Google Chrome Auto-Updates deaktivieren: Ein Leitfaden

Google Chrome aktualisiert sich auf Windows- und Mac-Systemen regelmäßig automatisch. Dieser automatische Aktualisierungsprozess wird von Google Update durchgeführt, welches auf dem Open-Source-Projekt Omaha basiert. Automatische Updates sind entscheidend, da sie Fehlerbehebungen für manchmal kritische Probleme bereitstellen und somit Sicherheitsrisiken minimieren. Trotz der Vorteile möchten Administratoren oder fortgeschrittene Benutzer manchmal die Kontrolle über diese Aktualisierungen übernehmen und die automatischen Updates deaktivieren.

Es ist jedoch wichtig zu beachten: Wenn Sie die automatischen Updates für Google Chrome deaktivieren, sollten Sie dies mit größter Vorsicht tun. Sie könnten wichtige Sicherheitsupdates verpassen, was Ihre Systeme anfällig für bekannte Schwachstellen machen kann. Das Deaktivieren der automatischen Aktualisierungen sollte nur erfolgen, wenn ein klarer Bedarf dafür besteht und ein alternativer Plan zur manuellen Aktualisierung vorhanden ist.

Warum Sie automatische Updates in Betracht ziehen sollten (Vorsicht)

Während automatische Updates den Schutz und die Funktionalität von Google Chrome gewährleisten, gibt es Szenarien, in denen eine manuelle Kontrolle wünschenswert ist. Dies gilt insbesondere für Unternehmen, die Software vor der Bereitstellung umfassend testen müssen, um Kompatibilität mit internen Anwendungen sicherzustellen. Das vollständige Deaktivieren der Updates birgt jedoch erhebliche Risiken, da es zu einer Verzögerung bei der Anwendung kritischer Sicherheitspatches führen kann.

Automatische Updates unter Windows deaktivieren

Um die automatischen Updates von Google Chrome unter Windows zu deaktivieren, müssen Sie Google Update anweisen, keine Aktualisierungen mehr durchzuführen. Dies kann auf zwei Arten geschehen:

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Methode 1: Gruppenrichtlinien-Vorlagen verwenden

Sie können die von Google Update bereitgestellten ADM-Vorlagen nutzen. Diese Vorlagen ermöglichen es Administratoren, Google Chrome und Google Update in einer Active Directory-Umgebung zentral zu verwalten. Weitere Informationen und die Vorlagen finden Sie auf der offiziellen Seite für Chrome-Administratorrichtlinien.

Methode 2: Registrierungsschlüssel ändern

Alternativ können Sie den Wert des Registrierungsschlüssels HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREPoliciesGoogleUpdateAutoUpdateCheckPeriodMinutes auf den REG_DWORD-Wert “0” setzen. Dies weist Google Update an, nicht automatisch nach Updates zu suchen.

Wichtiger Hinweis: Um Missbrauch dieser Richtlinie zu verhindern, wird, falls ein Gerät nicht mit einer Active Directory-Domäne verbunden ist und diese Richtlinie auf 0 oder einen Wert größer als 77 Stunden gesetzt wurde, diese Einstellung nach August 2014 ignoriert und durch 77 Stunden ersetzt. Wenn Sie davon betroffen sind und Chrome-Updates immer noch deaktivieren möchten (NICHT EMPFOHLEN), können Sie dies über die ‘Update policy override’-Richtlinie tun.

Detaillierte Informationen zur Unterstützung von Gruppenrichtlinien durch Google Update finden Sie in der Google Chrome Enterprise-Dokumentation.

Automatische Updates auf Mac-Systemen ausschalten

Für Mac-Netzwerke bietet Google ebenfalls Richtlinien und Anleitungen zur Deaktivierung automatischer Updates. Diese können insbesondere in verwalteten Umgebungen nützlich sein, wo Systemadministratoren die Kontrolle über Software-Rollouts behalten möchten. Informationen dazu finden Sie in den Google Support-Artikeln für Unternehmensinstallationen.

Updates unter Linux verwalten

Im Gegensatz zu Windows und Mac wird Google Chrome unter Linux nicht automatisch von Google Update aktualisiert. Stattdessen übernimmt Ihr Paketmanager (wie APT, YUM oder Pacman) die Verwaltung der Updates für Google Chrome und Chromium. Dies bedeutet, dass die Deaktivierung von automatischen Updates direkt über die Einstellungen des Browsers in der Regel nicht relevant ist; vielmehr müssen Sie die Update-Politik Ihres Paketmanagers anpassen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Wird Chrome unter Linux ebenfalls automatisch aktualisiert?
A: Google Chrome unter Linux aktualisiert sich nicht selbst; es verlässt sich auf Ihren Paketmanager, um die Updates durchzuführen.

