Handball-EM 2026: Deutschlands Silbermärchen und alle wichtigen Infos

Die Handball-Europameisterschaft 2026 war ein Turnier der Superlative, das Fans in ganz Europa in seinen Bann zog. Vom 15. Januar bis zum 1. Februar kämpften die besten Teams des Kontinents in Dänemark, Schweden und Norwegen um die begehrte Trophäe. Für Deutschland endete das Turnier mit einem triumphalen Silbermärchen, das die Nation begeisterte und das DHB-Team als ernsthaften Anwärter auf zukünftige Titel etablierte. Dieses Event bot nicht nur spannende Spiele, sondern auch tiefe Einblicke in die Leidenschaft für den Handballsport, der in vielen europäischen Ländern, insbesondere in Deutschland, eine große Tradition hat. Für alle, die die Spannung live erleben oder einfach nur mehr über solche sportlichen Höhepunkte erfahren möchten, bietet die Handball-EM 2026 einen reichhaltigen Fundus an Informationen und Dramen, die man beispielsweise in der umfassenden Sportberichterstattung verfolgen konnte.

Dänemark triumphiert: Das Finale der Handball-EM 2026

Das Herzstück des Turniers war zweifellos das Finale am Sonntag, den 1. Februar 2026. In einem packenden Duell krönte sich Co-Gastgeber Dänemark zum neuen Europameister, indem es die deutsche Mannschaft mit 34:27 besiegte. Es war ein verdienter Sieg für die Dänen, die über das gesamte Turnier hinweg eine beeindruckende Leistung zeigten und ihre Titelsammlung mit diesem Triumph perfekt machten. Der Titelverteidiger Frankreich, der 2024 noch in Köln die Dänen bezwang, schied überraschend bereits in der Hauptrunde aus und konnte seinen Erfolg nicht wiederholen.

Spielorte und Arenen: Wo die Handball-EM 2026 ausgetragen wurde

Die EM 2026 wurde in drei skandinavischen Ländern ausgetragen, die für ihre exzellente Sportinfrastruktur bekannt sind: Dänemark, Schweden und Norwegen. Die Hauptschauplätze waren die Jyske Bank Boxen in Herning (Dänemark) mit 15.000 Plätzen, die Unity Arena in Oslo (Norwegen) mit 8.000 Plätzen sowie die Arenen in Malmö (12.000 Plätze) und Kristianstad (5.000 Plätze) in Schweden. Diese vier Spielorte beherbergten die sechs Vorrundengruppen. Die beiden Hauptrundengruppen fanden in Herning und Malmö statt, während die Halbfinals, das Finale und die Platzierungsspiele um die Plätze fünf und drei ausschließlich in Herning ausgetragen wurden. Besonders hervorzuheben ist, dass die deutsche Nationalmannschaft ihre gesamte Turnierreise in Herning verbrachte, was für eine gewisse Kontinuität sorgte.

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Deutschlands Silbermedaille: Ein Erfolg für das DHB-Team

Obwohl es im Finale nicht zum großen Wurf reichte, kann das deutsche Team auf ein äußerst erfolgreiches Turnier zurückblicken. Trotz zweier Niederlagen in der Vor- und Hauptrunde gegen Serbien und Dänemark kämpfte sich Deutschland ins Halbfinale, wo es Kroatien mit 31:28 bezwang. Im Endspiel musste sich das Team von Bundestrainer Alfred Gislason den starken Dänen geschlagen geben und sicherte sich damit die Silbermedaille. Dies ist die erste Medaille für die deutschen Handballer seit dem glorreichen EM-Titel 2016, was diesen Erfolg umso bedeutsamer macht und für neue Euphorie im deutschen Handball sorgt.

Neben dem Finale wurden auch die Spiele um Platz drei und fünf ausgetragen. Kroatien sicherte sich Bronze in einem knappen Match gegen Island mit 34:33, während Portugal nach einem 36:35 gegen Schweden den fünften Platz belegte. Solche zukünftigen Sportevents versprechen ebenfalls Spannung und unvergessliche Momente für die Fans.

Die Top 6 der Handball-EM 2026:

PlatzTeamSiegeRemisNiederlagen
1Dänemark801
2Deutschland603
3Kroatien702
4Island513
5Portugal422
6Schweden512

Hauptrundengruppen: Die Spannung vor dem Halbfinale

Die Hauptrunde der Handball-EM 2026 war geprägt von intensiven Duellen und überraschenden Wendungen. Zwei der drei Gastgebernationen, Norwegen und Schweden, konnten sich nicht für das Halbfinale qualifizieren und schieden aus. Auch Titelverteidiger Frankreich musste sich frühzeitig verabschieden. Nur die beiden erstplatzierten Teams jeder Hauptrundengruppe zogen ins Halbfinale ein, während die drittplatzierten Mannschaften um den fünften Platz spielten.

