hervorragend, aber auch Wacholder, Dill, Fenchel oder Petersilie. Die dicke Haut des Barschs wird durch langsames Garen und Butter knusprig und aromatisch.
Zutaten: 4 Barsche, 60 g Butter, 4 Zweige Rosmarin, 1 Zitrone, Salz, Pfeffer.
Zubereitung: Barsche schuppen, innen mit Salz/Pfeffer würzen. Butter, Zitronenscheibe und Rosmarin in die Bauchhöhle geben, verschließen. Auf mittlere Hitze vorheizen (ca. 160 °C). Fische auf den Rost legen, mit geschmolzener Butter bepinseln und gelegentlich wenden. Mit dem Flossentest den Garpunkt prüfen. Heiß mit Zitrone und warmem Kartoffelsalat servieren.
Hecht grillen
Gegrillter Hecht ist eine Seltenheit, teils wegen seines Rufs, grätenreich zu sein, teils wegen seiner Verfügbarkeit. Große Hechte haben jedoch entsprechend dicke Y-Gräten, die leicht aussortiert werden können.
Gegrillte Hechtfilets:
Für große Fische wie den Hecht sind Steaks oder Filets vom Grill eleganter. Sie bräunen wunderbar und zerfallen dank des festen Fleisches nicht. Hecht bietet einen würzigen, herzhaften Geschmack ohne “fischig” zu sein und ist fettarm, ideal für alle, die Lachs oder Forelle zu fett finden. Beim Fischhändler bekommen Sie Hecht oft am Stück; Steaks oder Filets können Sie selbst schneiden. Der Schwanz und Kopf eignen sich hervorragend für Fischfond. Gegrillter Hecht passt gut zu Weißbrot, Kartoffelsalat oder Aioli.
Zutaten: 4 Hecht Steaks oder Filets, 1 Zitrone, 1 EL Olivenöl, Salz, Bunter Pfeffer, geschrotet.
Zubereitung: Steaks/Filets salzen, pfeffern, mit Zitronensaft und Öl beträufeln. Grill auf mittlere bis hohe Hitze vorheizen und Hecht direkt grillen. Nach 2-3 Minuten pro Seite ist das Fleisch durch.
Karpfen grillen (als Fischfrikadelle)
Karpfen wird wegen seines zarten und mageren Fleisches selten direkt gegrillt. Eine ideale Zubereitung sind Fischfrikadellen vom Grill, perfekt auch für Angler.
Karpfen als schmackhafte Fischfrikadelle auf dem Grill zubereitet
Fischfrikadelle vom Grill:
Fischfrikadellen ermöglichen es, Konsistenz, Fettgehalt und Würze mit weiteren Zutaten anzupassen. Sie sind auch ideal für grätenreiche Fische wie Karpfen, da die Muskelgräten beim Durchdrehen durch den Fleischwolf so fein zerteilt werden, dass sie nicht stören. Dieses Rezept eignet sich nicht nur für Karpfen, sondern für alle Weißfische. An der Küste sind Fischfrikadellen mit Kabeljau oder Seelachs sehr beliebt. Mehr unter Fischfrikadelle vom Grill.
Hering grillen
Hering wird oft als Matjes oder Rollmops gegessen, doch Hering vom Grill ist eine echte Delikatesse, die in mediterranen Ländern bekannt ist (wo die Sardine als Verwandte populär ist). Zudem ist Hering ein günstiger Fisch.
Würziger Hering vom Grill:
Frischer Hering riecht nach Meer, niemals streng. Sein kräftiger Geschmack harmoniert hervorragend mit vielen Kräutern und Gewürzen wie Knoblauch, Thymian oder Chili. Seien Sie beim Einkauf vorsichtig: Im Frühjahr gibt es Hering oft mit Schuppen und Innereien. Küstenstädte wie Cuxhaven oder Kiel bieten fangfrischen Fisch. Wenn Sie ihn nicht selbst ausnehmen möchten, kaufen Sie küchenfertigen Hering.
Zutaten: 12 Heringe, 4 Knoblauchzehen, 4 Zweige Rosmarin, 4 Zweige Thymian, 1 Zitrone, 1 EL Öl, Salz, Pfeffer.
Zubereitung: Heringe waschen, trocknen. Kräuter grob schneiden, Knoblauch fein hacken. Alles mit Hering in eine Schüssel geben, mit Öl beträufeln und 2 Stunden marinieren. Fische von Kräutern befreien, salzen, pfeffern, Zitronensaft darüberträufeln. Oder einfacher: Kräuter und Knoblauch fein hacken, mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Öl mischen, Heringe damit einstreichen. Grill auf mittlere Hitze vorheizen. Fische 4 Minuten pro Seite grillen. Bei großen Exemplaren die Haut einschneiden. Passt zu Nudelsalat, gerösteten Kartoffeln und einem Pils.
Hornhecht grillen
Hornhecht hat viele grüne Gräten, was ihn ungewöhnlich macht, aber sein festes Fleisch erinnert an Hähnchen und schmeckt dezent nach Meer. Er ist eine gute Wahl für alle, die etwas Neues probieren möchten.
