Die Terraristik, einst ein Nischenhobby für Spezialisten, erfreut sich heute wachsender Beliebtheit. Immer mehr Menschen entdecken die Faszination, exotische Tiere in den eigenen vier Wänden zu halten. Doch die artgerechte Pflege von Reptilien, Amphibien und Wirbellosen erfordert spezifisches Wissen, Zeit und Engagement. Nur unter optimalen Haltungsbedingungen fühlen sich diese außergewöhnlichen Lebewesen in Gefangenschaft wohl. Die Anforderungen der verschiedenen Arten an Platzangebot, Einrichtung, Klima und Fütterung variieren dabei erheblich – von relativ bescheiden bis hochspezialisiert.
Damit die Tiere gesund bleiben und die Freude am neuen Hobby lange währt, ist es für Neulinge ratsam, mit einem sogenannten „Anfängertier“ zu starten. Dies hilft, erste Erfahrungen zu sammeln, ohne von zu komplexen Bedürfnissen überfordert zu werden. Eine gute Planung und die richtige Grundausstattung sind dabei entscheidend, ähnlich wie die Auswahl der beste wäschetrockner 2022 für den Haushalt eine wohlüberlegte Entscheidung ist. Wir zeigen dir, worauf du bei der Auswahl deines ersten Zöglings achten solltest, und stellen dir geeignete Arten für künftige Halter von Schildkröten, Echsen, Schlangen, Fröschen, Spinnen und Insekten vor.
5 Fragen vor dem Kauf deines ersten Terrarientiers
Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Terrarium zuzulegen, sollte sich vorab fünf essenzielle Fragen stellen und ehrlich beantworten. Die Wahl des passenden Tieres hängt maßgeblich von diesen Überlegungen ab.
1. Woran hängt dein Herz?
Du träumst von einer Schlange? Dann lass dich nicht zu einem anderen Tier überreden. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn nicht alle Freunde deine Vorliebe teilen. Schließlich ist es dein Tier, in das du in Zukunft viel Geld, Zeit und Arbeit investieren wirst. Eine solche langfristige Verpflichtung geht man nur ein, wenn man voll und ganz davon überzeugt ist. Auch Kindern sollte man das Recht einräumen, sich das Tier auszusuchen, das sie wirklich möchten. Dies erhöht die Chancen, dass der Nachwuchs nicht nach kurzer Zeit das Interesse verliert. Ist das Kind noch zu jung für die alleinige Pflege, müssen die Eltern unterstützen oder erklären, dass das Kind noch warten muss. Dies gehört zu einer verantwortungsvollen Tierhaltung dazu.
2. Wie viel Platz hast du?
Ein Terrarium passt immer, oder? Nicht ganz. Abgesehen davon, dass einige Tiere, wie der Grüne Leguan, idealerweise einen eigenen Raum als Terrarium erhalten sollten, benötigt jedes Terrarium – selbst ein scheinbar kleines – ausreichend Platz für die Einrichtung und die Bewegungsfreiheit des Tieres. Überlege, ob du beispielsweise ein Terrarium mit 1,50 m Länge sinnvoll in deiner Wohnung unterbringen kannst.
Darüber hinaus kann ein Terrarium nicht überall stehen, wo gerade ein freier Platz ist. Vor Fenstern oder Heizungen wird es schnell zu warm, im Keller zu kalt. Zugluft ist schädlich, und ein Zimmer mit tobenden Kindern ist ebenfalls nicht ideal. Andererseits möchte man das Mini-Habitat natürlich gerne im Blick haben, da es ein schöner Blickfang ist und man die Tiere beobachten möchte. Es ist daher sinnvoll, sich vor dem Kauf eines Tieres Gedanken über die Mindestgröße des Terrariums für deinen Zögling zu machen und wo in der Wohnung es am besten platziert werden kann.
Eine Auswahl verschiedener Terrarien für Reptilien
Unsere Empfehlung für Terrarien
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3. Wie viel Geld kannst du aufwenden?
Die Kosten für die Terraristik hängen stark von deinem persönlichen Budget ab. Wer wie die meisten von uns mit einem festen Budget auskommen muss, sollte sich bewusst machen, dass das neue Hobby nicht nur bei der Anschaffung, sondern auch im laufenden Betrieb Geld kostet. Je nach Seltenheit der Art und Morph kann der Preis für ein exotisches Tier schon recht hoch sein. Die unten aufgeführten Anfängertiere sollten als Jungtiere jedoch keine großen Löcher ins Budget reißen.