Gruppe I (Herning)

PlatzTeamTorePunkte
1Dänemark166:1418
2Deutschland160:1558
3Portugal169:1693
4Frankreich179:1784
5Norwegen156:1753
6Spanien160:1722

Gruppe II (Malmö)

PlatzTeamTorePunkte
1Kroatien139:1368
2Island165:1497
3Schweden161:1447
4Slowenien160:1704
5Ungarn141:1472
6Schweiz147:1672
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Der deutsche Kader: Gislasons Auswahl für die EM 2026

Bundestrainer Alfred Gislason hatte für die Handball-EM 2026 einen ausgewogenen 18er-Kader nominiert, der eine Mischung aus erfahrenen Spielern und vielversprechenden Debütanten darstellte. Vier Spieler feierten ihr erstes großes Turnier: Tom Kiesler, Miro Schluroff (beide Rückraum links) und Mathis Häseler (Rechtsaußen) von Gummersbach sowie Matthes Langhoff (Rückraum links) von den Füchsen Berlin. Ergänzt wurden sie durch drei Routiniers, die bereits zehn Jahre zuvor in Polen EM-Gold gewonnen hatten. Gislason betonte, dass er bei der Auswahl besonders auf die Abwehrarbeit geachtet habe, um eine solide Defensive zu gewährleisten.

Während des Turniers waren Änderungen am Kader möglich, allerdings nur mit Spielern aus dem zuvor benannten 35er-Kader und begrenzt auf maximal zwei Wechsel in der Vorrunde, zwei in der Hauptrunde und zwei am Finalwochenende. Eine Stunde vor jedem Spiel musste Gislason sein Spieltagsaufgebot benennen, das maximal 16 Spieler umfassen durfte. Auch abseits des Handballs begeistert Deutschland mit vielen sportlichen Persönlichkeiten. So erinnern sich viele an die Erfolge von deutschen Sportlegenden aus anderen Disziplinen.

Der Turnier-Modus: So funktionierte die Handball-EM 2026

Die 24 teilnehmenden Mannschaften wurden zunächst in sechs Vorrundengruppen aufgeteilt. In diesen Gruppen traf jedes der vier Teams einmal auf die anderen. Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe zogen in die Hauptrunde ein, wobei ihre direkten Ergebnisse aus der Vorrunde mitgenommen wurden. Die Gruppen A, B und C bildeten die Hauptrundengruppe I, während die Gruppen D, E und F die Hauptrundengruppe II bildeten.

Die Hauptrundengruppe I wurde in Herning ausgetragen, Gruppe II in Malmö. Nach Abschluss der Hauptrunde, in der alle Mannschaften einmal gegeneinander gespielt hatten, erreichten die Teams auf den Plätzen eins und zwei das Halbfinale. Die beiden Drittplatzierten spielten anschließend den fünften Platz aus. Die Organisation und das hohe Niveau der Spiele spiegeln sich auch in der internationalen Sportlandschaft wider, wo etwa internationalen Top-Ligen regelmäßig neue Rekorde und Übertragungsstandards setzen.

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Regeln bei Gleichstand und Verlängerung

Bei Spielen in der K.o.-Phase (Halbfinale, Spiel um Platz drei oder Finale), die nach 60 Minuten unentschieden standen, folgte eine fünfminütige Pause, bevor die Verlängerung begann. Die Verlängerung bestand aus zweimal fünf Minuten mit einer einminütigen Halbzeitpause. War nach 70 Spielminuten immer noch kein Sieger ermittelt, gab es eine zweite Verlängerung von weiteren zweimal fünf Minuten. Sollte es auch danach noch remis stehen, entschied ein Siebenmeterwerfen über den Ausgang der Partie. Im Falle einer zweiten Verlängerung wurde das nachfolgende Spiel automatisch um 15 Minuten verschoben, um den Zeitplan einzuhalten.

Bei Gleichstand von zwei oder mehr Teams am Ende der Vor- oder Hauptrunde entschieden folgende Kriterien in dieser Reihenfolge über die Platzierung:

  1. Punktzahl aus direktem Vergleich
  2. Tordifferenz aus direktem Vergleich
  3. Anzahl an Toren aus direktem Vergleich
  4. Tordifferenz aus allen Gruppenspielen
  5. Anzahl an Toren aus allen Gruppenspielen
  6. Fair Play Ranking*
  7. das Los

*Das Fair Play Ranking basiert auf einem Punktesystem: Für jede Gelbe Karte gegen das Team gab es einen Punkt, für jede Zwei-Minuten-Zeitstrafe zwei Punkte, für jede Rote Karte acht Punkte. Auch vergangene Sporthighlights zeigen, wie wichtig solche Regeln für den fairen Wettkampf sind.

Fazit: Eine unvergessliche Handball-EM 2026

Die Handball-EM 2026 war ein unvergessliches Turnier, das nicht nur mit hochklassigen Spielen und einem würdigen Europameister Dänemark, sondern vor allem mit dem sensationellen Silbermärchen des deutschen DHB-Teams in Erinnerung bleiben wird. Der Erfolg der deutschen Mannschaft hat gezeigt, welches Potenzial im deutschen Handball steckt und wie sehr dieser Sport die Menschen im Land begeistern kann. Für alle Handballfans und Sportbegeisterten war diese Europameisterschaft ein Fest, das Lust auf mehr macht. Bleiben Sie dran für weitere spannende Analysen und Berichte rund um den deutschen Sport!