Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Symptome, Ansteckung & Prävention – Ein umfassender Ratgeber

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK) ist eine weit verbreitete, meist harmlose Viruserkrankung, die vor allem Kinder unter zehn Jahren betrifft, aber auch bei Erwachsenen auftreten kann. Trotz ihres in der Regel milden Verlaufs sind die auftretenden Symptome oft unangenehm und können bei Betroffenen und deren Familien zu Verunsicherung führen. Angesichts ihrer hohen Ansteckungsfähigkeit ist es wichtig, die Krankheit zu kennen, ihre Symptome richtig zu deuten und zu wissen, wie man sich und andere schützen kann.

In diesem umfassenden Ratgeber für die breite Öffentlichkeit erfahren Sie alles Wesentliche über die Hand-Fuß-Mund-Krankheit: von ihren Ursachen und Übertragungswegen über die typischen Symptome Hand-Fuß-Mund bis hin zu wirksamen Präventionsmaßnahmen. Wir beleuchten auch die speziellen Aspekte der Hand-Fuß-Mund-Krankheit Erwachsene, um ein vollständiges Bild dieser Infektion zu vermitteln und Ihnen zu helfen, sich und Ihre Familie besser zu schützen und zu erkennen, wann ärztlicher Rat notwendig ist.

Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit? Ursachen und Erreger

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit wird hauptsächlich durch eine Gruppe von Viren verursacht, die als Enteroviren der Gruppe A (EV-A) bekannt sind. Zu diesen Viren gehören verschiedene Typen von Coxsackie-A-Viren (CVA2 – A8, A10, A12, A14, A16), aber auch EV-A71 und neuere Virustypen spielen eine Rolle. Die am häufigsten identifizierten Verursacher der HFMK sind CVA6 und CVA16, doch auch CVA10 und EV-A71 werden häufig mit der Erkrankung in Verbindung gebracht. Es ist nicht ungewöhnlich, dass während eines Ausbruchs verschiedene Virusstämme gleichzeitig zirkulieren, was die Diagnostik und Eindämmung manchmal komplex macht.

Die Welt der Enteroviren: Kleine Viren mit großer Wirkung

Enteroviren gehören zur Familie der Picornaviridae. Sie sind kleine, unbehüllte RNA-Viren, die für ihre Stabilität bei niedrigem pH-Wert (etwa pH 3) bekannt sind. Diese Eigenschaft ist entscheidend, da sie den Viren ermöglicht, die Magen-Darm-Passage zu überleben und sich im Körper zu verbreiten. Ihre Robustheit macht sie zudem relativ resistent gegenüber vielen Umwelteinflüssen und herkömmlichen Desinfektionsmitteln. Dies unterstreicht die Notwendigkeit spezieller viruzider Desinfektionsmittel, insbesondere in medizinischen Einrichtungen, um eine effektive Inaktivierung zu gewährleisten.

Wo und wann tritt die Hand-Fuß-Mund-Krankheit auf?

Enteroviren sind ubiquitär, also weltweit und überall verbreitet, und zeichnen sich durch eine hohe Kontagiosität, sprich Übertragbarkeit, aus. Die HFMK ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten und verläuft in den allermeisten Fällen harmlos. Sie betrifft primär Kleinkinder und Schulkinder unter zehn Jahren. Doch entgegen der landläufigen Meinung können auch Jugendliche und Hand-Fuß-Mund-Krankheit Erwachsene betroffen sein, oft sogar mit asymptomatischen Verläufen. Die Krankheit kann ganzjährig auftreten, zeigt jedoch eine auffällige Häufung in den Spätsommer- und Herbstmonaten.

Globale Verbreitung und regionale Besonderheiten

Während die HFMK in Deutschland meist mild verläuft und nicht bundesweit meldepflichtig ist – weshalb hierzulande keine umfassenden validen Daten vorliegen – kommt es insbesondere im westpazifischen Raum regelmäßig zu sehr großen Ausbrüchen. Länder wie Malaysia, Singapur, China und Japan sind häufig betroffen. Hier können vor allem EV-A71-Viren zu schwereren Krankheitsverläufen führen, die Beeinträchtigungen des zentralen Nervensystems (ZNS) oder die Ausbildung eines Lungenödems nach sich ziehen können und in seltenen Fällen sogar tödlich enden. Diese regionalen Unterschiede in der Schwere der Erkrankung sind meist auf die dominierenden Virustypen zurückzuführen.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Hand-Fuß-Mund-Krankheit keinesfalls mit der Maul- und Klauenseuche (MKS) verwechselt werden darf. Letztere ist eine Tierseuche, die Rinder, Schafe und Schweine befällt. Die beiden Krankheiten haben keinerlei Bezug zueinander, da sie von Viren unterschiedlicher Gattungen innerhalb derselben Familie (Picornaviridae) verursacht werden. Das einzige Reservoir für die Erreger der HFMK ist der Mensch.

