Hausmittel gegen Halsschmerzen: Effektive Linderung für einen wunden Hals

Ein kratzender Hals, Schmerzen beim Schlucken oder ein anhaltendes Stechen – Halsschmerzen können sehr unangenehm sein und uns im Alltag stark beeinträchtigen. Die gute Nachricht ist, dass es oft nicht notwendig ist, sofort einen Arzt aufzusuchen oder zu starken Medikamenten zu greifen. Viele bewährte Hausmittel Gegen Halsschmerzen und pflanzliche Heilmittel können wirksam Beschwerden lindern und den Heilungsprozess unterstützen. Ob spezielle Tees zum Trinken oder Gurgeln, wohltuende Wickel oder die beruhigende Wirkung von Honig – oft sind die Schmerzen schon über Nacht verschwunden, wenn man auf die richtigen Helfer setzt.

Die wichtigsten Fakten zu Hausmitteln bei Halsschmerzen

  • Pflanzliche Heilmittel wie Salbei oder Ingwer wirken entzündungshemmend im Hals.
  • Heiße Zitrone ist bei Halsschmerzen nicht immer empfehlenswert, da die Säure den Rachen reizen kann.
  • Sprechen Sie wenig, um den Hals zu schonen, und gönnen Sie Ihrem Körper ausreichend Ruhe zur Genesung.

Häufige Ursachen für Halsschmerzen

Halsschmerzen sind ein weit verbreitetes Symptom und in den meisten Fällen harmlos. Oftmals sind sie das erste Anzeichen einer beginnenden Erkältung oder einer viralen Infektion, bei der sich Viren im Rachenraum ausbreiten und die Schleimhaut entzünden. Diese Entzündung führt zu den typischen akuten Halsschmerzen und Schluckbeschwerden.

Manchmal können Halsschmerzen auch die Folge einer bakteriellen Mandelentzündung (Angina) sein. In solchen Fällen kann ein Antibiotikum erforderlich sein, doch auch hier können Hausmittel und pflanzliche Halswehmittel die Symptome lindern und die Heilung fördern.

Einige Menschen leiden unter chronischen Halsschmerzen, deren Ursachen häufig äußere Einflüsse sind. Dazu zählen Rauchen, Schnarchen, eine erhöhte Stimmbelastung oder zu trockene Raumluft. Auch in diesen Fällen können Hausmittel eine wertvolle Unterstützung bieten, um die Beschwerden zu mildern.

Effektives Hausmittel: Mit Salzwasser gurgeln

Gurgeln ist eine bewährte Methode zur Linderung von Halsschmerzen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Schleimhaut des oberen Rachens wird befeuchtet, zugeführte Heilmittel gelangen direkt in Kontakt mit der Schleimhaut und können dort ihre Wirkung entfalten, und am Ende werden Krankheitserreger weggespült. Gurgeln ist daher sowohl bei viralen als auch bei bakteriellen Halsschmerzen, wie einer Mandelentzündung, sowie bei chronischem Halsweh sehr zu empfehlen.

Mit Salzwasser zu gurgeln, hat eine desinfizierende, entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung. Eine wirksame und kostengünstige Gurgellösung lässt sich ganz einfach mit Kochsalz herstellen. Salzwasser besitzt nachweislich eine desinfizierende, entzündungshemmende, abschwellende und antibakterielle Wirkung. Lösen Sie dafür einen halben Teelöffel Kochsalz in einem Glas mit 250 Milliliter lauwarmem Wasser auf. Gurgeln Sie zweimal bis dreimal täglich für ein bis zwei Minuten mit dieser Salzwasserlösung. Alternativ zum Salzwasser können Sie auch mit Kamillentee, Thymiantee, Eibischtee, Arnikatee, Ingwerwasser oder Salbeitee gurgeln, um die Schleimhäute zu beruhigen und zu desinfizieren.

Weiterlesen >>  Hausmittel gegen Fußpilz: Natürliche Helfer für gesunde Füße

Tee bei Halsschmerzen wirkt entzündungshemmend

Das Wichtigste bei Halsweh ist, ausreichend zu trinken. Dies hält die Schleimhäute in Mund und Rachen feucht, was es Erregern erschwert, tiefer in den Körper einzudringen. Warme Getränke wirken zusätzlich wohltuend von innen. Es wird empfohlen, etwa eineinhalb bis zwei Liter Tee oder Wasser pro Tag zu sich zu nehmen. Bestimmte Kräutertees haben darüber hinaus eine spezifisch heilende Wirkung. Wenn Sie nach weiteren gesunden Teemöglichkeiten suchen, kann auch Tee gegen Verstopfung eine Option für das allgemeine Wohlbefinden sein.

