Der Hamburger SV traf in einem aufschlussreichen Duell auf Hannover 96, ein Spiel, das insbesondere durch die mit Spannung erwarteten Debüts der Neuzugänge Albert Sambi Lokonga und Fábio Vieira geprägt war. Trotz einer anfänglichen Überlegenheit der Gäste aus Hannover, zeigte der HSV in der Schlussphase eine deutliche Leistungssteigerung, die Hoffnung für die kommenden Aufgaben weckt. Das Endresultat von 3:1 zugunsten von Hannover spiegelte nicht vollständig die dynamische Entwicklung der Partie wider, die besonders in den letzten 30 Minuten an Fahrt aufnahm.
Die Begegnung begann mit einigen Veränderungen in der Startelf des HSV. Nicolai Remberg und Emir Sahiti rückten für Daniel Elfadli und Rayan Philippe in die Mannschaft. Früh in der Partie stand HSV-Keeper Dickes im Mittelpunkt, als er in einem Eins-gegen-Eins-Duell gegen Yokota glänzend parierte und seine Mannschaft vor einem frühen Rückstand bewahrte. Trotz dieser frühen Glanzleistung konnte der junge Torhüter bei einer späteren, ähnlich gelagerten Chance nicht mehr eingreifen. Oudenne umkurvte den 17-jährigen Schlussmann und netzte zur 3:0-Führung für Hannover ein. Diese Phase des Spiels offenbarte Schwächen in der Defensive des HSV, die von den effektiven Angriffen der 96er konsequent ausgenutzt wurden. Die erste Halbzeit, in der Taibi in der 41. Minute das 1:0 und Rochelt kurz darauf in der 44. Minute das 2:0 erzielte, zeigte einen Hamburger SV, der sich schwer tat, ins Spiel zu finden und die Kontrolle über das Mittelfeld zu erlangen. Die schnellen Umschaltmomente von Hannover setzten die Rothosen immer wieder unter Druck.
Mit dem Beginn der zweiten Halbzeit und insbesondere nach einer weiteren Serie von Wechseln durch Trainer Polzin, darunter die mit Spannung erwarteten Debüts von Albert Sambi Lokonga und Fábio Vieira, die beide an der Deadline day verpflichtet wurden, änderte sich das Spielgeschehen merklich. Neben Lokonga und Vieira kam auch Robert Glatzel für Poulsen in die Partie. Diese Dreifach-Einwechslung erwies sich als entscheidender Impuls. Die frischen Kräfte brachten nicht nur neuen Schwung für die Rothosen, sondern führten auch zu einer deutlichen Verbesserung im Spielaufbau und in der Offensive.
Die Anwesenheit von Lokonga und Vieira im Mittelfeld stabilisierte das Team und ermöglichte präzisere Ballzirkulationen. Ihr Einfluss war sofort spürbar. Wenig später wurde Sahiti im Strafraum zu Fall gebracht, und der souveräne Robert Glatzel verwandelte den fälligen Elfmeter eiskalt zum 1:3-Anschlusstreffer in der 73. Minute. Dieser Treffer war ein wichtiger Moral-Booster und zeigte, dass der HSV trotz des Rückstands nicht aufgab. Der Anschlusstreffer verlieh den Rothosen Flügel und sie drängten nun auf weitere Tore.
Kurz darauf legte Glatzel den Ball im Strafraum auf Remberg ab, dessen Schussversuch im letzten Moment geblockt wurde. Aus dem daraus resultierenden Eckball kombinierten Vieira und Lokonga gefährlich, scheiterten jedoch am Außennetz. Die spielerische Qualität der beiden Neuzugänge war unübersehbar; sie suchten aktiv nach Lücken, verteilten Bälle präzise und zeigten vielversprechende Ansätze im Zusammenspiel. Glatzel war auch am letzten gefährlichen Angriff des Spiels beteiligt, konnte den Ball nach einer Hereingabe des eingewechselten Bakery Jatta aber nicht im Tor unterbringen. Trotz der Niederlage war die Leistungssteigerung in den letzten 30 Minuten enorm und deutete auf das Potenzial hin, das in dieser neuformierten Mannschaft steckt. Das Trainerteam wird sicherlich die positiven Aspekte dieser Schlussphase analysieren und daran anknüpfen wollen, um die Integration der Neuzugänge weiter voranzutreiben und die Mannschaftsleistung zu optimieren. Die Debüts von Lokonga und Vieira lassen auf eine spannende Zukunft hoffen.
Spielstatistik:
Hamburger SV: Dickes – Ramos, Elfadli (46’ Remberg), Hefti – Mikelbrencis (71’ Jatta), Meffert, Pherai (64’ Lokonga), Katterbach – Königsdörffer (64’ Vieira), Poulsen (64’ Glatzel), Philippe (46’ Sahiti)
Hannover 96: Weinkauf – Allgeier, Nawrocki (46’ Neubauer), Sterner – Oudenne, Roggow, Leopold (64’ Engelbreth), Kokolo (89’ Ebnoutalib), Yokota (76’ Niklaus), Rochelt – Taibi (69’ Vogel)
Tore:
0-1 Taibi (41’)
0-2 Rochelt (44’)
0-3 Oudenne (61’)
1-3 Glatzel (73’, Elfmeter)
Schiedsrichter: Daniel Piotrowski
Das Testspiel gegen Hannover 96, auch wenn es eine Niederlage für den HSV bedeutete, lieferte wichtige Erkenntnisse. Insbesondere die Integration von Albert Sambi Lokonga und Fábio Vieira verspricht, die Mannschaft auf ein neues Niveau zu heben. Ihre ersten Auftritte zeigten Talent, Spielintelligenz und die Fähigkeit, das Tempo zu diktieren. Trainer Polzin und sein Team werden nun daran arbeiten, diese Ansätze im Ligaalltag zu festigen und die Mannschaft in den kommenden Wochen weiter zu entwickeln. Die Rothosen haben gezeigt, dass sie auch nach Rückschlägen die Moral besitzen, zurückzukommen und eine verbesserte Leistung abzurufen. Fans dürfen gespannt sein, wie sich der HSV mit diesen neuen Impulsen in den nächsten Pflichtspielen präsentieren wird.