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Wie wird die Hand-Fuß-Mund-Krankheit übertragen? Infektionswege und Ansteckungsgefahr

Die Übertragung der Erreger der Hand-Fuß-Mund-Krankheit erfolgt hauptsächlich von Mensch zu Mensch. Es gibt mehrere Wege, auf denen das Virus verbreitet werden kann. Ein entscheidender Faktor ist der direkte Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Dazu gehören Nasen- und Rachensekrete, Speichel sowie Flüssigkeiten aus den charakteristischen Bläschen auf Haut und Schleimhäuten. Auch der Kontakt mit Stuhl infizierter Personen spielt eine wesentliche Rolle.

Von Mensch zu Mensch: Fäkal-orale und Tröpfcheninfektion

Die Hände sind ein zentrales Übertragungsmedium. Das Virus kann durch kontaminierte Hände von einer infizierten Person zu einer anderen gelangen, beispielsweise durch Berühren des Gesichts oder Mundes nach Kontakt mit Viren. Diese fäkal-orale Übertragung ist der dominierende Infektionsweg. Zusätzlich kann das Virus in den ersten Tagen nach einer Infektion auch durch Tröpfchen übertragen werden. Dies geschieht, weil sich das Virus zunächst im Rachenepithel vermehrt und somit beim Sprechen, Husten oder Niesen winzige Viruströpfchen in die Luft gelangen können, die von anderen eingeatmet werden. Ein weiterer häufiger Übertragungsweg ist der Kontakt mit viruskontaminierten Oberflächen und Gegenständen, wie beispielsweise Spielzeug, Türgriffen oder gemeinsam genutzten Utensilien.

Inkubationszeit und Dauer der Ansteckungsfähigkeit

Die Inkubationszeit, also die Zeitspanne zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit in der Regel zwischen 3 und 10 Tagen. In seltenen Fällen kann sie auch kürzer (ab 1 Tag) oder deutlich länger (bis zu 30 Tage) sein.

Besonders wichtig ist die Dauer der Ansteckungsfähigkeit. Infizierte Personen sind während der ersten Krankheitswoche hochkontagiös. Insbesondere die Flüssigkeit aus den Bläschen enthält eine große Menge an Viren, und die Ansteckungsgefahr sinkt erst deutlich, wenn die Bläschen vollständig eingetrocknet sind. Es ist jedoch zu beachten, dass die Viren auch nach dem Abklingen der sichtbaren Symptome noch über mehrere Wochen im Stuhl ausgeschieden werden können. Das bedeutet, dass Patienten auch lange nach ihrer Genesung noch ansteckend sein können, ohne dass sie sich krank fühlen oder sichtbare Anzeichen der Erkrankung aufweisen. Dies ist besonders relevant, da ein sehr hoher Anteil der infizierten Personen, insbesondere bei Hand-Fuß-Mund-Krankheit Erwachsene, asymptomatisch verläuft, also keine oder nur sehr milde Symptome zeigt, aber dennoch Viren ausscheiden und somit andere anstecken kann.

Symptome der Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Was Sie wissen müssen

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit beginnt typischerweise mit unspezifischen Symptomen, die an einen grippalen Infekt erinnern können. Dazu gehören leichtes Fieber, Appetitlosigkeit und Halsschmerzen. Ein bis zwei Tage nach dem Fieberbeginn entwickeln sich die charakteristischen und oft schmerzhaften Veränderungen im Mundbereich.

Typische Anzeichen bei Kindern und Erwachsenen

An der Mundschleimhaut, insbesondere auf der Zunge, dem Zahnfleisch und der Innenseite der Wangen, bilden sich kleine rote Flecken. Diese entwickeln sich schnell zu Bläschen, die häufig aufplatzen und schmerzhafte Geschwüre (Ulcera) hinterlassen. Diese Mundläsionen können das Essen und Trinken erschweren.

