Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Erwachsenen: Symptome, Ansteckung und Behandlung

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK) ist eine weitverbreitete Virusinfektion, die typischerweise Kinder unter zehn Jahren betrifft, aber auch Erwachsene und ältere Kinder können sich infizieren. Besonders in den Spätsommer- und Herbstmonaten tritt die HFMK gehäuft auf. Während die Erkrankung bei Kindern oft milde Verläufe zeigt, können die Symptome bei Erwachsenen variieren und manchmal sogar untypisch schwerwiegend sein. Es ist wichtig zu wissen, dass die Hand-Fuß-Mund-Krankheit nicht auf Haustiere übertragbar ist.

Diese hoch ansteckende Krankheit wird hauptsächlich durch Enteroviren der Gruppe A verursacht, darunter verschiedene Coxsackie-A-Viren und Enterovirus A71, wie das Robert Koch-Institut (RKI) erklärt. Obwohl viele Menschen den Namen “Hand-Mund-Fuß-Krankheit” verwenden, ist die korrekte Bezeichnung “Hand-Fuß-Mund-Krankheit” oder HFMK. Andere Bezeichnungen sind Hand-Fuß-Mund-Exanthem oder Coxsackievirus-Krankheit.

Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Erwachsenen?

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine akute Virusinfektion, die vor allem die Haut und Schleimhäute betrifft. Bei Erwachsenen können die Verläufe oft milder oder sogar asymptomatisch sein, was die Diagnose erschwert, aber die Ansteckungsgefahr aufrechterhält. Die Erkrankung wird durch Viren ausgelöst, die eine Reihe von Symptomen verursachen können, von grippeähnlichen Beschwerden bis hin zu charakteristischen Hautausschlägen und Bläschen.

Typische Symptome der Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Die Inkubationszeit der HFMK beträgt in der Regel drei bis zehn Tage. Ein typischer Verlauf beginnt oft mit unspezifischen, grippeähnlichen Symptomen. Dazu gehören leichtes Fieber, Appetitlosigkeit und Halsschmerzen. Diese Anfangsphase kann leicht mit einer gewöhnlichen Erkältung verwechselt werden. Wenn Sie sich unwohl fühlen und allgemeine Beschwerden haben, kann es hilfreich sein, mehr über hausmittel gegen bauchschmerzen zu erfahren.

Ein bis zwei Tage nach dem Fieber treten die charakteristischen Bläschen auf. Diese entwickeln sich zunächst an der Mundschleimhaut, der Zunge, dem Zahnfleisch oder dem Gaumen. Die Lippen sind nur selten betroffen. Diese Bläschen verwandeln sich schnell in schmerzhafte Aphthen, die das Essen und Trinken erschweren können. Gleichzeitig oder kurz darauf erscheint ein Hautausschlag, meist an den Innenflächen der Hände, den Zehen, den Fußsohlen, den Fersen und manchmal am Gesäß. Dieser Ausschlag besteht ebenfalls aus Bläschen und kann von starkem Juckreiz oder spannenden Schmerzen begleitet sein, insbesondere an Händen und Füßen.

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Die Bläschen heilen normalerweise innerhalb von acht bis zwölf Tagen von selbst ab. In einigen Fällen können nach der Erkrankung vorübergehend Nägel abfallen, die jedoch wieder vollständig nachwachsen.

Symptome bei Erwachsenen: Auch untypisch schwere Verläufe möglich

Bei Erwachsenen und älteren Kindern ist der Verlauf der Hand-Fuß-Mund-Krankheit oft weniger eindeutig als bei Kleinkindern. Häufig sind die Symptome schwach ausgeprägt oder fehlen ganz. Tatsächlich zeigen über 80 Prozent der infizierten Personen keine Symptome, sind aber dennoch ansteckend. Dies macht die Kontrolle der Verbreitung besonders schwierig.

Es gibt jedoch auch untypisch schwere Verläufe, die vermutlich durch die Virus-Variante Coxsackie-Virus A6 ausgelöst werden. Wie Elke Oberhofer im Magazin “HautinForm” berichtet, sind hierbei Symptome wie hohes Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie starke Abgeschlagenheit möglich. Im Gegensatz zum klassischen Verlauf können bei dieser Variante auch andere Körperregionen betroffen sein, etwa Hand- oder Fußrücken, Unterschenkel, Unterarme und der Rumpf. Hier zeigen sich dann oft Geschwüre und Krusten auf der Haut, während die Mundschleimhaut seltener befallen ist.

