Den Hund richtig baden: Tipps und Anleitungen

Das Baden eines Hundes ist für viele Hundehalter ein wichtiges Thema, um die Fellpflege und Gesundheit ihres Vierbeiners zu gewährleisten. Doch wie oft sollte man seinen Hund baden und was gilt es dabei zu beachten? Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Aspekte rund um das Thema Hundebaden und gibt praktische Ratschläge für eine artgerechte Pflege.

Wann ist ein Bad für den Hund notwendig?

Grundsätzlich gibt es keine pauschale Antwort auf die Frage, wie oft ein Hund gebadet werden sollte. Die Häufigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Rasse, Felllänge, Aktivitätslevel und dem individuellen Zustand des Fells. Bei langhaarigen Hunden kann eine regelmäßige Fellpflege, die gelegentliches Baden einschließt, notwendig sein, um Verfilzungen und Schmutz zu entfernen. Auch starker Körpergeruch, Hautirritationen wie schuppige Haut oder ein Parasitenbefall können Gründe für ein Bad sein.

In solchen Fällen ist ein Bad oft unumgänglich. Bei medizinisch notwendigen Bädern, beispielsweise zur Behandlung von Hauterkrankungen, ist es ratsam, sich vorab mit einem Tierarzt abzustimmen, um das richtige Vorgehen und geeignete Mittel zu besprechen.

Übermäßiges Baden – ein Risiko?

Es ist wichtig zu verstehen, dass zu häufiges Baden für die meisten Hunde schädlich sein kann. Die Haut eines Hundes verfügt über einen natürlichen Schutzfilm, der durch zu häufiges Waschen zerstört werden kann. Dies kann zu trockener Haut, Juckreiz und einer erhöhten Anfälligkeit für Hautinfektionen führen. Auch das Fell kann unter zu häufigem Baden leiden. Es trocknet langsam und kann durch unsachgemäßes Trocknen, etwa mit einem Föhn auf zu hoher Stufe, beschädigt werden.

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Die richtige Vorbereitung: Wasser und Shampoo

Die richtige Wassertemperatur ist entscheidend, um den Hund nicht zu erschrecken und das Baden so angenehm wie möglich zu gestalten. Beginnen Sie mit einer Temperatur von etwa 28 bis 30 °C und beobachten Sie die Reaktion Ihres Hundes. Steigern Sie die Temperatur bei Bedarf leicht, aber vermeiden Sie heißes Wasser.

Neben der Wassertemperatur spielt die Wahl des richtigen Hundeshampoos eine große Rolle. Es gibt spezielle Shampoos für Hunde, die auf die Bedürfnisse empfindlicher Haut oder Welpen zugeschnitten sind. Achten Sie darauf, ein Produkt zu verwenden, das speziell für Hunde entwickelt wurde, da menschliche Shampoos den pH-Wert der Hundehaut stören können.

Zusätzlich sollten Sie einige Utensilien bereitlegen:

  • Anti-Rutsch-Matte: Verhindert Ausrutschen in der Wanne oder Dusche.
  • Handtücher: Mehrere saugfähige Handtücher zum Abtrocknen.
  • Bürste/Kamm: Zur Fellpflege vor und nach dem Bad.

Schritt für Schritt: So baden Sie Ihren Hund richtig

  1. Vorbereitung und Einweisung: Heben oder führen Sie Ihren Hund vorsichtig in die Wanne oder Dusche.
  2. Befeuchten des Fells: Beginnen Sie, den Hund von den Pfoten aufwärts mit lauwarmem Wasser zu übergießen. Achten Sie darauf, Kopf und Ohren zunächst auszusparen, um zu verhindern, dass Wasser in die Gehörgänge gelangt, was zu Infektionen führen kann.
  3. Shampoonieren: Massieren Sie das Hundeshampoo gleichmäßig in das feuchte Fell ein. Reinigen Sie den Kopf vorsichtig mit feuchten Händen. Lassen Sie das Shampoo entsprechend der Packungsanweisung einwirken.
  4. Ausspülen: Spülen Sie das Shampoo gründlich aus dem Fell aus. Es dürfen keine Shampoo-Rückstände verbleiben, da diese Hautirritationen verursachen können.
  5. Erstes Abtrocknen: Tupfen Sie den Hund vorsichtig im Becken oder in der Dusche mit einem Handtuch ab, um überschüssiges Wasser zu entfernen.
  6. Gründliches Trocknen: Wickeln Sie den Hund anschließend in ein weiteres Handtuch und reiben Sie ihn gründlich trocken. Im Sommer kann die Sonne beim Trocknen helfen. Im Winter kann der Hund sich in der Nähe einer Heizung aufwärmen oder mit einem Föhn auf niedriger Stufe und mit ausreichend Abstand getrocknet werden.
  7. Bürsten: Erst wenn das Fell vollständig trocken ist, sollte es gebürstet werden. Dies ist besonders wichtig, wenn der Hund gerade haart, um lose Unterwolle zu entfernen. Spezielle Bürsten für Hunde können hierbei hilfreich sein.
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Wichtiger Hinweis: Lassen Sie Ihren Hund bei kaltem Wetter nicht nach draußen, solange sein Fell nicht vollständig trocken ist. Ein nasses Fell birgt die Gefahr einer Unterkühlung. Dies kann bis zu 24 Stunden dauern, wenn kein Föhn verwendet wird.

Zusätzliche Pflege nach dem Bad

Nach dem Baden ist die Fellpflege noch nicht abgeschlossen. Sie können die Pflege durch spezielle Produkte für Augen, Ohren und Pfoten ergänzen. Eine regelmäßige Pflege der Augen, Krallen und Pfoten trägt zur langfristigen Gesundheit Ihres Hundes bei und hilft, Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Auch die Zahnpflege ist essentiell und kann durch regelmäßiges Kauen von Knochen, Knorpeln oder speziellen Kauartikeln wie Geweihstangen unterstützt werden. Im BARF-Shop finden Sie eine Auswahl an geeigneten Produkten.