Schnelle Hilfe bei Durchfall: Die besten Hausmittel und was Sie essen können

Zwieback bei Durchfall

Durchfall ist ein unangenehmes Thema, über das viele Menschen nur ungern sprechen. Gerade deshalb stellen sich oft Fragen darüber, was bei Durchfall erlaubt ist und welche Lebensmittel Linderung verschaffen können. Ein plötzlich auftretender Durchfall ist zwar lästig, aber meist ungefährlich, besonders wenn er nur von kurzer Dauer ist. Häufig lassen sich die Beschwerden mit einfachen Mitteln bereits lindern. Die folgenden Hausmittel bieten schnelle und effektive Hilfe bei akutem Durchfall.

Was ist Durchfall (Diarrhö)?

Oft beginnt es mit einem flauen Gefühl im Magen, gefolgt von Bauchgrummeln und dem plötzlichen, starken Drang, eine Toilette aufzusuchen. Durchfall, medizinisch als Diarrhö bezeichnet, ist ein weitverbreitetes Leiden. Doch ab wann spricht man eigentlich von Durchfall?

Drei Hauptmerkmale kennzeichnen eine Diarrhö:

  • Mehr als drei Stuhlentleerungen täglich.
  • Eine flüssige oder sehr breiige Stuhlkonsistenz.
  • Eine vermehrte Stuhlmenge.

Grundsätzlich werden zwei Formen unterschieden: der akute und der chronische Durchfall. Akute Diarrhö dauert in der Regel nicht länger als wenige Tage. Chronischer Durchfall hingegen hält über Wochen an und erfordert eine ärztliche Abklärung. Häufig tritt Durchfall zusammen mit anderen Symptomen wie Blähungen, Bauchschmerzen, Krämpfen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen auf. Durchfall selbst ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, das darauf hinweist, dass etwas mit dem Körper nicht stimmt – meist ist der Magen-Darm-Trakt gestört. Durch den hohen Flüssigkeitsverlust fühlen sich Betroffene bei Durchfall schnell kraftlos und müde. Hier können einige Hausmittel schnell Abhilfe schaffen.

Ursachen von Durchfall

Der Auslöser für Durchfall ist eine Störung im Verdauungstrakt, die unterschiedliche Gründe haben kann. Bei akutem Durchfall sind meist Krankheitserreger verantwortlich. Diese befallen den Darm und führen dort zu einer Infektion. Oft gelangen sie über verdorbene oder verunreinigte Lebensmittel in unseren Körper, was dann auch als Lebensmittelvergiftung bezeichnet wird. Daher tritt akuter Durchfall auch sehr häufig in Form von Reisedurchfall auf. Bei einer Magen-Darm-Infektion sind meist Viren die Auslöser, aber auch Bakterien oder Parasiten können dahinterstecken.

Die Ursachen einer akuten Diarrhö sind sehr vielfältig:

  • Infektionen mit Parasiten, Viren oder Bakterien.
  • Magen-Darm-Infektionen.
  • Vergiftungen, zum Beispiel durch Lebensmittel.
  • Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Medikamenten.
  • Nahrungsmittelallergien oder -unverträglichkeiten.
  • Umwelteinflüsse, wie zum Beispiel bei Reisen.
  • Psychische Belastungen und Stress.

Chronischer Durchfall hat meist schwerwiegendere Ursachen, wie Reizdarm, Tumorerkrankungen, Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn und andere chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Ein chronischer Durchfall muss unbedingt ärztlich untersucht werden, um die genaue Ursache zu finden und eine geeignete Therapie einzuleiten.

Gegen akuten Durchfall gibt es in der Apotheke verschiedene rezeptfreie Medikamente, die schnell gegen die Beschwerden helfen können. Solche Medikamente sollten jedoch stets mit Bedacht und niemals über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Auch helfen sie in der Regel nicht gegen die eigentliche Ursache des Durchfalls, sondern lindern lediglich die Symptome.