Innerhalb von ein bis zwei Tagen nach dem Auftreten der Mundläsionen entwickelt sich ein Hautausschlag, der weder juckt noch schmerzhaft ist. Dieser Ausschlag zeigt sich als flache oder leicht erhabene rote Flecken, die manchmal auch Blasen bilden. Charakteristischerweise sind die Handflächen und Fußsohlen betroffen. Bei kleinen Kindern kann der Ausschlag auch am Gesäß oder im Genitalbereich auftreten. In den meisten Fällen verläuft die Krankheit mild, und fast alle Erkrankten erholen sich innerhalb von 5 bis 7 Tagen ohne spezifische ärztliche Behandlung. Die überwiegende Mehrzahl der Infektionen (über 80 %) verläuft sogar asymptomatisch, führt aber zur Ausbildung von virustypspezifischen Antikörpern.

Atypische Verläufe und mögliche Komplikationen

Obwohl die HFMK in der Regel mild verläuft, gibt es auch atypische Erscheinungsformen, die insbesondere durch den Virustyp CVA6 verursacht werden. Bei diesen Verläufen kann der Ausschlag auch an anderen Körperstellen auftreten, wie an den Knien oder den Ellenbogen, und sich als stark juckender Ausschlag präsentieren, was untypisch für die klassische HFMK ist. Solche atypischen Verläufe können mit verstärkten systemischen Symptomen einhergehen und unter Umständen eine stationäre Behandlung notwendig machen.

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Komplikationen sind selten, können aber auftreten. Dazu gehören aseptische Meningitis (Hirnhautentzündung) oder Enzephalitis (Gehirnentzündung) sowie polioartige Paresen (Lähmungen). Eine bemerkenswerte, wenn auch seltene Komplikation bei atypischen Verläufen ist der Verlust von Finger- und Zehennägeln (Onycholyse), der einige Wochen nach der Infektion auftreten kann. Solche Fälle unterstreichen, wie wichtig es ist, bei ungewöhnlichen oder schweren Symptome Hand-Fuß-Mund medizinischen Rat einzuholen.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit in der Schwangerschaft und bei Neugeborenen

Da Enteroviren sehr verbreitet sind, sind Schwangere insbesondere in den Sommermonaten und im Herbst regelmäßig diesen Erregern ausgesetzt. Die meisten Enterovirusinfektionen während der Schwangerschaft verursachen nur milde Symptome oder verlaufen komplett asymptomatisch. Aktuelle Studien und evidenzbasierte Hinweise auf schwere Komplikationen durch Enterovirusinfektionen in der Schwangerschaft sind sehr selten.

Jedoch besteht ein geringes Risiko für Neugeborene: Schwangere, die um den Geburtstermin herum Symptome einer Enterovirusinfektion aufweisen, können das Virus auf ihr Neugeborenes übertragen. Die meisten dieser Neugeborenen zeigen einen milden Krankheitsverlauf und erholen sich vollständig. In sehr seltenen Fällen kann es jedoch zu einer systemischen Infektion kommen, bei der lebenswichtige Organe wie Leber oder Herz betroffen sind. Dies kann zu fulminanten, also sehr schnell und schwer verlaufenden Krankheitsbildern führen. Das Risiko eines solch schweren Verlaufs ist bei Neugeborenen in den ersten zwei Lebenswochen am höchsten. Bei Schwangeren mit Symptomen kurz vor der Geburt sollte daher eine engmaschige Überwachung des Neugeborenen erfolgen.

Diagnose und Behandlung: Wann ist ärztlicher Rat gefragt?

In den meisten Fällen wird die Hand-Fuß-Mund-Krankheit aufgrund ihres typischen Erscheinungsbildes klinisch diagnostiziert. Da der Verlauf meist mild ist und die Erkrankung in der Regel von selbst abheilt, sind weiterführende diagnostische Maßnahmen oder eine spezielle Therapie oft nicht notwendig.

Eine Blickdiagnose genügt oft

Aufgrund der charakteristischen Symptome Hand-Fuß-Mund, wie der Kombination aus Fieber, Mundläsionen und Ausschlag an Händen und Füßen, kann eine erfahrene Ärztin oder ein Arzt die Diagnose oft allein durch eine körperliche Untersuchung stellen. Eine Labordiagnostik ist bei einem sicheren klinischen Befund und einem milden Verlauf in der Regel nicht erforderlich.