F: Aktualisiert sich der Open-Source-Browser Chromium automatisch wie Chrome?
A: Nein. Chromium hat keinen eigenen automatischen Update-Prozess. Wenn Sie Chromium bereitstellen, müssen Sie sich keine Sorgen um das Deaktivieren automatischer Updates machen.

F: Woher weiß ich, ob bald ein Auto-Update stattfindet?
A: Sie können den Blog unter https://chromereleases.googleblog.com abonnieren, der jede Dev-, Beta- und Stable-Veröffentlichung von Google Chrome auflistet. Chromium aktualisiert sich nicht automatisch.

F: Wie oft finden Auto-Updates statt? Wie viele kann ich dieses Jahr erwarten?
A: Größere Versionsupdates für den stabilen Kanal von Google Chrome erfolgen in der Regel etwa alle sechs Wochen, obwohl Sicherheitsfixes jederzeit kommen können. Weitere Informationen finden Sie unter “Release Early, Release Often” im Chromium Blog.

F: Gibt es zu jeder Version Release Notes?
A: Ja, die Chrome Enterprise Release Notes bieten umfassende Informationen. Eine detaillierte Liste der Änderungen und Links zu allen behobenen Problemen finden Sie ebenfalls unter https://chromereleases.googleblog.com.

F: Warum sollte ich automatische Updates nicht deaktivieren wollen?
A: Das Deaktivieren automatischer Updates bedeutet, dass Sie möglicherweise ein Update verpassen, das Sicherheitsfixes enthält. Dies kann Ihre Benutzer einem Risiko aussetzen und zu potenziellen Sicherheitslücken führen. Der Einsatz von Lösungen wie bitdefender pegasus oder die Entscheidung zwischen g data oder bitdefender für den allgemeinen Schutz ist zwar wichtig, ersetzt aber nicht die Browser-Sicherheit.

F: Kann ich Auto-Updates wieder einschalten?
A: Ja. Setzen Sie den Wert des von Ihnen geänderten Registrierungsschlüssels einfach wieder auf eine sinnvolle Anzahl von Minuten zwischen den Update-Prüfungen (größer als “0”).

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F: Wie könnte ich meine Benutzer aktualisieren, ohne die Auto-Updates wieder einzuschalten?
A: Sie können das neueste MSI-Paket bereitstellen, welches hier verfügbar ist. Tools zur Verwaltung von Unternehmenssoftware, wie sie beispielsweise für indesign cs5 5 oder solidworks 2018 2019 genutzt werden, können auch für die Verteilung von Chrome-MSI-Paketen zum Einsatz kommen.

F: Ich benötige die Auto-Updates, um neue Versionen von Google Chrome / Chromium zu testen, bevor alle anderen sie erhalten. Was schlagen Sie vor?
A: Deaktivieren Sie die Auto-Updates über die oben genannten Schritte und implementieren Sie die Gruppenrichtlinie in Ihrem Netzwerk. Laden Sie dann das neueste MSI-Paket herunter und stellen Sie es auf Ihren Testmaschinen bereit, um Ihre Überprüfung durchzuführen. Nach erfolgreicher Zertifizierung können Sie dasselbe MSI-Paket im restlichen Netzwerk bereitstellen. Behalten Sie die Updates auf https://chromereleases.googleblog.com im Auge, um neue MSI-Versionen zum Testen und Bereitstellen zu erhalten. Unternehmenskunden finden weitere Downloads, wie z.B. ADMX-Vorlagen zur Verwaltung von Chrome-Richtlinien, im Chrome Enterprise Download Center.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Deaktivieren der automatischen Updates von Google Chrome eine Option ist, die jedoch sorgfältig abgewogen werden sollte. Während es in bestimmten Unternehmensumgebungen notwendig sein kann, um Kompatibilität und Stabilität sicherzustellen, birgt es auch erhebliche Sicherheitsrisiken. Stellen Sie stets sicher, dass ein manueller Update-Prozess etabliert ist, um Ihre Systeme und Daten zu schützen. Für die meisten Benutzer wird dringend empfohlen, automatische Updates aktiviert zu lassen, um von den neuesten Sicherheitsverbesserungen und Funktionen zu profitieren.