Sollten Erwachsene starke Symptome entwickeln, ist ein Arztbesuch dringend ratsam. Ein PCR-Test kann im Zweifelsfall Klarheit über eine HFMK-Infektion bringen. In den meisten Fällen ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit jedoch ungefährlich und verläuft mild. Das RKI gibt an, dass sich die Patienten bei einem milden Verlauf meist innerhalb von fünf bis sieben Tagen ohne spezifische ärztliche Behandlung erholen.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Gefährlich in der Schwangerschaft?

Für Schwangere und das ungeborene Baby ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit in der Regel harmlos, da die Symptome meist mild bleiben. Es besteht jedoch ein geringes Risiko, wenn sich eine Schwangere kurz vor dem Geburtstermin infiziert. In diesem Fall kann das Virus auf das Neugeborene übertragen werden, was in seltenen Fällen zu schweren Verläufen führen kann, wie Elke Oberhofer betont. Daher ist es für Eltern von Säuglingen wichtig, sich bestmöglich vor einer Infektion zu schützen, um eine Übertragung zu vermeiden. Obwohl das Risiko eines schweren Verlaufs bei Neugeborenen in den ersten beiden Lebenswochen am höchsten ist, zeigen auch hier die meisten Babys einen milden Verlauf. Das Ansteckungsrisiko für das Baby im Mutterleib ist zudem sehr gering.

Ansteckung: Wie wird die HFMK übertragen?

Die Viren, die die Hand-Fuß-Mund-Krankheit verursachen, sind hoch ansteckend und werden auf verschiedene Weisen übertragen. Eine häufige Übertragungsform ist die Tröpfcheninfektion, beispielsweise durch Husten oder Niesen. Darüber hinaus ist eine direkte Kontaktübertragung über Speichel, Sekret aus den Bläschen oder Stuhl möglich. Erwachsene können sich auch über kontaminierte Gegenstände oder Oberflächen anstecken, die mit Speichel oder Stuhl einer infizierten Person in Berührung gekommen sind. Selbst Personen, die keine Symptome zeigen (asymptomatische Träger), können das Virus weitergeben und sind ansteckend.

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Wie lange sind Betroffene ansteckend?

Infizierte Personen sind in der ersten Woche der Erkrankung besonders ansteckend, insbesondere durch den Kontakt mit den flüssigkeitsgefüllten Bläschen. Die Viren können jedoch auch noch über mehrere Wochen im Stuhl ausgeschieden werden, selbst wenn die sichtbaren Symptome bereits abgeklungen sind. Dies bedeutet, dass die Ansteckungsfähigkeit deutlich länger bestehen kann als die Dauer der akuten Krankheit.

Eine konsequente Händehygiene ist entscheidend, um das Infektionsrisiko zu minimieren, insbesondere nach dem Windelnwechseln bei einem erkrankten Säugling. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen kann die Verbreitung der Viren effektiv reduzieren.

Wie oft können Erwachsene die Hand-Fuß-Mund-Krankheit bekommen?

Erwachsene und Kinder können die Hand-Fuß-Mund-Krankheit mehrmals bekommen. Dies liegt daran, dass verschiedene Erreger die Krankheit auslösen können. Nach einer Erkrankung ist man zwar immun gegen den spezifischen Erreger, der die aktuelle Infektion verursacht hat, aber eine erneute Ansteckung durch einen anderen Virustyp ist möglich. So kann man zum Beispiel von einem Coxsackie-A-Virus infiziert werden und später von einem anderen Coxsackie-A-Virus oder Enterovirus A71.

Wann können Erkrankte wieder auf die Arbeit?

Sobald Erwachsene erste Symptome der Hand-Fuß-Mund-Krankheit bemerken, sollten sie einen Arzt aufsuchen, um eine Diagnose und gegebenenfalls eine Krankschreibung zu erhalten. Um die Verbreitung der hoch ansteckenden Krankheit einzudämmen, ist es ratsam, während der Krankschreibung zu Hause zu bleiben.

Die Haut am Fuß pellt sich nach abgeheilter Erkrankung an der Hand-Fuß-Mund-Krankheit.