Labordiagnostik: Selten notwendig, aber möglich

Bei atypischen oder schweren Verläufen, unklaren Symptomen oder im Rahmen der Ausbruchsüberwachung kann eine Labordiagnostik jedoch sinnvoll sein. Zum direkten Virusnachweis wird die Enterovirus-PCR (Polymerase-Kettenreaktion) durchgeführt. Für eine präzisere molekulare Typisierung des Virusstammes kann eine weitere PCR in der proteinkodierenden VP1-Region mit anschließender Sequenzierung erfolgen.

Geeignete Probenmaterialien für den Virusnachweis sind vorwiegend Stuhlproben, Rachenabstriche und die Flüssigkeit aus den Bläschen. Bei Verdacht auf eine Beteiligung des zentralen Nervensystems (ZNS) kann auch Liquor (Hirn-Rückenmarks-Flüssigkeit) untersucht werden. Aus Stuhlproben gelingt der Erregernachweis in den ersten ein bis zwei Wochen der Erkrankung in etwa 80 % der Fälle. Die Virusanzucht im Labor spielt für das Management der Patientinnen und Patienten heutzutage keine relevante Rolle mehr. Auch der serologische Nachweis (Antikörpernachweis) ist aufgrund der Vielzahl der möglichen Erreger und der hohen Durchseuchung der Bevölkerung mit Enteroviren oft obsolet, da er keine akute Infektion sicher belegt.

Therapie: Symptomlinderung im Fokus

Für die Hand-Fuß-Mund-Krankheit steht derzeit keine spezifische antivirale Therapie zur Verfügung. Das bedeutet, es gibt kein Medikament, das direkt das Virus bekämpft. Die Behandlung beschränkt sich daher auf die Linderung der Symptome. Dies umfasst in erster Linie fiebersenkende und schmerzstillende Mittel, wie beispielsweise Paracetamol oder Ibuprofen, um Fieber und die Schmerzen durch die Mundläsionen zu reduzieren. Bei starken Halsschmerzen können auch Mundspülungen oder Sprays helfen, die Schleimhaut zu beruhigen. Es ist wichtig, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, insbesondere bei Kindern, die aufgrund der schmerzhaften Mundläsionen möglicherweise weniger trinken.

Es ist erwähnenswert, dass mehrere Impfstoffe gegen EV-A71, einen der Erregertypen, für den Einsatz im westpazifischen Raum verfügbar sind, jedoch nicht in Deutschland. Sollten Sie im Ausland unterwegs sein und sich über medikamente englisch informieren müssen, ist es hilfreich, grundlegende Begriffe zur Beschreibung Ihrer Symptome und zur Nachfrage nach schmerzlindernden Mitteln zu kennen.

Schutz vor Ansteckung: Wichtige Präventions- und Hygienemaßnahmen

Da es keine spezifische Therapie und keinen breiten Impfschutz gegen alle Erreger der Hand-Fuß-Mund-Krankheit gibt, spielen präventive Maßnahmen und eine konsequente Hygiene eine entscheidende Rolle, um das Infektionsrisiko zu minimieren und die Verbreitung einzudämmen.

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Die Bedeutung der Händehygiene

Die wichtigste und effektivste Maßnahme zur Reduzierung des Infektionsrisikos ist eine gute Händehygiene. Regelmäßiges und sorgfältiges Händewaschen mit Seife ist unerlässlich. Dies gilt insbesondere nach dem Windelwechsel bei Kleinkindern und nach jedem Toilettengang. Durch gründliches Händewaschen werden Viren, die sich auf den Händen befinden können, effektiv entfernt.

Maßnahmen im Alltag und in Gemeinschaftseinrichtungen

Neben der Händehygiene sollten auch verschmutzte Oberflächen und Gegenstände, die von mehreren Personen berührt werden – dazu gehören Spielzeug, Türklinken und Tische – besonders gründlich und regelmäßig gereinigt werden. Im häuslichen Umfeld reicht hierfür meist ein haushaltsübliches Reinigungsmittel. In Einrichtungen wie Kindergärten oder Schulen müssen die Reinigungs- und Hygienepläne der jeweiligen Einrichtung streng befolgt werden.

Um eine direkte Übertragung zu vermeiden, sollte enger Kontakt mit erkrankten Personen gemieden werden. Dies bedeutet, auf Küssen oder Umarmen zu verzichten und Besteck, Tassen oder andere persönliche Gegenstände nicht zu teilen. Eine gemeinsame Nutzung von Handtüchern im Haushalt sollte ebenfalls vermieden werden, wenn ein Familienmitglied erkrankt ist.