Da Durchfall aber meist sehr plötzlich auftritt, hat man nicht immer ein geeignetes Medikament zur Hand. Glücklicherweise gibt es zahlreiche bewährte Hausmittel, die eine schnelle Linderung verschaffen können, ohne den Körper zusätzlich zu belasten.

Die besten Hausmittel gegen Durchfall

Verschiedene Hausmittel haben sich in der Vergangenheit als wirksam erwiesen, um diese unschönen Magenprobleme wieder in den Griff zu bekommen. Im Folgenden werden die bewährtesten vorgestellt.

Viel trinken – Wasser und Tees bei Durchfall

Der Körper verliert bei Durchfall durch den häufigen und flüssigen Stuhlgang sehr viel Flüssigkeit. Um diesen Verlust auszugleichen, ist viel trinken eines der wichtigsten Hausmittel. Am besten eignen sich stilles Wasser oder ungesüßte Tees. Auf kohlensäurehaltige und stark zuckerhaltige Getränke sollte man lieber verzichten, da diese den Magen zusätzlich reizen und den Durchfall sogar verstärken können.

Um den Elektrolythaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, ist leicht gesüßter Tee mit einer Prise Salz ein bewährtes Mittel. Dafür gibt man pro Tasse Tee einen halben Teelöffel Zucker sowie eine kleine Prise Salz hinzu, um dem Körper die verlorene Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe zurückzugeben. Doch welcher Tee ist am besten geeignet bei Durchfall?

Grundsätzlich sind bei Durchfall Kräuter- und Früchtetees empfehlenswert, die eine beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt haben:

  • Fencheltee wirkt beruhigend auf Magen und Darm und kann Blähungen lindern.
  • Kamillentee ist gut bekömmlich, entzündungshemmend und kann Krämpfe lösen.
  • Pfefferminztee hat eine antibakterielle und desinfizierende Wirkung, sollte aber bei sehr empfindlichem Magen vorsichtig genossen werden.
  • Ingwertee kann den Darm reinigen und wirkt schleimlösend. Er sollte jedoch nicht zu stark sein, um den Magen nicht zu reizen.
  • Heidelbeertee ist aufgrund seiner stopfenden Wirkung sehr gut geeignet, da die Gerbstoffe die Darmtätigkeit beruhigen.
  • Kümmeltee ist besonders wirksam gegen Blähungen und wirkt zudem krampflösend und desinfizierend.

Besonders empfehlenswert ist auch schwarzer Tee, der im nächsten Abschnitt genauer beleuchtet wird.

Schwarzer Tee beruhigt den Darm

Schwarzer Tee kann eine beruhigende Wirkung auf die Verdauung und die Darmschleimhaut haben. Die enthaltenen Gerbstoffe sollen entzündungshemmend und stopfend wirken, indem sie Wasser binden und so den Stuhl festigen. Allgemein wird ihnen bei Erkrankungen im Verdauungstrakt eine wohltuende Linderung nachgesagt. Der Schwarztee sollte mindestens zehn Minuten ziehen, bevor man ihn trinkt, damit die Teeblätter die Gerbstoffe bestmöglich an das Teewasser abgeben können. Auf Zucker und künstliche Süßstoffe sollte verzichtet werden, da diese abführend wirken können. Alternativ kann man mit etwas Honig süßen, da dieser natürliche Süße bietet und dem Körper guttut. zuckerverzicht ist hier eine gute Empfehlung. Wichtig: Schwarzer Tee ist aufgrund seines Koffeingehalts für kleine Kinder nicht geeignet.

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Zwieback bei Durchfall – Der Klassiker

Zwieback – von vielen verhasst, von anderen gerade bei Durchfall sehr beliebt. Er gehört zu den klassischen Hausmitteln gegen Durchfall. Es handelt sich dabei um ein besonders haltbares, trockenes, doppelt gebackenes Brot aus Hefeteig. Pur (also ohne Zucker und Belag) ist er sehr bekömmlich und belastet den gereizten Magen-Darm-Trakt nicht. Die Stärke im Zwieback ist leicht verdaulich und wirkt stopfend. Außerdem enthält er kaum Fett und schont den Magen dadurch. Wer keinen Zwieback mag, kann stattdessen übrigens auch trockenes Weißbrot oder alte Brötchen zu sich nehmen.