Kostenintensiver ist oft das Terrarium selbst mitsamt seiner Einrichtung. Klettermöglichkeiten wie Wurzeln und Hölzer, Verstecke, Höhlen und Tunnel sowie echte oder Dekopflanzen sind meist einmalige Anschaffungen. Der Bodengrund muss aufgrund der Entfernung von Kot, Futter- und Häutungsresten regelmäßig aufgefüllt und ein- bis zweimal im Jahr im Rahmen einer Gesamtreinigung ersetzt werden. Den größten Posten bildet jedoch sicher die Terrarientechnik. Geräte zur Beleuchtung, Heizung und Klimaregelung gehören für fast alle Tiere zur Grundausstattung. Wer möchte, kann in die Automatisierung aller Vorgänge im Terrarium investieren. Besonders Leucht- und Heizmittel müssen (in größeren Abständen) regelmäßig ersetzt werden, da ihre Leistung mit der Zeit nachlässt. Der tägliche Betrieb, je nach Tier auch rund um die Uhr, verursacht natürlich entsprechende Stromkosten. Ein großer Wasserteil im Terrarium kann sich auf der monatlichen Wasserrechnung bemerkbar machen.
Nicht zu vergessen ist auch das Futter für die Zöglinge. Pflanzenfresser sind hier relativ unproblematisch und günstig – aber auch eher selten unter den Terrarientieren. Die meisten Echsen werden mit lebenden Futterinsekten, die meisten Schlangen mit Frostfutter wie Mäusen und Küken gefüttert. Tipp: Ein Futter-Abo kann helfen, Engpässen vorzubeugen und Kosten zu sparen. Die Ausstattung für das Ausbrüten der Eier und die Aufzucht der Jungtiere kann in dieser Aufstellung zunächst außen vor bleiben, da diese Themen Erfahrung erfordern und nicht unbedingt gleich zu Beginn angegangen werden sollten.
Eine farbenfrohe Echse sitzt auf einem Ast
4. Wie viel Zeit kannst du investieren?
Die verfügbare Zeit ist bei jedem von uns anders. Manche sind den ganzen Tag zu Hause, andere gehen morgens früh zur Arbeit und kommen erst am Abend wieder. Die Frage ist also: Kann ich genug Zeit investieren? Und was genau bedeutet „genug“? Die Arbeiten rund um das Terrarium gliedern sich grob in tägliche, wöchentliche und in größeren Intervallen anfallende Aufgaben.
Zu den täglichen Arbeiten zählt das Entfernen von Kot, Futter- und gegebenenfalls Häutungsresten. Auch der Gesundheitszustand sollte täglich überprüft werden, indem man jedes Tier genau beobachtet und auf Auffälligkeiten in Verhalten und Aussehen achtet. Die Fütterungshäufigkeit hängt von Art und Alter ab; die meisten Jungtiere werden täglich, adulte Tiere alle paar Tage gefüttert. Trink- und gegebenenfalls Futterschalen müssen täglich geleert, gesäubert und frisch befüllt werden. Die wöchentlichen Aufgaben bestehen im Wesentlichen in der Reinigung, insbesondere der Scheiben und Schiebetüren des Terrariums. Je nach Tieranzahl kann dies auch häufiger nötig sein. Stark verschmutzte Scheiben beeinträchtigen nicht nur die Optik, sondern versperren auch den Blick auf die Tiere. Auch verschmutzte Einrichtungsgegenstände und die benutzten Werkzeuge sollten gründlich gereinigt werden. Ein- bis zweimal im Jahr kann oder sollte man das Terrarium komplett leerräumen, von Grund auf reinigen und desinfizieren. Diese Frage ist unter Profis umstritten; manche Halter haben auch ohne diese Grundreinigung keine Probleme. Entscheidet man sich für die Großreinigung, sollte bei dieser Gelegenheit auch der Bodengrund entsorgt und durch neuen ersetzt werden. Für die Desinfektion gibt es im spezialisierten Zoofachhandel entsprechende Reinigungsprodukte. Bei der Anwendung ist jedoch darauf zu achten, alle Rückstände restlos mit Wasser zu entfernen, bevor Einrichtung und Tiere wieder eingesetzt werden.
5. Zu welchen Aufgaben bist du bereit?
Das mag vielleicht seltsam klingen, doch bei der Haltung wilder Tiere können Aufgaben anfallen, die über die übliche Haustierhaltung hinausgehen. Das größte Thema ist vermutlich die Fütterung. Die überwiegende Zahl der klassischen Terrarientiere sind keine Vegetarier. Die meisten Echsen ernähren sich hauptsächlich von Insekten, Schlangen von Mäusen, Ratten und Küken. Was für den einen spannend zu beobachten ist, kostet andere Überwindung. Mit Fliegen, Motten und Heimchen zu hantieren ist nicht jedermanns Sache, von tiefgefrorenen Mäusen und Ratten ganz zu schweigen.