Gegrillter Hornhecht im Speckmantel:
Da Hornhecht fettarm ist und auf dem Grill schnell trocken werden kann, empfiehlt sich das Grillen im Speckmantel. Das sorgt für Saftigkeit und zusätzlichen herzhaften Geschmack. Rosmarin harmoniert gut mit dem salzigen Speck. Die grünen Gräten sind normal und Teil des Erlebnisses. Ein Trick: Nach dem Grillen lässt sich das Rückgrat mit den meisten Gräten oft mit einem Schwung entfernen.
Zutaten: 800 g Hornhecht, 16 Speckstreifen, 2 Zweige Rosmarin, Salz, Zitronenpfeffer.
Zubereitung: Hornhecht waschen, portionieren, mit Salz und Pfeffer würzen. Speckstreifen ausbreiten, Rosmarin darauflegen, Fisch einrollen. Bei mittlerer direkter Hitze ca. 10 Minuten grillen, stetig wenden. Passt zu kräftigem Grillgemüse.
Lachs grillen
Lachs ist der vielseitigste Grillfisch. Er kann auf der Haut, als Flammlachs oder auf Zedernholz zubereitet werden. Seine Beliebtheit verdankt er seinen positiven Eigenschaften: wertvolle Proteine, ungesättigte Fettsäuren (Omega-3 und Omega-6), kräftiges Aroma durch hohen Fettgehalt und seine einzigartige lachsrote Farbe.
Lachsfilet wird auf einer Grillplatte zubereitet
Tipp: Die Haut sollte immer am Lachs bleiben. Sie wird knusprig, hält das Fleisch zusammen und verhindert das Ankleben am Rost. Für den perfekten Garpunkt messen Sie die Kerntemperatur im Lachs.
Lachs auf Zedernholz mit Honig-Senf-Marinade
Einfach und gut: Lachs auf dem Räucherbrett grillen:
Dies ist ein ultimatives Grillrezept. Das Räucherbrett sorgt für schonendes, indirektes Garen, verhindert Anbrennen und überträgt ein einzigartiges Aroma auf den Fisch. Zedernholz eignet sich besonders gut. Servieren Sie den Lachs direkt auf der Holzplanke für einen eindrucksvollen Auftritt. Probieren Sie unser Rezept für Lachs auf Zedernholz.
Lachs in Bananenblatt gewickelt mit frischer Kräutermarinade
Lachs mal anders: Gegrillter Lachs im Bananenblatt:
Beeindrucken Sie Ihre Gäste mit Lachs im Bananenblatt. Basilikum, Zitrone, Chili und Pfeffer, in Öl angerührt, werden auf den Fisch gegeben und alles im Bananenblatt gegrillt.
Weitere leckere Grillrezepte mit Lachs finden Sie in unserem BBQ Guide zu Lachs Grillen. Vielleicht suchen Sie nach festlichen Optionen für besondere Anlässe, ähnlich wie rezepte für heiligabend, die ebenfalls eine besondere Note haben.
Makrele grillen
Makrelen sind reich an Omega-3-Fettsäuren und daher besonders gesund. Diese fettreichen Salzwasserfische schmecken geräuchert, gebraten und gegrillt hervorragend. Ihr kräftiger Geschmack verträgt eine kräftige Würzung.
Makrelen werden im Fischbräter gegrillt
Da Makrelenfleisch fetthaltig ist, trocknet es beim Grillen nicht so leicht aus und verträgt direkte Hitze gut. Behalten Sie die Kerntemperatur für Makrele im Auge, um sie perfekt, noch etwas glasig oder durchgegart, zuzubereiten.
Gegrillte Makrele mit Aioli:
Makrele und Knoblauch harmonieren wunderbar. Füllen Sie ein paar Zehen, Kräuter und Zitrone in die Bauchhöhle, oder servieren Sie die Knoblauch-Würze als Aioli zum fertigen Fisch, wie in unserem Rezept für gegrillte Makrele mit Aioli. Ein Grillkorb oder eine Fischzange sind empfehlenswert, da die Haut der im Ganzen gegrillten Makrele empfindlich ist. Aufwendige Marinaden sind durch den Eigengeschmack des Fisches und die Aioli nicht nötig.
Gegrillte Makrelen mit Aioli, serviert auf einem Räucherbrett
Maräne grillen (Felchen, Renke)
Die Maräne, verwandt mit der Forelle, eignet sich ebenfalls perfekt zum Grillen. Sie überzeugt mit dezentem Geschmack, guter Portionsgröße und weichem Fleisch mit leicht entfernbaren Gräten. In Süddeutschland ist sie als Felchen (Bodensee) oder Renke (Bayern) bekannt, an der Ostsee als Schnäpel.
Gegrillte Maräne aus der Salzlake:
Maräne lässt sich wie Forelle oder Dorade zubereiten. Unser Rezept nutzt eine Salzlake, die den Fisch wunderbar saftig und würzig macht und seinen Eigengesch