Zwieback bei DurchfallZwieback bei Durchfall

Äpfel – Natürliches Hausmittel gegen Durchfall

Ein altbewährtes natürliches Hausmittel gegen Durchfall sind Äpfel. Denn diese enthalten eine große Menge des löslichen Ballaststoffes Pektin. Da Pektin viel Flüssigkeit binden kann, ist es ein ausgezeichneter Quellstoff, der den Stuhl wieder fester macht. Zudem bindet das Pektin einige Giftstoffe im Darm. Beim Apfel versteckt sich das Pektin vor allem in der Schale – deswegen sollte er auf keinen Fall geschält werden. Wer also unter Durchfall leidet, sollte Äpfel auf seinen Speiseplan setzen.

Am besten wirkt das Pektin, wenn der Apfel samt Schale fein gerieben wird. Ein sehr fein geriebener Apfel, dem etwas Zitronensaft hinzugefügt wird, hat sich als verdauungsförderndes Hausmittel bewährt. Idealerweise verzehrt man den Apfel-Brei mehrmals täglich und lässt ihn rund 15 Minuten nach der Zubereitung stehen, damit sich genügend Pektine bilden können. Auch hier ist es wichtig, die Schale nicht zu entfernen, da gerade darin die meisten Pektine enthalten sind. Sie quellen im Darm auf, binden überschüssige Flüssigkeit und verfestigen so den Stuhl. Auch eventuelle Krankheitserreger werden leichter ausgeschieden. Eine gute Alternative zum selbst geriebenen Apfel ist ungesüßtes Apfelmus.

Bananen – wichtige Mineralstoffe für den Körper

Auch Bananen enthalten, genau wie Äpfel und Mohrrüben, Pektine. Neben dem nützlichen Ballaststoff Pektin, der überschüssiges Wasser bindet, den Stuhl fester macht und Schadstoffe ausschwemmt, liefern sie dem Körper reichlich Kalium und weitere wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Spurenelemente und Vitamine. Diese helfen, den durch den Durchfall entstandenen Nährstoffverlust auszugleichen. Kalium regelt beispielsweise den Flüssigkeitshaushalt in unseren Zellen. Durch den gestörten Stuhlgang verliert der Körper jedoch sehr viel Kalium. Eine zusätzliche Zufuhr ist also sinnvoll, um den Elektrolythaushalt wiederherzustellen.

Bananen werden am besten zerdrückt mit einer Gabel oder püriert verzehrt und sind dank ihrer leicht stopfenden Wirkung ein ideales Hausmittel. Es ist auch möglich, aus Bananen und zarten Haferflocken einen Brei zuzubereiten. Eine weitere Möglichkeit ist die Zubereitung von Bananen mit Gemüsebrühe, um sowohl verlorene Flüssigkeit als auch Elektrolyte aufzunehmen. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Gemüsebrühe – gesundes Hausmittel mit Elektrolyten

Ebenso ein Hausmittel, das sich positiv auf Durchfall auswirkt, ist selbstgemachte Gemüsebrühe, die dem Körper Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe zuführt. Folgende Zutaten haben sich bewährt: Wurzeln von Mohrrüben, Sellerie, Kartoffeln, Petersilie, Wasser und eine Prise Salz. Das Gemüse wird gewaschen und in Stücke geschnitten und im gewürzten Wasser etwa eine Stunde köcheln gelassen. Nach dem Abseihen des Gemüses ist die Brühe als Schonkost fertig. Sie gleicht den Flüssigkeitsverlust aus und versorgt den Körper mit Elektrolyten, die bei Durchfall dringend benötigt werden. Als Alternative zu den einzelnen Gemüsesorten kann man auch einen Bund frisches Suppengrün klein schneiden und auf die gleiche Art zur Gemüsebrühe verarbeiten.

Gemüsebrühe gegen DurchfallGemüsebrühe gegen Durchfall

Kartoffeln helfen gegen Durchfall

Kartoffeln enthalten wie Bananen oder Vollkornprodukte sehr viel Kalium und sind noch dazu äußerst bekömmlich. Kalium ist ein Elektrolyt, das im Körper die Verteilung des Wassers reguliert und bei Durchfall vermehrt ausgeschieden wird. Daher eignen sich Kartoffeln gut als Hausmittel. Sie können entweder klein geschnitten in viel Salzwasser gegart oder als Püree gegessen werden. Achtung: In Kartoffeln mit grünen Stellen sind leicht giftige Inhaltsstoffe enthalten: Chaconin und Solanin. Beide können Durchfall und Erbrechen fördern. Daher sollten Kartoffeln mit grünen oder keimenden Stellen gemieden werden.

Reis festigt den Stuhl und beruhigt

Gleichermaßen ist auch Reis ein gutes Hausmittel gegen Durchfall. Er ist leicht stopfend und festigt dadurch den Stuhl. Beim Kochen entstehen außerdem Schleimstoffe, die beruhigend auf die gereizte Darmschleimhaut wirken. Am besten eignet sich bei Durchfall geschälter Reis, den man in Salzwasser schön weichkocht. Den Reis kann man auch nach der Garzeit pürieren und als Reisschleim verzehren. Wer nur unter leichtem Durchfall leidet, kann den Reis auch mit etwas gekochter Zucchini und Möhre aufpeppen. Dagegen sollten als Beilage blähende Gemüsesorten wie Kohl und Hülsenfrüchte vermieden werden.

Guter Tipp: Verwendet wird am besten eine nährstoffreiche Reis-Sorte wie Naturreis (brauner Reis). Dieser enthält, anders als herkömmlicher weißer Reis, noch das Silberhäutchen, bei dem es sich um die ballast- und nährstoffreiche Außenschicht handelt, und den Keimling. In der Silberhaut stecken beispielsweise Eisen, Magnesium und das Vitamin B. Sie versorgt den Körper außerdem mit Energie, was bei Durchfall ebenso ein Vorteil ist.

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Möhrensuppe als Hausmittel gegen Durchfall

Ein absoluter Klassiker unter den Hausmitteln gegen Durchfall: Die Möhrensuppe, oft auch als Karottensuppe bekannt. Karotten enthalten nämlich wie auch Äpfel und Bananen sehr viel Pektin. Dadurch binden sie im Darm Flüssigkeit und lindern so den Durchfall. Zusätzlich entstehen beim Kochen und Pürieren von Möhren sogenannte Oligosaccharide (Mehrfachzucker). Diese ähneln in ihrer Struktur den Darmrezeptoren, sodass die Bakterien, die den Durchfall verursachen, dort andocken und anschließend einfach ausgeschieden werden. So wird der Darm auf natürliche Weise entkeimt.

Als Rezept für eine Möhrensuppe braucht man lediglich ein halbes Kilo geschälte Karotten. Diese klein schneiden und für rund eine Stunde in einem Liter Wasser weich kochen. Anschließend mit einem Mixer ordentlich pürieren und mit abgekochtem Wasser wieder auf einen Liter auffüllen. Nun noch etwas Salz hinzugeben und fertig. Die Suppe kann über den Tag verteilt in kleinen Portionen gegessen werden.

Haferflocken bei Durchfall

Zugegeben, die Bezeichnung „Haferschleim“ klingt nicht übermäßig köstlich, jedoch versteckt sich dahinter ein überaus gesundes Gericht – und das nicht nur bei Durchfall. Schon längst wird das gesunde Getreide deswegen in allen Supermärkten als „Porridge“ und bekömmlicher Frühstücksbrei angepriesen.

Hafer enthält viele Ballaststoffe, Mineralstoffe und verschiedene Vitamine. Also alles, was ein geschwächter Körper braucht. Da der Hafer beim Kochen Schleim bildet, ist er sehr bekömmlich und leicht verdaulich. Er beschwert den Magen nicht und wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus, was wichtig ist, um dem Körper Energie zu liefern.