Laut RKI ist die Rückkehr in Gemeinschaftseinrichtungen wie Arbeitsplätze oder Kitas wieder möglich, sobald kein Fieber mehr besteht und alle Bläschen abgeheilt oder eingetrocknet sind. Auch bei einer asymptomatischen Erkrankung ist es in der Regel nach etwa einer Woche wieder möglich, die Arbeit aufzunehmen. Ein schriftliches ärztliches Attest ist hierfür meist nicht erforderlich.

Besteht Meldepflicht bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

In Deutschland besteht für die Hand-Fuß-Mund-Krankheit keine bundesweite Meldepflicht gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG). Eine Ausnahme bildet das Bundesland Sachsen, wo Erkrankungen mit Enterovirus species dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden müssen. Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, die regionalen Gesundheitsvorschriften zu kennen.

Dürfen Eltern arbeiten, wenn das Kind an HFMK erkrankt ist?

Eltern von an HFMK erkrankten Kindern dürfen in der Regel weiterhin zur Arbeit gehen. Das RKI empfiehlt für Kontaktpersonen bei strikter Einhaltung einer guten Händehygiene keine weiteren Maßnahmen. Kontaktpersonen müssen auch nicht aus Gemeinschaftseinrichtungen ausgeschlossen werden. Grundsätzlich sollte enger Kontakt mit Erkrankten vermieden werden – das bedeutet, möglichst auf Küssen, Umarmen, Händchenhalten und das Teilen von Besteck oder Trinkgefäßen zu verzichten. Allgemeine Gesundheitshinweise sind immer von Bedeutung, beispielsweise über blähungen mittel für allgemeines Wohlbefinden.

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Behandlung bei Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Eine spezifische Behandlung oder Therapie gegen die Hand-Fuß-Mund-Krankheit gibt es nicht. Da es sich um eine Virusinfektion handelt, sind Antibiotika wirkungslos, da sie ausschließlich gegen Bakterien wirken. Die Heilung kann nicht beschleunigt werden. Die gute Nachricht ist, dass die Bläschen in den meisten Fällen nach einigen Tagen von selbst abheilen und die Krankheit ohne Komplikationen überstanden wird.

Was hilft gegen Juckreiz und schmerzhafte Bläschen?

Obwohl es keine spezifische Therapie gibt, können die Symptome gelindert werden:

  • Schmerzhafte Bläschen im Mund: Schmerzstillende Mundgele, Mundwasser oder Sprays mit Wirkstoffen wie Chlorhexidin oder Lidocain können Linderung verschaffen.
  • Natürliche Unterstützung: Abgekühlte Tees, wie Kamillen- oder Salbeitee, wirken beruhigend und können gegen schmerzende Aphthen helfen. Es gibt auch viele allgemeine hausmittel magenschmerzen oder andere Beschwerden, die das Wohlbefinden steigern können.
  • Juckende Bläschen an Händen und Füßen: Austrocknende Salben mit Gerbstoffen können verschrieben werden, um den Juckreiz zu lindern.
  • Fieber: Fiebersenkende Medikamente oder Hausmittel wie Wadenwickel können eingesetzt werden, um die Körpertemperatur zu senken.

Was können Erwachsene essen bei Bläschen im Mund?

Bei schmerzhaften Bläschen im Mund sollten Betroffene auf kühle und weiche Speisen zurückgreifen. Um die Aphthen nicht zusätzlich zu reizen, ist es ratsam, scharfe, heiße oder säurehaltige Getränke und Lebensmittel zu meiden. Auch scharfkantiges Essen wie Knäckebrot sollte vermieden werden. Bei starken Schmerzen beim Trinken kann ein Strohhalm eine Erleichterung bieten. Eine bewusste Ernährung kann auch bei anderen Beschwerden wie magen darm hausmittel unterstützen, um das Verdauungssystem zu beruhigen.

Fazit

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine häufige und meist harmlose Virusinfektion, die zwar primär Kinder betrifft, aber auch bei Erwachsenen auftreten kann. Obwohl es keine spezifische Heilung gibt, können die Symptome effektiv gelindert werden. Eine gute Hygiene, insbesondere regelmäßiges Händewaschen, ist der Schlüssel zur Prävention der Ansteckung und Verbreitung. Bei schweren oder untypischen Symptomen ist immer ein Arztbesuch anzuraten. Informieren Sie sich und schützen Sie sich und Ihre Liebsten vor dieser ansteckenden Krankheit. Für weitere Informationen rund um das Thema Wohlbefinden des Verdauungssystems, besuchen Sie auch unsere Artikel über reizdarm hausmittel.

Quellen: