Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK) ist eine weit verbreitete Infektionskrankheit, die vor allem Kinder unter zehn Jahren betrifft, aber auch bei Erwachsenen auftreten kann. Obwohl sie in den meisten Fällen harmlos verläuft, ist es wichtig, die Symptome, Übertragungswege und Präventionsmaßnahmen zu kennen, um die Ausbreitung einzudämmen und Betroffenen bestmöglich zu helfen. Als führende Informationsquelle rund um das Thema Gesundheit und Wohlbefinden möchten wir Ihnen einen detaillierten Überblick über diese Erkrankung geben, basierend auf den aktuellen Erkenntnissen und Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI).
Die HFMK ist keine Meldepflicht in Deutschland, was bedeutet, dass keine bundesweiten, validen Daten über ihr tatsächliches Vorkommen vorliegen. Dennoch ist sie eine ganzjährig diagnostizierte Krankheit mit einer erhöhten Häufigkeit im Spätsommer und Herbst. Ein besseres Verständnis der Erkrankung hilft dabei, unnötige Sorgen zu vermeiden und bei Bedarf die richtigen Schritte einzuleiten. Dabei ist es stets ratsam, eine ausgewogene Ernährung zu pflegen, um die Abwehrkräfte des Körpers zu unterstützen und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern. Informieren Sie sich zum Beispiel über die Vorteile einer Stoffwechseldiät, die helfen kann, den Körper in Balance zu halten und das Immunsystem zu stärken.
Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit? Ursachen und Vorkommen
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit wird hauptsächlich durch Enteroviren der Gruppe A (EV-A) verursacht, zu denen verschiedene Coxsackie-A-Viren (insbesondere CVA6 und CVA16) sowie EV-A71 gehören. Diese Viren sind kleine, unbehüllte RNA-Viren, die zur Familie der Picornaviridae zählen. Sie sind robust gegenüber Umweltbedingungen und einigen Desinfektionsmitteln, was ihre hohe Übertragbarkeit erklärt.
Enteroviren sind ubiquitär, also überall vorkommend, und haben eine hohe Kontagiosität, sprich Übertragbarkeit. Die HFMK ist eine der häufigsten viralen Infektionen bei kleinen Kindern und gehört zu den klassischen Kinderkrankheiten. Während die Krankheit in Deutschland meist mild verläuft, treten insbesondere im westpazifischen Raum (z. B. Malaysia, China) regelmäßig größere Ausbrüche auf, bei denen EV-A71-Viren zu schwereren Verläufen mit Komplikationen des zentralen Nervensystems oder Lungenödemen führen können. Es ist wichtig, die Anzeichen zu erkennen und bei Unsicherheiten ärztlichen Rat einzuholen.
Übertragung und Ansteckungsfähigkeit
Das einzige Reservoir für die Erreger der HFMK ist der Mensch. Es ist entscheidend zu wissen, dass die Hand-Fuß-Mund-Krankheit nichts mit der Maul- und Klauenseuche zu tun hat, einer Tierkrankheit, die durch andere Virustypen verursacht wird.
Die Übertragung der HFMK-Erreger erfolgt von Mensch zu Mensch primär durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Nasen- und Rachensekreten, Speichel, Flüssigkeit aus den Bläschen oder Stuhl. Auch der Kontakt mit viruskontaminierten Oberflächen, wie Spielzeug oder Türgriffen, spielt eine wesentliche Rolle. Die fäkal-orale Übertragung durch unsaubere Hände ist hierbei der dominierende Infektionsweg. In den ersten Tagen nach der Infektion kann das Virus aber auch durch Tröpfchen, etwa beim Husten oder Niesen, übertragen werden, da sich das Virus zunächst im Rachen vermehrt.
Inkubationszeit und Dauer der Ansteckung
Die Inkubationszeit, also die Zeitspanne zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt in der Regel 3 bis 10 Tage, kann aber auch zwischen 1 und 30 Tagen variieren.
Infizierte Personen sind während der ersten Krankheitswoche hochkontagiös, besonders aufgrund der Flüssigkeit in den Bläschen. Die Ansteckungsgefahr nimmt erst mit dem Eintrocknen der Bläschen merklich ab. Es ist jedoch zu beachten, dass die Viren auch nach Abklingen der sichtbaren Symptome noch über mehrere Wochen im Stuhl ausgeschieden werden können. Dies bedeutet, dass die Patienten über einen längeren Zeitraum ansteckend sein können, auch wenn sie sich bereits wieder gesund fühlen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der hohe Anteil asymptomatisch infizierter Personen, insbesondere Erwachsene, die das Virus unwissentlich weitergeben können.
Klinische Symptomatik: Was sind die Anzeichen der Hand-Fuß-Mund-Krankheit?
Die HFMK beginnt typischerweise mit unspezifischen Symptomen wie Fieber, Appetitlosigkeit und Halsschmerzen. Ein bis zwei Tage nach Fieberbeginn entwickeln sich in der Regel schmerzhafte rote Flecken im Mund, die sich schnell zu Bläschen und oft zu schmerzhaften Geschwüren (Ulcera) entwickeln. Diese betreffen vor allem Zunge, Zahnfleisch und die Wangenschleimhaut.
Parallel dazu oder kurz danach bildet sich innerhalb von ein bis zwei Tagen ein nicht juckender Hautausschlag. Dieser zeigt sich als ebene oder leicht erhabene rote Flecken, manchmal mit Blasenbildung, die typischerweise an den Handflächen und Fußsohlen auftreten. Bei einigen atypischen Verläufen, die oft durch CVA6-Viren verursacht werden, kann der Ausschlag auch an Gesäß, im Genitalbereich, an Knien oder Ellbogen auftreten und stark jucken. Solche atypischen Verläufe können mit stärkeren systemischen Symptomen einhergehen und erfordern gelegentlich eine stationäre Behandlung.
Normalerweise verläuft die Krankheit mild, und die meisten Betroffenen erholen sich innerhalb von 5 bis 7 Tagen ohne spezifische ärztliche Behandlung. Ein Großteil der Infektionen (über 80 %) verläuft sogar völlig asymptomatisch, wobei der Körper dennoch schützende Antikörper bildet. Um den Körper in der Genesungsphase optimal zu versorgen, kann es hilfreich sein, auf eine gute Nährstoffzufuhr zu achten. Manchmal können auch Abnehm-Shakes eine Option sein, um wichtige Vitamine und Mineralien aufzunehmen, wenn der Appetit noch eingeschränkt ist.
Komplikationen und Schwangerschaft
Komplikationen wie aseptische Meningitis, Enzephalitis oder polioartige Lähmungen sind extrem selten. Bei atypischen Verläufen kann es Wochen nach der Infektion zu einem Verlust von Finger- und Zehennägeln kommen (Onycholyse), was jedoch reversibel ist.
Schwangere Frauen sind, insbesondere in den Sommermonaten, häufig Enteroviren ausgesetzt. Die meisten Infektionen während der Schwangerschaft verursachen milde oder keine Symptome. Schwere Komplikationen für die Schwangerschaft sind sehr selten. Wenn eine Schwangere jedoch um den Geburtstermin herum Symptome einer Enterovirusinfektion zeigt, kann das Virus auf das Neugeborene übertragen werden. Bei Neugeborenen verläuft die Krankheit meist mild, doch in sehr seltenen Fällen kann es zu einer systemischen Infektion oder einer schwerwiegenden Beteiligung lebenswichtiger Organe (Leber, Herz) kommen, die fulminant verlaufen kann. Das Risiko eines schweren Verlaufs ist bei Neugeborenen in den ersten zwei Lebenswochen am höchsten.
Diagnostik und Therapie
In den meisten Fällen wird aufgrund der typischen klinischen Symptomatik und des milden Verlaufs keine aufwendige Labordiagnostik zur Bestätigung der Hand-Fuß-Mund-Krankheit durchgeführt. Bei atypischen oder schweren Verläufen kann jedoch eine Virusdiagnostik sinnvoll sein.
Labordiagnostik
Zum Nachweis des Virus wird die Enterovirus-PCR eingesetzt. Geeignete Proben sind Stuhlproben, Rachenabstriche oder Bläscheninhalt. Bei einer Beteiligung des zentralen Nervensystems kann auch Liquor (Hirnwasser) untersucht werden. Der Erregernachweis im Stuhl gelingt in den ersten 1 bis 2 Wochen der Erkrankung in etwa 80 % der Fälle. Die serologische Diagnostik spielt aufgrund der Vielzahl der Erreger und der hohen Durchseuchung mit Enteroviren keine Rolle mehr.
Therapie
Es gibt keine spezifische medikamentöse Therapie gegen die Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Die Behandlung beschränkt sich auf die Linderung der Symptome (symptomatische Therapie). Schmerzlindernde Mittel und fiebersenkende Medikamente können helfen, Beschwerden wie Schmerzen im Mund und Fieber zu kontrollieren. Wichtig ist, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, insbesondere bei Kindern, die aufgrund der schmerzhaften Mundläsionen möglicherweise ungern trinken. Für den westpazifischen Raum stehen einige Impfstoffe gegen EV-A71 zur Verfügung.
Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen
Die Prävention der Hand-Fuß-Mund-Krankheit basiert auf konsequenten Hygienemaßnahmen, da es keinen Impfstoff gibt und die Viren sehr ansteckend sind.
Präventive Maßnahmen für Zuhause und unterwegs
Die wichtigste präventive Maßnahme ist eine gute Händehygiene. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife, insbesondere nach dem Windelwechsel bei Babys und nach dem Toilettengang, ist entscheidend. Kinder sollten frühzeitig lernen, ihre Hände richtig zu waschen.
Verschmutzte Oberflächen und Gegenstände, insbesondere Spielzeug und Türgriffe, sollten regelmäßig und gründlich gereinigt werden. Im Falle einer Erkrankung in der Familie ist es ratsam, engen Kontakt mit erkrankten Personen zu vermeiden, beispielsweise durch Küssen, Umarmen oder das gemeinsame Nutzen von Besteck und Tassen. Eine gute Darmgesundheit kann ebenfalls zur Stärkung des Immunsystems beitragen, daher kann es sinnvoll sein, sich über Darm entgiften Hausmittel zu informieren, um das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.
Maßnahmen bei Einzelfällen und im Gemeinschaftsumfeld
In der häuslichen Umgebung ist neben guter Händehygiene auch darauf zu achten, Handtücher nicht gemeinsam zu nutzen. Eine häufige und gründliche Reinigung von Oberflächen, insbesondere im Badezimmer, mit haushaltsüblichen Reinigungsmitteln wird empfohlen.
Ein genereller Ausschluss infizierter Kinder aus Kinderbetreuungseinrichtungen oder Schulen ist in der Regel nicht erforderlich. Solange das Kind fieberfrei ist und sich wohlfühlt, kann es die Einrichtung besuchen. Nur unter bestimmten Gegebenheiten, beispielsweise zur Eindämmung eines Ausbruchs, kann das Gesundheitsamt ein Betretungsverbot veranlassen. Nach klinischer Genesung und dem Eintrocknen der Bläschen ist eine Wiederzulassung in Gemeinschaftseinrichtungen meist ohne ärztliches Attest möglich. Bei komplizierten Verläufen kann eine Krankschreibung jedoch für einige Tage notwendig sein.
Für medizinische Einrichtungen gelten detailliertere Hygienevorschriften und Empfehlungen der Kommission für Infektionsprävention (KRINKO) des RKI. Dort werden für eine sichere Virusinaktivierung Desinfektionsmittel mit viruzider Wirksamkeit empfohlen.
Umgang mit Kontaktpersonen und Ausbrüchen
Bei strikter Einhaltung einer guten Händehygiene sind für Kontaktpersonen in der Regel keine weiteren Maßnahmen oder ein Ausschluss aus Gemeinschaftseinrichtungen notwendig.
Im Falle von Ausbrüchen außerhalb medizinischer Einrichtungen, wie in Kindergärten oder Schulen, sollte die Anwendung von Hände- und Flächendesinfektionsmitteln mit viruzider Wirksamkeit stets mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmt werden. Das Gesundheitsamt kann auf Basis einer Risikobewertung weitere Maßnahmen festlegen, darunter:
- Intensivierung der Hände- und Flächendesinfektion.
- Minimierung der fäkal-oralen Übertragung (z. B. hygienischer Windelwechsel, keine gemeinsamen Handtücher, separate Nutzung von Besteck und Geschirr, gründliche Reinigung von Spielsachen).
- Gegebenenfalls die Anordnung eines Betretungsverbotes für erkrankte Personen.
Gesetzliche Grundlage und Beratung
In Deutschland besteht keine krankheits- oder erregerspezifische Meldepflicht gemäß dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) für die Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Es gibt jedoch ergänzende Verordnungen in einigen Bundesländern, beispielsweise zur HFMK in Sachsen oder zur Meningitis/Enzephalitis in Thüringen und Sachsen-Anhalt.
Für individuelle medizinische Beratung zu Klinik, Therapie oder Impfungen sollten Sie sich immer an eine Ärztin oder einen Arzt oder eine darauf spezialisierte Klinik wenden. Bei Fragen zum Infektionsschutz und zur Prävention ist das zuständige Gesundheitsamt Ihr erster Ansprechpartner.
Fazit: Gut informiert durch die Hand-Fuß-Mund-Krankheit
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine häufige, meist harmlose Viruserkrankung, die sich durch konsequente Hygienemaßnahmen gut eindämmen lässt. Obwohl keine spezifische Therapie zur Verfügung steht, können die Symptome gut behandelt werden, und die meisten Betroffenen erholen sich schnell. Eine gute Aufklärung, wie sie auch das Robert Koch-Institut bietet, hilft dabei, ruhig und besonnen zu handeln und die Gesundheit Ihrer Familie zu schützen. Achten Sie auf eine gute Handhygiene und Sauberkeit im Haushalt, um die Übertragung des Virus zu minimieren. Bei Unsicherheiten oder ungewöhnlichen Symptomen konsultieren Sie stets medizinisches Fachpersonal. Informieren Sie sich über weitere Gesundheitsthemen auf unserer Website, um Ihr allgemeines Wohlbefinden zu stärken und gesund zu bleiben.
Quellen:
- Robert Koch-Institut (RKI): RKI-Ratgeber Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Verfügbar unter: www.rki.de/ratgeber
- Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Hand, Foot, and Mouth Disease. Verfügbar unter: https://www.www.cdc.gov/hand-foot-mouth/