Besonders hilfreich sind Tees aus Arzneipflanzen, die ätherische Öle enthalten. Dazu gehören Salbei, Eibisch, Thymian, Kamille, aber auch Lindenblüten und Ingwer. Ätherische Öle wirken entzündungshemmend und antimikrobiell gegen Bakterien und Viren. Zudem beruhigen sie die gereizten Schleimhäute und können sanft schmerzlindernd wirken.

Damit sich die ätherischen Öle optimal entfalten können, übergießen Sie Salbei, Thymian oder Kamille mit heißem Wasser und lassen Sie die Mischung zugedeckt mindestens zehn Minuten ziehen. Trinken Sie mehrmals täglich eine Tasse davon. Eibisch-Tee erfordert eine spezielle Zubereitung: Mischen Sie zwei Esslöffel Eibischwurzeln mit kaltem Wasser und lassen Sie die Mischung zwei Stunden ziehen. Entfernen Sie anschließend die Eibischwurzeln und erwärmen Sie den Tee.

Wundermittel Ingwer

Der Wirkstoff Gingerol in Ingwer besitzt entzündungshemmende, antibakterielle und in geringerem Maße auch antivirale Eigenschaften. Zudem regt die scharfe Knolle die Durchblutung an, wodurch Erreger zügiger aus dem Körper abtransportiert werden können. Für frischen Ingwertee (Ingwerwasser) schälen Sie ein Stück der Knolle, schneiden es in Scheiben oder Stücke, übergießen es mit heißem Wasser und lassen es zehn Minuten ziehen. Bei Bedarf können Sie etwas Zitrone oder Honig hinzufügen. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, die auch Aspekte wie Ernährung bei Gallensteinen berücksichtigen sollte, um die allgemeine Gesundheit zu fördern.

Hausmittel Zwiebelsaft selbst herstellen

Ein bewährtes altes Hausmittel bei Halsschmerzen ist Zwiebelsaft. Zwiebeln enthalten viel Vitamin C, ätherische Öle, schwefelhaltige Verbindungen und Flavonoide. Diese Kombination wirkt leicht entzündungshemmend und soll Keime abtöten. Zwiebelsaft lässt sich einfach selbst herstellen: Schneiden Sie dafür eine große Zwiebel in kleine Würfel und vermengen Sie diese mit zwei bis drei Esslöffeln Honig oder Zucker. Füllen Sie die Mischung anschließend in ein luftdichtes Glas und stellen Sie es in den Kühlschrank. Der Zwiebelsaft sollte mehrere Stunden – idealerweise über Nacht – ziehen. In dieser Zeit gibt die Zwiebel ihren Saft ab, der dann mit einem Sieb oder durch ein Baumwolltuch abgeseiht werden kann. Achten Sie bei der Zubereitung auf eine hygienische Umgebung und denken Sie auch an eine allgemeine magenschonende Kost bei empfindlichem Magen.

Weiterlesen >>  Chiasamen abnehmen: Wie das Superfood beim Gewichtsverlust helfen kann

Honig: Antibakterielles Hausmittel

Honig enthält Substanzen, die antibakteriell und auch antiviral wirken. Darüber hinaus beruhigt Honig die gereizten Schleimhäute im Hals. Daher wird Honig in vielen Kulturen seit Langem zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt. Ein Beispiel für medizinischen Honig ist der Manuka-Honig aus Neuseeland, der Methylglyoxal (MGO) enthält. Dieses Zuckerabbauprodukt hat eine besonders starke antibakterielle Wirkung. Wer heimischen Honig bevorzugt, sollte auf Bio-Qualität achten. Zur Anwendung lassen Sie einfach einen Löffel Honig im Mund zergehen oder lösen ihn in Tee oder warmer Milch auf. Kinder unter einem Jahr sollten keinen Honig essen oder getrunken bekommen, da er eine gefährliche Vergiftung (Botulismus) auslösen kann.

Halswickel bei Halsschmerzen

Ob warme Halswickel tatsächlich gegen Halsschmerzen helfen, ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Viele Menschen empfinden sie jedoch bei Halsweh als wohltuend, da warme Wickel die Durchblutung im Halsbereich aktivieren können.

Für einen warmen Kartoffelwickel kochen Sie vier bis sechs Kartoffeln weich, legen sie zwischen zwei Tücher und zerdrücken sie. Danach werden die Tücher mit der warmen Kartoffelmasse um den Hals gelegt und mit einem weiteren Tuch oder Schal fixiert. Kartoffeln speichern die Wärme sehr gut. Der Wickel wird so lange verwendet, bis er kalt ist.

Ein ebenfalls bewährtes Hausmittel ist der Zwiebelwickel. Schneiden Sie eine große Zwiebel in kleine Stücke und wärmen Sie diese kurz in einer Pfanne ohne Fett an – nur kurz, damit sich die ätherischen Öle nicht verflüchtigen. Geben Sie die Zwiebelstücke dann auf ein feuchtwarmes Tuch und rollen Sie es zu einem Wickel zusammen. Lassen Sie ihn so lange einwirken, bis der Wickel ausgekühlt ist.

