Zoom hat sich als unverzichtbares Werkzeug für Online-Meetings und virtuelle Lehrveranstaltungen etabliert. Als kommerzielle Cloud-Lösung für Webkonferenzen, die auf weltweit verteilten Servern betrieben wird, ermöglicht Zoom die Durchführung großer virtueller Veranstaltungen mit Leichtigkeit und Effizienz. Es dient als vielseitige Plattform für ortsunabhängige Lehrveranstaltungen, Präsentationen und Teambesprechungen, wodurch die Zusammenarbeit über geografische Grenzen hinweg nahtlos gestaltet wird. Die Zugänglichkeit von Zoom über eigene Clients für Windows, macOS, Android und iOS sowie über HTML5-Webbrowser macht es zu einem flexiblen Werkzeug für Studierende und Lehrende gleichermaßen.
Campuslizenz und Nutzungsmöglichkeiten an der Universität Göttingen
Die GWDG stellt derzeit eine umfassende Campuslizenz für Zoom-Meetings bereit, die speziell auf die Bedürfnisse der Universität und Universitätsmedizin Göttingen zugeschnitten ist. Diese Lizenz umfasst alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierende und bietet erhebliche Vorteile: Die Meetings sind zeitlich unbeschränkt und erlauben die Teilnahme von bis zu 300 Personen. Für größere Veranstaltungen wie spezielle Lehrformate oder umfangreiche Konferenzen werden zudem Lizenzen für Zoom-Webinare und sogenannte „Große Meetings“ beschafft, die Kapazitäten für 500 bzw. sogar 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bieten. Da diese spezialisierten Lizenzen begrenzt sind, ist eine rechtzeitige Beantragung über das dafür vorgesehene Formular der Universität Göttingen erforderlich, um eine reibungslose Planung und Durchführung zu gewährleisten.
Zoom ist damit ein exzellentes Tool für Lehrende, Studierende und Lerngruppen, um digitale Lehrveranstaltungen, Sprechstunden und Online-Meetings effektiv zu gestalten. Es fördert die interaktive Kommunikation und ermöglicht es, den Lehrbetrieb auch aus der Ferne aufrechtzuerhalten und zu bereichern.
Vielfältige Lehrformen und Funktionen für den Hochschulalltag
Zoom eignet sich hervorragend für eine breite Palette von Lehrformen im universitären Kontext. Seminare, Übungen und Tutorien können mithilfe von Zoom flexibel und interaktiv gestaltet werden. Dies beinhaltet die Durchführung von Vorträgen, die Abhaltung von Sprechstunden, die Organisation von Gruppenarbeiten in Breakout-Räumen, die Planung von Besprechungen sowie die Durchführung von Beratungen und Diskussionsrunden. Die Plattform unterstützt damit eine dynamische und kollaborative Lernumgebung.
Der Dienst bietet eine Vielzahl an Funktionen, die das virtuelle Lernen und Arbeiten erleichtern:
- Audio-/Videokonferenzen: Ermöglichen die direkte mündliche und visuelle Kommunikation unter allen Teilnehmern.
- Chatfunktion: Dient für schriftliche Kommunikation, Fragen und den Austausch von Links oder Dateien während des Meetings.
- Bildschirmfreigabe: Erlaubt Referenten, ihren Bildschirm, einzelne Anwendungen oder Dokumente mit der Gruppe zu teilen, ideal für Präsentationen und Software-Demonstrationen.
- Gemeinsames Annotieren: Eine interaktive Funktion, die es den Teilnehmern ermöglicht, Anmerkungen direkt auf einem geteilten Bildschirm zu machen.
- Aufzeichnung der Webkonferenz: Meetings können im .mp4-Format aufgezeichnet werden, was eine spätere Wiederholung oder das Teilen mit Abwesenden ermöglicht.
- Umfragen: Interaktive Umfragen können während des Meetings durchgeführt werden, um Feedback zu sammeln oder Abstimmungen vorzunehmen.
- Virtuelles Handzeichen: Eine Funktion, die es Teilnehmern erlaubt, sich zu melden, ohne die laufende Präsentation zu unterbrechen.
Systemvoraussetzungen und Tipps für optimale Qualität
Um Zoom optimal nutzen zu können, sind einige grundlegende Systemvoraussetzungen zu beachten:
- Freischaltung Ihres GWDG-Accounts: Dies erfolgt über das GWDG-Kundenportal und ist der erste Schritt zur Nutzung der Campuslizenz.
- Installation des Zoom-Clients: Laden Sie den Client auf Ihren PC oder Ihr mobiles Endgerät herunter, um alle Funktionen nutzen zu können.
- Nutzung eines Headsets mit Mikrofon: Ein Headset verbessert die Sprachverständlichkeit erheblich und minimiert Hintergrundgeräusche. Vorhandene Webcams und Mikrofone werden in der Regel automatisch erkannt.
- Stabile Internetverbindung: Eine LAN-Verbindung wird bevorzugt, um eine reibungslose und unterbrechungsfreie Verbindung sicherzustellen.
Für eine bessere Bild- und Audioqualität während Ihrer Zoom-Konferenzen sollten Sie folgende Hinweise beachten:
- Störquellen eliminieren: Schalten Sie Ihr Telefon stumm und schließen Sie Fenster und Türen, um Hintergrundgeräusche zu minimieren.
- Mikrofon stummschalten: Deaktivieren Sie Ihr Mikrofon über das Mikrofon-Symbol, wenn Sie gerade nicht sprechen, um Echos und Geräusche zu vermeiden.
- Headset verwenden: Ein Headset sorgt für eine deutlich bessere Sprachverständlichkeit und eine klarere Audioqualität.
- Ausreichende Beleuchtung: Sorgen Sie für eine gute Ausleuchtung Ihres Arbeitsplatzes. Vermeiden Sie Gegenlichtsituationen, wie ein Fenster im Rücken oder einen direkt angestrahlten weißen Hintergrund, da dies die Bildqualität beeinträchtigen kann.
- Kamera-Positionierung: Positionieren Sie die Kamera über oder direkt neben dem Bildschirm, um einen natürlichen Blickkontakt zu gewährleisten.
Best Practices für die Datensicherheit bei Zoom-Meetings
Datensicherheit ist ein entscheidender Aspekt bei der Nutzung von Online-Konferenztools. Um Ihre Zoom-Meetings zu schützen und die Privatsphäre aller Teilnehmer zu gewährleisten, sind folgende Best Practices unerlässlich:
- Software aktuell halten: Achten Sie stets darauf, dass Ihre Zoom-Anwendung auf dem neuesten Stand ist, um von den aktuellsten Sicherheitsupdates zu profitieren.
- Automatisch generierte Meeting-IDs: Erzeugen Sie bei der Planung eines Meetings immer eine automatisch generierte Meeting-ID. Dies erschwert unbefugten Zugriff.
- Meeting-Passwort festlegen: Vergeben Sie ein eindeutiges Passwort für Ihren Meetingraum. Teilen Sie dieses nur den vorgesehenen Teilnehmern mit.
- Warteraum aktivieren: Der Warteraum ist eine effektive Funktion, um unerwünschte Gäste außerhalb Ihres Meetingraums zu halten. Sie können jeden Teilnehmer manuell zulassen.
- Meetingraum sperren: Sobald das Meeting begonnen hat und alle erwarteten Teilnehmer anwesend sind, sperren Sie den Meetingraum. Dies verhindert, dass sich nachträglich Unbefugte einklinken.
- Bildschirmfreigabe kontrollieren: Legen Sie fest, wer die Bildschirmfreigabe nutzen darf. Idealerweise sollte nur der Moderator dazu berechtigt sein oder gezielt Freigaben erteilen.
- Beitritt vor Moderator deaktivieren: Stellen Sie sicher, dass Teilnehmer nicht vor dem Moderator beitreten können. Dies gibt Ihnen die Kontrolle über den Start des Meetings.
- Teilnehmende gezielt freigeben: Nutzen Sie die Option, Teilnehmer nur gezielt zum Sprechen freizugeben, um die Diskussionsrunden besser zu steuern.
Detaillierte Informationen zur Online-Datenschutzrichtlinie des Unternehmens finden Sie direkt auf der Zoom-Website unter https://zoom.us/de-de/privacy.html.
Fazit: Zoom als Schlüssel zur vernetzten Kommunikation
Zoom bietet eine robuste und funktionsreiche Plattform für die Durchführung von Webkonferenzen und Online-Lehrveranstaltungen. Insbesondere an der Universität Göttingen ermöglichen die Campuslizenz und die vielfältigen Funktionen eine effiziente und flexible Kommunikation für Lehrende und Studierende. Durch die Beachtung der Systemvoraussetzungen, der Tipps zur Qualitätsverbesserung und insbesondere der Best Practices für Datensicherheit können Sie das volle Potenzial von Zoom ausschöpfen und eine sichere sowie produktive virtuelle Umgebung schaffen. Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Zoom bietet, um Ihre digitalen Interaktionen zu optimieren und die Vernetzung innerhalb der universitären Gemeinschaft zu stärken.