Noch dazu ist er sehr vielseitig: Man kann Haferflocken bei Durchfall entweder süßlich mit geriebenem Apfel und pürierter Banane kombinieren oder salzig mit etwas Brühwürze und zerkochten Karotten genießen. Als Grundrezept gibt man auf 2 Esslöffel Haferflocken 250 ml Wasser und lässt es kurz kochen, bis alles eingedickt ist. Anschließend entweder mit Brühe, Salz, geriebenem Apfel oder Banane verfeinern.

Haferflocken bei DurchfallHaferflocken bei Durchfall

Heidelbeeren – antibakterielle Wirkung

Heidelbeeren können ebenso gegen Durchfall helfen. Genau genommen ist hierbei nicht von der Kulturheidelbeersorte, sondern von der Wildsorte die Rede, die im Wald wächst, viel kleiner ist und einen intensiveren Geschmack hat. Bei dieser Variante sind die Haut und das Fruchtfleisch beides blau. Die Heidelbeeren werden getrocknet und gegessen. Sie haben eine entzündungshemmende Wirkung und beruhigen Magen und Darm. Zudem wirken sie antibakteriell. In den Heidelbeeren stecken Gerbstoffe und Pektine, die überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen und so den Stuhl festigen. Auch das enthaltene Eisen wirkt stopfend. Achtung: Frische Heidelbeeren können die Verdauung anregen. Wenn man sehr viele davon isst, kann es daher zu Durchfall kommen. Bei akutem Durchfall sind getrocknete Heidelbeeren die bessere Wahl.

Honig – Alternative zu Zucker bei Durchfall

Auf raffinierten Zucker sollte man, wenn man Durchfall hat, möglichst verzichten. Er kann osmotisch wirken und dem Darm vermehrt Wasser entziehen, was den Durchfall nachteilig beeinflussen kann. Zu viel Zucker stört das Gleichgewicht zwischen den Darmbakterien und Pilzen. Doch dies gilt nicht uneingeschränkt für Honig. Er besteht zum Großteil aus Wasser und enthält natürlichen Fruchtzucker sowie Enzyme und antibakterielle Stoffe. Honig kann dabei helfen, die Heilung und Regeneration des Körpers anzuregen. Daher ist es besser, den Tee mit Honig statt mit herkömmlichem Haushaltszucker zu süßen. Honig im Kamillen- oder Fencheltee führt dem Körper nicht nur Süße, sondern auch wohltuende Inhaltsstoffe zu.

Schonkost essen bei Durchfall

Neben den zahlreichen zuvor genannten Lebensmitteln sollte man bei Durchfall generell darauf achten, den Magen und Darm rücksichtsvoll und schonend zu behandeln. Wie der Name schon sagt, ist hierfür Schonkost ideal geeignet. Schonkost wird generell von Ärzten bei Problemen im Magen- und Darmbereich empfohlen. Diese besteht aus leicht verdaulichen Lebensmitteln, die den Körper nicht weiter belasten und die Genesung fördern.

Lebensmittel und Gerichte aus dem Bereich Schonkost sind insbesondere folgende:

  • Gemüse wie Zucchini, Aubergine, Spinat, Kürbis sowie die bereits erwähnten Karotten und Kartoffeln. Gut gegart und leicht bekömmlich zubereitet.
  • Früchte wie Birnen, Melonen, Beeren sowie Äpfel und Bananen, idealerweise gerieben, püriert oder als Mus.
  • Getreideprodukte wie Haferflocken, trockenes Weißbrot oder Zwieback, Reis und Nudeln (ohne fettige Soßen).

Wärme – Effektives Hausmittel gegen Durchfall

Wenn der Durchfall mit Bauchkrämpfen einhergeht, ist Wärme oftmals sehr angenehm. Denn Wärme fördert die Durchblutung der Muskulatur und ist dadurch schmerzlindernd und heilungsfördernd.

Was die meisten Menschen im Haushalt haben und auch hier eingesetzt werden kann, ist die Wärmflasche. Die kommt nicht nur in kalten Winternächten gerne zum Einsatz. Die Wärmflasche füllt man mit warmem (nicht kochendem!) Wasser und legt sie sich auf den Bauch. Gegebenenfalls mit einem Handtuch umwickeln, um direkten Hautkontakt mit zu großer Hitze zu vermeiden.