Manche Menschen schwören bei Halsschmerzen auf kalte Wickel. Sie sollen schmerzlindernd und abschwellend wirken. Für einen kühlen Quarkwickel benötigen Sie 250 bis 500 Gramm Quark. Streichen Sie ihn einen halben Zentimeter dick auf eine Mullkompresse. Decken Sie das Ganze mit einem weiteren Stück Mull und einem Baumwolltuch ab und legen Sie den Wickel auf den Hals. Lassen Sie ihn so lange einwirken, bis der Quark warm ist – also etwa drei bis vier Stunden.

Der sogenannte Prießnitz-Halswickel (benannt nach dem Naturheiler Vincenz Prießnitz) ist ein einfacher, feuchter Wickel. Ein Tuch wird in kaltes Wasser gelegt, ausgewrungen und um den Hals gelegt. Der Nacken sollte dabei ausgespart werden. Decken Sie den feuchten Wickel mit einem trockenen Tuch ab. Lassen Sie ihn circa 30 bis 90 Minuten wirken. Danach sollte man Nacken und Hals vor Kälte schützen.

Weiterlesen >>  Deutschland entdecken: Eine Reise durch Geschichte, Kultur und atemberaubende Landschaften

Hausmittel für Kinder mit Halsschmerzen

Auch für Kinder gilt bei Halsweh: Viel trinken ist essenziell. Am besten eignet sich Tee mit Kamille, da der milde Geschmack für Kinder meist angenehmer ist als das Aroma von Thymian- oder Salbeitee. Ist das Kind älter als ein Jahr, kann Honig in den Tee gerührt oder fester Honig zum Lutschen angeboten werden. Fruchtsäfte sollten vermieden werden, da ihre Säure im Hals brennen kann. Manche Kinder können bereits gurgeln – probieren Sie es einfach aus, das kann sogar Spaß machen. Wichtig ist jedoch, dass das Gurgel-Wasser nicht geschluckt wird. Auch warme oder kühle Halswickel sind möglich. Lutschpastillen (am besten zuckerfrei) befeuchten den Hals und können die Beschwerden etwas “versüßen”. Wenn Sie verreisen und das Wohlbefinden Ihrer Familie gewährleisten möchten, denken Sie auch an mögliche Gesundheitsvorsorge, etwa bei Verstopfung im Urlaub.

Starke Halsschmerzen beim Schlucken

Auch bei starken Halsschmerzen beim Schlucken hilft es, mit Salzwasser zu gurgeln. Zudem sollte man viel trinken, etwa entzündungshemmenden Salbeitee oder Ingwerwasser. Gegen die Schmerzen kann man Honig lutschen oder warmen Tee mit Honig trinken. Darüber hinaus gibt es Lutschpastillen oder Kräuterpastillen in der Apotheke, die Linderung verschaffen können.

Hühnersuppe bei Halsschmerzen

Dass eine Hühnersuppe bei Erkältungen Wunder wirkt, ist zwar umstritten, aber eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2000 bescheinigte Hühnersuppe im Laborversuch eine leicht entzündungshemmende Wirkung. Dies wird darauf zurückgeführt, dass sie im Organismus bestimmte weiße Blutkörperchen blockiert, die für Entzündungen verantwortlich sind. Hühnersuppe hilft aber auch durch ihre Wärme: Sie verbessert die Durchblutung, wodurch die Immunzellen besser überall hingelangen können. Ein weiterer Vorteil der Hühnerbrühe ist, dass man viel Flüssigkeit zu sich nimmt. Wer der Hühnersuppe frisches Gemüse hinzufügt, versorgt den Körper zusätzlich mit Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien, die das Immunsystem unterstützen. Für eine umfassende Versorgung des Körpers können auch spezifische Nahrungsergänzungsmittel wie Eisensaft in Betracht gezogen werden, besonders bei Mangelerscheinungen.

Wann sollte man zum Arzt?

Auch Hausmittel haben ihre Grenzen. Akute Halsschmerzen sollten nach drei Tagen weitgehend abgeklungen sein. Haben sich die Beschwerden dann nicht gebessert oder sind weitere Symptome dazugekommen, wie hohes Fieber, starke Schluckbeschwerden, Hautausschlag oder eine einseitige Schwellung im Halsbereich, sollte man unbedingt einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Eine professionelle Diagnose ist wichtig, um ernstere Erkrankungen auszuschließen und eine angemessene Behandlung einzuleiten.

![Ein Mann fasst sich an den Hals.](https://images.ndr.de/image/7f940a5a-8998-4bb6-8