Der 28. Spieltag der Bundesliga brachte für den 1. FSV Mainz 05 die langersehnte Wende: Mit einem fulminanten 5:0 (3:0)-Heimsieg deklassierten die Nullfünfer den SC Freiburg und beendeten damit eine Serie von vier Niederlagen. Hauptverantwortlich für dieses Torfestival war Jean-Philippe Mateta, dem ein beeindruckender Hattrick gelang. Dieser Sieg war nicht nur ein wichtiger Schritt im Kampf um den Klassenerhalt, sondern auch ein klares Zeichen an die Konkurrenz, dass mit Mainz noch zu rechnen ist. Die Zuschauer in der Opel Arena erlebten eine Partie, die von Beginn an Spannung versprach, sich jedoch schnell zugunsten der Heimmannschaft entwickelte. Für beide Teams war es ein richtungsweisendes Spiel in einer engen Tabellenregion der höchsten deutschen Spielklasse. Wie sich die Dynamik in der Liga ändern kann, zeigt auch die spannende Entwicklung der Bundesliga 2021 22 in den Folgejahren.
Ein Blitzstart in Halbzeit eins: Boëtius und Mateta legen den Grundstein
Die Anfangsphase der Begegnung deutete zunächst auf einen anderen Spielverlauf hin. Der SC Freiburg zeigte sich energisch und versuchte, die Initiative zu übernehmen. Pascal Stenzel prüfte das Mainzer Tor mit zwei Distanzschüssen, die vielversprechend wirkten, aber ihr Ziel verfehlten. Doch die Wende zugunsten der Hausherren erfolgte in der 20. Minute auf kuriose Weise. Nach einem missglückten Klärungsversuch von Freiburgs Torhüter Alexander Schwolow landete der Ball direkt vor den Füßen von Jean-Paul Boëtius. Der Niederländer fackelte nicht lange und zirkelte den Ball aus rund 30 Metern sehenswert ins leere Tor. Ein echtes Traumtor und der Startschuss für eine Gala-Vorstellung. Solche plötzlichen Wendungen sind typisch für die intensive Natur der Bundesliga, wo jedes Spiel seine eigenen Geschichten schreibt. Denken Sie beispielsweise an die spannenden Partien, die auch Eintracht Frankfurt und Kostic oft lieferten.
Jean-Philippe Mateta bejubelt einen seiner drei Treffer gegen Freiburg
Freiburg schien von diesem Gegentreffer völlig geschockt. Mainz nutzte die Verunsicherung des Gegners eiskalt aus und legte nur fünf Minuten später nach. Boëtius, der sichtlich beflügelt war, setzte Jean-Philippe Mateta perfekt in Szene, der den Ball zum 2:0 einschob. Der Franzose war an diesem Abend in Hochform und krönte seine Leistung in der 33. Minute mit seinem zweiten Treffer. Aus kurzer Distanz hämmerte er den Ball unhaltbar ins Netz und baute die Führung der Mainzer auf ein komfortables 3:0 aus. Innerhalb weniger Minuten hatte Mainz das Spiel komplett auf den Kopf gestellt und ging mit einem beruhigenden Vorsprung in die Halbzeitpause.
Mainzer Dominanz in Halbzeit zwei: Mateta krönt seine Leistung
Auch nach dem Seitenwechsel schien der SC Freiburg mit neuem Elan aus der Kabine zu kommen. Sie versuchten vehement, den Anschluss wiederherzustellen und drängten auf den ersten Treffer. Florian Müller im Mainzer Tor bewies jedoch seine Klasse, als er einen Kopfball von Stenzel aus kurzer Distanz parierte und wenig später einen platzierten Schuss von Luca Waldschmidt um den Pfosten lenkte. Diese Paraden waren entscheidend, um die Nullfünfer in Führung zu halten und den Druck der Gäste abzufedern.
Nachdem der Sturm der Freiburger abgewehrt war, sorgte Mainz für die endgültige Entscheidung. In der 73. Minute drehte sich Karim Onisiwo im Strafraum geschickt um seinen Gegenspieler und versenkte den Ball trocken zum 4:0. Nur vier Minuten später war es erneut Mateta, der mit einem sehenswerten Flugkopfball seinen Hattrick perfekt machte und den Endstand von 5:0 herstellte. Es war ein Abend zum Vergessen für die Breisgauer, die trotz einiger vielversprechender Ansätze keine Lösungen gegen die effektiven Mainzer fanden. Spiele wie dieses unterstreichen die Bedeutung der Heimstärke in der Liga, ein Faktor, der auch in Duellen wie VfB Stuttgart gegen Eintracht Frankfurt oft eine Rolle spielt.
Beeindruckende Spielstatistiken und historische Fakten
Der Kantersieg von Mainz gegen Freiburg war nicht nur aufgrund des Ergebnisses bemerkenswert, sondern auch wegen der Effizienz, mit der die Tore erzielt wurden. Mainz traf mit seinen ersten drei Torschüssen ins Schwarze – eine gnadenlose Effektivität, die Freiburg jegliche Hoffnung nahm.
- Matetas Meisterleistung: Jean-Philippe Mateta erzielte seinen ersten Bundesliga-Hattrick und schraubte sein Saisonkonto auf zehn Ligatore hoch. Es war der erste Hattrick eines Mainzer Spielers seit Danny Latza im Dezember 2016 gegen den Hamburger SV.
- Boëtius’ Torjubel: Für Jean-Paul Boëtius war es der erste Treffer seit 17 Spielen. Zuletzt hatte er am 27. Oktober 2018 bei der 1:2-Niederlage gegen Bayern München getroffen.
- Onisiwos Treffer: Karim Onisiwo markierte sein fünftes Saisontor. Sein erster Treffer der laufenden Spielzeit gelang ihm übrigens im Hinspiel gegen Freiburg. Solche individuellen Leistungen sind oft entscheidend und erinnern an die Torgefährlichkeit eines Eintracht Frankfurt Filip Kostic, der ebenfalls für seine entscheidenden Momente bekannt ist.
- Freiburgs Offensivdrang ohne Erfolg: Obwohl Freiburg 17 Torschüsse verzeichnete – der höchste Wert in dieser Saison – gelang ihnen kein einziger Treffer. Dies verdeutlicht die glänzende Leistung von Mainzer Torhüter Florian Müller und die konzentrierte Abwehrarbeit.
- Mainzer Heimstärke: Der 1. FSV Mainz
