Ein einziger, unglücklicher Moment reichte aus, um Hertha BSC eine empfindliche Niederlage gegen den abstiegsbedrohten VfB Stuttgart zu bescheren. Niklas Stark, Abwehrspieler der Berliner, erlebte eine Szene, die er wohl so schnell nicht vergessen wird. In der 80. Minute traf er den Ball auf kuriose Weise und schickte ihn in einer perfekten Flugkurve über seinen eigenen Torhüter Rune Jarstein ins Netz. Ein www fussball Drama, das Hertha teuer zu stehen kam und dem VfB dringend benötigte Punkte im Kampf gegen den Abstieg sicherte.
Das Eigentor: Ein Moment der Orientierungslosigkeit
Starks Reaktion nach dem Treffer sprach Bände. Er protestierte instinktiv, nachdem ihn sein Gegenspieler am Kopf getroffen hatte. “Ich wusste gar nicht, wo ich war”, berichtete der Verteidiger später. Die jubelnden Stuttgarter Spieler um ihn herum machten die Situation nur noch verwirrender. Die schmerzliche Gewissheit kam erst auf Nachfrage bei seinem Kollegen Mitchell Weiser: Es war ein Eigentor. Ein Missgeschick, das in seiner Unglücklichkeit kaum zu übertreffen war und die 0:1-Niederlage für Hertha besiegelte. Stark bezeichnete es als “ein bisschen unglücklich gelaufen”, doch die Folgen waren gravierend für den Berliner Bundesligisten.
Sein Teamkollege Fabian Lustenberger sah es ähnlich, betonte aber, dass Hertha die Partie eigentlich hätte gewinnen müssen. Er widersprach der Ansicht, es sei ein typisches 0:0-Spiel gewesen, denn Hertha hatte in der ersten Hälfte die besseren Gelegenheiten.
Die anfängliche Dominanz und vergebene Chancen der Hertha
Tatsächlich dominierte Hertha BSC die erste Halbzeit klar. Die Mannschaft ging die Partie mit der nötigen Seriosität an und zeigte sich entschlossen. Mathew Leckie hatte bereits in der achten Minute eine gute Chance nach einer Flanke von Marvin Plattenhardt, sprang jedoch unter dem Ball hindurch – symptomatisch für Herthas Chancenverwertung an diesem Tag: Es fehlte nicht viel, aber eben doch etwas Entscheidendes. Valentino Lazaro traf den Pfosten, Salomon Kalou scheiterte nach einem Konter an Torhüter Ron-Robert Zieler und vergab kurz vor der Pause die größte Gelegenheit, als er einen völlig freistehenden Kopfball über das leere fußballtore setzte. Die Stuttgarter Fans, die bereits früh im Spiel zu murren begannen, hätten sich von ihrer Mannschaft eine solche Offensivkraft gewünscht.
Stuttgarts Kampf und Mario Gomez’ Rückkehr
Der VfB Stuttgart, der nach vier Niederlagen in Folge unter Druck stand, tat sich lange schwer im Spielaufbau. Die Hoffnungen ruhten auf Mario Gomez, der nach achteinhalb Jahren erstmals wieder das Trikot des VfB trug. Doch der Nationalspieler musste auch entsprechend eingesetzt werden, woran es noch haperte. Gomez setzte in der Anfangsphase einen Kopfball neben das Tor und traf nach einer halben Stunde zwar ins Netz, doch der Treffer zählte wegen einer Abseitsposition zurecht nicht. Die Fans auf den teureren Plätzen der Haupttribüne kommentierten die Leistung ihres Teams kritisch, und jeder Querpass wurde mit deutlich vernehmbarem Grummeln begleitet. Die Hemmschwelle für Pfiffe war erstaunlich niedrig.
Zweite Halbzeit: Der VfB legt zu, Hertha lässt nach
Herthas Spieler begannen die zweite Halbzeit entschlossen, als hätte Trainer Pal Dardai ihnen in der Pause noch einmal klargemacht, dass der VfB kein Gegner ist, vor dem man übermäßig Angst haben muss. Sie rückten weiter auf und versuchten, verlorene Bälle sofort zurückzuerobern. Doch diese Phase der Entschlossenheit währte nicht lange. Nach einer guten Stunde brachte Stuttgarts Trainer Hannes Wolf Daniel Ginczek ins Spiel, der nicht nur die alte Rückennummer von Mario Gomez trug, sondern auch einen ähnlich veranlagten Stürmertyp darstellt. Die Stuttgarter wirkten nun entschlossener und zielstrebiger, auch wenn ihnen längst nicht alles gelang. Für das einzige Tor benötigten sie die unfreiwillige Hilfe von Niklas Stark. Offensiv zeigte der VfB nach der Pause deutlich mehr als Hertha, das im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit kaum noch Akzente setzen konnte.
Fazit: Eine verpasste Chance für Hertha
Nach 14 Spielen in Folge mit eigenen Treffern blieb Hertha BSC erstmals wieder ohne Torerfolg. Die Niederlage gegen den VfB Stuttgart war eine verpasste Chance, sich weiter oben in der Tabelle festzusetzen. Für den VfB hingegen war es ein wichtiger Erfolg, auch wenn er durch ein Eigentor zustande kam. Der Sieg gibt den Stuttgartern neuen Mut im Abstiegskampf und zeigt, dass auch mit fremder Hilfe wichtige Punkte gesammelt werden können. Für Hertha bleibt die Erkenntnis, dass ungenutzte Chancen und unglückliche Momente im werder live heute Fußballspiel fatale Folgen haben können und es gilt, in den kommenden Partien wieder zu alter Stärke zurückzufinden.