Als Alternative kann auch ein Kirschkernkissen oder ein Dinkelkissen verwendet werden. Im Grunde wirkt es wie eine Wärmflasche, ist bei Bauchkrämpfen aber manchmal etwas angenehmer, da es leichter ist und sich besser an den Körper anpasst. Das Kissen kann einfach in der Mikrowelle oder im Backofen erwärmt werden, um es dann auf den Bauch zu legen.

Auch Kartoffelwickel können bei Durchfall verwendet werden. Sie sind besonders bei Halsschmerzen und Husten sehr beliebt, können aber auch einen schmerzenden Bauch beruhigen. Für den Wickel nimmt man ein paar weichgekochte heiße Kartoffeln und drückt diese mit einer Gabel auf ein Küchentuch. Anschließend einschlagen und als Kompresse auf den Bauch legen. Bei Bedarf mit einem weiteren Handtuch umschlagen, um die Wärme länger zu speichern.

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Mit Heilerde Durchfall behandeln

Heilerde ist ein Pulver, das aus Löß, einer speziellen Lehmart, gewonnen wird. Es setzt sich aus verschiedenen Mineralien zusammen und ist als Hausmittel besonders zur äußerlichen Anwendung bei Hautproblemen beliebt. Viele Menschen schwören jedoch auch auf eine innerliche Anwendung und nutzen Heilerde gegen Durchfall.

Das feine Pulver soll Flüssigkeit und auch Giftstoffe im Darm binden und damit den Magen und Darm bei Durchfall unterstützen. Hierfür wird etwas Heilerde mit kaltem oder warmem Wasser verrührt und getrunken. Die genaue Zusammensetzung und Dosierung ist vom jeweiligen Produkt abhängig und sollte der Packungsbeilage entnommen werden.

Es gibt allerdings noch keine ausreichenden wissenschaftlichen Studien, die die Wirksamkeit von Heilerde bei Durchfall zweifelsfrei belegen könnten. Die Empfehlung als Hausmittel beruht rein auf Erfahrungsberichten. Im Falle von geschwollenen Speicheldrüsen gibt es ebenfalls bewährte speicheldrüse geschwollen hausmittel, die unterstützend wirken können.

Ungeeignete Lebensmittel bei Durchfall

Neben dem Griff zu verschiedenen Medikamenten, die den Magen und Darm beruhigen können, gibt es somit auch diverse Lebensmittel, die als Hausmittel Bei Durchfall helfen können. Doch andere gilt es dringend zu meiden, um den Darm nicht zusätzlich zu reizen und die Beschwerden zu verschlimmern.

Verzichten sollte man dabei auf sehr fettige oder stark zuckerhaltige Speisen und Getränke. Auch die immer wieder angepriesene Kombination aus Cola und Salzstangen bei Durchfall ist nicht zu empfehlen, da Cola zu viel Zucker enthält und Salzstangen zwar Salz liefern, aber nicht ideal sind. Auch scharfes Essen oder schwer verdauliche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Kohl oder rohes Obst und Gemüse (mit Ausnahme der geriebenen Äpfel oder pürierten Bananen) sollten nicht gegessen werden. Auf Koffein und Alkohol sollte man bei Magenproblemen sowieso verzichten, da diese den Körper dehydrieren und den Darm zusätzlich reizen können.

Immer wieder werden auch probiotische Lebensmittel wie Joghurt als gutes Hausmittel gegen Durchfall genannt. Die enthaltenen Milchsäurebakterien unterstützen nämlich eine gesunde Darmflora und helfen so, Krankheitserreger zu verdrängen. Andererseits wird vom Verzehr von Milchprodukten bei Durchfall sehr häufig auch abgeraten, da viele Menschen bei akuten Magen-Darm-Infekten vorübergehend laktoseintolerant reagieren können. Wichtig ist, naturbelassene und fettarme Produkte zu wählen und auf den eigenen Körper zu hören. Wem Joghurt guttut, kann ihn auch bei Durchfall essen – andernfalls weglassen.