Ein genereller Ausschluss von infizierten Kindern aus Kinderbetreuungseinrichtungen oder Schulen ist nicht pauschal empfohlen, da die HFMK meist mild verläuft. Kinder können die Gemeinschaftseinrichtung weiterhin besuchen, solange sie kein Fieber haben und sich gesund fühlen. Nach klinischer Genesung und nachdem die Bläschen eingetrocknet sind, ist eine Wiederzulassung in der Regel ohne schriftliches ärztliches Attest möglich. Allerdings kann das zuständige Gesundheitsamt unter bestimmten Umständen – zum Beispiel bei einem Ausbruchsgeschehen – anordnen, dass Kinder mit HFMK eine Einrichtung vorübergehend nicht betreten dürfen, um die Verbreitung einzudämmen. Bei einem komplizierten Verlauf kann nach Ermessen des behandelnden Arztes auch eine Krankschreibung für einige Tage erforderlich sein.

Für medizinische Einrichtungen gelten strengere Hygienemaßnahmen. Hier sind Desinfektionsmittel mit dem Wirkbereich “viruzid” (wirksam gegen unbehüllte Viren) erforderlich. Solche Mittel sind beispielsweise in der “Liste der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren” oder der Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH) aufgeführt.

Umgang mit Kontaktpersonen und Ausbrüchen

Bei Kontaktpersonen zu Erkrankten sind bei strikter Einhaltung einer guten Händehygiene in der Regel keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Ein genereller Ausschluss von Kontaktpersonen aus Gemeinschaftseinrichtungen ist nicht notwendig.

Im Falle eines Ausbruchsgeschehens in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten oder Schulen sollte das Vorgehen mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmt werden. Das Gesundheitsamt kann auf Grundlage einer Risikobewertung weitere notwendige Maßnahmen festlegen, wie beispielsweise die Intensivierung der Hände- und Flächendesinfektion mit viruziden Produkten, die Minimierung der fäkal-oralen Übertragung (z. B. durch hygienischen Windelwechsel, keine gemeinschaftlichen Handtücher, separate Nutzung von Besteck und Geschirr, gründliche Reinigung von Spielsachen) und gegebenenfalls die Anordnung eines vorübergehenden Betretungsverbotes für erkrankte Personen.

Rechtliche Aspekte in Deutschland: Meldepflicht und weitere Vorschriften

In Deutschland unterliegt die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK) keiner bundesweiten krankheits- oder erregerspezifischen Meldepflicht gemäß dem Infektionsschutzgesetz (IfSG). Dies bedeutet, dass Ärzte und Labore die Fälle nicht routinemäßig an das Robert Koch-Institut oder die Gesundheitsämter melden müssen, es sei denn, es gibt regionale Sonderregelungen.

Trotz des Fehlens einer bundesweiten Meldepflicht gibt es in einigen Bundesländern ergänzende Verordnungen, die indirekt oder direkt die HFMK oder ähnliche Krankheitsbilder betreffen. So bestehen beispielsweise in Sachsen ergänzende Verordnungen zur HFMK selbst, in Sachsen-Anhalt zur Virusmeningitis (einer möglichen, wenn auch seltenen Komplikation der HFMK) und in Thüringen zur Meningitis/Enzephalitis. Diese regionalen Regelungen sollen dazu beitragen, lokale Ausbrüche besser zu überwachen und bei Bedarf geeignete Maßnahmen ergreifen zu können.

Fazit: Gut informiert durch die Hand-Fuß-Mund-Saison

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine häufige, meist harmlose Viruserkrankung, die vor allem Kinder betrifft, aber auch für Hand-Fuß-Mund-Krankheit Erwachsene relevant ist. Obwohl es keine spezifische Therapie gibt, kann durch gute Hygiene und symptomatische Behandlung der Verlauf erleichtert werden. Das Verständnis der Symptome Hand-Fuß-Mund, der Übertragungswege und effektiver Präventionsmaßnahmen ist entscheidend, um sich und Ihre Familie zu schützen.

Achten Sie stets auf gründliche Händehygiene, vermeiden Sie engen Kontakt mit Erkrankten und reinigen Sie Oberflächen regelmäßig. Bei Unsicherheiten über