Hertha BSC sichert Klassenerhalt: Ein dramatisches Relegationsduell gegen den HSV

Hertha-Spieler feiern den Klassenerhalt mit den Fans

In einem packenden Relegationsduell der Bundesliga sicherte sich Hertha BSC in der Hansestadt den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse. Mit einem 2:0-Auswärtssieg gegen den Hamburger SV drehten die Berliner die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel und besiegelten damit einen 2:1-Gesamterfolg. Für den HSV zerplatzte der Traum vom Aufstieg in die Bundesliga, und das Team um Trainer Tim Walter muss eine weitere Saison in der zweiten Liga bestreiten, auch wenn die Leistung im Hinblick auf die bundesliga 22 23 Hoffnung für die Zukunft gibt.

Das Relegationsrückspiel: Hertha dreht den Spieß um

Die Atmosphäre im Volksparkstadion war elektrisierend, angeheizt von den lautstarken Hamburger Fans. Doch bereits nach drei Minuten und 13 Sekunden verstummte der Jubel: Dedricyk Boyata, Kapitän von Hertha BSC, stieg nach einer präzisen Ecke von Marvin Plattenhardt entschlossen hoch und köpfte den Ball zur frühen Führung ein. Dieses Tor glich den Rückstand aus dem Hinspiel aus und legte den Grundstein für eine spannungsgeladene Nacht.

Das Spiel blieb lange auf Messers Schneide, jede Aktion konnte die Entscheidung bringen. Erst kurz nach der Stundenmarke erlöste Marvin Plattenhardt die Herthaner mit einem weiteren Geniestreich. Sein hoch getretener Freistoß segelte, möglicherweise als Flanke gedacht, direkt ins Tor. Der Treffer erinnerte an das Tor von Ludovit Reis für den HSV im Hinspiel im Berliner Olympiastadion. Plattenhardt avancierte mit einem Tor und einer Vorlage zum überragenden Spieler dieser Partie und zeigte, dass er zu den beste fußballer der welt seiner Position gehört.

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Hertha-Spieler feiern den Klassenerhalt mit den FansHertha-Spieler feiern den Klassenerhalt mit den FansHertha Berlin Spieler feiern den Klassenerhalt in der Bundesliga mit ihren Fans.

Felix Magath: Ein HSV-Idol wird zum Spielverderber

Der Mann, der dem HSV letztlich den Aufstieg verwehrte, war ausgerechnet eine Legende des Vereins selbst: Felix Magath. Nach dem Spiel äußerte sich Magath mit „schwerem Herzen, dass gerade ich dem HSV den Aufstieg in die Bundesliga verwehrt habe.“ Er fügte hinzu: „Jetzt ist es vorbei. Meine Aufgabe ist erledigt“, womit sein zehnamtwöchiger Rettungseinsatz bei der Hertha erfolgreich abgeschlossen war.

Der 68-Jährige hat sich als Spieler in die Geschichtsbücher des Hamburger SV eingeschrieben. Er selbst bezeichnete seine Zeit beim HSV als „wichtigstes Kapitel“ seiner Karriere. Magath war Teil der glorreichen HSV-Mannschaft der 80er-Jahre und erzielte 1983 im Athener Olympiastadion das entscheidende Tor gegen Juventus Turin, das dem HSV den Gewinn des Europapokals der Landesmeister sicherte. Dieses Tor bleibt in Hamburg unvergessen.

Magath, der ein Jahrzehnt als Spieler in Hamburg verbrachte, beschrieb den Gedanken, mit Hertha gegen seinen ehemaligen Verein antreten zu müssen, als „unangenehm“, wischte ihn aber schnell beiseite. „Das spielt keine Rolle“, sagte er vor dem Doppelpack gegen Tim Walters HSV. Zwischen Oktober 1995 und Mai 1997 war Magath auch als Trainer und Manager beim HSV tätig. Seine relativ kurze Amtszeit gipfelte in einem fünften Platz in der Bundesliga, der höchsten Platzierung des HSV seit vier Jahren zu diesem Zeitpunkt. Diese Ära markierte den Beginn seiner Trainerkarriere und festigte seinen Status als Vereinsheld.

Fredi Bobic und Herthas Zukunftsplanung

Auch für Fredi Bobic, den Sportdirektor von Hertha BSC, war es ein Abend des Triumphes. Er war beauftragt, das angeschlagene Image des „Big City Clubs“ wiederherzustellen, der von Derby-Niederlagen, Fanaufständen und chronischem Missmanagement an den Rand des Abgrunds gebracht wurde.

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„Die Leistung der Mannschaft unter diesem Druck war wirklich erstaunlich“, sagte Bobic nach dem Sieg gegenüber ESPN. Er sprach von einem „harten Sommer“, der sowohl ihm als auch den Spielern bevorstehe, da er Hertha neu aufbauen wolle, ähnlich wie er es bei Eintracht Frankfurt getan hatte. Bobic hatte maßgeblichen Anteil am jüngsten Europa-League-Erfolg der Eintracht.

„Wir müssen Spieler verkaufen, um Spieler kaufen zu können, aber ich kann nicht das ganze Geld ausgeben – unsere wirtschaftlichen Probleme sind etwas zu groß“, gab er bezüglich der finanziellen Lage des Vereins zu. „Wir haben zehn Leihspieler, und wir müssen etwas Geld einnehmen. Es wird ein harter Sommer für mich, aber auch für mein Team. Aber wir werden das Gesicht der Mannschaft verändern.“

„Ich bin glücklich, ich kann meine Planung für die nächste Saison beginnen“, sagte er, „aber wir müssen vorsichtig sein, wir dürfen nicht zu viele Fehler machen – was letzten Sommer hier passiert ist – also müssen wir es besser machen. Meine Aufgabe ist es, es besser zu machen“, schloss er.

Für Hertha war es eine weitere komplizierte Saison. In der gesamten letzten Bundesliga-Saison gelangen ihnen nur drei Auswärtssiege, doch an diesem Abend lieferten sie ein Ergebnis ab, das die Hertha-Kurve im Gästeblock bis tief in die Nacht feiern ließ. Ob Bobic diesen Erfolg nun mit einem neuen Trainer nutzen kann, um Hertha in der kommenden Saison zu besseren Leistungen zufliegen zu lassen, bleibt die spannende Frage, auch im Hinblick auf größere internationale Ereignisse wie die fussball wm 2026.

Fazit

Der Klassenerhalt von Hertha BSC in der Relegation gegen den Hamburger SV war ein dramatischer Kampf, der die Mentalität und den Einsatz beider Teams auf die Probe stellte. Während Hertha dank einer starken Rückspielleistung und der taktischen Meisterleistung von Felix Magath den Kopf aus der Schlinge ziehen konnte, muss der HSV seine Träume vom Aufstieg auf die nächste Saison verschieben. Für Sportdirektor Fredi Bobic beginnt nun die Mammutaufgabe, Hertha finanziell zu sanieren und eine schlagkräftige Mannschaft für die Zukunft aufzubauen. Dieses Duell hat gezeigt, wie dünn die Linie zwischen Erfolg und Misserfolg im deutschen Profifußball ist und welchen hohen Stellenwert der Verbleib in der Bundesliga für einen Verein wie Hertha BSC hat.

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