Folgende Lebensmittel sind bei Durchfall zu vermeiden:

  • Kaffee, Alkohol, Milch und die meisten Milchprodukte, kohlensäurehaltige Getränke und Fruchtsäfte.
  • Blähende Lebensmittel, beispielsweise Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen), Zwiebeln und Kohlsorten.
  • Frittierte und stark gebratene Speisen.
  • Scharfe Speisen, wie Chili con Carne oder stark gewürzte Gerichte.
  • Schwer zu verdauende, fettige Nahrung (z.B. fetter Käse, Wurst, Fast Food).
  • Zuckerhaltiges (Süßigkeiten, Limonaden, stark gesüßte Speisen).
  • Sehr heiße oder kalte Speisen, die den Magen-Darm-Trakt reizen können.

Auch wenn sich der Durchfall gelegt hat, empfiehlt es sich, in der ersten Zeit leicht verdauliche Nahrung zu sich zu nehmen, um den Magen und Darm wieder langsam an die normale Ernährung zu gewöhnen.

Weitere Tipps gegen Durchfall

Wer unter Durchfall leidet, hat in der Regel auch Magenprobleme, die nicht unbedingt mit einem großen Hungergefühl verbunden sind. Dennoch ist es sehr wichtig, viel zu trinken und dem Körper etwas Energie zuzuführen, da er durch das häufige Entleeren stark geschwächt wird. Gönnen Sie Ihrem Körper viel Ruhe und vermeiden Sie körperliche Anstrengung.

Gerne werden auch Kohletabletten bei Durchfallerkrankungen empfohlen. Diese helfen nämlich sehr effektiv bei Vergiftungen, da die Aktivkohle Giftstoffe, Keime und Erreger bindet. Leider bindet sie auch körpereigene Darmbakterien und Stoffe, die gut für die Immunabwehr sind. Über den Nutzen oder Schaden von Kohletabletten bei infektiösem Durchfall gibt es noch kaum belegbare Studien. Gesichert ist jedoch: Im Falle einer Vergiftung können sie sehr schnelle Hilfe leisten. Lassen Sie sich hierzu am besten in der Apotheke oder von einem Arzt beraten.

Wann zum Arzt bei Durchfall?

Tritt der Durchfall nur kurzzeitig auf und ist er von geringer Intensität, ist er meist harmlos und muss nicht weiter behandelt werden. Für wenige Tage kann ein gesunder Erwachsener den Flüssigkeitsverlust durch ausreichendes Trinken ausgleichen und mit entsprechender Schonkost den Magen meist wieder beruhigen. Für ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder ist ein Arztbesuch jedoch oftmals ratsam, da diese den Flüssigkeits- und Nährstoffverlust nicht so gut ausgleichen können und schneller dehydrieren.

Bei sehr heftigem Durchfall hingegen, der mit weiteren Begleitsymptomen wie starken Bauchkrämpfen, Blut im Stuhl, hohem Fieber oder Bewusstseinstrübungen einhergeht, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Ebenso bei langanhaltendem Durchfall, der länger als zwei bis drei Tage anhält.

Auch wenn der Durchfall immer wieder in Verbindung mit bestimmten Mahlzeiten auftritt, empfiehlt sich der Besuch eines Arztes. Hier könnte eine Nahrungsmittelallergie oder -unverträglichkeit die Ursache sein, die abgeklärt werden sollte.

Welches ist das beste Hausmittel gegen Durchfall?

Das beste Mittel gegen Durchfall ist es, sehr viel zu trinken und die in diesem Artikel genannten Nahrungsmittel zu essen, die einem persönlich am meisten zusagen und gut vertragen werden. Viel trinken bezieht sich dabei auf Wasser oder ungesüßten Tee. Die Wahl der festen Lebensmittel sollte dem persönlichen Befinden und den eigenen Vorlieben angepasst werden. Wer keinen Haferschleim mag, probiert Möhrensuppe oder Zwieback aus. Wer