Dabei ist das richtige Futterangebot nicht nur aus Sicht einer ausgewogenen Ernährung notwendig. Die meisten Reptilien, Amphibien und Spinnentiere sind Jäger. Ein Großteil ihres Tages in freier Natur wird vom Suchen, Lauern und Angreifen bestimmt. Dies sichert nicht nur eine ausreichende Versorgung mit Nahrung, sondern fordert die Tiere auch körperlich und geistig. Das Jagdverhalten liegt den Tieren sprichwörtlich im Blut und bestimmt bereits das Spiel der ganz Kleinen. Daher gehört das Ausleben des Jagdtriebes unbedingt zu einer artgerechten Haltung dazu. Eine weitere Frage ist, ob die persönlichen Voraussetzungen ausreichen, um das gehaltene Tier richtig zu versorgen. In der Regel wird es da keine Probleme geben. Kinder hingegen werden mindestens bis zu einem Alter von 10 Jahren bei vielen Aufgaben Unterstützung brauchen. Und einen großen Wasserteil auf Anhieb zu entleeren, ist auch nicht jedem gegeben. Generell verlangt die Optimierung des Terrariums und der Einrichtung hier und da auch mal handwerkliches Geschick.
Die 10 beliebtesten Terrarientiere für Anfänger
Nachdem du die obigen Fragen für dich beantwortet hast und dich für eine Schildkröte, Echse, Schlange, Amphibie, Spinnentier oder ein Insekt entschieden hast, solltest du unter all den verfügbaren Arten eine auswählen, die sich besonders gut für einen Anfänger eignet. Ein Anfängertier ist ideal, weil es (mitsamt Ausstattung und Futter) in der Regel:
- leicht erhältlich ist
- keine riesige Investition an Geld, Zeit und Arbeit verlangt
- kein riesiges Platzangebot braucht
- mit einem Minimum an Terrarientechnik auskommt (die auch bedient werden will)
- keine extremen Ansprüche ans Klima stellt
- nicht nach punktgenauer Fütterung mit kaum erhältlichen Futtertieren verlangt
- robust ist
- nicht zu scheu ist und sich ständig den Blicken entzieht
- leicht zu handhaben ist
Leichte Handhabung bedeutet, dass sich die Tiere bei achtsamem Umgang auch gut auf die Hand nehmen lassen, ohne direkt zu fliehen, zu kratzen oder zu beißen. Insbesondere giftige Tiere sollten für den Einstieg in die Terraristik gemieden werden. Gleiches gilt für Würgeschlangen, die aufgrund ihrer Kraft und Größe eine Gefahr für den Menschen darstellen könnten. Besondere Vorsicht ist immer dann geboten, wenn kleine Kinder und/oder andere Tiere mit im Haushalt wohnen. Eine Maus und eine Katze wird man in den meisten Fällen auch nicht gemeinsam halten. Ein abschließendes Wort zum Begriff “Anfängertier”: Damit sind keineswegs anspruchslose Tiere gemeint, die jeden Fehler verzeihen, sondern relativ pflegeleichte Tiere, deren Ansprüchen gerecht zu werden nicht ganz so viel Wissen, Erfahrung und Einsatz erfordert wie bei anderen Reptilien. Sehen wir uns also die beliebtesten 10 Terrarientiere für Anfänger an.
Europäische Landschildkröte
Es gibt drei Arten Europäischer Landschildkröten: die Breitbandschildkröte, die Griechische Landschildkröte und die Maurische Landschildkröte. Diese faszinierenden Reptilien sind eine beliebte Wahl für Terraristik-Einsteiger.
Eine Gruppe junger europäischer Landschildkröten
Pluspunkte:
- Weit verbreitet
- Nachzuchten kosten 60–100 Euro, adulte Männchen 100–150 Euro, eierlegende Weibchen 400–600 Euro
- Pflanzenfresser
- 5–10 Minuten Arbeitsaufwand am Tag
Zum Nachdenken: Europäische Landschildkröten unterliegen Anhang II des Washingtoner Artenschutzabkommens. Eine artgerechte Haltung erfordert eine Freilandhaltung in einem eigens nach den Bedürfnissen der Tiere eingerichteten Bereich des Gartens. Ein Paar, Weibchengruppen oder Haremshaltung sind möglich, sofern aggressive Tiere getrennt werden können. Die Tiere halten 3–4 Wochen Winterruhe. Europäische Landschildkröten sind eine Verpflichtung, die über ein bis zwei Generationen vererbt wird: Sie können bis zu 100 Jahre alt werden!
Unsere Kaufempfehlung für Sie
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Bartagame
Am häufigsten in Terrarien anzutreffen sind die Arten Pogona vitticeps (Streifenköpfige Bartagame) und Pogona henrylawsoni (Zwergbartagame). Sie sind bekannt für ihr ruhiges Wesen und ihre Tagaktivität.
Eine Bartagame sonnt sich auf einem Felsen
Haltungsbedingungen:
- Wüstenterrarium
- Temperatur: tagsüber 25–30 °C, auf Sonnenplätzen

Kunststoffterrarium 60x30x30cm Kunststoffterrarium
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Exo Terra XXL Terrarium aus Glas – Glasterrarium – Terrarien – 60 x 45 x 45cm Exo Terra XXL Glasterrarium
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