Im Alltag können alltägliche Gegenstände wie ein heißes Bügeleisen oder ein Backblech schnell zu schmerzhaften Verletzungen führen. Eine Verbrennung, die zwar schmerzhaft, aber oft harmlos ist, kann jeden treffen. Kleinere Verbrennungen, die nicht größer als die eigene Handfläche sind und weniger als ein Prozent der Körperoberfläche betreffen, sowie Verbrühungen durch heißes Wasser sind in der Regel unbedenklich. Doch bei tiefgreifenden oder großflächigen Hautschäden kann eine Verbrennung oder Verbrühung schnell gefährlich werden. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Schweregrade von Hautschäden und gibt Aufschluss darüber, wie man im Ernstfall richtig reagiert.
Was sind Verbrennungen und Verbrühungen ersten Grades?
Verbrennungen ersten Grades sind typische Haushaltsverletzungen, die häufig an den Händen auftreten. Auch ein Sonnenbrand zählt zu dieser Kategorie. Betroffene spüren Schmerzen und die Haut rötet sich und schwillt an. Die Hautoberfläche bleibt jedoch intakt. Ähnlich verhält es sich bei Verbrühungen. In den meisten Fällen heilt eine Verbrennung ersten Grades innerhalb weniger Tage ohne Komplikationen von selbst ab. Tatsächlich machen oberflächliche Verletzungen dieser Art etwa neunzig Prozent aller Verbrennungen und Verbrühungen aus.
Verbrennungen und Verbrühungen zweiten Grades: Wenn Blasen entstehen
Bei einer Verbrennung oder Verbrühung zweiten Grades ist die Haut bereits stärker geschädigt, was zur Bildung von Blasen, auch Brandblasen genannt, führt. Bei oberflächlichen Schäden kann die Wunde spontan abheilen (Typ 2a). Sind jedoch tiefere Gewebeschichten betroffen, kann eine Operation notwendig sein (Typ 2b). Die genaue Unterscheidung zwischen Typ 2a und 2b kann in der Praxis schwierig sein, weshalb eine ärztliche Abklärung ratsam ist. Bei großflächigen Verletzungen ist es entscheidend, sofort den Notruf zu wählen. Denn bereits zehn Prozent der Hautfläche können bei Erwachsenen zu gefährlichen Kreislaufproblemen und Unterkühlung führen, da die Hautbarriere durchbrochen ist. Bei Kindern oder älteren Menschen können auch kleinere Verletzungen ausreichen, um ernsthafte Komplikationen hervorzurufen.
Verbrennungen und Verbrühungen dritten Grades: Vollständige Zerstörung der Haut
Eine Verbrennung dritten Grades bedeutet die vollständige Zerstörung der Haut, wodurch eine spontane Regeneration unmöglich wird. Solche schweren Verletzungen erfordern eine Behandlung im Krankenhaus, oft einschließlich Operationen wie Hauttransplantationen. Charakteristisch für Verbrennungen dritten Grades ist, dass auch die Nerven geschädigt werden. Sobald die Nervenfunktionen ausfallen, verspüren Betroffene kaum oder gar keine Schmerzen. In solchen Fällen ist es unerlässlich, sofort den Notruf 112 zu wählen. Bei Kindern besteht ab acht Prozent verbrannter Haut und bei Erwachsenen ab 15 Prozent Lebensgefahr. Zur Einordnung: Die Fläche eines Arms entspricht bei Kindern etwa 9,5 Prozent und bei Erwachsenen etwa 9 Prozent der Körperoberfläche. Eine Verbrennung dritten Grades am Arm eines Kindes betrifft somit fast die gesamte Fläche eines Arms, während es bei Erwachsenen fast zwei Arme wären.
Wichtige Hinweise zur Ersten Hilfe
Bei Verbrennungen ist schnelles und richtiges Handeln entscheidend. Kühlen Sie die betroffene Stelle sofort mit lauwarmem Wasser für mindestens 10 Minuten. Verwenden Sie kein Eis oder eiskaltes Wasser, da dies die Schädigung verschlimmern kann. Entfernen Sie keine Kleidung, die an der Wunde klebt. Bei großflächigen oder tiefen Verbrennungen, insbesondere bei Kindern oder älteren Menschen, zögern Sie nicht, den Notruf zu wählen.
Vorbeugung von Verbrennungen im Haushalt
Die beste Methode, mit Verbrennungen umzugehen, ist, sie zu vermeiden. Seien Sie vorsichtig mit heißen Flüssigkeiten und Gegenständen. Installieren Sie Rauchmelder und stellen Sie sicher, dass diese funktionieren. Halten Sie Kinder von Öfen, heißen Oberflächen und offenen Flammen fern. Überprüfen Sie regelmäßig die Funktion von Rauchwarnmeldern, um im Notfall schnell gewarnt zu werden.
Fazit und Ausblick
Verbrennungen und Verbrühungen sind leider keine Seltenheit im Haushalt. Die Kenntnis der verschiedenen Grade und das richtige Vorgehen bei der Ersten Hilfe können entscheidend sein, um schwere Folgen zu vermeiden. Achten Sie auf präventive Maßnahmen und handeln Sie im Notfall besonnen. Wenn Sie weitere Informationen zu Erste-Hilfe-Maßnahmen benötigen, empfiehlt sich eine Auseinandersetzung mit dem Thema fit base.
